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20.10.2014
Aus grau mach weiß: Die Zukunft der Finanzberatung

Gastbeitrag von Stephan Appel, CHECK Analyse

Stephan Appel<br />CHECK Analyse
Stephan Appel
CHECK Analyse
Die Regulierung der Beteiligungsbranche der geschlossenen Investment KGs hat viele Finanz- und Vermögensberater vor existenzielle Probleme gestellt. Die für den Publikumsvertrieb zugelassenen Angebote sind zu gering, um damit ein verantwortlich ausgewogenes Portfolio beim Kunden ansprechen und vermitteln zu können. Hinzu kommen Ängste, an den erforderlichen Regularien zu scheitern.

Die Folge ist, dass die meisten Berater auf Angebote umsteigen (auch wenn sie die § 34f-Erlaubnis haben), für die es keine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gibt, die im operativen Bereich keine externe Mittelverwendungskontrolle aufweisen und kein nachhaltiges Krisenmanagement vorhalten. Oft lassen auch Transparenz und nachweisbare Vergangenheitsperformance dieser Angebote zu wünschen übrig.

Kleinanlegerschutzgesetz greift durch

Alle Produkte, die unterhalb des § 34f Gewerbeordnung verkauft werden, werden in Kürze der Regulierung unterworfen. Auch das Makeln von Direktinvestments. Die "Berater" der Regierung - das wissen wir aus erster Quelle - loten bereits aus, welche möglicherweise verbleibenden "Schlupflöcher" zusätzlich geschlossen werden sollten. Und diese "Berater" aus der Welt der Anlegerschutzanwälte sind der Vermittlerschaft gegenüber keineswegs wohlgesonnen.

Wie kann ich als Vermittler überleben?

Viele Finanz- und Vermögensberater fragen sich: ""Wie kann ich bis zu einer ausreichenden Angebotsvielfalt an regulierten Fonds überleben?"

Mit dieser Frage beschäftigt sich das auf geschlossene Beteiligungen spezialisierte Analysehaus CHECK zurzeit intensiv. Dazu werden Angebote analysiert, die - auch wenn sie nicht dem KAGB unterliegen - geeignet sind, ein "gesundes Portfolio" zu bestücken. Bei der Analyse der Fonds und Beteiligungen wird das CHECK-Analyse-Tool eingesetzt, das auf dem CHECK-Plausibilitätsanalysesystem aufbaut. Entscheidendes Merkmal ist die Transparenz der Risikostruktur. Das Tool erlaubt zudem die Erstellung einer erschöpfenden und belastbaren Vermittlungsdokumentation.

Umsichtig auf die weiße Welt einstellen

Die zurzeit vorhandenen AIF-Angebote der Publikumsfonds sollten Finanzberater auf ihre Anlegereignung sorgfältig prüfen, denn dort sind sehr solide, professionell gemanagte Beteiligungen dabei. Insbesondere führt die unabhängige externe (Mittelverwendungs- und Risiko-) Kontrolle und der Zwang zur unabhängigen, regelmäßigen Anteilsbewertung nach KAGB dazu, dass 90 Prozent der bisher bekannten Problemfonds im geregelten Markt keine Chance mehr haben. Der Abschied von der unregulierten Fondswelt - solide operativ aufgestellte Fonds ausgenommen - sollte daher so zügig wie möglich erfolgen.

Infektion durch Graumarktprodukte

Derzeit sollten es Finanz- und Vermögensberater tunlichst vermeiden, sich "kurz vor Torschluss" mit intransparenten Graumarktangeboten zu infizieren, deren (Ver-) Kauf später bereut werden könnte. Denn nach und nach wird deutlich, dass die eigentlich transparenten und professionell gemanagten Fonds erst unter KAGB möglich und realistisch sind.

Fast täglich neue "Baustellen"

Die Fondsgestaltungen "nach Gutsherrenart" haben leider in aller Regel dazu geführt, dass die Aufarbeitung der Baustellen unter den Problemfonds noch Jahre verschlingen wird; kostbare Zeit, die für die Akquisition der weißen Produkte dringend nötig wäre. Das verlorene Vertrauen der Anleger, wenn beispielsweise die ausbleibenden "Milliardenexits" erklärt werden sollen, ist meist nur schwer wieder zurückzugewinnen.

Vorsicht vor Vertriebler-Fishing

Verführerische Angebote, Vertriebe vom Wettbewerber abzuwerben, sollten von Interessenten sorgfältig und kritisch geprüft werden. Vor allem dann, wenn diese Werbeoffensiven mit Versprechungen, vertrieblichen Erwartungen und rosigen Verdienstmöglichkeiten flankiert werden. Bei großzügigen Angeboten dieser Art ist in aller Regel die Kapitalvernichtung auf Anlegerseite die Kehrseite der Medallie.

Hilfe bei Aufarbeitung von Problemfonds

Bei der Aufarbeitung von Problemfonds, beispielsweise im Kampf gegen Verschleierung, Hinhalten, Falschinformationen und Intransparenz, ist es als Vermittler schwer, als "Einzelkämpfer" vorgehen zu müssen. An dieser Stellen helfen Betroffenennetzwerke, die Unterstützung mit Hintergrundinformationen, Audits, Direktrecherchen und Fragen an die verantwortlichen Manager leisten können. Im besten Fall kann so das Vertrauen der Anleger erhalten oder zurückgewonnen werden.


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Es liegen 5 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Bettina Siegert am 20.10.2014 23:24
Na klar ist das richtig, die Chance auf das große Geld ist allgegenwärtig und lockt die Anleger. Aber wir verbieten Jugendlichen unter 18 Jahren den Zutritt zu Spielhallen (aus gutem Grund). Finanzbetrug steht unter Strafe, auch aus gutem Grund. Dennoch steht das Finanzgeschäft immer noch im fast rechtsfreien Raum, es findet sich immer ein "Hintertürchen", um Gesetze zu umgehen. Ich bin für noch wesentliche strengere Regularien auf diesem Markt, um bessere Überprüfung der Personen und Gesellschaften.

#1 - Kommentar von Julia Glender am 21.10.2014 09:21
Ich bin auch für bessere Überprüfungen der Gesellschaften und Personen. Das geht nicht das jeder sich so frei bewegen kann da doch dann meist Schand getrieben wird. Zum Beispiel die BaFin könnte dort härter durchgreifen oder einfach besser kontrolieren und vorallem öfter bzw. intensiver.

#2 - Kommentar von Gregor Belker am 26.10.2014 20:02
die Bundesregierung ist ja in diesem Bereich aktiv geworden und hat für den Schutz der Kleinanleger das Kleinanlegerschutzgesetz entwickelt. Als Reaktion auf neuerliche Vorkommnisse kam folgendes Papier von Dr.Schäuble :

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Referentenentwuerfe/2014-07-28-kleinanlegerschutzgesetz.html

#3 - Kommentar von Nilay Kuster am 20.11.2014 16:52
Die Beteiligungsbranche der geschlossenen Investment KGs probiert auch nur das beste für sich aus dem Markt heraus zu holen. Es ist doch verständlich das sie da nicht an die Finanzberater denken.
Jeder muss halt den besten weg gehen und kann dabei halt nicht immer alle Schützen.

#4 - Kommentar von Philipp Kalb am 10.04.2015 15:54
Guter Bericht von Ihnen, Herr Appel.
Ich finde aber, dass die Regularien noch nicht streng genug sind bzw. nicht alle illegalen Machenschaften abdecken. Da muss sich noch einiges tun, bis wir es schaffen ein stabiles, gleiches und gerechtes Rechtssystem mit Bezug zur Finanzbranche in Deutschland zur Anwendung zu bringen. Die BaFin z.B. trägt den wesentlichsten Teil dazu bei, doch selbst das ist nicht genug. Auch sie benötigen mehr Personal, mehr Regularien um härter und öfter durchgreifen zu können und letztlich alle Verbrechen aufklären bzw. verbieten zu können. Insgesamt denke ich dennoch, dass wir uns auf einen sehr guten Weg befinden.


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