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18. August 2017
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14.10.2014
Unister und Hanse Merkur im Visier der Verbraucherschützer

ConventUnister hat früher besonders für seine Reiseprotale gern mit Prominenten geworben. (ta) - Der Internetriese Unister und der Versicherungskonzern Hanse Merkur sollen laut Medienberichten in einen millionenschweren Interessenskonflikt verwickelt sein. Das Leipziger Unternehmen steht seit geraumer Zeit in den roten Zahlen und wurde scheinbar durch die Hanse Merkur mit einem Darlehen von rund 40 Millionen Euro gestützt. Unister betreibt unter anderem das Portal Geld.de, auf dem Kunden verschiedene Versicherungen miteinander vergleichen können. Auf diesem Vergleichsportal erhalten Hanse-Merkur-Policen durchweg Bestnoten. Zufall oder Gefälligkeit?

Unister wurde im Jahr 2002 von Thomas Wagner gegründet und war zunächst als Internetplattform für Studenten gedacht. Das Campus-Netzwerk scheiterte, doch Wagner stellte das Konzept kurzer Hand um und begann ab 2005 mit der Vermittlung von Versicherungen und Krediten auf Provisionsbasis. Das Unternehmen wächst schnell und nimmt in der Folge auch die Vermittlung von Urlaubsreise und Flügen ins Portfolio auf. Mittlerweile existiert die Unister-Holding GmbH als Dachgesellschaft eines weitreichenden Firmengeflechts, welches im Internet die folgenden Webseiten und Vergleichsportale betreibt:

Zitat:


Reiseportale: ab-in-den-urlaub.de, reisen.de, fluege.de, hotelreservierung.de, urlaubstours.de und kurz-mal-weg.de

Einkaufsportal: shopping.de

Finanzvergleichsportale: geld.de und kredit.de

Dating-Webseite: partnersuche.de

Nachrichtenportale: news.de und börsennews.de

Immobilienportal: myimmo.de

Automobilportal: auto.de


Unister-Gründer Thomas Wagner
Unister-Gründer Thomas Wagner
Anlässlich der millionenschweren Darlehen des Hamburger Versicherers Hanse Merkur unterzogen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und das Handelsblatt diverse Versicherungsangebote des Finanzportals Geld.de einem gemeinsamen Test. Dabei mussten sie feststellen, dass sie "bei zahllosen Tests ausnahmslos bei der Offerte eines einzigen Anbieters namens BD24 Berlin Direkt" landeten, wie das Handelsblatt berichtet. Bei BD24 Berlin Direkt handelt es sich um einen Online-Versicherer der Hanse Merkur.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und das Handelsblatt kritisieren bei ihren Tests einen "Spezialtarif" von 4,99 Euro für eine Versicherung der Hanse Merkur-Tochter. Dieses Angebot der BD 24 Berlin Direkt bezeichnet die Tester "als gezieltes Lockangebot", denn bei Verlängerung der Vertragslaufzeit würden im Folgejahr statt der jährlichen 4,99 Euro mit einem Mal monatlich 8,92 Euro fällig. Vergleichsportale wie die von Unister könnten deshalb schon bald die Regulierungsbehörden aus Brüssel auf den Plan rufen. In den Richtlinien des EU-Versicherungsaufsehers EIOPA heißt es, dass die Anbieter Bezeichnungen wie "Spezialtarife", "Top-Angebote" oder "Aktionsangebot" künftig klar und deutlich begründen müssen.

Tiefrote Zahlen bei Unister

Das Handelsblatt geht bei der Verflechtung von Hanse Merkur und Unister nicht von einem Zufall, sondern von knallharten Wirtschaftsinteressen aus: "Rund 20 Millionen Euro soll der Hamburger Versicherungskonzern Unister Ende 2013 geliehen haben. In diesem Jahr sollen dann nochmals 20 Millionen hinzugekommen sein." Zudem befinde sich der Leipziger Internetriese weiterhin tief in den roten Zahlen. Der bisher unveröffentlichte Konzernabschluss der Unister-Holding, auf den sich die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung beruft, weist für das Jahr 2013 einen Fehlbetrag von 27 Millionen Euro aus.



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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von bettina Siegert am 15.10.2014 00:38
eigene Erfahrung bei ab-in-den-urlaub: der versprochene 50? Gutschrift nach ende der Reise wurde nicht ausgezahlt. Habe im www auch viele solche Fälle gefunden, also besser bei "richtigen" Anbietern buchen, die 50? bekommt man ohnehin nicht. :-((

#1 - Kommentar von charmain brunner am 15.10.2014 18:38
jeden tag kommen spam mails von diese Unister leute! wwas kann ich nur machen das es mal aufhört??

#2 - Kommentar von Louisa Molendinzki am 20.10.2014 10:55
@charmain brunner

Sie einfach sperren und in Spam_Ordner packen.

Oder solche Pressemeldungen unterstützen dann wird alles an?s Tageslicht kommen und keiner wird mehr geschädigt oder dergleichen.

#3 - Kommentar von Gunther Liebermeineer am 20.10.2014 11:09
Ist doch klar das, dass kein Zufall ist. Das ist alles Absicht. Natürlich arbeiten solche millionenschweren Unternehmen zusammen um noch mehr Geschäfte zu machen. Bewertungen gefaked und Leute fallen darauf rein weil sie denken was andere Leute gut finden werde ich auch gut finden. Immer zwischen den Zeilen lesen oder einfach informieren. Die Verbraucherschützer können dort vielleicht einen dicken Fisch an Land ziehen.

#4 - Kommentar von Klaudia Braun am 20.11.2014 16:27
Unister und der Versicherungskonzern Hanse Merkur stecken doch seit diesem 40 Millionen Deal unter einer Decke. Den Statistiken zufolge stand der Konzern zuvor bloß auf platz 10 bei Geld.de.
Und seit dem Deal auf einmal nicht mehr als ich denke eher da hat sich der Versicherungskonzern etwas kosten lassen aber dazu noch eine Dicke provision für die Unterstützungen geben lassen in form einer best Note. Und die Verbraucher werden wieder einmal mit schlechten Bewertungen getäuscht und nehmen Dinge die eigentlich viel teuerer sind. Deswegen Empfehle ich lieber auf mehrere Seiten vergleichen lassen.

#5 - Kommentar von Lea Herrmann am 10.04.2015 16:39
Die Kollaboration zwischen Unister und Versicherungskonzern Hanse Merkur ist von Korruption gezeichnet. Hanse-Merkur-Policen erhalten stets und ständig Bestnoten, dafür stützt der Konzern Unister mit einer massigen Summe an Geld (40 Mio.). Das ist aus meiner Sicht ein klarer Vertrauensbruch, denn auf Unisters Evaluationen verlassen sich zahlreiche Menschen. Dadurch wird die ganze Branche negativ durch Manipulationen beeinflusst. Das ist einfach nicht gut und so wie es sein sollte! Ich bin enttäuscht von Thomas Wagner, der dem Geld scheinbar permanent hinterherrennt und dafür alles tun würde. Die negative Presse, die jetzt über das Unternehmen verbreitet wird, wirkt eher kontraproduktiv für Unister und lässt sich von nun an nur noch mehr in finanzielle Schwierigkeiten geraten - denn Negativberichterstattungen bedeuten immer weniger Kunden.


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