GoMoPa: Checkliste gegen Insolvenzraffkes
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20.02.2009
Checkliste gegen Insolvenzraffkes

Viele unseriös arbeitende Schuldenregulierer, die sich Institut Hilfreich, Paurrus GmbH oder Insolvenzhilfeverein nennen, werben mit Slogans wie ?Schulden??, ?Kredit abgelehnt??, ?Finanzsanierung ohne Wartezeiten?, ?Restschuldbefreiung durch Insolvenzgesetz?, ?Sie zahlen nur noch eine Rate an eine Stelle?. Aber Vorsicht: Die meisten Firmen oder Vereine verfügen über keinerlei Genehmigung, um Insolvenzberatung durchführen zu können. Statt der versprochenen Leistungen nehmen die Schulden nicht ab, sondern zu. Das versprochene Insolvenzverfahren findet nicht statt oder klappt nicht.

Immer mehr gewerbliche Anbieter drängen auf den Markt, die Schuldner- und Insolvenzberatung gegen hohe Gebühren anbieten. Hier ist es oftmals nur sehr schwer zu erkennen, ob man die versprochene und teuer bezahlte Leistung überhaupt und in welcher Qualität erhält.

Neben klar betrügerischen Anbietern, die nur darauf abzielen, Gebühren zu kassieren und keinerlei Schuldner- oder Verbraucherinsolvenzberatung erbringen, gibt es vielfältige Angebotsvarianten: Dabei werden dann notwendige Leistungen und Hilfestellungen entweder nur teilweise erbracht oder Schuldner bloß mit Informationen und Musterbriefen versorgt, um dann auf sich allein gestellt das Entschuldungsverfahren zu durchlaufen.

Vielfach kooperieren gewerbliche Schuldenregulierer, denen in der Regel die Rechtsberatungsbefugnis fehlt, auch mit Anwälten, die dann zusätzlich bezahlt werden müssen. Häufig findet eine direkte und auf den Einzelfall zugeschnittene, in wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht fundierte Beratung ? Voraussetzung für eine dauerhafte Entschuldung ? nicht statt.

Gemeinsam mit der Schuldnerberatung Berlin und der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin e.V. veröffentlicht GoMoPa eine Checkliste mit elf Kriterien gegen falsche Insolvenzberatung. So erkennen Sie die Insolvenzraffkes:

1. Angeboten mit auffälliger Werbung die kalte Schulter zeigen.

Wo Angebote schnelle Soforthilfe versprechen, ist Vorsicht geboten. Wenn dahinter nämlich keine grundlegende Beratung und rechtliche Vertretung steht, dauert der Weg aus der Überschuldung am Ende länger als mit den Wartezeiten auf einen Beratungstermin bei einer seriösen Schuldner- und Insolvenzberatung ? und er kommt darüber hinaus auch noch teuer zu stehen. Misstrauen ist auch angebracht, wenn versprochen wird, dass nur noch eine Rate an den Schuldenregulierer gezahlt werden muss, der sich dann um alles kümmert: Häufig werden mit dieser Rate nur die immens hohen Kosten des Schuldenregulierers bezahlt und die bisherigen Gläubiger gehen leer aus. 

2. Bloß kein Duo von Berater und Anwalt.

Bei Angeboten, wo Berater lediglich die Daten des Schuldners aufnehmen und Unterlagen dann an einen Anwalt weiterreichen, entstehen in der Regel doppelte Kosten. Weil der Berater keine Rechtsberatungsbefugnis hat und ihm die nach dem Verbraucherinsolvenzrecht notwendige Anerkennung fehlt, kann er auch keine rechtlichen Auskünfte geben. Mit dem Anwalt haben Schuldner keinen persönlichen Kontakt, so dass Unklarheiten nicht besprochen oder Fragen nicht beantwortet werden können. Viele skrupellose Anbieter, die nicht über die Anerkennung als ?geeignete Stellen? nach der Insolvenzordnung verfügen, machen sich dennoch die Wartezeiten, die bei den gemeinnützigen Beratungsstellen bis zur Durchführung des Verbraucherinsolvenzverfahrens vergehen können, zu Nutzen und versprechen Soforthilfe ohne Wartezeit, natürlich gegen Entgelt.

Diese vermeintlichen ?Dienstleister? werben oft, insbesondere nachdem Sie Ihre Eidesstattliche Versicherung abgegeben haben, mit Hauswurfsendungen bzw. Telefonanrufen für ihr Angebot. Sie versprechen, mit Unterstützung eines Rechtsanwaltes für Sie kostenlos ?ohne Wartezeit? das Insolvenzverfahren durchzuführen. Allerdings bleibt nur die erste Terminvereinbarung kostenlos, danach werden satte Gebühren gefordert. Sind Sie an einen derartigen unseriösen Anbieter geraten, so erhalten Sie gegen erhebliches Entgelt in Höhe von 350 bis 900 Euro nichts weiter, als dass Ihre Unterlagen sortiert und Ihre Daten in den Computer eingegeben werden.

Es wird betont, dass keine Rechtsberatung gemacht wird, da dies nicht erlaubt ist. Nach Zahlung der Gebühren werden Ihre angeblich ?aufbereiteten? Unterlagen an einen Rechtsanwalt weitergegeben. Mit diesem müssen Sie oft eine weitere Gebührenvereinbarung unterschreiben. Auch in der Vereinbarung mit dem Rechtsanwalt unterschreiben Sie, dass mit dem Auftrag keine Überprüfung der Forderungen, Einleitung von Vollstreckungsschutzmaßnahmen oder Abwehr von unberechtigten Forderungen verbunden ist. Genau dies wäre aber wichtig für Sie. Den Rechtsanwalt werden Sie im Übrigen kaum je zu Gesicht bekommen. Sie können mit ihm daher auch keine offenen Fragen oder Unsicherheiten klären. Oft sitzt er sogar in einer anderen Stadt. Sie können sich nur an die Betreiber wenden, die Sie aber über Ihre individuelle Fallgestaltung aufgrund mangelnder Rechtskenntnisse bzw. gesetzlichem Verbot nicht beraten können. Da eine genaue und indivi- duelle Prüfung Ihrer Schuldensituation in diesen Fällen nicht stattfindet, gehen die Vergleichsverhandlungen meist von falschen Voraussetzungen aus und sind unvollständig.

Für die unbedingt erforderliche Unterstützung beim gerichtlichen Antrag für das Insolvenzverfahren, müssen Sie erneut erhebliche Gebühren in Höhe von 500 bis 1500 Euro an den Rechtsanwalt bezahlen. Diese Leistung wird nicht von der Beratungshilfe abgedeckt. In jedem Berliner Bezirk und jeder Stadt Deutschlands steht Ihnen dagegen mindestens eine gemeinnützige und vom Bundesland anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle zur Verfügung, die Sie kostenlos berät. Viele Gerichte weisen diese unvollständigen Anträge zu- rück bzw. versagen sogar wegen falscher Angaben im Antrag die Restschuldbefreiung. Am Ende haben Sie viel Geld gezahlt, ohne ihr Schuldenproblem gelöst zu haben. 

3. Vorsicht bei Hausbesuchen!

Seriöse Anbieter vereinbaren Termine in ihren Geschäftsräumen und nicht beim Schuldner zu Hause. Eine umfassende Beratung und Vertretung im eigenen Haus gibt es nur im Fernsehen!

4. Kosten-Check.

Bei der ersten Kontaktaufnahme sollte bereits nach möglichen Kosten gefragt werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der vermeintliche Berater erst im Gespräch vom Schuldner selbst erfahren will, welchen Geldbetrag er monatlich entbehren kann. In einer seriösen Beratung verläuft dies genau umgekehrt: Hier informiert der Berater über die Höhe des Pfändungsbetrags, der monatlich an die Gläubiger abzugeben ist und wieviel der Betroffene für sich selbst behalten kann. Eine seriöse Kostenstruktur richtet sich nach objektiven Gegebenheiten, zum Beispiel der Zahl der Gläubiger, und nicht nach der subjektiven Einschätzung des Schuldners.

5. Vertragsunterschrift nur nach sorgfältiger Prüfung.

Lesen Sie diesen und auch die weiteren 6 Punkte, die Sie beachten sollten und wie Sie auf Nummer sicher gehen.



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