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26. Mai 2017
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23.10.2014
Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen Chefs der MBB Clean Energy AG

ConventKeine Halbjahresbilanz, keine Zinsen auf die Anleihe: Eckhart Misera, CEO (Vorstand) der MBB Clean Energy AG aus Ottobrunn (Willy-Messerschmidt-Straße 1) im Landkreis München
(ta) - Die MBB Clean Energy AG wollte mit einer an der Deutschen Börse in Frankfurt notierten Mittelstandsanleihe 300 Millionen Euro einsammeln und bot Anlegern dafür eine Rendite von 6,25 Prozent. Mit dem Kapital wollte das bayerische Unternehmen Solar- und Windparks erwerben und profitabel betreiben. Doch das ambitionierte Ziel "einer der führenden Erzeuger 'sauberer Energie' Deutschlands zu werden" ist gescheitert. Die Zinszahlungen wurden eingestellt, die Anleihe vom Handel ausgesetzt und nun ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft gegen Vorstand und Aufsichtsrat wegen Betrugsverdachts.

Schon bei der Platzierung der Anleihe verfehlte die MBB Clean Energy das ausgegeben Ziel von 300 Millionen deutlich: Bei der Erstemission sammelte man nur 22 Millionen Euro ein, schlussendlich wurden es noch 72 Millionen Euro. Eigentlich hatte die MBB Clean Energy AG Solar- und Windanlagen mit 1.500 Megawatt Gesamtleistung als Investitionsziel, die man im fertigen Netzbetrieb mit einem Return-Invest-Flow von mindestens 10 Prozent kaufen wollte. Doch bislang konnte Vorstandschef Eckhart Misera lediglich Kauverträge für drei Solaranlagen mit 11 Megawatt Gesamtleistung auf Sizilien in Italien vermelden.

Das war im Oktober 2013 und seitdem wissen die Anleihegläubiger nicht, wie es um den Fortschritt der unternehmerischen Aktivitäten bestellt ist. Im Februar 2014 war der Halbjahresfinanzbericht 2013/2014 fällig, doch das Management ließ ihn ausfallen. Zudem hat sich das Geschäftsumfeld für Solaranlagenbetreiber in Italien seitdem drastisch verschlechtert, wie auch die Fondsgesellschaft Leonidas schmerzlich feststellen musste. GoMoPa.net berichtete.

Dass die überhöhten Erwartungen so drastisch enttäuscht wurden, nährte bei einigen Anlegern wohl den Verdacht, dass sie gezielt hinters Licht geführt wurden. Nun geht auch die Staatsanwaltschaft München I diesem Verdacht nach und ermittelt gegen den Vorstandschef der MBB Clean Energy, Eckhart Misera, und gegen den Aufsichtsratschef Matija Podvorec. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem Manager Magazin, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Emission der Mittelstandsanleihe stehen. Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren bereits Mitte Mai von den Kollegen aus Ulm übernommen.

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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Gunther Richter am 26.10.2014 14:29
MBB Clean Energy AG ist als Anleihe seit einigen Monaten vom Börsenhandel ausgesetzt. MBB versuchte, selbst Negativschlagzeilen als Erfolg zu verkaufen. Das Aussetzen der Zinszahlungen sowie der Ausschluss vom Börsenhandel hätten technische Gründe. Es seien Vorboten für den Einstieg eines Großinvestors mit 500 Mio. Euro, hieß es damals. Die noch nicht gezahlten Zinsen seien angeblichauf ein Treuhandkonto zwischengeparkt. MBB verfügte dem Vernehmen nach anfangs nur über 1 Mio. ? Eigenkapital, aber 572 Mio. ? Kredite. Die nun erfolgte Kündigung der ersten Gläubiger hat die Gesellschaft laut Nieding mit der Mitteilung zurückgewiesen, dass die Anleihe unwirksam sei.

#1 - Kommentar von Bettina Siegert am 26.10.2014 14:37
MBB hat sich auf seiner Internetseite am 17.06.2014 an seine Investoren gewandt (link: http://www.mbb-cleanenergy.com/deutsch/investor_relations_news) , um die Leute zu beruhigen. Dass der Staatsanwalt ermittelt, davon ist mit keiner Silbe was zu lesen. Warum nur??


#2 - Kommentar von Paul Gerhardt am 26.10.2014 22:36
Was sollen denn "technische Gründe", aus denen man die fälligen Zinsen der Anleger nicht zahlen kann, tut mir leid-aber das riecht sehr nach richtig großen Ausstieg mit ein paar Geldkoffern auf der Flucht.

#3 - Kommentar von Steffen Unger am 27.10.2014 21:36
Gibt es eine Interessengemeinschaft oder eine Rechtsanwaltskanzlei, die geprellte Anleger gemeinsam vertreten? Hat jemand hier im Forum schon Erfahrungen mit den Ablauf, den Fristen, Kosten usw??

#4 - Kommentar von Hannes Schuhmacher am 20.11.2014 17:20
Der Konzern MBB Clean Energy AG hat es bloß nicht geschafft die Mittelstandsanleihe in höhe von 300 Millionen Euro zu erwerben, damit war es zum scheitern verurteilt da die ganze Rechnung nicht mehr auf ging. Jetzt können die Anleger wohl lange auf ihrer 6,25 Prozent Rendite warten.

#5 - Kommentar von Ralph Shuster am 11.04.2015 14:52
Die MBB Clean Energy AG intendierte also 300 Millionen Euro einsammeln und bot Anlegern dafür eine Rendite von 6,25 Prozent - klingt doch erstmal nach einem plausiblen, realistischen Vorhaben. Doch zu betrügen, nur weil man die gewünschte Summe nicht erhält, ist einfach kein Weg und das gehört bestraft - denn die Anleger können am wenigsten dafür, dass sich das Management der Aktiengesellschaft keinen Plan B ausgedacht und trotzdem so hohe Versprechen getätigt hat. Dementsprechend hoffe ich, dass die Anleger mit ihren Schadensersatzklagen durch kommen, erst recht, wenn die MBB bei nicht getätigten Zahlungen an die Anleger "technische Gründe" abgibt.


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