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23.03.2009
Hypo Leasing: "Wir sind Gestrandete, haben nichts zu verlieren."

"Eigentlich bin ich viel zu müde und würde viel lieber Hühner füttern", gesteht Heinz M.* (55) im Interview mit dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net. Der Kölner steht dennoch jeden Tag auf und treibt die 35 Mitarbeiter seiner Firma Hypo Leasing Auto Rent in Maastricht (Holland) zu Höchstleisungen an: "Umsatz, Umsatz, Umsatz!", so schildert Ex-Kreditvermittler Sascha Tribanek (29) aus Dortmund seinen Boss. M.* könne auch gar nicht mehr anders. Denn das . Das will erst einmal herbeigeschafft werden.

Keine leichte Aufgabe für einen Boss, von dem zumindest in Deutschland keiner wissen soll, dass er der Boss ist. Denn M. wanderte . Fünf Jahre und neun Monate brummte er in der Justizvollzugsanstalt Remscheid (Nordrhein-Westfalen), weil er laut Gerichtsurteil vom 12. Juni 1996 in 162 Betrugsfällen insgesamt 18 Millionen Mark Kundengelder statt zu investieren in die eigene Tasche und die seines Komplizen Stefan E. (39) steckte.

Doch die lange Haftstrafe erzielte nicht die von der Justiz erwünschte Wirkung. Schon beim ersten Freigang wurde M.* rückfällig. Der Kölner Express berichtete in seiner Ausgabe vom 4. November 1999, dass M.* sofort in Freiheit mit einem Partner in der Schweiz eine Immobilien Leasing Firma mit dem Namen "Privat Renten AG" gründete und Kunden traumhafte Renditen versprach. Eine Kundin biss an und überwies 48.000 Mark. Doch diesmal kamen die Ermittler dem ehemaligen J.R. (Dallas) vom Rhein, wie der Kölner Express M.* beschreibt, schneller auf die Schliche. Er und sein Kollege wurden in Köln festgenommen, die Wohnungen durchsucht und laut Staatsanwaltssprecherin Regine Appenrodt dem Haftrichter vorgeführt.

Kurz nach seinem 52. Geburtstag am 12. September 2005 kam M.* frei. Allerdings mit Auflagen: M.* steht für fünf Jahre, also bis 2010, unter Führungsaufsicht. Einmal im Monat bekommt er in Köln Besuch von einem Mitarbeiter der Führungsaufsicht. Der Mitarbeiter soll vor allem darüber wachen, dass M.* nicht wieder ins alte Strafmuster verfällt.

Aussteiger Sascha Tribanek<br /> mit Patenkind Kevin©Tribanek
Aussteiger Sascha Tribanek
mit Patenkind Kevin©Tribanek
Für den Geldprofi ein unhaltbarer Zustand. M.* sah offenbar nur einen Ausweg, um wieder an das Geld anderer Leute zu gelangen. Er wanderte nach Holland aus. ?Einmal im Monat fährt M.* nach Köln zur Führungsaufsicht?, erzählt Ex-Mitarbeiter Tribanek. ?Der Führungsaufsicht erzählt er dann, dass er in Holland ein bescheidenes anständiges Leben führen würde. Er lud den Staatshelfer sogar ein Mal nach Holland ein, damit dieser sich davon überzeugen könne. Als die Führungsaufsicht tatsächlich nach Holland reiste, empfing Heinz M.* den Herrn in einer Wohnung, die seinem holländischen Mitarbeiter Mark S. gehörte. Der musste vorher seine guten Möbel und Geräte rausräumen. Als dann die Führungsaufsicht wieder weg war, zog er zurück in seine mondäne Villa nach Obbicht um.?

Offiziell konnte und kann M.* nicht als Finanzvermittler in Deutschland auftreten. Er brauchte einen deutschen Strohmann, der für ihn in Deutschland die Geschäfte anschob. Ein alter Bekannter, BMW-Händler Manfred Sch., half. Manfred gründete 2006 für M.* die Eigenheim und Gewerbebau Immobilien GmbH in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz). Sie gehört zu 100 Prozent der im gleichen Jahr in Maastricht gegründeten Hypo Leasing BV (vergleichbar mit deutscher GmbH), bei der Heinz M.* als Direktor in den Papieren auftaucht.

Autohändler Sch. hatte allerdings als Geschäftsmann keinen guten Ruf. Er verspekulierte sich nach eigenen Worten in Ostdeutschland und musste für seine Firma "Auto Forum" mit sieben BMW-Niederlassungen im Westen Insolvenz anmelden. Die Firma BMW-Cloppenburg (Niedersachsen) kaufte den maroden Betrieb, Sch. durfte als Chef einer Filiale weiterarbeiten. ?Ein Immobiliendarlehen hat Sch. nie vermittelt?, weiß Hypo Leasing Aussteiger Tribanek. ?Heinz M.* hat immer wieder die 50.000 Euro zurückverlangt, die er Manfred Sch. zur Firmengründung gegeben hatte. Als Sch. nicht zahlen konnte, bekam ich dann Manfreds 500er S-Klasse-Mercedes als Dienstwagen in Holland.?

Bei der Gründung der Hypo Leasing am 8. Februar 2006 in Maastricht ließ M.* einen völlig unverbrauchten deutschen Namen als Gesellschafter eintragen: Hans-Peter E. (61) aus Böbingen an der Rems in Schwäbisch Gmünd. Über ihn sagt M.* heute: ?Das war nur ein Kumpel von Manfred Sch. Der E. ist heute nicht mehr Geschäftsführer. Ich bin heute der Geschäftsführer unserer Autoleasingsparte, der Auto Rent. Und Geschäftsführer für die Immobilienfinanzierung Hypo Leasing ist Herr Marc S.?

Dieser Marc Rosa Alexander S. (41) ist Holländer und wurde 2. Gründungsgeschäftsführer. Und zwar , soll der Anwalt laut Ex-Mitarbeiter Tribanek zu M.* gesagt haben.

S. hatte früher einen anständigen Job als Banker bei der Genossenschaftsbank Rabobank (Raiffeisen-Boerenleenbank). Doch das Geldinstitut setzte S. vor die Tür, nachdem die Polizei bei dem Banker daheim eine Hanfplantage entdeckt hatte, weiss Aussteiger Tribanek. Der arbeitslose Banker wurde dann von Jung angeheuert. ?Zu sagen oder zu tun hatte S. nicht viel?, erinnert sich Tribanek.

Im Sommer 2007 wurde der angeheuerte Geschäftsführer Marc S. dann allerdings in seinem Büro der Hypo Leasing Maastricht von der Polizei verhaftet. Nicht wegen fauler Kreditgeschäfte oder nicht gezahlter Steuern. Sondern als Kokain-Schmuggler. Wie die niederländische Tageszeitung De Peers berichtete, beschlagnahmte die Polizei im Hafen von Rotterdam einen Kaffee-Container aus Costa Rica, in dem Marc S. 1,7 Tonnen Kokain versteckt haben soll. Außerdem fanden die Ermittler 500.000 Euro Schwarzgeld. S. kam ins Gefängnis, wurde aber nach nur einem Jahr im August 2008 wieder frei gelassen. Der Hypo Leasing Firmenanwalt M. konnte der niederländischen Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler nachweisen. Somit ist S. wieder mit an Bord der ?soliden Immobilienfinanzierer? (Eigenwerbung).

?Eigentlich scharte Heinz M.* nur Gestrandete um sich, die nichts mehr zu verlieren hatten?, sagt Aussteiger Tribanek. ?Da sind noch die türkischen Brüder Inur und Attila S. aus Köln. Inur ist 20 und der Liebling von Heinz*. Er sitzt einfach nur da, damit M.* immer einen um sich hat. Und der Ältere, er ist 35, nimmt skrupellos den Leuten das letzte Geld ab. Er ist ein Spieler, Puffgänger und Schläger. Der saß vier 4 Jahre im Knast, weil er Frauen misshandelt hat. Auch ich saß zwei Jahre zusammen im selben Knast wie Heinz M.* in Remscheid. Ich war da wegen Jugendstrafdelikten. Heinz* hat mir den Freund vorgespielt. Ich bin immer für dich da, hat er zu mir gesagt. Immerzu erzählte er von Aktien, von Gesellschaften und von Konzepten. Ich war von ihm geblendet. Wie so viele andere auch.?

* Name geändert

Lesen Sie morgen im dritten Teil über Hypo Leasing Maastricht: So verprassten wir die Kundengelder. Und im vierten Teil: Das sagen die Opfer, das der Firmenchef.

Stellungnahme der Hypo Leasing Maastricht
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