GoMoPa: Care Energy muss 7 Millionen Euro EEG-Gebühr nachzahlen
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
26. Februar 2017
790 User online, 50.373 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


15.11.2013
Care Energy muss 7 Millionen Euro EEG-Gebühr nachzahlen

Möchte EEG abschaffen: Strom-<br />Unternehmer Martin Richard<br /> Kristek (41) aus Hamburg
Möchte EEG abschaffen: Strom-
Unternehmer Martin Richard
Kristek (41) aus Hamburg
Der 28. Oktober 2013 war ein schwarzer Tag für den gebürtigen Österreicher Martin Richard Kristek (41), der mit seiner mk-group Holding GmbH aus dem Hamburger Freihafen seit 2011 nun inzwischen 360.000 deutsche Haushalte und Kleinbetriebe mit Ökostrom "Care Energy" zu einem Kampfpreis von 19,9 Cent pro Kilowattstunde beliefert und dabei möglichst keinen Cent Ökoaufschlag nach dem Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) für die Einspeisung an die durchleitenden Netzbetreiber bezahlen will.

Zwei von denen haben ihn nun verklagt und gewonnen.

Der Stromlieferpreis des Großkonzernbekämpfers Kristek, der privat von einem BMW auf einen Elektroflitzer Fisker Karma (ab 102.000 Euro, fährt auch Prinz Frederik von Dänemark) umgestiegen ist, liegt nach Unternehmensangaben 40 Prozent unter dem Durchschnitt der deutschen Stromanbieter. Dem stünde nach Unternehmensangaben ein Einkaufspreis von 19,84 Cent gegenüber. Das Unternehmen decke seine Kosten über den monatlichen Grundpreis von 6,99 Euro.

Und es funktionierte wohl auch: Weil sich die mk-group Holding GmbH im Gegensatz zu anderen Ökostromanbietern die Gebühr an die Netzbetreiber nach dem Erneuerbaren Energiegesetz gleich mehrfach sparte.

Die EEG-Umlage wurde von den Übergangsnetzbetreibern für das Jahr 2012 auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. In diesem Jahr beträgt sie 5,277 Cent pro Kilowattstunde. Im nächsten Jahr soll sie nach Berechnungen der Übergangsnetzbetreiber gegenüber der Bundesnetzagentur auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde ansteigen.

Kristek möchte "das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ganz abschaffen", wie er in seinen Care-Energie-Magazin schreibt, das in diesen Tagen allen Kunden in Heftform zugehen soll. Kristek hält das EEG schlicht für überflüssig.

Ein von ihm in Auftrag gegebenes Wirtschaftsgutachten kam zu dem Schluss, dass die EEG keine gesetzliche Steuer oder gesetzliche Abgabe darstelle, sondern ein reiner privater Zuschuss sei, den der Ökostromlieferant mit dem Netzbetreiber auszuhandeln habe.

Mit dem Endkunden und dem Endstrompreis in den Haushalten habe das gar nichts zu tun. Wenn der Endkunde diese Umlage tatsächlich bezahlen solle, müsste das zusätzlich mit den Endkunden vereinbart werden. Und die Erhebung einer Mehrwertsteuer auf diesen Privatzuschuss an die Netzbetreiber sei obendrein unzulässig.

Kristek fordert alle Stromkunden auf, ihre Stromabrechnungen dahingehend zu überprüfen und auf jeden Fall die Mehrwertsteuer zurückzufordern. Kristek hält die EEG für Verbrauchertäuschung und unlauteren Wettbewerb, schon weil energieintensive Betriebe von der Ökostromumlage ausgenommen sind.

Doch auf diese Argumentation verließ sich Kristek in eigener Sache nicht. Um als Ökostromverkäufer keine EEG-Umlage an die Netzbetreiber zahlen zu müssen, griff Martin Kristek zu einem simplen Trick.

Erstens, so die Argumentation in eigener Sache, besorge nicht der Care Energy Anbieter, also die mk-group Holding GmbH, den Ökostrom. Sondern das übernehme eine Schwesterfirma, die UPG United Power & Gas GmbH & Co. KG aus der Oldenburger Straße 6 in Berlin Moabit. Sie hieß zuvor mk-energy Ihr Energieversorger GmbH & Co. KG. Allerdings wird diese Fremdbesorgerin UPG von der mk-group Holding GmbH als persönlich haftende Geseschafterin (Kompelemtärin, gezeichnetes Kapital: 200.000 Euro) geleitet. Alleiniger Geschäftsführer und Alleinbesitzer in beiden Fällen ist Martin Kristek.

Zweitens schicke diese Berliner Schwesterfirma UPG den Ökostrom nun durch die fremden Netze wiederum nicht an die Endkunden, sondern erst mal nur und ausschließlich an eine weitere Firma des Unternehmensverbundes: die mk grid Ihr Netzbetrieb GmbH & Co. KG mit Sitz am Hamburger Freihafen (auch sie hat die mk-group Holding GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin, wird von Martin Kristek als alleinigen Geschäftsführer geleitet und gehört ihm auch zu 100 Prozent).

Die mk grid Ihr Netzbetrieb GmbH & Co. KG nimmt nun den Primärstrom an den Zählern der Haushalte und Gewerbetreiben entgegen. Mk grid betreibt das Hausnetz des Kunden und die dort vorhandenen Geräte und wandelt den angelieferten Strom in Nutzenergie (Kälte, Wärme, Licht und Kraft) um.

Die Aufteilung und Abrechnung dieser Nutzenergie an den Endkunden, zum Beispiel Kraft, wenn der Kunde einen Mixer anwirft, übernehme dann eine dritte Firma aus dem Firmenverbund: die mk power Ihr Energiedienstleister GmbH & Co. KG mit Sitz am Hamburger Freihafen. Auch sie hat die mk-group Holding GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin, wird ebenfalls von Martin Kristek als alleinigen Geschäftsfüherer geleitet und gehört ihm ebenfalls zu 100 Prozent.

Der Endkunde schließe mit dieser mk power Ihr Energiedienstleister GmbH & Co. KG keinen Stromliefervertrag, sondern ein sogenanntes Contracting ab.

Worin nun der Unterschied zwischen einer Stromlieferung und Contracting besteht, erklärt Care Energy in seinem "Informationspackage 2014" seinen Kunden so:

Zitat:


Contracting ist eine alternative Form der Energieversorgung, die ursprünglich entwickelt worden ist, um Industrieunternehmen beim Sparen zu helfen. Im Rahmen des Contracting wird der Kunde nicht nur mit Energie versorgt, sondern er erhält auch Hilfe dabei, durch verbesserte Energieeffizienz weniger zu verbrauchen. Weniger zu verbrauchen schont den Geldbeutel und die Umwelt gleichermaßen und ist somit ein Gewinn für alle.

Zentraler Unterschied zwischen Contracting und Stromversorgung ist der Liefergegenstand. Ein herkömmlicher Stromversorger liefert Strom, es ist ihm meist gleichgültig wie dieser produziert wird und ob dieser vom Kunden verschwendet wird.

Beim Contracting liefern die Unternehmen der "Care-Energy" dem Kunden das, was er wirklich braucht: Licht, Kraft, Wärme und Kälte. Bei "Care-Energy" wird diese Nutzenergie direkt beim Kunden aus garantiert 100% Ökostrom produziert. Dazu liefert zunächst ein Energieversorger, meist die United Power & Gas GmbH & Co. KG Ökostrom durch das Netz zum Zähler des Kunden.

Diesen Ökostrom erhält am Zähler des Kunden die mk-grid Ihr Netzbetrieb GmbH & Co. KG. Sie wandelt ihn im Hausnetz des Kunden im Auftrag der mk-power Ihr Energiedienstleister GmbH & Co. KG in die vom Kunden gewünschte Nutzenergie um. Immer zuverlässig, immer dann, wenn der Kunde es will und immer möglichst sparsam.

Legt der Kunde einen Schalter um, liefert sein Vertragspartner mk-power ihm Nutzenergie in Form von Licht, das gleiche gilt für den Kühlschrank und die Heizung. In der Praxis ändert sich für den Kunden zunächst nichts.


Alleinige Stromkundin der UPG United Power & Gas GmbH & Co. KG sei laut einem Rahmenvertrag vom 1. August 2011 die mk grid Ihr Netzbetrieb GmbH & Co. KG. Der Ökostrom gehe also einzig an einen Zwischenhändler. Damit greife die EEG-Umlage, die für Ökostrom an Verbraucher zählt, gar nicht.

Doch mit dieser Argumentation ist Kristek nun gleich in zwei Verfahren vor der 4. Zivilkammer des Landgerichts Hamburg gescheitert:

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



 

Pressemeldungen zum Thema
» Care Energy vor Gericht: kein Nachweis von Ökostrom
» Ermittlungsverfahren gegen Care Energy Martin Kristek eingestellt
» Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Care-Energy
» Bürger speichern Energie eG: Billigstrom - aber nur, wer investiert

Beiträge zum Thema
» EEG-Umlage - Wurden Millionen Verbraucher vorsätzlich getäuscht?
» Martin Richard Kristek - Care-Energy - Euroenergie AG - mk-group Holding GmbH

Kategorie zum Thema
» Wer kennt, was meint Ihr dazu? - Hintergrundinformationen
» Kommentare & Meinungen

 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

#1 - Kommentar von Axel Breitner am 19.06.2014
Ich versteh nicht was das alles soll mit diesen Firmen. Ich beziehe meinen Strom aus den lokalen Stadtwerken und kann meinen Liefervertrag jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen und meinen moderaten Abschlag kann ich auch per Dauerauftrag bezahlen. Außerdem habe ich auf Vergleichsportalen bisher keinen günstigeren Anbieter mit Vergleichbaren Rahmenbedingungen gefunden. Alle anderen Anbieter die günstiger waren wollten mich mit Festverträgen die min. ein Jahr gingen und verwirrende Kündigungszeiten haben festbinden. Außerdem war der Strom dort letztlich auch nicht billiger, sondern nur über komische Neukundenprämien die dann auf den monatlichen Abschlag verrechnet waren künstlich herruntergerechnet.


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:


 

» Konkurswiderruf: Bert Neckermann und TAXMOBIL AG s ...   23.02.2017

» EGI-Fonds: Sven Donhuysen in München um ein Haar ...   22.02.2017

» KPMG AG: Prozess um 514 Millionen Schaden bei P+S- ...   20.02.2017

» Steuerflucht nach Malta - selbst die staatliche Fr ...   17.02.2017

» Lebensversicherung widerrufen statt kündigen - we ...   17.02.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen