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02.03.2009
Überlebenskampf Bundesliga

Die 36 deutschen Fußballbundesligaklubs müssen wegen einer Kartellamtsentscheidung mit 60 Millionen Euro weniger aus dem Topf des TV-Rechte-Verkaufs auskommen. Private Sportwettanbieter fallen wegen des Monopols der staatlichen Wette Oddset weg. Investoren werden durch die 50-Prozent-plus-1-Aktie-Regel für den Vereinsbesitz abgeschreckt. Und Sponsoren sind ein Glücksspiel und hängen stark vom Sporterfolg ab. Die Gehälter der Spieler müssen dennoch aufbebracht werden. Ein Dilemma. In der Serie ?Überlebenskampf Bundesliga? untersucht der Finanznachrichendienst www.gomopa.net, wie Manager und Fußballmacher das liebste Kind der Deutschen vor dem Crash bewahren.

Der Kicker berichtet in seiner heutigen Ausgabe, dass mehrere Bundesligaklubs und ihre Vermarkter auf zwei Stichtage in diesem Monat blicken: auf Sonntag, den 15. März, und Dienstag, den 31. März. Dann enden die Kündigungsfristen bei Logen und Business-Seats. Die meisten Klubs sind betroffen. Nach diesen Terminen wird man die ersten konreten Erkenntnisse haben, inwieweit die globale Finanzkrise den Fußball erfasst.

Auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wisse, wo der Schuh drückt. Noch sind die 3.600 Business-Seats zu Preisen zwischen 3.500 und 6.000 Euro pro Saison in Dortmund ausgebucht. Das Geschäft zu wiederholen werde ?nicht so einfach?. Watzke berichtet mittlerweile von einer ?leicht erhöhten Zahl? von Kündigungen. Zum Glück hat der BVB mit dem Hauptsponsor Evonik, dem Stadion-Namensgeber Signal Iduna und auch mit dem Ausrüster Kappa langfristige Verträge (zwischen 2011 und 2016) abgeschlossen.

Bayerntrainer Jürgen Klinsmann (Foto mit Uli Hoeneß links und Karl-Heinz Rummenigge rechts©bundesliga) meinte schon im Dezember: ?Die Finanzkrise wird den Fußball in den nächsten Monaten richtig treffen?, schreibt der Kicker. Und das, obwohl die Logen in München ausnahmslos bis zum 30. Juni 2010 vermietet sind und bis dahin auch der Vertrag mit Hauptsponsor T-Home läuft.

Der Vorstandsvorsitzende vom Hamburger SV, Bernd Hoffmann, sagte dem Kicker: ?Die Gehälter werden im Schnitt stagnieren.? Und das, obwohl der Vertrag mit Hauptsponsor Emirates im Januar verlängert und dabei von 5 auf 7,5 Millionen Euro pro Saison deutlich aufgestockt wurde. Sorgen bereite dem Klub laut Kicker: Was wird aus der taumelnden HSH Nordbank, die Namensgeber der Arena in Hamburg ist? Erst in der vergangenen Woche bekam die HSH eine erneute Finanzspritze von Schleswig-Holstein und Hamburg. Drei Milliarden Euro frisches Kapital und zehn Milliarden Euro neue Sicherheiten. Milliarden von den Steuerzahlern. Der Kicker fragt: Ist da ein millionenschweres Engagement im Fußball gesellschaftlich noch vertretbar?

Eine Frage, die sich, so der Kicker weiter, auf andere Weise auch in Wolfsburg stellt, wo der VW-Konzern gerade 61.000 seiner 92.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt hat ? erstmals seit einem Vierteljahrhundert. Ist es da opportun, Millionen in den Fußball beim VfL zu investieren? VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem sagte dem Kicker: ?Beim VfL werden die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen. Es steht genauso fest: Wenn sich die Finanzkrise noch verschärft, wird das auch Folgen für den VfL haben.?

Insgesamt zwölf Verträge mit Hauptsponsoren enden mit Abpfiff dieser Saison bei den 36 Profiklubs der 1. und 2. Liga, schreibt der Kicker weiter. In der Bundesliga sind Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach, VfL Bochum, Energie Cottbus und der Karlsruher SC auf der Suche nach neuen Partnern. Seit Monaten bereits stehen die Herthaner in Verhandlungen mit der Bahn AG, bei der es im Moment aber andere Prioritäten gibt. Unabhängig vom Ausgang dieser Verhandlungen sollen in Berlin die Personalkosten deutlich gesenkt werden; intern rechnet man beim Hauptstadtklub mit Mindereinnahmen im Bereich von sechs, sieben Millionen Euro in der kommenden Saison.

Der Karlsruher SC sucht einen Nachfolger für den aktuellen Partner EnBw, der 1,65 Millionen Euro pro Saison zahlt. Bei Cottbus steigt mit EnviaM ebenfalls ein Partner aus der gut verdienenden Energiebranche zum Saisonende aus, da er sich stärker im Breitensport engagieren will. In Mönchengladbach wird seit Monaten ein Nachfolger für den im Sommer scheidenden Hauptsponsor Kyocera gesucht. ?In heutigen Zeiten ist es unglaublich schwierig, die geeigneten Sponsoren zu finden?, klagt Präsident Rolf Königs. Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers kündigte an: Sollte sich die Ertragssituation der Borussia verschlechtern, werde man ?bei den Gehältern Senkungen vornehmen müssen, das aber wird eher die Spitzenverdiener treffen?.

Klare Worte kommen auch von außen, nämlich vom UEFA-Präsident Michal Platini (53, Foto©UEFA). ?Der sagte vorletzte Woche in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament in Brüssel: Der Fußball befinde sich in der größten Finanzkrise seit 80 Jahren und in der Gefahr, ?finanziell zu implodieren?. Das berichtet der Kicker.

?Es ist nicht die Zeit, die Etats zu erhöhen?, bestätigte Klaus Peter Müller (64), Aufsichtsratschef der Commerzbank, die vor vier Jahren die Namensrechte am Frankfurter Stadion für zehn Jahre gekauft hat, gegenüber dem Sportmagazin. Die Sponsoren würden jetzt stärker denn je hinschauen, was mit ihren Geldern passiert. ?Der Sport muss hellwach sein?, sagte Müller dem Kicker weiter. Und spielte auf den ?blutleeren? (Kicker) Auftritt der Nationalelf vor drei Wochen gegen Norwegen in der LTU-Arena an. Müller: ?So etwas geht überhaupt nicht.?

Auch Banker Dietmar Schmid (61), Vorstand der BHF Bank und Präsident des Bankenverbandes Hessen und zugleich Beiratsmitglied von Einracht Frankfurt sagte dem Kicker: Nichts wird werden wie es früher einmal war. ?Nach der Krise wird das Gewinn-Niveau wie vor der Krise nicht mehr erreicht werden. Das wird zu einer Beschränkung der Möglichkeiten des Sponsorings führen. Da wird nicht nur für den Sport, sondern auch für Kultur und Soziales weniger Geld zur Verfügung stehen. Deshalb ist gerade dem Fußball zu raten, sich schon heute entsprechend einzurichten?, meint Schmid.

Da in den Vorständen der Unternehmen um jeden Sponsoring-Euro gerungen wird, müssen Vereine und Spieler sich anders darstellen als zu Zeiten, in denen die Partner Schlange standen. Ausraster eines Jens Lehmann werden da ebenso mit Argusaugen registriert wie das Verweigern von Autogrammwünschen oder ein Medienboykott. Anstand und Höflichkeit sind gefragt, schreibt der Kicker.

Und weiter: In Zeiten, da die Gehälter von Vorständen der unter den Schirm der Regierung geeilten Unternehmen auf 500.000 Euro im Jahr begrenzt wurden, werden diese gewiss ihr Engagement reduzieren oder gar einstellen, wenn Spieler mit hohen Millionengagen Engagement und Stil vermissen lassen.

In das gleiche Horn bläst auch UEFA-Präsident Michel Platini: ?Seit 20 Jahren hören wir stets, der Markt reguliere sich selbst. Wir wissen jetzt, dass das nicht stimmt. Der Fußball ist ein Spiegelbild der Wirtschaft im Allgemeinen, der Markt ist nicht imstand, seine Auswüchse zu korrigieren. Das hat nicht der UEFA-Präsident gesagt, das war Barack Obama?, erklärte Platini.

Platini hat zwei Vorschläge, wie die Krise zu meistern sei.

Erstens fordert der frühere franhzösische Nationalspieler die Einführung des im US-Profisport bewährten ?Salary Caps?, der die Ausgaben der Vereine für Transfers und Gehälter auf einen gewissen Prozentsatz ihrer Einnahmen beschränkt. Nach Plänen der UEFA sollen die Vereine maximal 63 Prozent ihres Budgets für Transfers und Gehälter ausgeben dürfen. Die europäische Klub-Vereinigung ECA unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Rummenigge hat sich allerdings gegen diese Regulierung ausgesprochen.

Zweitens kündigte Platini laut Kicker eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus der Champions League an. Nicht beteiligte Vereine sollen sechs Prozent der Gesamteinnahmen erhalten. Der UEFA-Boss: ?Der sportliche Wettbewerb ist nur dann attraktiv, wenn er Chancengleichheit bietet und keine Mannschaft die ultimative Waffe besitzt.?

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