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28. April 2017
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11.07.2014
IVG EuroSelect 14 The Gherkin: Anleger beim Kauf berumpst?

ConventDer Kauf der halben Gurke (The Gherkin) im Londoner Finanzdistrikt wurde 2007 von 9.000 deutschen Anlegern und einem Bankenkonsortium um die BayernLB finanziert. Käufer war die Fondsemittentin IVG Immobilien AG aus Bonn, deren zwischenzeitliche Insolvenz am 26. Februar 2014 vom Amtsgericht Bonn wieder aufgehoben wurde, Aktenzeichen 99 IN 153/13. Der Kaufpreis stellt sich nun 7 Jahre später als viel zu hoch heraus, so dass die Kleinanleger bei einem Verkauf leer ausgehen werden. Was nicht im Prospekt stand: Verkäufer und Mieter waren ein und dieselbe Firma © london-attractions.info Die rund 9.000 Klein-Anleger des Londoner Bürowahrzeichens "The Gherkin" waren wohl schon beim Kauf der Immobilie beim Preis so sehr übertölpelt worden, dass sie jetzt bei einem möglicherweise bevorstehenden Notverkauf keinen müden Cent ihres eingezahlten Geldes in Höhe von rund 206,26 Millionen Euro (inklusive Agio) sehen werden.

Seit April 2014 steht das Bürogebäude unter Zwangsverwaltung der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Deloitte im Auftrag eines deutschen Bankenkonsortiums aus Landesbank Baden-Württemberg LBBW, Hessischer Landesbank Helaba, der Sparkassen Immobiliensparte Deka Immobilien Investment und der niederländischen Großbank ING Bank unter Führung der BayernLB aus München. Die Banken hatten beim Kauf ein Darlehen von 230,16 Millionen Euro gegeben. Sie bedienen sich nun im Zuge der Zwangsverwaltung als erste aus den Mieten und auch als erste beim Notverkauf.

Den Anlegern war eine jährliche Rendite von 5,5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Gezahlt wurden zuletzt 2,75 Prozent für das Jahr 2008. Danach nichts mehr.

Zur Zwangsverwaltung durch das Bankenkonsortium war es gekommen, weil die Kredite (bis auf einen) in Schweizer Franken gewährt worden waren und das Gebäude aber in Britischen Pfund bezahlt worden war. Der Wert des Gebäudes wird in Britischen Pfund gemessen.

Da der Schweizer Franken aber um 60 Prozent erstarkte, stieg der Kredit gegenüber dem Pfand (Gebäude) ebenfalls so stark, dass die sogenannte loan to value Klausel verletzt wurde, der Wert des Gebäudes rutschte bereits im Jahr 2009 unter 67 Prozent der Kreditsumme.

Die Banken konnten Sondertilgungen und Erhöhung der Rücklagen verlangen. Weil aber auch die Mieten niedriger ausfielen, als prognostiziert, kam die IVG Immobilien AG in Zahlungsschwierigkeiten. Das Bankenkonsortium stellte den Kredit im April 2014 fällig und nahm das Pfandobjekt unter institutionelle Zwangsverwaltung.

Das gilt aber nur für die Hälfte von The Gherkin:

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Es liegen 5 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Kai Peschke am 12.07.2014 18:41
Das Thema scheint gerade sehr heiß diskutiert zu sein.
Der Londoner Büroturm wird den Eigentümern wahrscheinlich nicht das gebracht haben was sie erwarteten :-D
Meiner Ansicht hatten die beratenden Banken zu dem Schlamassel nicht gerade wenig beigetragen.

#1 - Kommentar von Christoper am 16.07.2014 00:45
"Der Turm in Londons Bankenviertel war vor der Finanzkrise vom Versicherer Swiss Re für 600 Millionen Pfund (rund 720 Millionen Euro) an einen Fonds der inzwischen insolventen Immobiliengesellschaft IVG verkauft worden.

Das Gebäude ist nach Angaben des neuen Verwalters weiterhin gut vermietet und in erstklassigem Zustand. Die Gläubiger hätten lange gezögert, für die ?Gurke? die Zwangsverwaltung einzusetzen, aber nach fünf Jahre lang anhaltenden Verlusten keine andere Möglichkeit mehr gesehen."

Mehr dazu unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/the-gherkin-londons-beruehmtester-wolkenkratzer-wird-zwangsverwaltet-12909894.html

#2 - Kommentar von Robert Offer am 17.07.2014 12:48
Wie man schon liest verlieren die Anleger 60% ihrer Einlage durch den Wechselkursverlust. Die Anleger wurden am 15. Februar 2013 von den finanzierenden Banken aufgefordert das Geld was in schweizer Franken angelegt wurde in englische Pfund umzuwandeln. Dies mussten die Angler tun weil sie anscheinend viel Druck von außen bekamen. Da kann man sich schon mal die Frage stellen ist das überhaupt sicheres und angenehmes Geld anlegen, bei diesem Unternehmen? Ich denke nicht. Sie stimmten zu und das schlimmste bewahrheitete sich. Das vom Fondskonzept unterschätzte Wechselkursrisiko bringt die Anleger bald in den Totalverlustes. Der Wechselkursverlust entspricht ca. 60 % des von den Anlegern aufgewendeten Kommanditkapitals. Daraus folgert sich das die Anleger keine Rendite mehr sehen werden. Vielleicht mit Absicht? Das kann schon gut sein da so nicht der Verdacht aufkommt das IVG EuroSelect 14 The Gherkin völlig versagt hat.

#3 - Kommentar von T. Paschlowitz am 22.07.2014 21:28
Anleger des IVG EuroSelect 14, die durch die unzureichende Risikoaufklärung einen Schaden einbüßen mussten, sollten da sehr schnell handeln. Zum Beispiel die Rechtsanwälte der IVA Rechtsanwalts AG beraten Sie im Zusammenhang mit dem IVG EuroSelect 14.

#4 - Kommentar von Gregor Pannwitz am 30.03.2015 16:19
Übrigens ein sehr schönes Gebäude - doch für mich nicht verständlich wie es an die inzwischen insolvente IVG verkauft werden konnte - ein klarer Fehl-Schachzug der Swiss Re. Die beratenden Banken haben sicherlich einen sehr großen Einfluss auf das ganze gehabt, jedoch kann ich es keineswegs nachvollziehen. Auch das daraus resultierend die Anleger keinen einzigen Cent wiedersehen werden macht mir zu schaffen. Die müssen auf jeden Fall Schadensersatzklagen einlegen!


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