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10.10.2014
Italien bremst Solarfonds aus: Leonidas VI muss Ausschüttungen für 2013 verschieben

Italiens Premier Renzi (li.) verärgert<br /> Investoren durch die rückwirkende<br /> Kürzung der Solarförderung.
Italiens Premier Renzi (li.) verärgert
Investoren durch die rückwirkende
Kürzung der Solarförderung.
Foto: Flickr - European University Institute



(ta) - Für Anleger klang es nach einem verlockenden Angebot: 8 Prozent Jahresrendite für fondsgebundene Beteiligungen an italienischen Solarparks. Lange Sonnenstunden und eine attraktive Stromvergütung sprachen für ein Investment in Italien. Die Fondsgesellschaft Leonidas Associates VI GmbH & Co. KG konnte im Jahr 2011 eine entsprechende Anleihe im Umfang von 10 Millionen Euro platzieren. Doch die Politik im sonnigen Italien machte dem fränkischen Fondsanbieter einen Strich durch die Rechnung. Denn seit dem 21. August 2014 wird für bereits in Betrieb genommene Photovoltaik-Projekte eine rückwirkende Kürzung der Einspeisevergütung fällig. Leonidas VI stoppte vorläufig alle Ausschüttungen für 2013 aufgrund mangelnder Planungssicherheit.

Die Fondsanbieterin Leonidas Associates GmbH aus Kalchreuth bei Nürnberg ist ein inhabergeführtes, bankenunabhängiges Emissionshaus für nachhaltige Kapitalanlagen. Neben Solarfonds bietet das Unternehmen auch Wind- und Wasserfonds an. Die Gesellschaft wird von Antje Grieseler und Max-Robert Hug geleitet. Grieseler leitete vor ihrer Tätigkeit bei Leonidas den Aufbau des Geschäfts in der Schweiz beim Kreditinstitut Consors. Seit 2005 betreut Grieseler institutionelle Anleger im Bereich nachhaltige Investments. Ihr Mann Guntram Grieseler war 25 Jahre im Anlagenbau der Siemens AG tätig und leitet nun die hasueigene technische Abteilung von Leonidas. Zur Entscheidung des fränkischen Unternehmens einen Solarfonds in Italien aufzulegen, sagte Antje Grieseler damals:

Zitat:


Nachdem sowohl Deutschland als auch Frankreich durch Kürzungen der Einspeisevergütung für die Zukunft an Attraktivität verloren haben, viel uns die Entscheidung für ein Angebot in Italien nicht schwer. Schließlich sind wir bereits seit 2006 auf dem dortigen Markt tätig und betreiben seit einiger Zeit ein eigenes Büro in Lecce. Auch die renommierte und auf den Bereich nachhaltiger Investments spezialisierte Schweizer Privatbank Sarasin teilt unsere Einschätzung, dass Italien zu einem der attraktivsten Märkte in Europa aufgestiegen ist. Besonders wichtig: Wie in Deutschland und Frankreich beruht die Einspeisevergütung in Italien auf einem reinen Umlageverfahren. Eine zusätzliche Subvention durch den italienischen Staat ist damit ausgeschlossen und sorgt für ausreichend Planungssicherheit. Eine inflationsangepasste Komponente der Einspeisevergütung sorgt für zusätzliches Potential


Doch scheinbar hat das Management von Leonidas nicht mit der Unverfrorenheit der italienischen Regierung gerechnet, die die Subventionen für die Solarbranche kurzer Hand rückwirkend zusammenkürzte.

Am 24. Juni legte die italienische Regierung ein entsprechendes Dekret vor, nach dem die Tarife für bereits in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen rückwirkend gesenkt werden. Die Regierung rechtfertigte diesen drastischen Schritt damit, dass 60 Prozent der jährlichen Fördersumme in Solaranlagen gesteckt werde, obwohl dieses Segment derzeit nur vier Prozent der gesamten Industrie Italiens ausmache. Die Regierung verzichtete auf die 60-tägige Frist zur rechtlichen Prüfung des Gesetzes und veröffentlichte den Beschluss schon am 25. Juni im Amtsblatt, wodurch er offiziell in Kraft trat.

Die erste Variante der Kürzung sieht wie folgt aus: Die Einspeisevergütung wird von der Regierung bei gleicher Förderdauer von 20 Jahren um 8 Prozent gekappt. Eine zweite Variante sieht eine Verlängerung der Förderdauer von 20 auf 24 Jahre vor. Und eine dritte - noch nicht vollends ausformulierte - Variante beinhaltet in den nächsten fünf Jahren eine Kürzung der Vergütung und in den Folgejahren wieder schrittweise eine Anhebung der Solarsubventionen. Betreiber von Solaranlagen müssen sich nun bis zum 30. November entscheiden, für welche Variante der Kürzung der Einspeisevergütung sie sich entscheiden, sonst wendet der Netzbetreiber GSE automatisch die dritte Variante an.

Italien verfügt über einen sogenannten "Und-Tarif" bei der Stromvergütung. Der italienische Staat vergütet die Einspeisung von Solarstrom mit einem festen Tarif und der Netzbetreiber GSE kaufte den Betreibern den Strom im Jahr 2013 zu 8,06 Cent pro Kilowattstunde ab. Unabhängig von der Kürzung der Einspeisevergütung werden die Preise, zudem der Netzbetreiber GSE den Strom von den Betreibern kauft, um fast 60 Prozent gesenkt. Das schmälert die Einnahmen der Solarpark-Betreiber in Italien zusätzlich, denn eine entsprechende Entschädigung ist erst ab Juni 2015 im Gespräch. Die Fondsgesellschaft hat die Ausschüttungen für 2013 daraufhin mangels Planungssicherheit ausgeschoben. In einem Rundschreiben an die Kommanditisten heißt es:

Zitat:


Betroffen von der Gesetzesanpassung sind alle Anlagen in Italien mit einer Leistung von 0,2 MW und mehr - und damit leider auch alle sechs Solarparks des Italien - Solarfonds Leonidas VI. Als Betreiber dieser Photovoltaikanlagen müssen wir nun bis 30. November 2014 entscheiden, ob wir ab dem 1.1.2015 eine Reduzierung des Einspeisetarifs von 8 Prozent hinnehmen wollen oder die Förderhöhe insgesamt gleich bleibt, der Tarif aber um 4 Jahre auf insgesamt 24 Jahre gestreckt wird. Der Erlös pro verkaufter Kilowattstunde Strom verringert sich entsprechend.

Aufgrund des italienischen Tarifsystems sind die PV-Anlagen - und damit die Liquidität der Fondsgesellschaft - schon jetzt unmittelbar betroffen. Denn die neue Regelung sieht auch vor, dass die Vorauszahlungen durch die Strombehörde GSE bereits ab Juli 2014 um 10 Prozent gesenkt werden. Ein Ausgleich soll erst im Juni des Folgejahrs erfolgen.


Das Management von Leonidas sieht angesichts der jüngsten politischen Entscheidung keine Alternative zum vorläufigen Ausschüttungsstopp.

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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Marius Schmitt am 12.10.2014 21:43
Mit solchen Problem kann man zwar nur schwer rechnen aber wie wieder einmal bestätigt man muss mit anderen Projekten in der Umgebung rechnen. Da haben die Leonidas Associates VI GmbH & Co. KG wohl zu viel zu schnell versprochen.

#1 - Kommentar von dieter hummer am 13.10.2014 22:56
In Deutschland sieht es nicht anders aus: Die Bundesregierung hat die Solarstromförderung in den vergangenen beiden Jahren fast halbiert. Hauseigentümer, die im März 2014 eine Anlage mit einer Leistung bis zu zehn Kilowatt installieren, erhalten nur noch 13,41 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. Für Anfang 2012 installierte Anlagen bekommen die Betreiber von den Netzbetreibern hingegen noch 24,43 Cent pro Kilowattstunde. Die Preise für die Anlagen sanken dagegen zuletzt nur noch langsam

Folge: Eine passable Rendite bringt eine Anlage in der Regel nur noch
? bei günstigem Anschaffungspreis
? an sonnenreichen Standorte oder bei hohem Eigenverbrauch

#2 - Kommentar von Dieter hummer am 13.10.2014 23:04
Solarstrom für den Eigenbedarf:
Viel besser sieht es für Anlagenbetreiber aus, die mindestens 20 Prozent ihres Solarstroms selbst verbrauchen. Der Strom aus der eigenen Anlage ist günstiger als der vom Stromversorger. Je höher der Anteil des Eigenverbrauchs, desto eher lohnt sich die Anlage. An sonnenreichen Sommertagen produziert die Anlage allerdings so viel Strom, dass nur Bruchteil davon im Haushalt verbraucht werden kann. Ohne Stromspeicher ist es deshalb selten möglich, insgesamt mehr als 30 Prozent des erzeugten Stroms vor Ort zu nutzen. Deshalb wäre die Frage eines Stromspeichers für private Haushalte immer interessant.

#3 - Kommentar von Patrick Rosen am 23.10.2014 10:38
Na toll und was ist den Anlegern die ihr Geld jetzt brauchen?! Wenn diese davon ausgegangen sind das die Ausschüttung erfolgt. Da können schon mal einige sauer werden und abspringen. Das hätte ich schon längst getan. Immer diese Versprechungen die nicht eingehalten werden.

#4 - Kommentar von Lilian Fischer am 10.11.2014 21:52
8 Prozent des Konzerns Leonidas Associates VI GmbH & Co. KG ist natürlich ein verlockendes Angebot was jeden und auch mich dazu reizen würde zu Investieren. Die Politik macht manchmal komische dinge also ich finde das okay. Ich warte lieber jetzt auf mein Geld als das die Firma gänzlich den Bach runter geht.

#5 - Kommentar von Markus Bar am 09.04.2015 18:53
Wir wollen ehrlich sein: 8 Prozent Jahresrendite der Fondsgesellschaft Leonidas Associates VI GmbH & Co. KG Leonidas VI klingen wirklich verlockend und befinden sich noch im seriösen Bereich - dass das mit 10 Millionen Euro schon mal geklappt hat, kann man anhand vieler Konzepte davor nachweisen. Doch mit diesem Management und dieser Arbeitsmoral gestaltet sich das ganze etwas schwieriger. Ich kenne mich da nicht genug aus, aber es sollte doch wohl andere Alternativen geben als den vorläufigen Ausschüttungsstopp - denn das verstößt sowohl gegen europäisches als auch gegen nationales Recht.


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