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27. März 2017
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15.09.2014
Expert Plus GmbH und das Gold der Anleger

ConventDie Expert Plus GmbH wirbt auf ihrer Webseite mit dem Begriff "Sparbuch" und suggeriert den Kunden damit Sicherheit. Doch eine BaFin-Erlaubnis für das vermeintliche Einlagengeschäft liegt nicht vor. (ta) - Die Expert Plus GmbH hat mit ihren Queensgold-Sparbüchern scheinbar den Nerv der Zeit getroffen. Anleger können schon ab 50 Euro monatlich ein Guthaben ansparen und sich den Betrag jederzeit in Geld oder Gold auszahlen lassen. Fachanwälte für Kapitalmarktrecht sehen darin jedoch ein verbotenes Einlagengeschäft und fordern die BaFin zum Einschreiten auf. (Laut Einstweiliger Verfügung LG Berlin vom 25. September 2014)

Seit 2010 bietet die Firma Expert Plus GmbH von Geschäftsführer Stefan Kessler (40) aus Berlin Wilhemsruh ihre Queensgold-Sparbücher an. (Laut Einstweiliger Verfügung LG Berlin vom 25. September 2014)

Die Anleger gewähren dem Händler Expert Plus GmbH mit ihrem Goldbestand ein Sachdarlehen, dass jederzeit kündbar ist. Am Ende bekämen die Kunden das physische Gold geliefert oder den vorher eingebuchten Betrag in Euro ausgezahlt. Der Sparer erhält für das von ihm gekaufte und an den Händler ausgeliehene Gold vom Händler eine Rückkaufsoption zu einem vorher festgelegten Preis.

Zudem bewirbt die Expert Plus GmbH das Produkt "Queensgold Classic" als Sparbuch. Das soll dem Kunden vermutlich suggerieren, dass die Investition so sicher ist, wie das altbekannte Sparbuch bei einer Bank, wirft jedoch auch Fragen nach der Erlaubnispflicht der Geschäfte auf. Peter Mattil, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht der Kanzlei Mattil und Kollegen, sieht in dem Angebot der Expert Plus GmbH ein verbotenes Einlagengeschäft:

Zitat:


Rechtsanwalt Peter Mattil
Rechtsanwalt Peter Mattil
Es liegt unter Umständen ein Verstoß gegen das Kreditwesengesetz vor. Bei unternehmerischen Beteiligungen, Genussrechten und geschlossenen Fonds geben Sie ihr Geld hin und ihnen wird gesagt, dass sie am Verlust teilnehmen. Sie bekommen ihr Geld also wieder, wenn es gut läuft. Das ist die sogenannte Verlustteilnahme und kein erlaubnispflichtiges Bankgeschäft. Wenn ihnen aber jemand sagt: 'Gib mir dein Geld, ich gebe es dir wieder', dann ist das ein Einlagengeschäft und das ist selbstverständlich ein Bankgeschäft. Und für Bankgeschäfte braucht man eine Bankerlaubnis. Wenn jemand ein Sparbuch anbietet - oder sinngemäß verspricht, es zurückzuzahlen wie bei einem Sparbuch - ist das definitiv ein Bankgeschäft, nämlich ein Einlagengeschäft nach § 1 Absatz 1 KWG. Da müsste dann die BaFin einschreiten.


Auf Anfrage von GoMoPa.net erklärte BaFin-Sprecher Oliver Struck, dass die Expert Plus GmbH keinen Prospekt eingereicht habe und auch über keine Genehmigung zum Betreiben des erlaubnispflichtigen Einlagengeschäfts verfüge.

Doch damit nicht genug: Angeblich soll sich in den Tresoren von Heimerle + Meule zwar jede Menge Gold befinden, jedoch (Laut Einstweiliger Verfügung LG Berlin vom 25. September 2014) von der Expert Plus GmbH, wie GoMoPa.net aus gesicherten Quellen in Erfahrung brachte.


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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Carolina Keller am 28.11.2014 18:02
Also ich sehe nicht wo das Problem in diesem vorhaben der Expert Plus GmbH besteht.
Ja 50? ist ein sehr kleiner Betrag für eine monatliche Anlage aber es scheint nicht illegal zu sein.
50 Euro ist für die meisten Menschen viel Geld und deswegen sollte es auch für die die Chance geben zu investieren.

#1 - Kommentar von Detlef Hoyer am 03.12.2014 09:56
Na, wenn ich diese ganze Balken sehe die den Bericht zieren, dann kann ich mir vorstellen, wie unangenehm dieser Bericht für Herrn Kessler war. Klar, wenn man beim scheixxxx erwischt wird, dann fängt der normale Abzocker an zu wimmern. Der Geldfluss stoppt und das luxuriöse Leben mit Ferrari und Lambo geht dem Ende entgegen. Doch keine Bange, wir sehen die Akteure früh genug im anderen Gewande wieder, Wer jetzt noch Geld bei Kessler anlegt, na, dem ist einfach nicht zu helfen. Machen Sie's gut! :-)

#2 - Kommentar von Marie Köhler am 07.04.2015 17:47
Bei so einem verbotenen Einlagengeschäft MUSS die BaFin einfach einschreiten, besonders wenn Expert Plus GmbH keine Permission für dieses Geschäft hat.
Stefan Kessler und Karsten Senß sind zwei böse Betrüger. Dabei ist einer schlimmer als der andere: Im wesentlichen nur weitere eigensinnige, gewissenlose Untermenschen, die mit ihren perfiden Konzepten ahnungslose Menschen abzocken. Die Goldpreise für Feingold sind bei Queensgold wirklich immens überteuert und Herr Kessler steckt sich selbst nochmals trotz überteuerter Preise eine Bearbeitungsgebühr von 1.652 Euro in die Taschen.
Übrigens stimme ich Ihnen vollkommen zu, Herr Hoyer. Wer dort investiert, muss geisteskrank sein.


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