GoMoPa: Privatbank Sal. Oppenheim: die Abrechnung
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
28. April 2017
1.175 User online, 50.405 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


21.10.2013
Privatbank Sal. Oppenheim: die Abrechnung

Convent
Die angeklagten Ex-Manager von Oppenheim, von links: Friedrich Carl Janssen, Christopher Freiherr von Oppenheim, Dieter Pfundt und Matthias Graf von Krockow. Der Prozess vor dem Landgericht geht am 4. November 2013 weiter.
Der Wahlspruch des jüdischen Adelsgeschlechts von Oppenheim leuchtet noch heute weithin sichtbar in einem Stifterfenster des Kölner Doms. Er lautet: Integritas, Concordia und Industria (Redlichkeit, Eintracht, Fleiß).

Der letzte Teilhaber des Kölner Familienbankhauses Sal. Oppenheim Christopher Freiherr von Oppenheim (48) vergaß wohl den eigenen Freiherrlichen Wahlspruch - mit fatalen Folgen. Die Zusammenarbeit mit dem Immobilienfondsentwickler Josef Esch (57) aus Troisdorf bei Köln war hochspekulativ und verwandelte die einst treuesten Bankhauskunden in heutige Gegner.

Im Jahre 2008 galt Sal. Oppenheim noch als die größte unabhängige Privatbankgruppe Europas. Ihre Spezialität waren Steuerspar-Konzepte für Hocheinkommensbezieher. Im Jahre 2009 war sie nur noch ein Happen für die Deutsche Bank AG, die die Familienbank am 28. Oktober 2009 schluckte und die alte Riege entfernte.

Die von den alten Bankmanagern und Esch initiierten Fonds sollten Warenhausimmobilien in München und Potsdam an Karstadt vermieten. Sie waren als Steuersparmodelle für Superreiche gedacht, gerieten aber durch die Insolvenz des Karstadt-Mutterkonzerns in massive Turbulenzen.

Aber auch Superreiche wollen über Risiken aufgeklärt werden. Heute fühlen sich sich verraten.

Der Münchner Milliardär Wilhelm von Finck junior verlangt vor dem Bonner Landgericht 40 Millionen Euro Schadensersatz. Das Urteil wird am 15. November 2013 erwartet.

Auch Topkunden wie die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, Schuhkönig Heinz-Horst Deichmann oder der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont haben das Bankhaus und Esch ebenfalls auf Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

Parallel zu den Zivilklagen folgten Strafanzeigen wegen Veruntreuung. Die Staatsanwaltschaft Köln rückte 2010 zur Razzia an.

Am 27. Februar 2013 begann ein erster Prozeß vor dem Landgericht Köln (Aktenzeichen 116 KLs 2/12) wegen scheinbar überhöhter Investitionen in zu billig vermietete Bürohäuser in Köln und Frankfurt. Dabei sollen die Manager und Esch das Bankhaus um 134 Millionen Euro geschädigt haben.

Ende April 2013 folgte ein zweiter Prozeß vor demselben Landgericht, diesmal wegen eines Kreditschadens im Fall Arcandor. Das Verfahren wurde mit dem ersten Verfahren schließlich zusammengelegt (Aktenzeichen: 112 KLs 4/13).

Im bevorstehenden dritten Prozeß am 4. November 2013 mit dem schmucklosen Aktenzeichen 116 KLs 2/12 wird eine umfassende Abrechnung mit den Bankern und dem Unternehmer Esch erwartet.

Edelbanker in Not

Sicher ist schon jetzt: Die adligen Banker waren Großzocker, die letztlich über die Insolvenz des Essener Handels- und Touristik-Konzerns Arcandor und andere bemerkenswert törichte Fehlinvestitionen stolperten.

Den Edelbankern gelang das Kunststück, 2008 weit über eine Milliarde Euro Eigenkapital der Bank zu verspielen und im Folgejahr noch mehr Briketts zu verfeuern. Die Bank verlor ihre Unabhängigkeit nach 220 Jahren.

Das ist zwar blöd gelaufen, aber misslungene unternehmerische Entscheidungen sind nicht strafbar. Es kam allerdings noch dicker: Die ehemaligen persönlich haftenden Gesellschafter (PHG) des als Kommanditgesellschaft auf Aktien firmierenden Privatbankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. sollen nicht nur erfolglose, sondern auch krumme Geschäfte gemacht haben. Der ungewöhnliche Vorwurf: Sie sollen in verschiedenen Fällen ihre eigene Bank und damit die anderen Eigentümer übervorteilt haben. Das wird jetzt vor Gericht aufgearbeitet.

Die Ermittlungen:

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Pressemeldungen zum Thema
» Alexander-Pascal Graf von Krockow im Visier der Zielfahnder
» Wirbel um einzigen Karstadt-Bieter

Beiträge zum Thema
» Alexander Pascal Graf von Krockow
» Bankhaus Sal.Oppenheim
» Sal. Oppenheim verlegt Sitz von Köln nach Luxemburg
» Zwei Grafen gleichen Namens? Mathias Graf von Krockow
» Eine Heuschrecke hat wieder zugeschlagen...
» Die heimlichen Herrscher der Wirtschaft
» Worauf Karstadt-Kunden achten sollten
» Hamburg-Mannheimer und Victoria verschmelzen zu Ergo
» Das Insolvenzplanverfahren: Chance in der Krise
» Der eigentliche Gewinn der Kundenkarten - Daten
» Nach der Pleite erfolgreich weiter
» Jahrelanges Missmanagement belohnen?
» ab April 2005 Einblick in die Konten der Bürger

Kategorien zum Thema
» Wer kennt, was meint Ihr dazu?
» Erfahrungen mit Banken
» Doktortitel, Adelstitel, Diplomatenpässe
» Betrug - Sonstiges
» Dubios

 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Nimmerwendel am 24.06.2014 16:03
Da ist man sowieso mal gespannt, ob diese Herren für ihr Tun jemals geradestehen müssen, oder Sie sich, wie die meisten vermögenden "freikaufen" werden. Das Gesetz gilt nur für diejenigen, die kein Geld haben oder sich kein Spitznamen leisten können.


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:


 

» Ichor Coal N.V.: Kohlebergbau am Tropf von Spekula ...   27.04.2017

» Hoffmann AHG SE: Aktienstock vom Firmen-Totmacher ...   26.04.2017

» Bloß nicht HDI Gerling versichert!   24.04.2017

» Wirecard AG: Personelle Verflechtungen zur verbote ...   24.04.2017

» Good Brands AG: Thomas Storch hilft als Business A ...   21.04.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen