GoMoPa: Gläubigerantrag auf Insolvenz gegen die gwp germanwindpower GmbH
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06.09.2013
Gläubigerantrag auf Insolvenz gegen die gwp germanwindpower GmbH

Bei dem Berliner Projektentwickler gwp germanwindpower GmbH ging es wohl so ähnlich zu wie bei der S&K Gruppe aus Frankfurt.

Unter seiner Regie sollen<br /> 1 Million Euro verschwunden<br /> sein: Helge Quehl
Unter seiner Regie sollen
1 Million Euro verschwunden
sein: Helge Quehl
Der Schweizer Helge Quehl, Gründer und alleiniger Inhaber des Emissionshauses Global Invest Verwaltungs GmbH in Konstanz in Baden-Württemberg, erlebte bei seinen Geschäften mit Baron Detlef Alfred Gottfried Horn von Nordheim aus West Willows in der Grafschaft Weltshire (Südwestengland) und seiner Königlichen Hoheit Johann-Friedrich-Konrad Prinz von Sachsen-Meiningen (61) aus Hannover ähnliches, wie die Hamburger Fondsemittenten Hauke Bruhn (46) und Thomas Gloy (47) von United Investors mit den Immobilienprofis Stephan Schäfer (34) und Jonas Köller (32) der S&K Gruppe aus Frankfurt.

Nur ein paar Nummern kleiner. Der mutmaßliche Schaden bislang beläuft sich bei Quehl auf 8 Millionen Euro, bei S&K sollen mehr als 100 Millionen Euro versenkt worden sein.

Quehl gründete im Jahre 2010 in Konstanz seinen 1. Umweltfonds, die Global Invest Windpark Opportunity Fonds 1 GmbH & Co. KG (kurz GIWOF). 250 Kommanditisten zahlten bislang 4,1 Millionen Euro ein. 3,1 Millionen Euro davon flossen überwiegend als Darlehen an die Projektgesellschaft gwp germanwindpower GmbH aus der Rauchstraße 11 in Berlin Tiergarten.

gwp-Geschäftsführer Herzog<br /> Konrad von Sachsen-Meiningen
gwp-Geschäftsführer Herzog
Konrad von Sachsen-Meiningen
Baron Horn von Nordheim vertritt 75 Prozent der Gesellschafter der gwp. Außerdem darf ohne seine schriftliche Genehmigung ohne Ausnahme keine Zahlung erfolgen oder eine Verbindlichkeit eingegangen werden. Persönlich haftender Geschäftsführer ist Konrad Prinz von Sachsen-Meiningen.

Die beiden Blaublütler versprachen, die erhaltenen Fonds-Darlehen nicht nur innerhalb von 2 und 3 Jahren zurückzuzahlen, sondern die Darlehen mit 8 Prozent Zinsen pro Jahr monatlich an die Fondsgesellschafter auszuschütten. Wie bei S&K seien die Kredite "jeweils zu 125 Prozent erstrangig mit Projekten oder sonstigen werthaltigen Rechten (wie zum Beispiel Durchleitungsrechten et cetera) besichert".

Bei gwp ging es um Windpark-Immobilien.

Die Projekte sollten Windparks in Polen sein. Die beiden Vertreter des europäischen Hochadels wollten Polen an das westeuropäische Niveau auf dem Windernergie-Sektor heranführen.

Doch wie einige Gläubiger (Kommanditisten des Fonds GIWOF aus Konstanz) dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net schildern, sei bis heute in Polen kein einziger Pachtvertrag für einen Windpark abgeschlossen worden, der auch wirklich formwirksam im Grundbuch steht. Sie werfen der gwp Vortäuschung falscher Tatsachen vor, da diese behauptet habe, sie habe eine Vieljahl von Projekten. Doch die Projekte hätten sich nie im Besitz der gwp befunden.

Laut der gwp germanwindpower GmbH gebe es immerhin einen Pachtvertrag für ein polnisches Projekt namens KAR mit 10 Megawatt pro Stunde Leistung. Nur habe niemand der Gläubiger bislang diesen Vertrag gesehen.

Geld sei auch tatsächlich nach Polen geflossen.

So habe die gwp bis Sommer 2011 zirka 630.000 Euro an die polnische Firma JBC des angeblichen Windparkprojektentwicklers Jan Barkovich überwiesen, was in der Firmenbilanz der gwp auch ausgewiesen ist. Aber das Projekt sei niemals geprüft worden. Niemand sei bei einer Gesellschafterversammlung der JBC gewesen oder habe sich eine Abschlussbilanz zeigen lassen.

Diese Schlamperei habe ein eigens eingesetzter Untersuchungsausschuss der gwp anfang diesen Jahres selbstkritisch herausgefunden. Im Bericht des gwp-internen Untersuchungsausschusses vom 13. Januar 2013 heißt es in seltener Offenheit (Auszug):

Zitat:


Der Vertrag vom 1. September 2010, an dem auch unsere polnischen Anwälte mitgewirkt haben, den sie sogar weitestgehend entworfen haben, war verfrüht geschlossen.

Das zweite große Manko bestand darin, dass sehr hohe Zahlungsverpflichtungen vereinbart werden, ohne dass dem Mitwirkungen an Überprüfungen des Entwicklungsstandes und der Werthaltigkeit der Projekte notwendigerweise hätten vorausgehen müssen. Auf den Gedanken, derartige Überprüfungen zu verlangen oder selbst durch zu führen, ist die gwp erst spät, nämlich im September 2011, gekommen. Zu dieser Zeit "roch aber auch JBC sozusagen den Braten" und beeilte sich deshalb, mit seinem sicherlich verfrühten Schreiben vom 16.10.2011 nun von uns die Zahlung der gesamten im Vertrag genannten Beträge zu fordern.

Dabei ist JBC zwar zunächst etwas zurückgerudert, genutzt hat es uns aber nichts, denn am 3. Dezember 2011 zog JBC die Bremse und trat vom Vertrag zurück.

Was wir danach heraus gefunden haben, war, dass es einen Vertrag MAL betreffend mit dem spanischen Entwickler schon seit Dezember 2010 gar nicht mehr gab.

Es ist davon auszugehen, dass sich auch die beiden anderen Projekte, die sich in der Verfügung von JBC befinden, nicht als ARTB bezeichnen lassen.

Möglicherweise sind es green fields, bei denen allenfalls eine Entwicklungszeit von zwei Jahren mit mageren Entwicklungsschritten zurückgelegt worden ist. Dann aber war der mit JBC vereinbarte Übernahmpreis für die drei Projektgesellschaften deutlich überhöht.

Alle Vorsichtsmaßnahmen, die gwp verständlicherweise heute bei Zahlungen und Investitionen beachtet, sind gegenüber JBC außer acht gelassen worden.

Wir haben für bare Münze genommen, was uns aus Polen zu den Gebieten gesagt wurde, und wir haben uns selbst in Zugzwang gesetzt, indem wir uns zu den erheblichen Zahlungen von bis zu acht Millionen aus dem Vertrag vom 1. September 2010 verpflichtet haben, obwohl zu diesem Zeitpunkt die hierfür notwendige Liquidität nur erhofft und nicht tatsächlich vorhanden war.

Unser Vorgehen war in keiner Weise professionell, im Gegenteil dilettantisch sowie jeglicher Erfahrung im kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich widersprechend.

Wir haben uns nicht nur von dem, was JBC zu den Gebieten sagte, blenden lassen sondern auch von den euphorischen Aussagen der Mitstreiter von Global Invest, die es für möglich und realistsch angesehen haben, innerhalb von eineinhalb Jahren 15 Millionen an Anlagegeldern einzusammeln.

An diesen hoch optmistschen Aussagen hat im Übrigen auch Michael Oehme (ehemaliger Pressesprecher der S&K Gruppe - Anmerkung der Redaktion) mitgewirkt, seinerzeit noch Mitstreiter von Herrn Quehl.

Das sollte bei allem, was wir demnächst an Kooperationen mit anderen vorhaben, nicht vergessen werden.

DAH (Detlef Alfred Horn von Nordheim - Anmerkung der Redaktion) ist völlig recht zu geben, dass die Marketingleute viel zu erzählen haben, wenn der Tag lang ist. Einen allein Verantwortlichen für uns vermag der Ausschuss nicht auszumachen.

Jeder von uns hat sich entweder von JBC oder von GIV (Global Invest Verwaltungs GmbH - Anmerkung der Redaktion) oder aber auch von der Hoffnung führen und blenden lassen, es würden so schnell Anlegergelder eingesammelt, dass auch der Vertrag vom 1. September 2010 hätte eingehalten werden können.

Auch dann ist allerdings der Vertragsschluss mit den hohen Verpflichtungen heute noch rätselhaft, denn er hätte zu Aufwendungen gegenüber JBC geführt, die es uns nicht erlaubt hätten, unsere eigenen Gebiete weiter zu entwickeln oder, wie geschehen, auch Aktvitäten in der Türkei oder in Italien durchzuführen.

Unter Budget- oder Etatgesichtspunkten war das Verhalten völlig rätselhaft.

Warum nicht, wenn man sich schon alle drei Gebiete sichern wollte, der Vertrag so gestaltet wurde, dass man Schritt für Schritt vorgegangen wäre, also mit einer Sicherung der Gebiete, dann aber deren Zeit verzögerter Entwicklung, ist nicht zu verstehen. Wenn es die Geschäftsidee von gwp ist, Gebiete zu entwickeln bis zur Baureife, einen Investor hierfür zur finden, einen Kaufpreis dafür zu erzielen und diesen wieder zumindest zum Teil in die Entwicklung anderer Gebiete zu stecken, dann ist es nicht zu verstehen, warum wir im September 2010, zu einer Zeit, als nur die Hoffnung und nicht die Gelder da waren, uns zu derartig hohen Zahlungen verpflichtet haben!

Heute sind wir dagegen, vielleicht auch geprägt durch die Entwicklung der letzten Jahre, sehr viel vorsichtiger. Völlig zu recht! Man muss das, wozu man sich zu zahlen verpflichtet hat, entweder haben oder ganz sicher sein können, es bei Bedarf zu haben, wenn die Zahlung fällig ist, bevor man sich dazu verpflichtet.

Leider haben wir das pure Gegenteil getan.

Dafür waren 420.000 Euro ein zu teures Lehrgeld.


Die Schuldzuweisung der gwp an die Fondsgesellschaft, sie habe weniger Geld eingesammelt und als Darlehen ausgereicht als vorgesehen, ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings wäre dann der Schaden möglicherweise auch noch größer bei den polnischen Windgeschäften ausgefallen.

Von den 4,1 Millionen Euro sind tatsächlich nur

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von LArose am 09.07.2014 02:54
Dear Wim,Thank you for making time to aenttd our workshop last week.I'm very happy to have found that you have met with Leon in the workshop. I indeed hope to have more events to hold with the Gold Standard to promote the premium carbon credits and its contribution towards the sustainable environment, to our Taiwanese society. I wish you a fabulous week, and see you around! :) Best regards,Mitsuko


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