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14.02.2014
Konsul-Gynäkologe Dr. Bernd Lesoine muss Honorarkonsulat des Fürstentums Seborga schließen

ConventNoch vor zwei Jahren schwenkte Gynäkologe Dr. Bernd Lesoine zur Eröffnung der ersten deutschen diplomatischen Vertretung des völkerrechtlich nicht anerkannten Fürstentums Seborga (Dorf in Italien) im Dezember 2011 vom Privatbalkon in München-Bogenhausen die Fürstenflagge, nun muss er das Konsulat wegen Titelmissbrauchs schließen.
Im italienischen Mittelmeer-Bergdorf Seborga (327 Einwohner, Stand Dezember 2012) wird der Münchener Gynäkologe Dr. med. Bernd Lesoine (53) mit Dottore (Doktor) und mit Console (Konsul) angesprochen, wie er dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net auf Nachfrage bestätigt. "Ich besitze einen Diplomatenpass des Fürstentums Seborga."

Seborga ist ein 1.060 Jahre altes italienisches Oliven-Dorf in der nordwestitalienischen Provinz Imperia. Das Dorf hält sich von der Regierung in Rom für unabhängig und rief 1993 das Fürstentum Seborga aus, wurde aber bislang von kaum einem Staat als Völkerrechtssubjekt anerkannt.

Vor drei Jahren kaufte sich der Frauenarzt in dem malerischen Dorf 500 Meter über dem Meeresspiegel ein Haus mit drei Schlafzimmern auf 2.500 Quadratmetern Grund. Nach hintenraus kann er von dort die schneebedeckten Spitzen der Alpen sehen, nach vorn rechts erblickt er die französische Riviera mit Monaco und bei gutem Wetter Sankt Tropez.

Sein seborghinischer Gärtner warb den deutschen Arzt für den diplomatischen Dienst an. Der Gärtner war zugleich Sportminister im Dorf-Fürstentum. Wegen der geringen Einwohnerzahl haben viele Bewohner einen doppelten Job. Nach einigem Zögern sagte Dr. Lesoine schließlich zu.

 Diplomatenpass des<br /> Frauenarztes Dr. Bernd<br /> Lesoine © Dr. Lesoine
Diplomatenpass des
Frauenarztes Dr. Bernd
Lesoine © Dr. Lesoine
Am 10. Dezember 2011 hatte Fürst Marcello I. beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eine Feststellungsklage auf Rechtmäßigkeit des Fürstentums Seborga gestellt.

"Die Feststellungsklage vor dem EGMR ist von diesem angenommen worden!", schrieb jetzt Dr. Lesoine an GoMoPa.net. "Bisher fand noch keine Verhandlung statt."

Dennoch hatte Dr. Lesoine bereits eine Woche nach Einreichung der Feststellungsklage auf Rechtmäßigkeit am 17. Dezember 2011 in München Bogenhausen die erste deutsche diplomatische Vertretung des Fürstentums Seborga eröffnet.

Marcello sei kein Spinner, sagte Dr. Lesoine der Münchener Abendzeitung. Es handelt sich um Marcello Menegatto (34), laut Lesoine ein "ultrareicher" italienischer Unternehmer, Ex-Rennboot-Pilot und angeblich enger Bekannter der Queen und des Milliardärs Flavio Briatore.

Auf der privaten Visitenkarte des Gynäkologen steht seitdem zwar weiterhin: Dr. Bernd Lesoine, darunter folgen Privatadresse und Telefonnummer.

Aber auf seiner seborghinischen Visitenkarte (von der Regierung Seborgas ausgegeben) steht seitdem Consolato Principato di Seborga, was übersetzt Konsulat des Fürstentums Seborga heißt. Mittig auf der Visitenkarte folgen der Name Dr. Bernd Lesoine, darunter die Adresse und Telefonnummer des Konsulats.

Und auf dem Messingschild an seinem Privathaus in der Cuvilllierstraße 1a in München Bogen steht seit zwei Jahren in Großbuchstaben: HONORARKONSULAT FÜRSTENTUM SEBORGA.

ConventGynäkologe Dr. Bernd Lesoine als Console des Fürstentums Seborga im Kellerbüro seines Hauses in München-Bogenhausen © Dr. Lesoine
Im Keller des Privathauses hat der seborghinische Diplomat ein repräsentatives Büro mit schwerem Schreibtisch und Fürstenflagge eingerichtet.

GoMoPa.net fragte den Gynäkologen: Welche diplomatischen Verpflichtungen haben Sie während Ihrer Amtszeit ausgeübt? Wen haben Sie empfangen?

Console Dr. Bernd Lesoine antwortete: "Meine 'diplomatischen Verpflichtungen' beliefen sich bisher auf die persönliche Weitergabe von Informationen zum Fürstentum Seborga, dessen Geschichte, dessen Tradition, dessen touristisches Potential et cetera, bisher haben zirka 150 Menschen Kontakt aufgenommen."

GoMoPa.net: Wie hoch ist das Honorar für das Amt des Honorarkonsuls?

Dr. Lesoine: "Ein 'Honorar'-Konsul erhält kein Honorar, sondern bezahlt alles aus eigener Tasche. Zum Beispiel Miete, Strom, Heizung, Versicherung, Info-Material, Bücher et cetera".

Dennoch landete Dr. Lesoine vor einem deutschen Strafgericht.

Gestern Mittag um 12 Uhr musste sich Dr. Lesoine vor der 22. Strafkammer des Landgerichts Münchens im Sitzungssaal A208 wegen Titelmissbrauchs verantworten (Aktenzeichen: 22 Ns 111 Js 179085/12).

Die Justizpressesprecherin beim Oberlandesgericht München, Vorsitzende Richterin OLG beim Oberlandesgericht München Margarete Nötzel, teilte dazu GoMoPa.net mit:

Zitat:


Die Staatsanwaltschaft München I hat gegen den Angeklagten einen Strafbefehl wegen Missbrauchs von Titeln beantragt, den das Amtsgericht München am 9. Januar 2013 erlassen hat und gegen den der Angeklagte Einspruch eingelegt hat.

Der Angeklagte wurde daraufhin vom Amtsgericht München am 6. November 2013 wegen Missbrauchs von Titeln zu einer Geldstrafe in Höhe von 14.000 Euro (70 Tagessätze a 200 Euro) verurteilt.

Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte Berufung eingelegt. Die Begründung der Berufung ist mir nicht bekannt. Vor dem Amtsgericht hat der Angeklagte allerdings die Auffassung vertreten, er habe sich nicht selbst als Konsul ausgegeben, sondern habe lediglich das 'Honorarkonsulat' als Institution eröffnet.


GoMoPa.net fragte den Arzt: Wer leidete Ihnen den Titel nicht?

Dr. Lesoine antwortete: "Diese Frage bleibt ein großes Rätsel. Es war nicht die Republik Italien! Der Titel 'Honorarkonsul' wurde von mir nie geführt, nie benutzt, und somit auch nie zu meinem Vorteil gebraucht."

GoMoPa.net: Und das Schild an Ihrem Haus?

Dr. Lesoine: "Auf den Schildern des Konsulats Seborga steht explizit nicht mein Name, sondern nur der Hinweis auf das Fürstentum. Zur Absicherung steht geschrieben HONORARKONSULTAT siehe Foto (welches Dr. Lesoine GoMoPa.net schickte - Anmerkung der Redaktion)."

GoMoPa.net: Aber Sie besitzen doch einen Diplomatenpass, sind Sie denn nun ein echter Honorarkonsul und genießen diplomatische Immunität oder nicht?

Dr. Lesoine: "Aus Sicht des Fürstentums Seborga bin ich ein 'echter' Honorarkonsul, der so auch auf der offiziellen Netzseite bezeichnet wird. Ob 'Diplomatische Immunität' irgendwo besteht, weiß ich nicht, sie wird und wurde von mir nie in Anspruch genommen."

GoMoPa.net: Wurden Sie auf Lebenszeit ernannt? Gibt es eine Ernennungsurkunde?

Dr. Lesoine: "Eine Ernennung auf Lebenszeit existiert nicht, da auch der Fürst und seine Regierung nicht auf Lebenszeit gewählt werden. Eine Ernennungsurkunde existiert selbstverständlich."

GoMoPa.net fragte noch einmal bei der Justizpressestelle nach: Worin bestand denn der mutmaßliche Titelmissbrauch von Dr. Bernd Lesoine genau?

Die Vorsitzende Richterin OLG Margarete Nötzel sagte GoMoPa.net:

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Julia Böhländer am 05.06.2014 21:17
Schöne Geschichte. Ich will auch in Seborga leben. Und Luigino statt Euro. Es ist so ein Hochstapler. Niemals sollte man so einem einen Titel geben. 

#1 - Kommentar von Jack R am 24.06.2014 00:48
Es klingt echt nach einem wundervollen Gebäude mit einer prächtigen Aussicht. Da bin ich schon ein bisschen neidisch.

Aber von diesem Fürstentum hab ich auch noch nie in meinem Leben gehört und bei der Größe kann ich mir auch nicht vorstellen das die noch richtig unabhängig werden. Ist doch alles nur Show.


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