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21.01.2009
Wucher: 50.000 Euro für Vermittlung von Ärzten

Dubai ? Nachdem Finanzwirt Georg Recker (Foto) aus Hamm in Westfalen 1000 deutsche Anleger um 24,8 Millionen Euro für ein nie gebautes Luxushotel in der Wüste erleichtert hat, legt der windige Geschäftsmann neuerdings unwissende deutsche Ärzte aufs Kreuz.

Für 50.000 Euro ?Eintrittsgeld?, so das Manager-Magazin, vermittelt Recker Traumjobs in der künftigen Gesundheitsstadt Dubais mit 350 geplanten Kliniken.

Recker, der das Dubai Magazin mit Werbereportagen für Luxushotels herausgibt, lädt interessierte Mediziner aus Deutschland zu einwöchigen Seminaren nach Dubai ein. Teilnehmerpreis: 3.950 Euro, Begleitung: 1.750 Euro.

Bei Vorträgen auf der VIP-Tribüne der Formel-1-Strecke Autodrome/Dubailand oder im einzigen Sieben-Sterne-Hotel der Welt, dem Burj Al Arab, macht er den Ärzten den Mund auf ein schönes neues Leben am Persischen Golf wässrig. Dabei präsentiert er sich den Doktoren und Professoren als Spezialist für unternehmerische Betätigungen (angeblich über 100 Firmengründungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten) und Experte für den Wohnsitzwechsel von Deutschland nach Dubai.

Er sei ein gefragter Referent, man kenne ihn aus Fernseheauftritten und Berichten im ZDF, RTL, Sat1, Pro7, N24, 3Sat, WDR, Bild, Welt am Sonntag, Stern, Focus, Money, Handelsblatt und Cash.

Kein Wort über den wahren Georg Recker, dem seit einer Woche in Abwesenheit vor dem Landgericht in Dortmund der Zivil-Prozeß wegen Kapitalanlagebetruges gemacht wird.

Als Initiator des Luxus-Hotel-Fonds ?Dubai 1000? versenkte der Ex-Finanzbeamte 24,2 Millionen Euro von deutschen Anlegern buchstäblich im arabischen Wüstensand, das geplante Vier-Sterne-Hotel ?Maritim Dubai? ist seit Sommer 2007 eine verwaiste Baugrube (Foto) im ebenfalls nie gebauten Freizeitpark DUBAILAND.

Lediglich 600.000 Euro konnte die Staatsanwaltschaft Dortmund bei Hausdurchsuchungen in Hamm, Stuttgart und Ense bei Soest im März 2008 sicherstellen. Recker hatte zuvor 18,5 Millionen Euro auf sichere Konten in den Orient überwiesen und sich mit Kompagnon Andreas Mautner sowie Freundin Almut Landmesser (Mittelverwendungskontrolleurin des Fonds) und den gemeinsamen zwei Töchtern nach Dubai abgesetzt. Mit Mautner bringt Recker das Dubai Magazin (Hochglanz) heraus.

Hatte sich Recker als Spekulanten-Neuling zwischen 2005 und 2006 noch mit deutschen Einlagezahlungen von jeweils 10.000 Euro für sein Phantasiehotel begnügt, backt er nun viel größere Brötchen.

Der Diplomfinanzwirt hat in Dubai eine neue Finanzquelle entdeckt: Er vermittelt deutsche Ärzte im Time-Share-Verfahren auf Zeit in Dubais neue Luxus-Krankenhaus-Stadt, der ?Dubai Health Care City? (Foto), die noch überwiegend eine Großbaustelle ist.

Die Einlage heute: 50.000 Euro. Die Ärzte ahnen nicht, dass das Märchen von einem steuerfreien Topgehalt von mindestens 75.000 Euro netto im Jahr und jeden Tag Sonne und blauer Himmel für sie auch für Null Euro in Erfüllung gehen könnte, allerdings nicht in Dubai.

?In Dubai sind die golden Zeiten vorbei?, schätzt Roland Herbert (Foto) die augenblickliche Lage im viel zu hoch gepriesenen Gesundheitswesen Dubais ein. Seit zehn Jahren hat sich der Inhaber der Personalberatung Universitas aus Eggenfelden in Bayern auf die Vermittlung von Ärzten in die Golf-Staaten spezialisiert.

Dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net erklärt der erfahrene Arztvermittler Roland Herbert, was er von dem Vermittlerneuling Recker hält und warum er seine Ärzte lieber ins Sultanat Oman und die Königreiche Bahrain oder Saudi-Arabien schickt ? und zwar ohne , dass ein Arzt ihm dafür etwas zahlen müsste.

GoMoPa: Kennen Sie Georg Recker?

Roland Herbert: Oh ja, ich habe vor drei Jahren mit ihm telefoniert. Weil ich dachte, man könnte vielleicht zusammenarbeiten. Herr Recker hatte schon damals Ärzte zu Seminaren nach Dubai eingeladen. Aber ich musste feststellen, dass der Mann von Krankenhäusern und Ärztejobs in Dubai Null Ahnnung hatte.

GoMoPa: Aber Recker könnte doch trotzdem Ärztejobs besorgen oder?

Roland Herbert: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Recker auch nur einen einzigen Arzt in Dubai vermittelt.

GoMoPa: Warum nicht?

Roland Herbert: Der Mann hat nicht nur Null Ahnung, er hat überhaupt keine Kontakte zu den Besitzern und Geschäftsführern der Gesundheitseinrichtungen. Die arabische Mentalität hat ihre eigenen Gesetze. Wir haben viele Jahre gebraucht, um ernsthaft einen Fuß in den Gesundheitsmarkt hineinzubekommen.

GoMoPa: Aber warum könnte Recker mit seinem Charme und seinem Auftritt nicht einfach nur Glück haben?

Roland Herbert: Die Zeit der Glücksritter ist zumindest in Dubai vorbei. Die Stadt hat eine beispiellose Werbung in der Welt gemacht und wird nun von Ärzten aus Deutschland, Großbritannien und den USA regelrecht überrannt. Die dortigen Direktoren können sich die Ärzte aussuchen. Um die Gehälter wird geschachert wie auf dem orientalischen Basar. Die Chefs fragen sich natürlich zu Recht, warum soll ich den Ärzten so viel bezahlen, wenn ich den einen oder anderen auch für das halbe Gehalt bekomme? Es ist in Dubai ein Überangebot von Ärzten vorhanden.

GoMoPo: Aber wenn die Vermittlungsbedingungen so schwierig geworden sind, ist es da nicht berechtigt, dass Georg Recker 50.000 Euro Provision von den Ärzten verlangt, wie das Manager Magazin vermeldete?

Roland Herbert: Die Vermittlergebühr ist eine Frechheit. Wir nehmen den Ärzten gar kein Geld ab. Jede seriöse Vermittlung bekommt ihr Geld von den Krankenhäusern in Dubai, nicht von den jobsuchenden Ärzten.

GoMoPa: Wie hoch ist denn die übliche Provision?

Roland Herbert: Null Cent von den Ärzten und von den Krankenhäusern 10 Prozent eines ausgehandelten Jahresgehalts.

GoMoPa: Und die Jahresgehälter liegen ja laut Werbeprospekten bei umgerechnet zwischen 75.000 Euro und 120.00 Euro steuerfrei.

Roland Herbert: Bei guter Verhandlung ja, aber mit der Steuerfreiheit ist es in Dubai vorbei. Zum 1. Januar 2009 wurde das Doppelsteuerabkommen mit Deutschland gekündigt. Keiner vor Ort weiß so recht, wie es in Dubai weiter geht.

GoMoPa: Aber es wird auch mit kostenlosen Unterkünften und mit Chauffeur zwischen Wohnort und Klinik geworben.

Roland Herbert: Ja, in Oman, Abu Dhabi, Qatar, Bahrain und Saudi-Arabien gilt das zum Teil noch. Da ist die Welt noch in Ordnung. Aber Dubai ist schlichtweg versaut. Auch Ärzte müssen die horrend hohen Mieten zahlen, die hier gelten. Und Chauffeure bekommen sie in Duabi auch nicht gestellt.

GoMoPa: Aber warum kommen denn die Ärzte überhaupt noch nach Dubai?

Roland Herbert: Aus Unwissenheit. Das nutzen ja Möchtegern-Vermittler wie Recker gern aus. Mir sind auch zwei Brüder aus München bekannt, die vor Ärzten in Berlin, Stuttgart, München und Hamburg Märchenvorträge über Dubai halten.

GoMoPa: Aber Dubais vielbeworbene Weltsensation, die Gesundheitsstadt Dubai Health Care City mit 350 Kliniken, wird doch gebaut oder?

Roland Herbert: Wissen Sie, was in Dubai Kliniken sind? Das sind nichts weiter als niedergelassene Arztpraxen. Es gibt im Augenblick in dieser Gesundheitsstadt nur ein einziges Krankenhaus.

GoMoPa: Aber man könnte doch auch eine Arztpraxis in Dubai eröffnen oder?

Roland Herbert: Wir raten keinem Arzt, sich jetzt am Persischen Golf niederzulassen. Sie schneiden sich damit ins eigene Fleisch. Denn sie benötigen einen Bürgen, einen local sponsor. Und der kassiert ca. 50 Prozent ihrer Einnahmen. Wenn es wirklich eine Praxis in Dubai sein soll, dann raten wir, noch fünf Jahre zu warten. Dann bekommen Sie die jetzt für viel Geld neu eröffneten Praxen in der Gesundheitsstadt für einen Apfel und ein Ei.

GoMoPo: Bleibt aber noch die Chance, im Krankenhaus auf allerneuestem Wissenschaftsniveau und mit teuerster Technik zu arbeiten.

Roland Herbert: Dieses hohe Niveau ist mir aus dem Nachbaremirat Abu Dhabi bekannt. Da gibt es tolle Krankenhäuser. Auch die Saudis nehmen Milliarden in die Hand und machen aus ihren staatlichen Krankenhäusern Weltklassestandorte. Doch in normalen Krankenhäusern kann man schon Mal Überraschungen erleben. Ich erinnere mich noch an die Besichtigung eines OP-Saales, in dem tatsächlich ein Teppich lag.

GoMoPa: Herr Herbert, wir danken für diese Markteinschätzung aus Dubai.


Info Universitas: Die Firma Universitas im bayerischen Eggenfelden zählt zu den führenden Personalberatungen bzw. Vermittlungsagenturen für Ärzte in Europa. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Vermittlung von hochqualifizierten Fachärzten an renommierte Krankenhäuser im Mittleren Osten (Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emirate mit der Hauptstadt Abu Dhabi, Oman, Qatar, Bahrain).

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