GoMoPa: Neue Klimaprämie von Bauminister Tiefensee
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
24. August 2017
450 User online, 50.474 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


12.02.2009
Neue Klimaprämie von Bauminister Tiefensee

Nur fürs Nachdenken über den Klimaschutz zahlt Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (Foto© BMVBS) ab sofort jedem Großvermieter in Deutschland zwischen 30.000 und 70.000 Euro. Die Unternehmen sollen mit dem Geld ein Konzept erarbeiten, wie sie in ihren Quartieren die Energiekosten und Umweltbelastungen senken wollen. Es genügt, bis zum 27. Februar 2009 eine e-mail an wettbewerb-grosswohnsiedlungen@bbr.bund.de zu senden, in der man bekundet, am Wettbewerb Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen teilnehmen zu wollen. Dann werden die Euro überwiesen.

Die mit dem Tiefensee-Geld erarbeitete Konzeption kann man dann bis zum 29. Mai 2009 einreichen. Es winken im anschließenden Wettbewerb Gewinne von bis zu 100.000 Euro. Tiefensee vergibt fünf erste Preise in Höhe von 100.000 Euro, bis zu zehn zweite Preise zu jeweils 75.000 Euro und bis zu 20 dritte Preise zu je 50.000 Euro.



Antragsberechtigt sind Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Wohneigentümergesellschaften und freiwillige Zusammenschlüsse von Wohneigentümergemeinschaften.

Woher nimmt der Minister das Geld?

Wolfgang Tiefensee: Die Bundesregierung hatte mit dem ersten Konjunkturpaket im November 2008 die Mittel für die energetische Gebäudesanierung um 3 Milliarden aufgestockt. Allein 1,5 Milliarden stehen für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung. Aus diesem Paket sind Mittel für die Sanierung von Großwohnsiedlungen ab etwa 1000 Wohnungen vorgesehen.

Tiefensee weiter: Die Energieeffizienz eines einzelnen Gebäudes kann leicht verbessert werden. Ungleich schwerer ist es, ein ganzes Quartier zu verbessern. Dafür sind umfassende Konzepte für die Koordinierung einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen notwendig. Die Entwicklung dieser Konzepte fördern wir mit unserem Wettbewerb Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen.

Unterstützung bekommt Tiefensee vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Präsident Lutz Freitag (Foto© GdW): Das Interesse unserer Wohnungsunternehmen an der energetischen Sanierung und Modernisierung ganzer Quartiere ist groß. Investitionen in integrierte Konzepte für Großsiedlungen einzubinden, ist besonders wirtschaftlich und effektiv. Allerdings erfordern sie auch erhebliche Investitionssummen. Als eindrucksvolles Beispiel für ein ganzheitliches Vorgehen, wie es der Wettbewerb anstrebt, kann die geplante umfassende Modernisierung des Märkischen Viertels durch die GESOBAU in Berlin gelten.

Das Märkische Viertel (Foto© GESOBAU) ist ein Beispiel dafür, wie - initiiert durch ein Wohnungsunternehmen - die ganzheitliche Erneuerung einer Großwohnsiedlung gemeinsam mit vielen Partnern angegangen werden kann. Dieser Ansatz stand Pate für den vom Bundesbauministerium ausgelobten Wettbewerb, sagte Freitag.

Was hat die GESOBAU getan?

GESOBAU-Pressesprecher Matthias Gaenzer sagte dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net: Wir bauen das Märkisches Viertel zu Deutschlands größter Niedrigenergiesiedlung um.

GoMoPa: Wie soll das gehen?

Gaenzer: Wir haben mit den anderen 5 Berliner städtischen Großvermietern Degewo, Gewobag, Howoge, Stadt und Land sowie WBM am 13. Januar 2009 mit dem Berliner Senat eine Klimaschutzvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung hat das Ziel, bis 2010 mindestens zehn Prozent der in den rund 268.000 städtischen Wohnungen anfallenden CO2-Emissionen einzusparen, was einem Gesamtvolumen von 56.000 Tonnen jährlich entspricht.

GoMoPa: Was leistet die GESOBAU?

Gaenzer: Die GESOBAU übernimmt durch die Komplettmodernisierung des Märkischen Viertels (Foto Seggeluchbecken© GESOBAU), die für die Großwohnsiedlungen Deutschlands Modellcharakter hat, einen Löwenanteil davon. In den kommenden acht Jahren investiert die GESOBAU allein 440 Millionen Euro in die energetische Modernisierung von 13.000 Wohnungen im Märkischen Viertel. Die Großwohnsiedlung aus den 1960er Jahren wird auf diese Weise zu Deutschlands größter Niedrigenergiesiedlung ? und spart fortan jährlich mindestens 23.000 Tonnen CO2 ein.

Das energetische Modernisierungskonzept erreicht nicht nur die Kennzahlen, die die Energieeinsparverordnung für Neubauten vorsieht, sondern wird diese um 30 Prozent, in einigen Fällen sogar um 50 Prozent unterschreiten (EnEV 2007).

GoMoPa: Wie senken Sie die Energiekosten?

Gaenzer: Erreicht wird dies durch den Einsatz von wärmedämmenden Fenstern, rundum gedämmten Gebäudehüllen (Wärmedämmverbundsysteme und Kellerdecken- bzw. Dachdämmung) sowie den Austausch von Einrohrheizsystemen durch Zweirohrheizungen. Auch eine verbrauchsabhängige Ablesung und Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten wird technisch erstmals möglich. Der Wärmebedarf sinkt durch all diese Maßnahmen um mehr als die Hälfte. Das heißt, es muss weniger Energie zugeführt werden, um die gleiche Wohlfühltemperatur und die gleiche Menge Warmwasser zu erhalten. Durch die so erzielte Energieeinsparung können nicht nur die warmen Betriebskosten um mehr als die Hälfte gesenkt werden, sondern auch die CO2-Emissionen. Rund 3.000 Wohnungen und die zugehörigen Häuser befinden sich ab 2009 in der energetischen Modernisierung.

GoMoPa: Wie sieht denn der Ist-Zustand aus?

Gaenzer: Allein beim Wohnen (Heizung und Warmwasser) einer 60-Quadratmeter-Wohnung entsteht im Bundesdurchschnitt ein jährlicher CO2-Ausstoß von zirka 3,3 Tonnen. Zum Vergleich: Ein PKW mit einem Verbrauch von 7 Litern Benzin auf 100 Kilometern verursacht bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern laut Berechnungen des Bundesumweltamtes einen CO2-Ausstoß von zirka 1,9 Tonnen.

Gaenzer weiter: Das Bewohnen einer nicht modernisierten 60-Quadratmeter-Wohnung im Märkischen Viertel verursacht hingegen noch mehr, nämlich ca. 4,4 Tonnen CO2 pro Jahr. Alle 15.000 Wohnungen im Märkischen Viertel zusammen erzeugen einen Kohlendioxid-Ausstoß von rund 40.000 Tonnen im Jahr. Am Ende der energetischen Modernisierung des Märkischen Viertels werden die CO2-Emissionen nur noch weniger als die Hälfte betragen.

GoMoPa: Was wird sich im Märkischen Viertel verändern?

Matthias Gaenzer: Gemeinsam mit der Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH strebt die GESOBAU an, den CO2-Ausstoß noch weiter zu senken. Dies würde möglich, wenn auch die Wärmeerzeugung modernisiert werden würde. Bislang liefert ein Fernheizwerk die Wärme für das Märkische Viertel. Derzeit laufen Planungen, diese Struktur zugunsten eines Heizkraftwerks auszutauschen, das teilweise auf Basis regenerativer Primärenergie betrieben wird und nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitet. Nach einer solchen Umstellung würde der spezifische Primärenergiebedarf und CO2-Ausstoß noch weiter reduziert werden können.

Bereits jetzt schon enthält der in den Gebäuden im Märkischen Viertel genutzte Strom zum Beispiel zum Betrieb der Fahrstühle und der Beleuchtung keine Anteile aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die GESOBAU hat für ihre Gesamtbestände den Bezug von Ökostrom vereinbart und vermeidet dadurch allein im Märkischen Viertel zirka 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr.

Effizient gedämmte Häuser, eine Wärmeerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung und auf Basis erneuerbarer Energieträger werden dafür sorgen, dass das Märkische Viertel nur noch einen äußerst geringen Primärenergiebedarf hat. Alle Maßnahmen zusammen führen dazu, dass die Bilanz des Märkischen Viertels CO2-neutral wird. Das Wohnen im Märkischen Viertel belastet die Atmosphäre also nicht mit CO2.

GoMoPa: Herr Gaenzer, vielen Dank für das Gespräch.

» Diskussion zum Thema

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

 

Stichwörter zum Thema

» Klimaschutz Klimaprämie Energiekosten Sanierung 
» Umwelt Wettbewerb Modernisierung Wohnungen Gebäude 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegen keine Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:
 

CAPTCHA code


 

» NULL-PERFORMANCE: publity AG muss Assets vom Perfo ...   23.08.2017

» Michael Turgut: Betrugs-Prozess in Hof   21.08.2017

» Mario Koller: Zweifelhafte Immobilien-Beteiligunge ...   20.08.2017

» Saphir-Fonds (Hauck & Aufhäuser) dicht: Berater A ...   18.08.2017

» Broker BDSwiss: neue Abzockmasche von Jörg Schmol ...   17.08.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen