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02.02.2015
Valeri Spady DFK Deutsches Finanzkontor AG: Gegendarstellung

ConventDer Deutsch-Russe Valerie Spady (41) gründete vor zehn Jahren das Emissionshaus DFK Deutsches Finanzkontor AG in Kaltenkirchen bei Hamburg, das sich mit Genussrechtskapital finanziert © DFK AG (ss) - Vor sieben Wochen fragte der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, ob das 7-prozentige Genussrechtskapital, mit dem der Deutsch-Russe Valerie Spady (41) das operative Geschäft seines vor einem Jahrzehnt gegründeten Allfinanzdienstleisters DFK Deutsches Finanzkontor AG aus Kaltenkirchen bei Hamburg finanziert, möglicherweise ins Wanken gerät.

Anlass für diese Frage war, dass der Kaltenkirchener Finanzexperte noch im Jahr 2011 verbreiten ließ: "Die 7-prozentige Gewinnausschüttung an unsere Anleger ist für mich persönlich nicht nur ein Versprechen, sondern vor allem eine Pflicht."

Zwei Jahre später beim Abfassen der Bilanzen für das Geschäftsjahr 2012 war von dieser Pflicht keine Rede mehr. Spady ruderte zurück: "Für die Zukunft kann aber die Zahlung dieser Maximalverzinsung nicht versprochen werden."

Börse online aus München veröffentlichte am 22. Dezember 2014 folgende Einschätzung über die DFK Deutsches Finanzkontor AG :

ConventBörse online warnte im Dezember 2014 vor dem "Heißen Genussschein-Samba" des Deutschen Finanzkontors

Zitat:


Schwarze Liste
Deutsches Finanzkontor: Heißer Genussschein-Samba


Seit 2005 zahlt Deutsches Finanzkontor (DFK) Genussscheinanlegern jährlich sieben Prozent Zinsen. Wie es die DFK schafft, dauerhaft so viel auszuschütten, ist allerdings schwer nachzuvollziehen. Für Vorstand Valeri Spady sind die sieben Prozent "nicht nur ein Versprechen, sondern eine Pflicht".

Spady ist auch Geschäftsführer des Vier-Sterne-Hotels "Casa Blanca Business & Spa" in Recife, Brasilien.

Die Bettenburg wurde 2012 mit Anlegerkapital auf 115 Zimmer erweitert, erzielt eine Jahrespacht von 360 000 Euro und ist eine von drei Säulen des DFK-Geschäftsmodells. Weitere Sparten sind der Handel mit Wohnimmobilien und die Vermittlung von Versicherungen. Laut dem letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss 2012 beträgt das Eigenkapital 5,9 Prozent der Bilanzsumme. Das ist nicht viel, und es ist fraglich, ob das reicht, um im Ernstfall zusammen mit den Sachanlagen Anleger zu bedienen.


GoMoPa.net hatte sich gewundert, dass die DFK in ihrer Roadshow 2013 ausgerechnet die Erfolgsbilanz des Dresdener Genussrechtsanbieters Future Business KG aA (FuBus) veröffentlichte, die sich nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaften Dresden und Wien sowie des späteren FuBus-Insolvenzverwalters als mutmaßlich geschönt erwies. Die FuBus-Manager wurden am 5. November 2013 wegen eines vorgeworfenen Schneeballsystems verhaftet.

Obwohl sich GoMoPa.net auf die eigenen Bilanzen, Pressemeldungen und Interviews von Valerie Spady stützte, warf Spady dem Finanznachrichtendienst über einen Anwalt "schlechte und unzureichende Recherche" vor.

Unter Bezug auf "Gesetze und Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise des Bundeslandes Hamburg" verlangte Spady von GoMoPa.net die Veröffentlichung einer Gegendarstellung.

GoMoPa.net muss dem nicht Folge leisten, weil es ein US-Unternehmen ist. Aber der Fairness halber veröffentlicht GoMoPa.net hiermit die Zuschrift von Valeri Spady wie gewünscht "ohne Einschaltung und Weglassung" unbearbeitet in voller Länge (auch Rechtschreibfehler wurden so belassen):

GEGENDARSTELLUNG

betreffend des Artikels vom 12.12.2014 "DFK Deutsches Finanzkontor AG: Wankt das 7-Prozent-Genussrecht?", veröffentlicht als Pressemitteilung seit dem 12.12.2014 unter http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1757&meldung=DFK-Deutsches-Finanzkontor-AG-Wankt-das-7-Prozent-Genussrecht

In der vorgenannten Pressemitteilung werden bezogen auf meine Person und die DFK Deutsches Finanzkonto AG - DFK AG genannt -, Brookweg 48 in 24568 Kaltenkirchen, deren Vorstandsvorsitzender ich bin, unrichtige Behauptungen aufgestellt, die ich wie folgt richtig stelle und richtig gestellt wissen möchte:

I. Es wird behauptet:

Zitat:


Dabei verhehlte er letztes Jahr auf einer Roadshow nicht seine Bewunderung für den großen Genussrechtsanbieter Future Business KGaA (FuBus) aus Dresden, gegen den kurz darauf die Staatsanwaltschaften in Dresden und Wien wegen eines mutmaßlichen Schneeballsystems ermittelten.


Die zitierte Aussage ist insoweit falsch, als es nicht richtig ist, dass ich letztes Jahr auf einer Roadshow nicht meine große Bewunderung für den großen Genussrechtsanbieter Future Business KGaA (FuBus) verhehlt habe. Ich habe auch nichts entsprechendes bekundet.

II. Es wird darüber hinaus behauptet:

Zitat:


Um das operative Geschäft zu finanzieren, legte Spady 2005 vinkulierte Namens-Genussrechte ohne Wertpapierverbriefung mit einem Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro (6.000 Stück a zehn Euro) auf.


Richtig zu stellen ist, dass vinkulierte Namens- und Genussrechte in einer Stückelung von 6.000.000 Stück ä Euro 10,00 -, mithin insgesamt Euro 60 Millionen aufgelegt wurden. Bei einer Stückelung auf 6.000 Stück ä Euro 10,00 ergeben sich nur Euro 6 Millionen.

III. Des Weiteren heißt es in der Pressemitteilung:

Zitat:


Bei der Werbung für die Genussrechte im Internet spricht Spady nur von einer Gewinnausschüttung:


Das ist unwahr. Richtig ist, dass ich in der Werbung für die Genussrechte im Internet nicht nur von einer Gewinnausschüttung spreche. Auf der Internetseite der DFK AG, genauer unter www.dfkag.demain-contentgenussrecht.phb heißt es wörtlich:

Zitat:


Die Gewinnausschüttung ist auf 7 % maximiert, kann aber für die Zukunft nicht garantiert werden.


IV. In der Pressemitteilung heißt es außerdem:

Zitat:


Mit unserem Beteiligungsangebot laden wir Sie ein, an der Emission der DFK Deutsches Finanzkontor AG mit einer Gewinnausschüttung von 7 % teilzunehmen.

Im Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2012 spricht der Vorstandsvorsitzende Spady auch von Verlustteilnahme:

"Der Finanzvertrieb besteht im Wesentlichen aus der Ausgabe von vinkulierten Namens-Genussrechtspapieren mit Gewinn- und Verlustbeteiligung."

Die Jahresüberschüsse (Gewinne) der DFK AG lagen 2010 bei rund 98.000 Euro, 2011 bei rund 64.000 Euro und 2012 bei rund 76.000 Euro.

Dennoch zahlte Spady den Genussrechtsinhabern von 2005 bis 2012 die Maximalverzinsung von 7 Prozent Jahr für Jahr aus.

Laut Bilanz hat Spady Jahr für Jahr eine Gewinnrücklage gebildet, wovon er die Zinszahlung an die Anleger getilgt hat. 2011 betrug die bilanzierte Gewinnrücklage rund 643.000 Euro, wovon nach Spadys Angaben rund 610.000 Euro als Zinszahlung ausbezahlt wurden.

Doch wovon wurde diese Gewinnrücklage gebildet? Der Jahresüberschuss betrug ja nur rund 64.000 Euro?

Das Eigenkapital der Firma betrug zwar 2011 rund 905.000 Euro. Aber die laufenden Kosten der Firma beliefen sich 2011 auf rund 718.000 Euro.

Außerdem gab die Firma ihrem Inhaber Spady neben den Vorstandsbezügen ein Darlehen, das 2012 eine Schuld von rund 315.000 Euro auswies.

Quelle für die Zinsen an die Anleger waren die Nettozugänge der Genussrechtsinhaber, 2011 in Höhe von 2,329 Millionen Euro.


Die Ausführungen sind teilweise unwahr.

Es ist nicht richtig, dass die Zinszahlungen aus den erwähnten Gewinnrücklage, welche aus den Jahresüberschüssen der vergangenen Jahre gebildet wurden, bezahlt wurden.

Ebenso nicht richtig ist es, dass die Zinsen aus der Nettozugängen der Genussrechtsinhaber bezahlt wurden.

Richtig ist allein, dass Zinszahlungen aus dem jährlichen Ertrag bezahlt wurden.

Folglich...

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Mathis Oberfeld am 13.03.2015 13:30
Valeri Spady vollzieht mit seinem halbseidenen Verhalten und paradoxen Aussagen bzw Versprechen binnen 2 Jahren wohl ein kompletten Rufmord der DFK Deutsches Finanzkontor AG - ein angeblich zielstrebig arbeitendes Unternehmen, dessen Gegenstand die Erbringung der Dienstleistungen rund um die Immobilie, insbesondere Erwerb und Vertrieb, Versicherung, Haus- und Wohnungsverwaltung ist.
Es ist schlichtweg nicht möglich, dauerhaft so viel auszuschütten bzw. so extrem viel Gewinn auf legalem Wege zu erbringen, wie es die DFK verspricht. Daher erscheint mir das gesamte 7% Genussrecht-Konzept unseriös und ist schon lange keine "Pflicht" mehr, wie es Herr Spady scheinheilig zu sagen pflegte.


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