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06.05.2014
Razzia bei 2 Notaren, 6 Schrottimmobilien-Händler verhaftet

Nach der Verurteilung der Schrottimmobilienbande des Berliner Protzmaklers Kai-Uwe Klug am 23. Juni 2012 bis zu fünf Jahren Haft sowie ihres Berliner Notar-Helfers Marcel Eupen am 14. November 2013 zu 3,6 Jahren Haft holte die Berliner Staatsanwaltschaft heute in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei zu einem neuen Schlag gegen Schrottimmobilienhändler aus.

"Bei einer berlinweiten Razzia wurden heute sechs weitere Vermittler und Verkäufer wegen Schrottimmobilien-Geschäften verhaftet", sagte der Berliner Generalstaatsanwaltschaftssprecher Oberstaatsanwalt Martin Steltner, heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Auf die Frage von GoMoPa.net, ob unter den Verhafteten auch Notare und Rechtsanwälte sind, sagte Steltner: "Keine Notare und auch keine Rechtsanwälte."

Rechtsanwalt<br />
Jochen Resch<br />
© Kanzlei Resch Berlin<br />
Rechtsanwalt
Jochen Resch
© Kanzlei Resch Berlin
Allerdings erkannte der Anlegerschutzanwalt Jochen Resch, der seit Jahren im Schrottimmobilien-Sumpf ermittelt, auf heutigen Razzia-Fotos in der Berliner Tageszeitung BZ, dass die Beamten Beweismaterial aus den Büroräumen des Notars Manfred Oehme aus der Hubertusallee 19 in Berlin Grunewald getragen haben.

Auch Oehmes Ex-Berufskollege, der pensionierte Notar Reinhold Knepel aus der Sozietät v. NIEDING EHRLINGER MARQUARDT am Kurfürstendamm 66 in Berlin Charlottenburg, sei laut Resch von der Razzia betroffen gewesen.

Jochen Resch sagte gegenüber GoMoPa.net:

Zitat:


Die beiden Notare sind schon seit Jahren in der Schrottimobilienszene sehr bekannt.

Die heutige Razzia fand auch in der Niersteiner Straße in Berlin Grunewald statt. Dort wohnen die Macher einschlägig bekannter Bauträger. Diese haben sich früher um die Grüezi organisiert.


Die beiden Berliner Notare sollen in Jahren 2008 bis 2012 für die Verkäuferin GRÜEZI Real Estate AG und deren Vertriebskonzerntochter Swisskontor GmbH mit Sitzen am Kurfürstendamm 188/189 und Neue Kantstraße 20 (jeweils Berlin Charlottenburg) und dem externen Vertrieb Correcta Pro GmbH aus der Waldstraße 10 in Berlin Adlershof 21 Kaufverträge für bis zum Zweifachen überteuerte Wohnungen als Steuerspar-Immobilien an Otto-Normal-Verbraucher mit einem Schaden von 1,8 Millionen Euro für die Käufer beurkundet haben.

An der Spitze der GRÜEZI Real Estate AG, die vom Kurfürstendamm 188/189 in Berlin Charlottenburg in die Hauptstraße 117 nach Berlin Schöneberg umgezogen ist, steht Ernst Bär (53), über den GoMoPa.net zuletzt letzten Sommer im Zusammenhang mit einer Razzia wegen eines getürkten Kaufs des Hotels Heiligendamm berichtete.

In Geschäfte mit der GRÜEZI-Gruppe war auch der ehemalige Verbraucherschutzsenator und Notar Michal Braun (58, CDU) aus der Uhlandstraße 171/172 in Berlin Charlottenburg (ehemals Kurfürstendamm 37 in Berlin Charlottenburg) verwickelt, wie GoMoPa.net nachwies.

Und zwar so schwer, dass Braun wegen Verwicklungen in Schrottimmobilien-Geschäften am 12. Dezember 2011 nach nur 12 Tagen im Amt als frisch vereidigter Senator für Justiz und Verbraucherschutz zurücktreten musste.

Zur heutigen Festnahme der 6 Beschuldigten und der Razzia teilten die Berliner Staatsanwaltschaft und die Berliner Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärungmit:

Zitat:


In einem umfangreichen Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Berlin wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs durch den Verkauf von "Schrottimmobilien" im Rahmen so genannter "Steuersparmodelle" haben die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin heute sechs Haftbefehle sowie 35 Durchsuchungsbeschlüsse an 26 Durchsuchungsorten erfolgreich vollstreckt. An dem Einsatz waren 122 Polizeibeamte und drei Staatsanwälte beteiligt.

Den Beschuldigten wird gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug in 21 Fällen zum Nachteil der Käufer überteuerter "Schrottimmobilien" zur Last gelegt.

Die gut organisierten und arbeitsteilig handelnden Beschuldigten haben den ersten Ermittlungen zufolge den wirtschaftlich unerfahrenen Käufern im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 betrügerisch vorgespiegelt, dass der Erwerb der Eigentumswohnungen wegen der zu erzielenden Steuerersparnis und wegen der zu erwartenden Mieteinnahmen für sie wirtschaftlich von Vorteil sein würde. Den Käufern hatten sie dabei vor Abschluss der Kaufverträge bewusst wahrheitswidrige Angaben zu den Wohnungen gemacht. Tatsächlich waren die Kaufpreise für die Wohnungen teilweise um das 2,5-fache des eigentlichen Wertes überhöht.

Die Beschuldigten sollen durch die Taten einen Gesamtschaden von mindestens 1,8 Millionen Euro verursacht haben. Die auf den Vertragsabschluss folgende finanzielle monatliche Belastung führte zahlreiche Käufer bis an den Rand des wirtschaftlichen Ruins.


Die Ermittlungen dauern an. Nun denn...

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Es liegen 7 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Jürgi am 20.05.2014 21:12
Toll! endlich greifft die Bullerrei und die Staatsanwaltschafft och mal richtig durch!!

#1 - Kommentar von Kai am 03.06.2014 21:25
sehr schön!
dieser handel muss endlich so weit wie möglich eingedämmt werden..

#2 - Kommentar von Hanz G am 10.06.2014 22:41
Die Notare tragen zwar eine große Rolle zu diesem ganzen geschehen bei, jedoch sollten sie in meinen Augen nicht ganz so hart bestraft werden, denn die wahren Verbrecher sind die Händler. Sie bringen erst den ganzen Stein ins Rollen

#3 - Kommentar von Offenberg am 12.06.2014 21:32
Zum Glück bin ich rechtzeitig aus dieser Szene ausgetreten, als ich merkt wie illegal das doch ist ...

#4 - Kommentar von Jonas S. am 12.06.2014 21:36
Ich fnde gut das sie da ausgestiegen sind Herr Offenberg. Wie sind sie zu ihrem Beschluss gekommen auszusteigen? Ist ihnen vorher schon etwas aufgefallen?

#5 - Kommentar von Offenberg am 12.06.2014 21:39
Jonas ich habe mich dazu entschieden aufzusteigen, weil ich einfach gemerkt wie illgeal es ist... und es ist gut das die Polizei da verstärkt eingreift. Mir ist es einfach zu Heikel geworden. 

#6 - Kommentar von Jonas S. am 12.06.2014 21:43
Ich finde es schön das es jetzt vermehrt Leute gibt die sich auch mal mit Elan um ihre Anlagen kümmern und Nachforschungen anstellen. Man muss diesen ganzen Müllhändlern den Kapmf erklären und nicht mit sich machen lassen was sie wollen, denn bei den ganzen Betrügern in diesem Business finde ich das echt wichtig.


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