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22. Juni 2017
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02.10.2014
Plausibilitätsprüfung der Nordic Oil USA Fonds: Millionenschäden für Anleger?

(sa) Mehr als 60 Millionen Euro konnte das Emissionshaus Nordic Oil bei deutschen Anlegern einsammeln. Investiert wird ausschließlich in Öl- und Gasprojekte in den USA. Eine aktuelle Plausibilitätsprüfung fällt ein vernichtendes Urteil über Nordic Oil.

Werbung der Nordic Oil © Nordic Oil
Werbung der Nordic Oil © Nordic Oil

Den Anlegern in den Nordic Oil USA 3 GmbH & Co. KG (Neuer Wall 71, 20354 Hamburg) wurden Renditen von 20 Prozent und mehr versprochen. Der Kurzläufer konnte vor allem mit Verweis auf den Vorgängerfonds NORDIC OIL USA 1 GmbH & Co. KG schnell am Markt platziert werden.

Wie auch bei den beiden Vorgängerfonds sollten die Anlegergelder genutzt werden, um stillgelegte oder nur gering fördernde Öl- und Gasbohrungen zu erwerben und diese anschließend mittels moderner Fördertechniken auszubeuten. Die Wertsteigerung der Felder soll am Ende der Laufzeit, im Jahr 2018, einen Gewinn für die Anleger generieren.

Geschäftsführer aller Nordic Oil Fonds ist Jan Warstat (38) aus Seevetal.

Gemeinsam mit dem Erlanger Geschäftsmann Peter Mönius (55) und Ralph Dieter Bullinger (48) aus Singen kontrolliert Warstat die Geschicke der Nordic Oil Unternehmensgruppe.

Beaufsichtigt werden die drei Nordic Oil Manager von Jose-Luis Hellmuth, der als Geschäftsführer der Hamburger Treuhänderin HVT HanseVermögen Treuhand-, Service- und Verwaltungsgesellschaft mbH als Wirtschaftlich Berechtigter gilt.

Mit großem PR-Gewitter hatte Nordic Oil die vermeintliche Erfolgsgeschichte ihres 2008 emittierten, ersten US-Fonds beworben.


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Es liegen 11 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Miriam Foerster am 12.10.2014 22:25
Firmen wie Nordic Oil werden sich zwar noch einige Jahre auf dem Markt halten, denn für Alternativen ist es noch nicht einfach. Aber damit sind gleich nicht Millionenschäden vorprogrammiert, denn im Endeffekt verspricht Erdöl noch für einige Jahre sehr hohe Renditen.

#1 - Kommentar von Juni Mond am 15.10.2014 17:08
Fonds Finance, wofür bin ich denn da drin, wenn ich noch nicht einmal vernünftige Partner vermittelt bekomme? Denken die auch nur noch an die Marie????

#2 - Kommentar von Super Trooper am 18.12.2014 08:41
Nun wirft auch FondsMedia in Form einer Plausibilitätsprüfung ein Auge darauf. Das Hamburger Unternehmen Nordic Oil wurde 2008 gegründet und erwirbt nach eigenen Aussagen nach der Evaluierung der wirtschaftlichen und technischen Rahmendaten stillgelegte oder gering fördernde Öl- und Gasfelder in den USA, welche über ein entsprechendes Wertsteigerungspotenzial verfügen. FondsMedia kommt in seiner Plausibilitätsprüfung der 3er Fonds zu einem vernichtenden Urteil:

An dem Kapital der Investoren des Nordic Oil USA 3 haben sich einige Unternehmen und deren Personen reichlich geweidet. Nach Hochrechnung von FondsMedia ist ein Erreichen der prospektierten Investorenergebnisse strukturell ein Ding der betriebswirtschaftlichen Unmöglichkeit. Mittels entsprechender Kommunikation wird man die Investoren solange wie möglich ruhig halten. Einer Durchsetzung der Investoreninteressen wurde strukturell effizient vorgebeugt - was keinen Zufall darstellt. Einige der beteiligten Unternehmen verdienen an vergleichbaren Systemen horrende Summen mit - und haben es mit Negativschlagzeilen sogar in die überregionale Wirtschaftspresse gebracht.

Die geplanten Ausschüttungen des Nordic Oil USA 3 liegen bei 17 Prozent p.a. (vor Steuern). Es handelt sich um einen Kurzläufer mit Laufzeit bis 2018.

#3 - Kommentar von Jan Finkel am 08.04.2015 18:03
Ein Glück wurde dem Nordic Oil USA Fonds bzw. Jan Warstat eine Plausibilitätsprüfung unterzogen. Es handelt sich schließlich um 60 Millionen Euro Anlegergelder. Trotzdem befindet sich der Fonds finanziell auf dünnem Eis und die Unternehmen sind bilanziell überschuldet, da die aktuellen Bilanzen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag ausweisen. Die Anleger sollten also am besten jetzt schon den Anwalt einschalten, da das Fondsmanagement nicht einmal Angaben über Konsequenzen und mögliche Schäden machen möchten und Analysten der FondsMedia jetzt schon sagen, dass Schäden definitiv eintreten werden. Immerhin eine frühe Warnung für Investoren und Herr Mond, für Sie tut es mir wirklich leid.

#4 - Kommentar von Aufgepasst am 06.05.2015 16:53
Hört mir auf mit dieser Abzocke. Jan Warstatt mag ein netter Kerl sein, an seine eigene Tasche denkt er aber immer.

#5 - Kommentar von Aufgepasst am 06.05.2015 16:58
Lagerstätten und Abbauwürdigkeit

Die gezielte Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als Prospektion. Im Vordergrund der Suche stehen vor allem Vorkommen, deren Abbau wirtschaftlich rentabel ist. Solche Vorkommen werden in der Erdöl- und Rohstoffgeologie zur Abgrenzung von nicht-rentablen Vorkommen auch als Lagerstätten oder Ölfelder bezeichnet (?Ölfeld? bezeichnet alternativ auch das Areal an der Erdoberfläche über einer Lagerstätte oder mehreren nahe beieinander liegenden Lagerstätten, in dem eine größere Anzahl von Ölförderanlagen konzentriert ist).

Hinsichtlich der Lagerstättengeologie und der Viskosität des Öls und damit letztlich des zur Ölförderung nötigen Aufwandes werden konventionelle Lagerstätten von unkonventionellen Lagerstätten unterschieden.

Konventionelle Lagerstätten bestehen aus einem relativ hochporösen und permeablen Speichergestein und enthalten relativ dünnflüssiges Öl. Sie können mit herkömmlicher Fördertechnik vergleichsweise kostengünstig bewirtschaftet werden. Unkonventionelle Lagerstätten bestehen aus einem eher geringporösen und impermeablen Gestein oder enthalten eher zähes, bitumenartiges Öl, sodass die Förderung nur durch hohen technischen und energetischen Aufwand erfolgen kann.

Die größten bzw. produktivsten Ölfelder der Erde werden unter der Bezeichnung Giant Fields (?Riesenfelder?) zusammengefasst. Die größten 500 Ölfelder, d. h. 1 % aller bekannten Ölfelder, lieferten 2005 60 % des gesamten geförderten Öls, wobei die größten 20 rund 25 % des gesamten Öls lieferten.

Ob die Ölförderung aus einem Vorkommen sich überhaupt lohnt bzw. lohnen wird oder nicht, hängt stets auch vom Marktpreis (siehe unten) und vom Stand der Explorations- und Fördertechnik ab. So ist die Förderung vieler längst bekannter unkonventioneller Vorkommen (z. B. Ölsand- oder Schweröl) erst seit einigen Jahren (Stand 2014) wirtschaftlich sinnvoll.

Ausbeutequote, Förderrate und Fördermaximum

Die sogenannte Ausbeutequote bezeichnet den einem Ölfeld real entnommenen bzw. entnehmbaren Anteil am gesamten in der Lagerstätte vorhandenen Erdöl (letzteres oil in place genannt). Dieser konnte durch bessere Technik und Methoden von 22 % im Jahre 1980 auf Bestwerte von heute etwa 60 % gesteigert werden. Die wichtigste Größe zur Beurteilung der Produktivität eines Ölfeldes ist die Förderrate, die die Fördermenge pro Zeit angibt. Das Ölfördermaximum ist die maximale Förderrate, die ein Ölfeld im Laufe seiner Bewirtschaftung erreichen kann.

In der Regel steigt die Förderrate sehr schnell bis zum zu Erreichen des Fördermaximums an und danach fällt sie relativ langsam und mehr oder weniger kontinuierlich wieder ab. Sowohl Ausbeutequote als auch Förderrate sind extrem stark vom Lagerstättentyp abhängig. In konventionellen Lagerstätten kann es sein, dass das Öl allein durch den Ortsdruck mit sehr hoher Förderrate durch das Speichergestein zum Bohrloch und an die Oberfläche getrieben wird (durch Rohrleitungen und eingebaute Ventile steuerbar). Unkonventionelle Lagerstätten weisen trotz spezieller, aufwändiger Fördermethoden eher geringe Förderraten auf.

Bei der Offshore-Förderung, der sehr kostenintensiven Bewirtschaftung von Ölfeldern auf See, ist eine möglichst hohe Förderrate wichtiger als an Land, wo geringere laufende Kosten anfallen. Reife -->Onshore-Felder (wie sie in der Erdölförderung in Deutschland existieren) haben für gewöhnlich ein breites Fördermaximum und eine lange Förderabnahmephase, offshore-betonte Ölförderländer wie Norwegen weisen hingegen sehr schmale Fördermaxima und kurze Förderabnahmephasen auf.
Nachfrage, Verbrauch und Preis

Kartelle der Ölproduzenten versuchen, mit ihren individuellen Förderraten das Angebot auf dem Ölmarkt und damit den Preis zu steuern. Zusammen mit der Ölnachfrage durch alle Ölverbraucher ergibt sich der traditionell in Dollar gehandelte Ölpreis auf dem Weltmarkt, der seit 1869 an Rohstoffbörsen ausgehandelt wird und auch spekulativen Einflüssen unterworfen ist. Preise und Verfügbarkeit von Endprodukten wie Treibstoffen und petrochemischen Produkten sind aber auch von den anfallenden Kosten bei der Ölraffination wie auch von politischen Faktoren wie z. B. der Mineralölsteuer abhängig.

Statische Reichweite

Durch steigende Nachfrage und entsprechend steigenden Preis sowie den technischen Fortschritt stieg und steigt die Menge, die offiziell als global förderbare Ölreserven ausgewiesen wird, seit Beginn des Industriezeitalters mehr oder weniger kontinuierlich an. Diese Dynamik äußert sich besonders anschaulich im Verhältnis zwischen Reserven und jährlichem Verbrauch, der sogenannten statischen Reichweite des Erdöls. Nach aktuellen Zahlen des BP-Konzerns schwankte die statische Reichweite, trotz stetig steigenden Verbrauchs, für etwa 25 Jahre (1985-2010) zwischen 40 und 50 Jahren,[3] weshalb man in diesem Zusammenhang auch von ?Erdölkonstante? spricht. Mittlerweile ist sie aber auf über 50 Jahre gestiegen.
?Upstream? und ?Downstream?

Aktivitäten in der Öl- und Gasindustrie werden in upstream und downstream unterschieden. Downstream findet näher am Verbraucher statt (zum Beispiel das Raffinieren von Rohöl zu petrochemischen Produkten, Vertrieb, Marketing usw.), während Exploration und Förderung upstream stattfinden.

#6 - Kommentar von Aufgepasst am 06.05.2015 17:00
Amerika fährt die Ölförderung zurück

Der Preisverfall beim Öl macht sich bemerkbar: Einem Bericht zufolge ist die Zahl der aktiven Förderanlagen in Amerika so niedrig wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Nach der rasanten Talfahrt hat sich der Rohstoff auf monatssicht erstmals wieder verteuert.

Der Ölpreisverfall hat die Zahl der aktiven Förderanlagen in Amerika auf den tiefsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren gedrückt. Nach einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Ölservicefirma Baker Hughes waren zuletzt 986 Anlagen im Einsatz. Das waren 33 weniger als in der Vorwoche und 444 weniger als vor einem Jahr, es ist der tiefste Stand seit Juni 2011.

Weil die Ölpreise seit dem letzten Sommer massiv abgerutscht sind, rechnet sich die Produktion für viele Firmen nicht mehr. Durch Fracking, eine ökologisch umstrittene Fördertechnik, bei der tief lagerndes Schieferöl mit Chemikalien gelöst wird, hatte Amerika die Produktion zuvor allerdings auch stark ausgeweitet.

Ölpreis zieht wieder an

Unterdessen ist der Preis für Rohöl auf Monatssicht erstmals seit langem wieder gestiegen. Im Februar verteuerte sich die Sorte Brent um rund 16 Prozent gut 62 Dollar. Einen Anstieg auf Monatssicht hatte es zuletzt im Juni 2014 gegeben, auf Basis des prozentualen Anstiegs war es gar der kräftigste Zuwachs seit fast sechs Jahren.

Allein am Freitag hatte sich der Rohstoff um rund zwei Dollar verteuert. Dazu hatten vor allem die Aussicht auf eine steigende Nachfrage und Probleme in den Förderländern Libyen und Irak beigetragen.

Der Ölpreis hatte von Juni 2014 bis Januar 2015 eine rasante Talfahrt hingelegt, als er von rund 115 Dollar pro Fass (159 Liter) auf unter 50 Dollar eingebrochen war. Grund war ein Überangebot des Rohstoffs durch die zögerliche Erholung der Weltwirtschaft und die Beibehaltung der Fördermenge der Opec-Mitglieder sowie der Schiefergas-Boom in Amerika. Zuletzt hatten viele Experten aber wieder einen anziehenden Ölpreis erwartet.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/niedrige-rohstoffpreise-amerika-faehrt-die-oelfoerderung-zurueck-13455767.html

#7 - Kommentar von Aufgepasst am 06.05.2015 17:04
USA sind die neuen Weltmeister der Ölförderung

Mit neuen Fördertechniken haben die USA ihre Ölproduktion 2013 so stark gesteigert wie kein Land jemals zuvor. Fast im Alleingang gelang es ihnen, den globalen Ölpreisanstieg in Schach zu halten.

Durch neue Ölfördertechniken haben Bundesstaaten wie North Dakota einen wahren Boom bei der Rohstoffproduktion erlebt AFP Durch neue Ölfördertechniken haben Bundesstaaten wie North Dakota einen wahren Boom bei der Rohstoffproduktion erlebt

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den drohenden globalen Ölpreisanstieg im vergangenen Jahr durch eine massive Ausweitung ihrer unkonventionellen Ölförderung fast im Alleingang verhindert.

Das ergibt sich aus der BP-Studie "Statistical Review of World Energy", die der britische Energiemulti auf dem World Petroleum Congress in Moskau vorstellte.

Der Bericht zeigt, dass im vergangenen Jahr eine Reihe von Bürgerkriegen und geopolitischen Risiken dazu geführt haben, dass das Wachstum der globalen Ölförderung hinter dem Nachfrageanstieg zurückblieb. Zu einem deutlichen Anstieg der globalen Ölnotierungen kam es gleichwohl nicht.

Massive Investments in die Schieferölproduktion

"Die Rückschläge wurden ausgeglichen durch einen starken Anstieg der Ölproduktion in den USA, ausgelöst von massiven Investments in die Erschließung von Schieferölstätten und anderen Gesteinsschichten mit hoher Dichtigkeit", erklärt der BP-Bericht das Marktphänomen: "Als Nettoergebnis blieb der durchschnittliche Ölpreis ungewöhnlich stabil, wenn auch im dritten Jahr in Folge über 100 Dollar pro Fass."

Der Ölpreis erreicht ein zwischenzeitliches Hoch.

Irak
Politische Instabilität löst Preisanstieg beim Öl aus

"Die gewaltigen Investitionen in den USA wurden durch eine förderliche Energiepolitik ermutigt und überhaupt erst möglich gemacht", betonte BP-Chefvolkswirt Christof Rühl mit einem Seitenblick auf die Fracking-Diskussion in Deutschland und anderen europäischen Staaten: "In der Folge erzielten die USA im vergangenen Jahr den größten Produktionsanstieg der Welt."

"Tatsächlich war der Anstieg der Ölförderung in den USA um 1,1 Millionen Barrel pro Tag einer der größten, den die Welt je gesehen hat", sagte Rühl weiter. "Die USA allein sind für 96 Prozent des Produktionsanstiegs außerhalb der OPEC verantwortlich."

Während der neue Krieg im Irak in diesen Tagen zu einem relativ starken Anstieg der Ölnotierungen geführt hat, war der globale Preis im vergangenen Jahr sogar rückläufig, obwohl große Produzentenländer wie etwa Libyen bürgerkriegsbedingt zeitweise vollständig ausfielen.

US-Ölbonanza konnte Nachfrageanstieg nicht ausgleichen

So sank der Durchschnittspreis der Nordsee-Sorte Brent im vergangenen Jahr um rund drei Dollar pro Barrel (Fass mit 159 Litern) auf rund 108,66 Dollar. Wegen des sunnitischen Aufstands im Irak, dem OPEC-Land mit den zweitgrößten Ölvorräten nach Saudi-Arabien, stieg der Brent-Preis in diesen Tagen allerdings auf rund 113 Dollar pro Barrel.

Laut BP-Statistikbericht, der traditionell das Datenmaterial für viele Energiestudien und politische Entscheider liefert, war Erdöl im vergangenen Jahr erneut der wichtigste Energielieferant der Welt mit einem Anteil von 32,9 Prozent. Allerdings verlor Erdöl auch zum 14. Mal in Folge Marktanteile.

Die globale Nachfrage nach Erdöl zog im vergangenen Jahr um rund 1,4 Prozent oder 1,4 Millionen Barrel pro Tag an, was leicht unter dem langfristigen Durchschnitt lag. Wegen des Produktionsrückgangs in vielen OPEC-Staaten konnte die globale Produktion trotz der US-Ölbonanza mit dem Nachfrageanstieg nicht mithalten. Unter dem Strich stieg das globale Ölangebot nur um 560.000 Barrel pro Tag.

Chinas Erdgasnachfrage stieg um 10,8 Prozent

Erneuerbare Energien standen im vergangenen Jahr für fünf Prozent der weltweiten Stromproduktion und deckten, einschließlich der Biokraftstoffe, drei Prozent der globalen Energienachfrage.

"Allerdings zeigt sich immer mehr die Herausforderung, teure Subventionsregime für erneuerbare Energien aufrechtzuerhalten", heißt es im BP-Bericht. "Das zeigt sich insbesondere dort, wo die Durchdringungsrate am höchsten ist, wie etwa bei den führenden Ökoenergie-Produzenten Europas, die mit schwachem Wirtschaftswachstum und knappen Budgets zu kämpfen haben", heißt es im BP-Bericht.

Die weltweite Nachfrage nach Erdgas stieg ebenfalls unterdurchschnittlich um 1,4 Prozent, allerdings mit starken regionalen Unterschieden. Allein in China stieg die Erdgasnachfrage im vergangenen Jahr um 10,8 Prozent.

Kohlenachfrage wächst am stärksten unter fossilen Energieträgern

Der Kohleverbrauch stieg laut BP-Daten im vergangenen Jahr um drei Prozent und blieb damit hinter dem durchschnittlichen langjährigen Anstieg von 3,9 Prozent zurück. "Aber Kohle ist weiterhin der am schnellsten wachsende fossile Energieträger der Welt", so die Studie.

Die Atomstrom-Produktion verzeichnete im vergangenen Jahr erstmals seit 2010 wieder ein Wachstum. Die Reaktoren produzierten 0,9 Prozent mehr Kilowattstunden als im Jahr zuvor. "Atomstrom deckt 4,4 Prozent der globalen Energienachfrage", heißt es in der BP-Studie. "Das ist der geringste Wert seit 1984."

Der deutsche BP-Chefvolkswirt Christof Rühl stellte den Statistikbericht seines Konzerns zum letzten Mal vor. Rühl wechselt im Juli diesen Jahres zur Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wo er den Posten des First Global Head of Research übernimmt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article129123742/USA-sind-die-neuen-Weltmeister-der-Oelfoerderung.html

#8 - Kommentar von Luisa Schröder am 06.05.2015 17:09
Russische Ölförderung erreicht Spitzenwert

Sanktionen gegen den russischen Energiesektor scheinen nur bedingt zu wirken

Im vergangenen Monat April erreichte die Förderung von Erdöl und Gaskondensat in Russland einen Spitzenwert von 10,71 Millionen Barrel pro Tag. Dies gab das russische Energieministerium am Samstag bekannt. Damit erreicht die tägliche Fördermenge den höchsten Wert seit dem Ende der Sowjetunion. Von 1988 an ging die Fördermenge von Öl- und Gas über einen Zeitraum von zehn Jahren zurück, wobei das Land selbst in den chaotischen 1990er Jahren zusammen mit Saudi-Arabien und den USA zu den drei wichtigsten Förderländern gehörte.

Während die tägliche Fördermenge in den USA in diesem Monat erstmals seit vielen Jahren leicht zurückging, meldete auch die OPEC neue Rekorde. Sowohl Saudi-Arabien als auch der Irak hätten mehr Rohöl auf den Weltmarkt geworfen als in den zwei Jahren zuvor. Trotzdem stieg der durchschnittlich gezahlte Preis für das Barrel Rohöl im April um 21 Prozent auf über 66 US-Dollar.

Russlands Staatshaushalt besteht zu mehr als 40 Prozent aus Einnahmen aus dem Verkauf von fossilen Brennträgern. Verglichen mit dem Vormonat fiel das Brutto-Inlandsprodukt im März um 3,4 Prozent. Ein wichtiger Grund dafür dürfte im niedrigen Rohölpreis und den Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen durch die NATO-Staaten zu suchen sein.

Insbesondere die im September 2014 verhängten Sanktionen richteten sich gegen den russischen Energiesektor. Westliche Energiekonzerne wie Exxon und Total hatten mehrere gemeinsame Projekte mit russischen Unternehmen geplant, um mithilfe neuer Technologien wie dem Fracking auch Vorkommen auszubeuten, die mit konventionellen Methoden nicht zu erschließen sind. Der Rückzug der westlichen Unternehmen scheint bisher jedoch nicht die beabsichtigte Wirkung zu zeitigen. Russlands führender Ölförderer Rosneft meldete in der vergangenen Woche ebenso Spitzenwerte wie das Exportunternehmen Transneft. Alleine im April seien die Exporte um 0,7 Prozent auf 4,4 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Auch die geförderte Menge von Erdgas legte laut russischem Energieministerium zu.

Gegenüber Reuters kündigten Vertreter des Ministeriums an, dass in diesem Monat eine russische Delegation nach Wien fliegen werde, um mit den Mitgliedern der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) über Fördermengen und Preise zu sprechen. Bisher konnten sich die Mitglieder des Kartells nicht auf eine Senkung der Förderquote einigen, obwohl die Rohölpreise seit dem Absturz im vergangenen Jahr deutlich unter den Erwartungen der Produzenten liegen.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44846/1.html

#9 - Kommentar von Luisa Schröder am 06.05.2015 17:11
Saudi-Arabiens Ölförderung bleibt im Rekordbereich

Oil barrels sit empty at a recycling yard in Longmont, Colorado February 2, 2015. Saudi Arabia's oil exports have risen in February in response to stronger demand from customers. As OPEC's top producer battles for market share Reuters photographers around the globe have been photographing oil barrels to document how they are utilised once the fuel has been used.

Seoul (Reuters) - Saudi-Arabien lässt den Öl-Hahn weit offen: Im April produziert das Königreich "etwa zehn Millionen" Barrel pro Tag (bpd), sagte Öl-Minister Ali al-Naimi am Montag in Seoul der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Volumen liegt damit im Bereich des im März aufgestellten Rekords von 10,3 Millionen bpd. Der Preis für die Sorte Brent gab nach der Bekanntgabe der Förderzahl leicht nach und rutschte unter die Marke von 64 Dollar je Barrel. "Ich habe immer gesagt, dass wir unseren Kunden gerne geben, was sie haben wollen", sagte Naimi. "Jetzt wollen sie zehn Millionen haben." Der Minister hält sich zu einem Vorstandstreffen des staatlichen Energie-Unternehmens Saudi Aramco in Südkorea auf.

Seit Monaten liegen die Öl-Preise auf dem Weltmarkt vergleichsweise niedrig, während die Rohöl-Bestände von Rekord zu Rekord steigen. Trotzdem verzichtete die Opec im November auf eine Kürzung der Förderung. Experten vermuten, dass mit den sinkenden Preisen insbesondere die Öl-Produktion in den USA unattraktiver gemacht werden soll. Damit könnte die Opec ihre Marktanteile verteidigen.

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0NB12820150420

#10 - Kommentar von Luisa Schröder am 06.05.2015 17:17
Greenpeace kritisiert Verschmutzungen durch Ölförderung

Hamburg - Die Umweltorganisation Greenpeace hat härtere Strafen für Ölunternehmen bei Verschmutzungen der Nordsee gefordert.

Ölverschmutzungen

Vor 20 Jahren verhinderten Greenpeace und öffentlicher Druck die Versenkung der Ölplattform «Brent Spar».

Inzwischen würden zwar Plattformen an Land entsorgt. Dennoch werde die Nordsee jedes Jahr mit Tausenden Tonnen Öl und Chemie verdreckt, mahnt Greenpeace. (c) proplanta
Jährlich gelangten fast 8.300 Tonnen Öl durch die Ölförderung in die Nordsee, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Dazu gebe es jedes Jahr auf Plattformen Hunderte Unfälle mit Öl und Chemikalien.

Zugleich würden die zahlreichen Anlagen auf See kaum kontrolliert. Stattdessen seien die Betreiber angehalten, Unfälle selbst zu melden. Von mehreren hundert offiziellen Unfällen pro Jahr würden nur wenige Dutzend bestraft, und das mit geringen Summen bis 30.000 Euro, hieß es.

Die Meeresbiologen und Greenpeace-Experten Christian Bussau und Jörg Feddern forderten strengere Strafen und mehr Kontrollen der rund 750 Anlagen der Energieversorger in der Nordsee. Die erlaubten Schadstoffeinleitungen müssten schrittweise auf Null gesenkt werden.

Die 8.300 Tonne Öl stammen aus dem sogenannten Produktionswasser der Ölbohrungen. Dieses ölhaltige Wasser entsteht bei der alltäglichen Förderung. Dazu komme Ballastwasser, erklärte Feddern: Meerwasser werde in die Ballasttanks der Plattformen gepumpt, wenn das Öl dort abtransportiert wird. Wird neues Öl gefördert, gelangt das ölhaltige Ballastwasser ins Meer.

Dazu kämen die Unfälle, 2012 waren dies dem Bericht zufolge 425 im Bereich des sogenannten OSPAR-Abkommens (Oslo-Paris-Übereinkunft) von 16 Staaten einschließlich der EU. Dabei flossen 121 Tonnen Öl ins Meer. «Das hört sich erstmal nicht viel an», sagte Bussau. Er erinnerte aber an die Havarie des Schiffes «Pallas» 1998 vor Amrum. 100 Tonnen Öl flossen ins Meer. «Dabei starben aber 16.000 Seevögel.»

Zudem würden die Ölförderanlagen erhebliche Mengen Abgase produzieren, heißt es in dem Bericht. Das seien 2012 rund 29,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid gewesen, sagte Feddern. «Das entspricht den Abgasen von zehn Millionen Autos.

Inzwischen seien viele Ölfelder in der Nordsee ausgebeutet, die Produktion werde aufwendiger. «Die Ölindustrie zieht Richtung Norden, Richtung Arktis», warnte Feddern. Dort sei das Ökosystem noch empfindlicher. 20 Jahre nach der «Brent Spar»-Kampagne zog Bussau eine positive Bilanz.

«Die «Brent Spar» wäre die erste Plattform gewesen, die im Meer versenkt worden wäre. Diesen Präzedenzfall wollten wir verhindern.» Am 30. April 1995 besetzten Greenpeace-Aktivisten die Plattform. «Die Bilder gingen damals um die Welt.» Greenpeace habe damals gar nicht zum Boykott von Shell aufgerufen. «Das haben die Menschen selbst entschieden. Dieser Erfolg hat erstmals gezeigt, welche Macht der Verbraucher hat.»

Drei Jahre danach beschlossen die OSPAR-Vertragsstaaten ein generelles Versenkungsverbot für Ölplattformen im Nordatlantik. Seitdem seien 56 ausgediente Plattformen umweltgerecht an Land entsorgt worden, sagte Bussau. 32 weitere Plattformen würden in den kommenden zehn Jahren abgewrackt.

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Greenpeace-kritisiert-Verschmutzungen-durch-Oelfoerderung_article1430370834.html


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