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13.05.2014
Drama um Eigenheime: der Schildbürgerstreich der Stadt Stuttgart

ConventHaben Angst um ihre Existenz: Familien, die im Bauprojekt Hohlgrabenäcker investierten (sa) 25 Familien wollten sich mit dem Bauprojekt Hohlgrabenäcker den Traum vom Eigenheim erfüllen. Doch eine kriminelle Bande verursachte durch Fehlplanungen Vermögensschäden bei den Bauherren. Das Bauamt der Stadt Stuttgart versprach eine kulante Lösung und übt sich nun in Prinzipienreiterei. Die betroffenen Familien bangen um ihre Existenz.

Nach jahrelanger Grundstückssuche im beliebten Stuttgart glaubte sich Familie M. endlich am Ziel. Die Stadt bot 2012 Grundstücke mit Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften in Zazenhausen an. Geplant war ein zweistöckiges Haus mit Keller und großer Südterrasse. Auch der Zeitpunkt war perfekt, da Frau M. gerade schwanger war und sich darauf freute, dass das Wunschkind im neuen Eigenheim aufwachsen würde.

Ähnlich wie Familie M. ging es auch den anderen Familien, die in das Bauprojekt Hohlgrabenäcker investierten. Der größte Teil der Bauherren sind junge Familien, viele von ihnen mit Migrationshintergrund. Frei nach dem Schwäbischen Motto "Schaffe, schaffe, Häusle bauen" wollten sie in Betongold investieren, so wie es sich die Stadt wünscht.

Alle Investoren des Projekts waren gezwungen sich auf eine ungewöhnliche Vertragskonstellation einzulassen, um an die begehrten Grundstücke zu kommen.

ConventBaustelle in Stuttgart Zazenhausen Der Kaufvertrag für die Grundstücke wurde direkt mit der Stadt Stuttgart geschlossen. Parallel dazu musste aber auch ein Vertrag über Architekturdienstleistungen mit der PP Bauconsulting GmbH aus Leonberg unterschrieben werden, welche die Planung der Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften übernehmen sollte. Normalerweise erwirbt der Bauträger die Grundstücke vom Land oder der Stadt, doch in diesem speziellen Fall sahen die Verträge zwischen Stuttgart und der PP Bauconsulting GmbH vor, dass die Bauherren die Grundstücke direkt vom Land erwerben sollten.

Die Vermittlung der Grundstücke erfolgte über zwei britische Immobilienfirmen, MAXIMILIAN REAL ESTATE LTD und BRETSCHNEIDER IMMOBILIEN LTD. Als Direktor beider Unternehmen fingierte zeitweise Uwe Zach. Beide Unternehmen haben ihren Geschäftssitz in einem Briefkasten eines Büroserviceanbieters im Picasso Building in Wakefield. Sie befinden sich somit in illustrer Gesellschaft von Abzockfirmen, wie der Gewerbeeintragszentrale, Gewerbeauskunftszentrale und GWE Wirtschaftsinformationszentrale, die Deutschlands Mittelständler mit betrügerischen Serienbriefen und Spammails überziehen.

Als dritte Maklerfirma trat die Kathryn's International Real Estate GmbH auf, welche die Grundstücke des Bauabschnitts 2 vermittelte. Der Geschäftsführer des Immobilienunternehmens ist Felix Florian Kretschmann (24), dessen Mutter Karin-Katharina Kretschmann (59) als Prokuristin die Geschäfte führte.

Update. Karin Katharina Kretschmann aus Stuttgart erklärte dazu am 19. Mai 2016 gegenüber GoMoPa.net:

Zitat:


Der Bauabschnitt 2 wurde nicht von der PP vermarktet. Es handelte sich um einen getrennten Bauabschnitt. Wir hatten die Machenschaften von Herrn Schiemenz - PP Bauconsulting beim Baurechtsamt und Liegenschaftsamt Stuttgart, Leiter: Herr Zügel aufgedeckt und zur Aufklärung beigetragen. Herr Schiemenz wollte bei unserem Bauabschnitt 2 erhebliche Baulasten zu Gunsten seines Bauabschnittes eintragen.

Dies hätte unseren Kunden erheblich geschadet. Unsere Kunden wären dadurch in der Bebaubarkeit Ihrer Grundstücke erheblich eingeschränkt worden und dies hätte eine große Wertminderung bedeutet. Auf Grund von der guten Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt und dem Baurechtsamt in Stuttgart, konnten wir unsere Kunden schützen.

Auch hatten wir die Stuttgarter Zeitung und Nachrichten informiert. In diesen Artikeln sind keine falschen Aussagen. Der veröffentlichte Artikel schadet uns sehr. Ständig müssen wir uns rechtfertigen. Wenn Sie möchten, können wir diesen Sachverhalt gerne von der Stadt Stuttgart - Liegenschaftsamt bestätigen lassen. Sie können sich gerne auch bei der Wirtschaftsförderung Stuttgart über uns erkundigen. Bitte teilen Sie uns mit, wie wir die Angelegenheit klären können.


Massive Interessenskonflikte gefährdeten das Bauprojekt und kosteten die Bauherren Tausende von Euros.

Laut Stuttgarter Zeitung stellten etliche Betroffene Bauherren Strafanzeige gegen Verantwortliche der PP Bauconsulting.

Verantwortlicher /Geschäftsführer der PP Bauconsulting war Herr Karsten Schiemenz. Seine Ehefrau trat damals als Frau "Grit Brettschneider" auf (wahrscheinlich ist dies Ihr Mädchenname) und war als Maklerin für Ihren Mann Karsten Schiemenz tätig. Allerdings war sie bis zu diesem Zeitpunkt Pharmareferentin. Der gemeinsame Sohn heißt Maximilian. Dies ist auch der Name der zweiten Maklerfirma. Beide Immobilienfirmen sollen Grit Brettschneider/Schiemenz gehört haben. Zumindest hat Sie unter diesen Firmierungen gearbeitet.

Trotz der ungewöhnlichen Vertragskonstruktion fühlten sich die Bauherren auf der sicheren Seite, da die Verträge von der Stadt geprüft und vermittelt wurden. Tragisch nur, dass sich dieses Sicherheitsgefühl als Fehleinschätzung herausstellen sollte.

Als Architekt der PP Bauconsulting war Karsten Schiemenz (46) für die Projektplanung, die Kommunikation mit dem Bauamt und die Bauleitung zuständig. Zu dumm nur, dass Karsten Schiemenz gar kein Architekturstudium, sondern eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert hatte - mitnichten ein Detail, welches der Stadt Stuttgart vor Abschluss der Verträge hätte auffallen müssen.

Und noch schlimmer, aber von der Stadt Stuttgart nicht überprüft: Karsten Schmiemenz ist bereits mehrfach wegen betrügerischer Delikte und Insolvenzverschleppung vorbestraft. Rechtsanwalt Thomas Fuhrmann, der mehrere geschädigte Bauherren vertritt, fasst seine Recherchen in einem Papier zusammen, das GoMoPa.net im Volltext vorliegt:

Zitat:


Herr Karsten Schiemenz ist bereits mehrfach einschlägig vorbestraft. Mit Urteil des Amtsgerichts Nürtingen vom 15.12.1994 wurde er wegen unterlassener Konkursantragsstellung, Bankrott und Untreue zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40,00 DM verurteilt. Mit Strafbefehl des Amtsgerichts Nürtingen vom 23.03.2003 wegen Betrugs in drei Fällen und Insolvenzverschleppung wurde er zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Wegen eines früheren Bauprojekts in Leonberg mit einer Firma Projektbau Bau GmbH aus dem Jahr 2006/2007 wurde Herr Karsten Schiemenz am 14. März 2013 erneut vom Amtsgericht Leonberg wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung, wegen vorsätzlichen Bankrotts und wegen drei Vergehen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt verurteilt. Die Strafe wurde auch nicht nachvollziehbaren Gründen erneut auf Bewährung ausgesetzt.


Grit Schiemenz:<br />Bandenmäßiger Betrug?
Grit Schiemenz:
Bandenmäßiger Betrug?
Von der Maklerin, die unter dem Namen Grit Bretschneider auftrat, gab es keinen Hinweis über die mangelnde Qualifikation des Bauleiters Schiemenz.

Dabei wusste die Maklerin Bescheid, wie die Geschädigten im Nachhinein herausfanden. Grit Bretschneider heißt in Wirklichkeit Grit Schiemenz (46) und ist die Ehefrau des vermeintlichen Architekten. Vor den Kunden wurde dieser Umstand allerdings verheimlicht, indem der Mädchenname Bretschneider genutzt wurde. In Anwesenheit von Kunden vollführten die Eheleute Schiemenz eine Schauspielnummer, indem sie sich siezten und mit Handschlag begrüßten.

Und auch beim Notartermin im Büro des Notars Dr. Ulf Hasper, Gänseheidestr. 1, 70184 Stuttgart, wurden die Interessenskonflikte nicht aufgeklärt.

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Es liegen 4 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Annonym44 am 19.05.2014 21:08
SCHLIMM!!! WIE JUNGE FAMILIEN AN IHR EXISTENZ-ENDE DURCH SOLCHE ABZOCKER GEFÜHRT WERDEN!!! ICH WÜNSCHE DAS KEINEM NICHTMAL MEINEM SCHLIMMSTEN FEIND!!!
LEUTE WIE GRIT SCHIEMENZ,DR: ULF HASPER ODER GERHARD KNEULE SOLLTEN DAFÜR GERADE STEHEN!!!

#1 - Kommentar von Jochen am 21.05.2014 10:21
Anno! ich kann mich dir nur anschließen ;)

#2 - Kommentar von Inge M. am 03.06.2014 17:18
wirklich schade für die Familien
das tut mir total Leid.
allerdings würde ich bei so einer komischen Vertragskonstellation lieber doppelt lesen und nachdenken

#3 - Kommentar von Dietmar am 09.06.2014 23:57
Mit den Projekten der Hohlgrabenäcker gibt es auch nur Probleme.
Erst in Zuffenhausen und jetzt in Zazenhausen. Die Leute können auch nichts richtig machen.


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