GoMoPa: Praktiker AG: Staatsanwaltschaft ermittelt
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20. August 2017
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25.03.2014

ConventInsolvenz von Praktiker: "Alles muss raus!" (sa) Mittelstandsanleihen gehörten in den letzten Jahren zu den Lieblings-Anlageprodukten der Deutschen. Hohe Zins-Versprechen sowie ein Mangel an Alternativen machten dieses Segment attraktiv für Privatanleger. Mit der Pleite der Praktiker AG treten wieder einmal die oft vernachlässigten Risiken in Kraft.

Lebensversicherungen und Staatsanleihen verlieren seit Jahren an Attraktivität. Die Zinsen sind scheinbar dauerhaft auf einem Niveau, das nicht einmal die Inflation ausgleicht. Anleger fürchten eine schleichende Entwertung ihres Ersparten.

Mit Investments in Mittelstandsanleihen glaubten viele Anleger der Zinsfalle entgehen zu können und gleichzeitig beruhigt schlafen zu können. Allerdings werden die Risiken in diesem Segment chronisch unterschätzt. Das böse Erwachen kommt häufiger, als es manchem Investor lieb sein mag.

Von rund 150 Mittelstandsanleihen, die in Deutschland in den letzten vier Jahren emittiert wurden, sind bereits 10 Prozent von einem Ausfall bedroht, nachdem die Emittenten Insolvenz anmelden mussten. Und das obwohl die Tilgung der Nachrangdarlehen noch nicht einmal richtig begonnen hatte.

Die Ratingagentur Scope schätzt, dass dieses Jahr gerade einmal 200 Millionen Euro Zinsen und Tilgung fällig werden. 2015 steigen die aktuell absehbaren Forderungen auf circa eine Milliarde Euro, 2018 werden bereits zwei Milliarden fällig.

Praktiker-Baumarkt
Praktiker-Baumarkt
Die Liste der Pleiten reicht bereits Heute von "A" wie A.T.U. bis "Z" wie Zamek. Als jüngstes Beispiel dient die Insolvenz der Praktiker AG. Die Baumarktkette wurde einst bekannt durch Ihren Slogan "20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung."

Die Anleihe war im Februar 2011 ausgegeben worden und läuft nominell bis 2016. Mit dem Wertpapier (WKN: A1H3JZ / ISIN: DE000A1H3JZ8) sammelte Praktiker insgesamt 250 Millionen Euro ein. Der Spaß der Anleger an ihrem Investment hielt allerdings nur einige Monate. Bereits Mitte 2011 wurde das Papier nur noch mit 70 Prozent des Nominalwertes gehandelt, was einem Verlust von 30 Prozent in weniger als einem halben Jahr entsprach.

Heute ist Praktiker nur noch ein Fall für den Insolvenzrichter.


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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Edeltraut Petzer am 27.05.2014 20:10
ihr habt vollkommen recht ick bin eh kein freund des geld anlegens in aktien oder sonstige unternehmen da meist die chance hoch ist verluste zu machen und da heute endliche betriebe bzw. firmen pleite gehen ist ein einfach ein viel zu großer risikofaktor nach meiner meinung vohanden.

#1 - Kommentar von Ariane Breitkreuz am 09.06.2014 17:45
Verdienen tun die, die eh schon Geld haben. Die Anleger werden mal wieder künstlich dumm gehalten. wie immer..
Solange man nicht hinter die Kulissen schauen kann, sollte man genau überlegen wo man sein Geld anlegt.

#2 - Kommentar von Werner am 15.06.2014 22:26
Es ist schon heftig mit den Emittenten von Mittelstandsanleihen. Es ist aber klar, dass es nicht klappen kann, wenn über eine Mittelstandsanleihe Gelder eingesammelt werden nur um Schulden zu zahlen. Das ist für ein Unternehmen nicht tragbar. Zamek ist jetzt das aktuelle Unternehmen, das Mittelstandsanleihen aufgegeben hat und sich jetzt in einer Krise befindet. Ein interessantes Thema. Es wird versucht, die Insolvenz in Eigenverwaltung durchzuführen. Das wird jedoch nicht klappen, denn das Vertrauen der Gläubiger ist nicht vorhanden. Es wird sogar davon gesprochen, dass die Gläubiger hintergangen werden. Über den Fall Zamek lese ich oft gute Artikel bei Finance Magazin. Für interessierte Leser hinterlasse ich hier mal einen Link: http://www.finance-magazin.de/themen/zamek/

Gruß

#3 - Kommentar von Yannik Schmidt am 15.06.2014 23:23
Ich verstehe nicht ganz wieso Praktiker pleite gegangen ist. In der Filiale, wo ich immer einkaufen war,gab es für die Arbeiter immer viel zu tun und sie haben viel Umsatz gemacht. Traurig für solch ein Unternehmen.

Was das anlegen von Geld angeht, stimme ich Ariane vollkommen zu. Es ist einfach Tatsache, das die Anleger angeschmiert sind.

#4 - Kommentar von Karsten Dreyer am 29.06.2014 18:29
Sieht wirklich schlecht für Praktiker aus. Nach Angaben der Wirtschaftswochewurden bei Praktiker allein 2011 und 2012 auf Konzernebene rund 43,2 Millionen Euro für externe Berater bezahlt! Dem Bericht zufolge prüfen die Insolvenzverwalter darum auch mögliche zivilrechtliche Ansprüche. Mal sehen was in nächster Zeit noch passiert.

#5 - Kommentar von Kathleen A. am 26.07.2014 14:35
Im Moment wird ja sogar gegen fünf ehemalige Manager wegen des Verdachtes der Insolvenzverschleppung ermittelt. Das ist schon lustig. Was soll denn dabei herauskommen? Gar Nichts denke ich! Erst kürzlich wurde der gesamte Vorstand der HSH Nordbank freigesprochen. So wird es auch hier laufen. Man kann sich diesen Prozess also sparen. ein Manager haftet grundsätzlich für Nichts.



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