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31.10.2014
Wölbern Investoren vor Wahl zwischen Pest und Cholera

Immobilie des Wölbern Fonds Frankreich 04 © Wölbern Invest
Immobilie des Wölbern Fonds Frankreich 04 © Wölbern Invest

(sa) - Der Vorschlag, den die Paribus-Immobilienmanager Heiner Albersmeier (45) aus Reinbek und Johannes Stahl (48) aus Hamburg den Anlegern des Wölbern Fonds SCI Vierte IFF geschlossener Immobilienfonds für Frankreich machten, grenzt an Erpressung. Die 3.309 Privatanleger sollen zusätzlich zu den bereits investierten 92,5 Millionen Euro weitere zehn Millionen Euro nachschießen. Stimmen die Anleger nicht zu, droht das neue Fondsmanagement mit Insolvenz und Totalausfall.

Im Januar 2014 startete Paribus die große Personalrochade. Das gesamte Topmanagement der Wölbern-Immobilienfonds wurde auf einen Schlag ausgetauscht. Die erfahrenen Paribus-Manager Heiner Albersmeier und Johannes Stahl übernahmen mit sofortiger Wirkung die Geschäftsführung der Fondsgesellschaften.

In einer Pressemeldung freute sich Thomas Böcher, Geschäftsführer der Paribus Fondsdienstleistungen GmbH, für die Anleger und versprach für die Zukunft ein professionelles Assetmanagement:

Paribus-Manager<br />Thomas Böcher<br />© Paribus
Paribus-Manager
Thomas Böcher
© Paribus

Zitat:


Uns war es wichtig, die Fondsgeschäftsführungen umgehend mit neuem erfahrenem Personal zu besetzen, um schnell zu einem geordneten und strukturierten Fonds- und Assetmanagement zurückkehren zu können. Mit Heiner Albersmeier und Kurt Schori werden zwei erfahrene Geschäftsführer aus der Paribus-Gruppe die herausfordernde Aufgabe übernehmen. Sie verfügen über langjährige Expertise in der Restrukturierung von Immobilienportfolios beziehungsweise in der Begleitung von Fondsgesellschaften durch alle Phasen der Bewirtschaftung des Objektes.


Neun Monate später ist klar: die Restrukturierung des größten Wölbern-Fonds ist gescheitert.

Der Wölbern Fonds Frankreich 04 hatte zusätzlich zu den 92,5 Millionen Euro, die von Privatanlegern investiert wurden, 84 Millionen Euro Schulden bei Banken aufgenommen, um das einzige Investmentobjekt des Fonds, eine Büroimmobilie in der 41, rue Ybry, 92200 Paris/Neuilly-sur-Seine, zum stolzen Preis von 181 Millionen Euro zu erwerben.

Nach längeren Spekulationen über die Schieflage des Fonds, erhielten die Anleger die schlechten Nachrichten jetzt schwarz auf weiß. Das Fondsmanagement teilte in einem Schreiben an die Anleger mit, dass der Gesellschaft die liquiden Mittel ausgehen. Auf den Konten des Fonds befänden sich nur noch 250.000 Euro - zu wenig um in den nächsten Monaten alle Forderungen zu bedienen. Es drohe die Insolvenz, so das Fondsmanagement.

Die Schieflage des Wölbern Fonds Frankreich 04 hat mehrere Gründe.


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Es liegen 4 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Petra Gemeinhardt am 31.10.2014 16:14
Na, die Geschichte mit dem geraubten Gold in CH müssen wir Herrn Schulte aber nicht wirklich glauben. es ist schon haarsträubend, was der dem Gericht aufgetischt hat. Er ist und bleibt ein gewöhnlicher die und ist auch als solcher zur Verantwortung zu ziehen. Schuld an der Schieflage des Fonds.

#1 - Kommentar von Torsten Zimmermann am 21.11.2014 16:22
Das ist ein wirklich fieses Spiel was die Paribus-Immobilienmanager da spielen.
Natürlich werden die Anleger weiter Investieren weil wer möchte schon gerne 92,5 Millionen verlieren?
Da sind die weigern 10 Millionen ja quasi ein Kalks.

#2 - Kommentar von Michael am 26.02.2015 18:57
Wie lange sollen die Anleger denn immer wieder Geld reinstecken. Kriegen die Investoren ihren Hals nie voll?

#3 - Kommentar von Matthias Baum am 12.04.2015 16:05
Ich als Anleger würde Heiner Albersmeier und Johannes Stahl ganz einfach den Finger zeigen. Es wurden doch bereit 92,5 Millionen Euro von über 3300 Privatanlegern eingezahlt - wieso um alles in der Welt sollte man jetzt nochmals 10 Mio. nachschießen? Ich würde dem definitiv nicht nachkommen, weil sie ja scheinbar selbst aus 92 Mio nichts gemacht haben. Da werden 10 Mio auch nicht mehr helfen...dann kann man ja mal gucken, was aus den Drohungen des Totalverlustes und der Insolvenz wird..und selbst wenn..man kann ja immer noch Schadensersatz anfordern ;)


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