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17. Oktober 2017
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24.10.2014
World Congress Center Bonn: BGH bestätigt Urteile gegen betrügerische Investoren

World Congress Center Bonn (WCCB)
World Congress Center Bonn (WCCB)
(ta) - Am Platz der Vereinten Nationen zeugt das unfertige World Conference Center Bonn (WCCB) direkt gegenüber vom ehemaligen Bundestag von einem der größten Finanzskandale, den die alte Bundeshauptstadt je gesehen hat. Der Bau des Kongresszentrums war im Jahr 2009 bereits zu 80 Prozent fertiggestellt, als sich ein Finanzdesaster in Millionenhöhe offenbarte. Der Hauptinvestor "Dr. Kim" aus Südkorea wurde erst als Finanzengel gefeiert und später als Betrüger verurteilt. Denn er hatte mit Hilfe seiner Partner seine immense Bonität nur vorgetäuscht. Die Baugesellschaften gingen insolvent und das WCCB drohte zur Bauruine zu verkommen. "Dr. Kim" und seine Gehilfen wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, die der Bundesgerichtshof nun bestätigte.

Drei Jahre lang suchte die Stadt Bonn vergeblich nach einem Investor für das geplante Kongresszentrum der Vereinten Nationen, das auf der gegenüberliegenden Seite des ehemaligen Bundestages entstehen sollte. Im Jahr 2005 bewarb sich der Südkoreaner Man-Ki Kim (54) mit seiner Firma SMI Hyundai Corporation Limited bei der Stadt Bonn als Investor für die Errichtung und den Betrieb des World Conference Center Bonn.

Sein Rechtsberater und Pressesprecher des Unternehmens Ha Sung Chung (51) traf sich deshalb mit Projektverantwortlichen der Stadt, dem Stadtdirektor sowie der Oberverwaltungsrätin und überzeugte diese, dass die SMI Hyundai Corporation Limited eine bevorzugte Verhandlungsposition erhalten sollte, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch einen weiteren Mitbewerber für das Projekt gab. Im Gegenzug versprach Chung den Bonner Stadtoberen, dass seine Firma die Rechnung des für die Stadt tätigen "unabhängigen Investorenprüfers" Michael Thielbeer über 32.000 Euro begleichen würde.

Doch die Südkoreaner hatten die Verantwortlichen der Stadt Bonn hinters Licht geführt. Sie bestachen den vermeintlich unabhängigen Berater Thielbeer mit 600.000 Euro, damit er sich für den Zuschlag an die Südkoreaner starkmachte, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet. Zudem täuschten sie den Projektverantwortlichen vor, dass ihre Firma SMI Hyundai Corporation Limited ein Teil des internationalen Automobilkonzerns Hyundai sei und deshalb über erheblich finanzielle und personelle Ressourcen verfüge.

ConventDer südkoreanische Investor Man-Ki Kim - genannt Dr. Kim - musste sich vor dem Landgericht Bonn für sein betrügerisches Vorgehen verantworten. (Quelle: General Anzeiger)
Tatsächlich war Investor Man-Ki Kim bereits bis über beide Ohren verschuldet - unter anderem bei der Investmentfirma Arazim Ltd. aus Zypern. Mit den zehn Millionen Euro, die sich Kim von Arazim geborgt hatte, täuschte er in Bonn eine nicht vorhandene Bonität vor. Die Stadt ließ sich von dem vermeintlichen Finanzengel blenden und übertrug ihm unentgeltlich mehrere Grundstücke im Wert von zehn Millionen Euro. Im Gegenzug versprach Kim ein Eigenkapital für das WCCB-Projekt in Höhe von 40 Millionen Euro.

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Es liegen 5 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Cornelia Bär am 26.10.2014 13:01
So hat jede Stadt seine Skandal-Baustelle. Berlin seinen Flughafen, Stuttgart seinen Bahnhof, HH die Elbphilharmonie. Warum soll Bonn da eine Ausnahme machen. Ganz sicher wäre auf diesem Gebiet noch mehr Öffentlichkeit gefragt, denn ob alle Ausschreibungen in dieser Größenordnung immer mir rechten Dingen zugehen wage ich zu bezweifeln...

#1 - Kommentar von Siegfried Müller am 26.10.2014 22:58
Dass man Man-Ki Kim verurteilt hat ist ja nicht neu, aber was ist mit den 5 städtischen Mitarbeitern geworden, denen Untreue, Betrug und Bestechlichkeit vorgeworfen wurde? Unsere Beamten-müssen die nicht auch so eine Art Eid bei Amtsantritt leisten, von wegen Volk und Vaterland, Ehre, alle Kraft für das Volk, Achtung der Gesetze???

#2 - Kommentar von Steffen Unger am 27.10.2014 21:41
Wird denn der Herr Dr.Kim in Deutschland der Prozess gemacht und abgeurteilt oder haben wir ihn jetzt an die Koreaner verkauft? Wieso liefern wir aus, wenn wir selbst ein Rechtsverfolgungsinteresse an diesem Herrn haben?

#3 - Kommentar von Noemi Schuhmacher am 20.11.2014 17:26
Wie Dr. Kim an solche Hilfen kam ist mir ein Rätsel aber es bestätigt auch das man für solch wichtige Projekte nur Investoren nehmen sollte die aus dem eigenem Land kommen damit man solche Dinge wie die Bonität besser nach Prüfen kann.
Es ist eine Schande für die Stadt dass, das World Congress Center Bonn jetzt nur zu 80% fertig gestellt ist. Für solche Fälle sollte man dann aber vielleicht doch in die Staatskasse greifen dürfen, denn sowas kann ja nicht unfertig dort rum stehen bleiben.

#4 - Kommentar von Dirk Kohler am 11.04.2015 15:01
Da hat "Dr. Kim" die Baufortschritte des WCCB ja erfolgreich gestoppt - BRAVO! Und was hat er damit erreicht? Genau, am Anfang: Ruhm und Ehre...am Ende: nichts. Das hat sich aber gelohnt eine gefälschte Bonität vorzutäuschen. So ein Egozentriker!


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