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11.03.2009
Banker Karabunar mit neuer Masche: Windenergie

Tanju Karabunar<br /> © Karabunar
Tanju Karabunar
© Karabunar
Nach dem Scheitern seiner Internet-Großbank in Konstanz am Bodensee im letzten Jahr, über die alle Türken aus Deutschland Geld in die Türkei überweisen sollten, ohne an einem deutschen Bankschalter anstehen zu müssen, meldet sich der in Izmir geborene Globalbanker Tanju Karabunar (41, Foto) diese Woche mit einem neuen Projekt zurück:

"Strom für jedermann" heißt seine neue Firma, schreibt Karabunar in einer Pressemitteilung. Den Strom könne jeder in Deutschland ganz einfach per Handy aus dem Auto oder von zu Hause übers Telefon bei ihm bestellen. Bezahlt werde mit Kreditkarte.

Der Strom komme aus Windkraftanlagen, die Karabunar in Bodrum (Türkei) bauen lassen wolle. Seine Windräder seien völlig neuartig und patentiert. Sie hätten zwar auch drei Flügel wie die herkömmlichen Windräder, aber sie hätten keinen Steuerschwanz mehr, was sie sehr viel billiger mache. Die Karabunar-Windräder würden mikroprozessorgesteuert, seien sehr leise und korrosionsfrei und funktionierten zu Lande und zur See.

Für dieses Projekt habe der Banker bereits die renommierte Firma EcoWind Energy zu 83 Prozent gekauft. Jetzt würde er auch noch eine zweite Firma, die Altema aus Bodrum, kaufen. Beide Firmen wolle er dann in Kürze zu seiner Firma "Strom für jedermann" zusammenlegen.

Allerdings bräuchte der selbsternannte Präsident der Scheinbank Banque Internationale (nur eine Telefonservicenummer in London) und Ex-Knacki (saß drei Jahre in Holland wegen Geiselnahme) dafür noch etwas Geld. Deshalb gibt er für 18 Millionen Euro Partizipationsscheine aus, die die Anleger und künftigen Aktionäre ab sofort bei ihm erwerben könnten.

Aber was ist wirklich dran an Karabunars neuem Windkraftprojekt?

Der Internetauftritt der türkischen Firma Altema ist wie bei allen bisherigen Projekten des Entrepreneur, wie sich Karabunar gern selbst nennt, dilletantisch und ohne echte Beschreibungen der Windturbinen (Foto). Karabunar hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, für den Firmensitz eine Adresse anzugeben.

Aber schließlich habe er ja die renommierte EcoWind Energy zu 83 Prozent erworben. Der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net klingelte heute früh Raul E. Verastegui in Florida aus dem Bett. Der Peruaner und einstige Lufthansa-Pilot (13.000 Flugstunden) ist Besitzer des Windkraftanlagenherstellers EcoWind Energy Concepts. Verastegui lässt sich mit der Antwort auf unsere Frage nach Karabunar viel Zeit. Schließlich sagt Verastegui: ?Nein, einen Tanju Karabunar kenne ich nicht, ich habe auch mit keinem türkischen Banker verhandelt und meine Firma habe ich auch nicht verkauft. Aber es gibt ja nicht nur meine Firma EcoWind.?

Stimmt. GoMoPa fragt deshalb auch bei der in Wien und Kilb in Österreich ansässigen EcoWind nach, die seit kurzem auch Filialen in Rumänien, Bulgarien, Polen und Kroatien eröffnet hat. EcoWind-Sprecherin Monika Strasser aus Österreich war völlig überrascht: Von einem Tanju Karabunar oder überhaupt von einem türkischen Banker haben wir nie gehört.

GoMoPa wollte von der Fachfrau wissen, was sie denn von Windkraftanlagen ohne Lenkungsschwänze halte. Monika Strasser: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals funktioniert.

Schließlich gibt es noch die Firma EcoWind und Water Power GmbH in Gründung in Lappendorf im Freistaat Bayern. Der Firmeneintrag im Internet ist jedoch irreführend.

Ingenieursgattin Gerlinde Beck sagte GoMoPa: Mein Mann ist 70, er hat die Firma vor zwei Monaten beim Gericht in Regensburg abgemeldet und auch aus dem Handelsregister gelöscht. Aber wir haben die Firma nicht verkauft, bei uns war kein Banker. Einen Tanju Karabunar kennen wir nicht.

GoMoPa: Ist Ihnen das Patent für Windkrafträder ohne Schwanz bekannt?

Gerlinde Beck: Oh ja, das wurde uns schon vor acht Jahren von einem Dr. Schenk aus Österreich angeboten. Statt eines Schwanzes sollten die Windkrafträder einen Kasten haben. Es sei so eine Sache gewesen, die in der ehemaligen DDR entwickelt worden sei und die er aufgekauft hätte. Mein Mann sagte zu ihm, wenn Sie einen Prototypen entwickelt haben, dann können Sie sich wieder melden. Dr. Schenk hat sich nie wieder gemeldet. Die Sache blieb eine Idee auf dem Papier und geistert immer mal wieder durch die Fachwelt. Herausgekommen ist dabei noch nie etwas.

Tanju Karabunar musste im Herbst 2008 untertauchen. Die Staatsanwaltschaft Konstanz sucht den Möchtegernbanker, weil er mit dem Konstanzer Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Horn per Zeitungsanzeigen billige Kredite ohne Bonität versprach. Die Kredite wurden nie gezahlt, aber die Kunden mussten vorab einen Eigenanteil von 15 Prozent einzahlen.

Das Geld sollten die Kunden in vielversprechende Projekte mit hohen Gewinnchancen stecken. Zum Beispiel 7 Millionen Dollar für den Schutz der Pflanzen vor Salzwasser auf den künstlichen Inseln Dubais mit einem Profit von 20 Prozent auf 7 Jahre. Oder 4,9 Millionen Euro für mobile Energiegewinnungsmaschinen aus dem Rohstoff Holz mit 89 Prozent in zehn Jahren. Oder drei Millionen Euro am Golf für die Umwandlung von Salz- in Süßwasser mit 84,1 Prozent Profit ohne zeitliche Angaben. Als die ersten Geprellten Anzeige erstatteten, suchte Karabunar das Weite.

Gegen seinen Ex-Anwalt Dr. Horn besteht inzwischen ein ziviler Haftbefehl. Der Obergerichtsvollzieher der Stadt in Baden Württemberg sucht den Anwalt, um eine Rückzahlungsforderung des Konstanzer Ex-Bauunternehmers Rolf Dittus (68) über 135.000 Euro zu vollstrecken. Der Anwalt hatte sich von seinem Mandanten Dittus insgesamt 250.000 Euro für eine Firma geborgt, die Raketenantriebe in Markdorf in Baden-Württemberg bauen sollte. Der Anwalt brauchte das Geld jedoch zur Bezahlung eigener Schulden, die Firma gab es nicht.

Tanju Karabunar mietete sich im Januar 2008 im Schloss Seeheim am Bodensee nicht unter seinem türkischen Namen ein. Er kam mit einem gefälschtem polnischen Pass unter dem Namen Dr. Stan Rosiak nach Deutschland.

Tanju Karabunar war 1999 auf Lebenszeit aus Deutschland ausgewiesen worden. Auch in die Schweiz darf Karabunar nicht mehr. Der Hochstapler hatte versucht, mit einem Brief von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Anlagegelder für ein wertloses Millenium-Computer-Umstellungsprogramm von seiner damaligen Firma in Düsseldorf einzusammeln. Die Staatsanwaltschaft unterband den Betrug.

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