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24.02.2015
Nanoflowcell AG: Der Wunderantrieb des falschen Doktors Nunzio La Vecchia

Nunzio La Vecchia  mit neuem E-Sportwagen Quant F
Nunzio La Vecchia mit neuem E-Sportwagen Quant F

(sa) - Der Schweizer Musiker, Erfinder und selbsternannte Innovator Nunzio La Vecchia hat es wieder einmal geschafft, sämtliche großen Redaktionen zu verführen, über sein neuestes Projekt zu berichten. Das E-Mobil Quant F, entwickelt von der Nanoflowcell AG mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein), ist ein 1.096 PS starker Sportwagen, der angeblich mit einem innovativen Elektroantrieb ausgestattet, eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreicht. Experten bezweifeln die technische Plausibilität des Projekts, Kritiker sprechen von Betrug.

ConventImposant: E-Sportwagen Quant F Vom 5. bis zum 15. März öffnet der Autosalon in Genf, Europas wichtigste Automobilshow, seine Pforten für Fachpublikum und PS-Liebhaber. Mitten drin, am Stand 1224, wird der italienisch stämmige Schweizer Nunzio La Vecchia für Furore sorgen. Auf der Bühne werden zwei imposante Sportwagen präsentiert, die nicht mehr als eine Revolution der Automobilbranche versprechen. Der Quandt F, 5,25 Meter lang und ausgestattet mit vier Elektromotoren, soll bis zu 800 Kilometer Reichweite und 1.096 PS Vortrieb leisten. Das kleinere Modell, die Studie Quantio, soll mit einer Leistung von 136 PS eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern liefern.

Während die milliardenschweren, global tätigen Autokonzerne sich seit Jahren die Zähne an einem funktionstüchtigen und reichweitenstarken Elektromotor die Zähne ausbeißen, will der Autodidakt La Vecchia sämtliche Probleme der Elektromobilität in einem vierjährigen Selbststudium gelöst haben.

Hohe Leistung, niedriger Verbrauch und maximale Flexibilität will das Team um La Vecchia durch die Nutzung von Flussbatterien erreicht haben.

Der kleine Bruder des Quant F: Quantio
Der kleine Bruder des Quant F: Quantio
Die Idee der sogenannten Redox-Flow-Technologie, also Flussbatterien, ist die Speicherung von elektrischer Energie in flüssiger Form. Der Vorteil ist die Fähigkeit den Strom in Tanks speichern zu können und bei Bedarf, ähnlich wie bei einem Verbrennungsmotor, zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise lassen sich die geladenen Flüssigkeiten (Energiespeicher) und die Batteriezelle (Energiewandler), in der die elektrische Energie letztendlich entsteht, voneinander trennen.

Im Gegensatz zu klassischen Batterien lassen sich die Elektrolyt-Flüssigkeiten in Flussbatterien nahezu beliebig oft be- und entladen, ohne dass sich Ermüdungseffekte einstellen. Auch Selbstentladungen können vermieden werden so, dass elektrische Energie nahezu zeitlich unbegrenzt gespeichert werden kann.

Auch das Nachfüllen, beispielsweise die Betankung eines PKW, ließe sich theoretisch bei Flussbatterien ähnlich effizient gestalten, wie beim heutigen Tanken von Benzin oder Diesel, da die Flüssigkeiten nur aus den Tanks gepumpt und diese im Anschluss nachgefüllt werden müssten.

Trotz aller Euphorie zweifeln Wissenschaftler an den Versprechen von Nunzio La Vecchia und seiner Nanoflowcell AG.


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Es liegen 4 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Sandy am 24.02.2015 17:57
Dieser Wunderantrieb ist genauso realistisch wie der Glaube, dass Herr Nunzio La Vecchia singen kann!!!

#1 - Kommentar von Spezi am 25.02.2015 23:22
er verkauft Alben und hat wie es scheint die Raumenergie erzeugt gebt Ihm den Nobelpreis! Nein! gebt ihm alle Nobelpreise! Wäre echt schön wenn das stimmen würde

#2 - Kommentar von Mark am 27.02.2015 21:29
Woran Wissenschaftler seit vielen Jahren intensiv arbeiten, will dieser Herr in 4 Jahren Selbststudium geschafft haben? Hut ab!

#3 - Kommentar von am 14.03.2015 17:34
Totaler Mist! Nunzio La Vecchia kann - entgegen seiner Behauptungen - weder singen, noch funktionstüchtige E-Mobile konzipieren. Ich habe zwar nicht sonderlich viel Ahnung von Autos, aber selbst ich habe verstanden, dass sein Prinzip keineswegs funktionieren kann.
Trotzdem finde ich sein übertriebenes Selbstwertgefühl amüsant und seine Moral, alles mit wenig Arbeit zu schaffen...ihm geht es doch letztlich nicht um die Leidenschaft, die hinter jeder einzelnen Arbeit steckt, sondern ums Geld (siehe gekaufte Doktortitel). Und wenn man diesen Punkt im Leben erreicht hat, dann hat man's versäumt.
P.s.: Auf keinen Fall einen seiner Songs anhören!!!


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