GoMoPa: Was bringt ein Ende des Bargelds?
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
30. Mai 2017
931 User online, 50.420 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


12.01.2015
Was bringt ein Ende des Bargelds?

(be) - Die Verwendung von Münzen und Scheinen ist nicht nur unhygienisch, sondern auch umständlich und teuer. Doch auch das sich abzeichnende Ende des Bargelds und der Umstieg auf elektronische Zahlungsmittel bringt Probleme mit sich. Es drohen die Einführung von Negativzinsen auf Bankguthaben und ein erheblicher Verlust an Privatsphäre.

Der Anteil der Barzahlungen im deutschen Einzelhandel geht stetig zurück. (Grafik: HDE)
Der Anteil der Barzahlungen im deutschen Einzelhandel geht stetig zurück. (Grafik: HDE)

Noch vor zwanzig Jahren wurde im Einzelhandel zu 80 Prozent in bar gezahlt. Doch seitdem ist der Anteil der Barzahlungen Jahr für Jahr immer weiter zurückgegangen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet, dass es voraussichtlich ab 2016 mehr elektronische Zahlungen im Einzelhandel geben wird, als Barzahlungen.

Denn ein Portemonnaie mit Scheinen und Münzen braucht nicht nur mehr Platz und ist schwerer, als eine Geldkarte oder das Handy. Sondern das Bargeld muss auch meist manuell gezählt werden. Für die Einzelhändler und letztlich auch für die Kunden bedeutet dies Zeit und Kosten.

Griechenland hat mit Wirkung vom Januar 2011 als erstes EU-Land jeglichen Bargeldverkehr von mehr als 1.500 Euro untersagt. Es folgte Italien, wo Bargeldzahlungen ab 1.000 Euro seit Dezember 2011 verboten sind. Höhere Beträge kann man nur noch mit Kreditkarte, EC-Karte oder per Überweisung bezahlen. Diese Regelung gilt auch für Touristen.

Auch in Deutschland gibt es bereits eine Art Bargeldverbot beim Kauf von Edelmetallen. Wer Gold und Silber für 15.000 Euro oder mehr kaufen will, der muss seine Identität preisgeben. Anonyme Bargeldgeschäfte, sogenannte Tafelgeschäfte, sind nur bei geringeren Summen zulässig, was das Finanzamt mithilfe von verdeckten Beamten auch regelmäßig kontrolliert.

Entwicklung des Bargelds in der Eurozone

Der Gesamtwert aller Eurobanknoten liegt nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) aktuell bei circa einer Billion Euro. Die Münzen spielen im Vergleich kaum eine Rolle. Ihr Gesamtwert beträgt nur rund 25 Milliarden Euro. Pro Einwohner der Eurozone gibt es also statistisch betrachtet Bargeld im Umfang von rund 3.000 Euro.

Die mit Abstand größte Rolle beim Bargeld spielt der 50-Euro-Schein, von dem rund 360 Milliarden Euro im Umlauf sind. Das entspricht mehr als einem Drittel allen Euro-Bargelds. Es folgt der 500-Euro-Schein, deren Gesamtumlauf rund 300 Milliarden Euro beträgt.

Wenn man die Bargeld-Statistik der EZB betrachtet, sieht man, dass jedes Jahr im Dezember die Menge an Geldscheinen (nicht jedoch Münzen) deutlich ansteigt und im Januar wieder deutlich abfällt. Dies ist offenbar auf die Tradition des Weihnachtsfests zurückzuführen.

Zudem kann man beobachten, dass die Bargeldmenge Jahr für Jahr zunimmt. Noch im November 2004 lag der Gesamtwert aller Euro-Banknoten bei rund 476 Milliarden Euro. Im November 2014 (neueste verfügbare Daten) lag der Wert bei rund 981 Milliarden Euro.

Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Menge an Eurobanknoten also etwas mehr als verdoppelt. Der durchschnittliche jährliche Anstieg liegt bei rund 7,5 Prozent. Dies erklärt sich unter anderem aus der Aufnahme neuer Mitgliedstaaten in die Eurozone, welche nun ebenfalls die Eurowährung nutzen.

In den letzten zehn Jahren sind Slowenien (2007), Malta und Zypern (2008), die Slowakei (2009), Estland (2011), Lettland (2014) der Eurozone beigetreten. Seit dem 1. Januar 2015 ist nun auch Litauen als das 19. Land in die Eurozone aufgenommen worden.

Der Gesamtwert aller Euroscheine liegt bei rund 1 Billion. (Grafik: EZB)
Der Gesamtwert aller Euroscheine liegt bei rund 1 Billion. (Grafik: EZB)

Die Geldmenge M1, welche neben dem Bargeld auch die Sichteinlagen und das Zentralbankgeld umfasst, ist im Verlauf der letzten zehn Jahre von 2,9 Billion Euro auf 5,8 Billion Euro angewachsen. Auch dies ist eine Verdopplung. Die Rolle des Bargelds innerhalb der Geldmenge M1 hat sich in diesem Zeitraum also kaum verändert.

Bei einem anderen Detail zeigt sich hingegen eine auffällige Veränderung in der EZB-Statistik: Bis vor drei Jahren lag der Gesamtwert aller 500-Euro-Scheine noch höher als der Gesamtwert der 50-Euro-Scheine. Doch während seitdem die Menge der 50-Euro-Schein stetig zugenommen hat, ist die Menge der im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine stagniert.

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Pressemitteilungen zum Thema
» Griechenlands Bargeld-Verbot
» Arbeitgeber Privathaushalt
» Steuersünder-Paradies Deutschland

Beiträge zum Thema
» Wollen Apple, Google & Amazon Banken abschaffen?
» Bargeld wird abgeschafft
» Bitcoin (BTC) - die neue digitale Währung

Kategorien zum Thema
» Nachrichten & Meldungen
» Organisierte Kriminalität

 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Takba am 12.01.2015 23:06
Toller Artikel, da gab es viel was ich noch gar nicht wusste. Ich hätte nicht gedacht das man in Italien nur noch für 1000? Bargeldgeschäfte machen darf. Ich bin gegen eine Abschaffung vom Bargeld damit werden doch die Grossbanken nur noch intransparenter... reine Ausbeute irgendwann bekommen unsere Nachfahren bei der Geburt einen RFID chip gespritzt ohne denn wir nicht mehr kaufen oder verkaufen können. Dann sind wir unter voller Kontrolle

#1 - Kommentar von Schnarch am 13.01.2015 09:26
@Takba, wohl mehr als zwei Jahre geschlafen, ist ein alter Hut und seit Juli 2012 bekannt. Steht auch in diesem Forum.

#2 - Kommentar von Konrad Fischer am 07.03.2015 12:37
Ich möchte gerne meine Privatsphäre schützen und spreche mich deshalb gegen eine kollektive Benutzung von unbarem Geld aus. Wer dennoch gerne Unbares nutzen möchte, kann das ja gerne tun. Auf die Hygiene sei mal kein Fokus gelegt: da gibt es viel schlimmere Alltags-Übeltäter. Wenn man trotzdem so fanatisch agiert, sollte man sich lieber nach jeder Berührung mit einem Gegenstand und alle 10 Minuten die Hände waschen! ;)


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:


 

» Caracta Finanzstrategien GmbH: Die Bankgarantie za ...   26.05.2017

» Leitberg AG: Pflegeheim-Monopoly a la Baxter und A ...   25.05.2017

» POC Restart: Öl & Gas - Turbulenzen   23.05.2017

» EN Storage GmbH: Nun auch Finanzchef Lutz Beier in ...   21.05.2017

» Manhattan Investment Fund Ltd.: Banker Michael Ber ...   18.05.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen