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24. Mai 2017
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26.02.2015
Ex-Four-Gates-Chef Heickel managt Tarifwechsel-Berater Corrigo

(be) - Die Corrigo AG unterstützt ältere Privatversicherte bei der Umstellung auf einen billigeren Tarif. Die Einsparungen im ersten Jahr berechnet sie als Gebühr. Ab dem zweiten Jahr spart der Versicherte. Doch das Umfeld, in dem Corrigo operiert, ist dubios. So war Corrigo-Chef Peter Heickel (67) aus Dortmund einst Vorstandsmitglied der Four Gates AG und Chef der Four Gates Service GmbH. Four-Gates-Gründer Christian Kanwischer wird derzeit wegen Insolvenzverschleppung angeklagt.

ConventDer Internet-Auftritt der Corrigo AG Anfang Februar musste Christian Kanwischer (55) als Vorstand der Four Gates Aktiengesellschaft mit Sitz in Dortmund zurücktreten. Der Grund für den Abgang des Firmengründers war offenbar, dass die Staatsanwaltschaft Görlitz in Sachsen ihn wegen Insolvenzverschleppung in zwei Fällen angeklagt hat. Kanwischer war als Vorstand untragbar geworden. GoMoPa berichtete.

Doch die aktuelle Strafverfolgung wegen Insolvenzverschleppung gegen Firmengründer Kanwischer steht offenbar im Zusammenhang mit dessen früheren Aktivitäten bei anderen Firmen. Gegen seine Tätigkeit bei der Four Gates AG sind die Behörden bisher nicht aktiv geworden. Dabei sind dort nach vorsichtiger Schätzung Anlagergelder in Höhe von deutlich über 30 Millionen verbrannt worden.

Die Methoden bei Four Gates waren teils dubios. So berichtete GoMoPa bereits im August letzten Jahres, dass die Four Gates AG Nachrangdarlehen für die Findor Derivest GmbH eingesammelt hat. Kanwischer lockte die Anleger mit 6,5 Prozent Jahresrendite, verschwieg dabei jedoch, dass Findor eine Tochter von Four Gates ist.

Neben Firmen-Gründer Kanwischer spielte bei der Four Gates AG auch Hans Peter Heickel (67) aus Dortmund eine entscheidende Rolle, der dort bis März 2013 als Vorstandsmitglied tätig war. Peter Heickel war außerdem Geschäftsführer der Four Gates Service GmbH, bis diese 2011 mit der Four Gates Service- und Leasing Vermittlungs AG verschmolz. Im Mai 2014 wurde dort die Insolvenz eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Heute ist Peter Heickel Vorstand der Corrigo AG mit Sitz in Kaisersesch. Sein Co-Vorstand ist dort Ralf Willems (35) aus Kaisersesch. Die letzten veröffentlichten Finanzdaten der Corrigo AG beziehen sich auf das Jahr 2011. Über das Geschäftsmodell heißt es auf ihrer Webseite:

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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Heinrich am 01.03.2015 18:33
Ersparnis von bis zu 63% monatlich im hohen alter würde sich das echt Lohnen schade das das nicht wirklich funktioniert würde einige Leute sehr freuen

#1 - Kommentar von Burkhard Kibitz am 02.03.2015 13:58
Pflichtangaben. Seit Juni 2012 müssen Anbieter von prospektpflichtigen Produkten wie geschlossene Fonds, stille Beteiligungen und Genussrechte ihren Kunden ein Vermögensanlagen-Informationsblatt, kurz VIB, vorlegen. Auf höchstens drei Din-A4-Seiten sind alle wesentlichen Fakten zum Anlageprodukt aufzulisten, darunter die Art der Vermögensanlage, Anlagestrategie, Anlagepolitik und Anlageobjekte. Auch klare Angaben der Risiken, Kosten und Provisionen dürfen nicht fehlen.

Gesetz im Wortlaut. Die Anforderungen ans VIB regelt Paragraf 13 des Vermögensanlagengesetzes. Ansprüche können bestehen, wenn eine Angabe im VIB ?irreführend, unrichtig oder nicht mit den einschlägigen Teilen des Verkaufsprospekts vereinbar ist?. Der Anleger muss die Informationen verstehen können, ohne hierfür zusätzliche Dokumente heranziehen zu müssen. Das VIB darf sich jeweils nur auf eine bestimmte Vermögensanlage beziehen und keine werbenden Informationen enthalten. Angaben im Informationsblatt sind während des öffentlichen Angebots zu aktualisieren, wenn sie unrichtig oder unvereinbar mit den Angaben im Verkaufsprospekt sind oder wenn ergänzende Angaben in einem Nachtrag zum Verkaufsprospekt veröffentlicht werden. Das VIB muss stets auf der Internetseite des Anbieters zugänglich sein.

Mangelhaft. Die Stiftung Warentest hat 24 Informationsblätter unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: Kein einziges VIB hat alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Lediglich das Informationsblatt von Hannover Leasing zum Flight Invest 50 beschrieb das konkrete Investitionsobjekt und seine spezifischen Risiken. Alle anderen blieben ungenau und gingen nicht ausreichend auf konkrete Konditionen der jeweiligen Vermögensanlage ein. Kaufnebenkosten wie Maklergebühren und Notarhonorare werden meist verschwiegen. ?Viele juristische Wortfloskeln, wenig Informationen, die Inhalte sind viel zu allgemein gehalten, Geschäftsrisiken werden nur vage beschrieben?, resümiert Stephan Kühnlenz, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Warentest. Aus der Qualität des Informationsblatts lasse sich nicht schließen, ob eine Anlage etwas taugt. Jedes vierte der 67 beobachteten Unternehmen verstieß bereits gegen die Pflicht, das Informationsblatt auf der Internetseite zu veröffentlichen.

Widersprüche. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest sind keine Überraschung. Viele Informationsblätter kommen als aneinander gereihte Zusammenfassungen von Prospektpassagen daher. Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich Angaben aus Prospekt und VIB widersprechen.

Beispiel Genussscheine der EEV AG. Für die Platzierung des Genussrechtskapitals sind gemäß Prospekt 14 Prozent des Genussrechtskapitals an Provisionen eingeplant. Im Informationsblatt heißt es hingegen, ?die EEV AG erhebt für die Zeichnung der unverbrieften Namensgenussrechte keinerlei Kosten oder Provisionen? (siehe fondstelegramm vom 6. Januar 2013). Prospekt und VIB stehen in den aktuellen Dateien auf der Webseite nach wie vor in diesem Widerspruch.

Beispiel Canada Gold Trust. Die Risikohinweise im VIB für den Canada Gold Trust 2 sind sehr allgemein gehalten, könnten also fast für jedes Angebot verwendet werden und gehen nicht auf die spezifischen Risiken dieses Angebots ein, monierte fondstelegramm in der Analyse vom 27. Juni 2012. Während das VIB darauf hinweist, dass Fremdkapital einfließt, spricht der Prospekt von einem reinen Eigenkapitalfonds. Mittlerweile vertreibt der Anbieter den Fonds nur noch in Österreich. In Deutschland offeriert der Initiator den Canada Gold Trust 3 ? hier stimmen Prospekt und VIB überein, dass für den Fonds nur Eigenkapital vorgesehen ist.

Verharmlosend. Auch beim KSH Energy Fund 4 konstatierte fondstelegramm, dass die Risikohinweise sehr allgemein gehalten sind und kaum auf die spezifischen Risiken des Fonds eingehen. Die Kosten für die Vermittlung des Eigenkapitals werden mit zehn Prozent ohne Agio beziffert. Das klingt verharmlosend, da die meisten Anleger das Agio von 3 Prozent zahlen müssen und KSH zudem eine Vergütung für Marketing und Vertriebskoordination von 4,5 Prozent zusteht, so dass tatsächlich 17,5 Prozent für vertriebliche Leistungen abgehen. Die Mextex Operating Company wird nicht erwähnt, obwohl sie für das Management und die Entwicklung des Projekts verantwortlich ist und der Ausgang des Investments wesentlich von der Bonität des US-Partners abhängt.

Beispiel DFV Seehotel am Kaiserstrand. Das VIB lenkt auf der ersten Seite den Blick auf ein Bild, auf dem das romantisch anmutende Hotel im abendlichen Dämmerlicht zu sehen ist. Derartige Aufmachungen sind auf Werbebroschüren üblich. Interessanter wäre dagegen, wie der Standort in Österreich beschaffen ist, welcher Kategorie das Hotel zuzuordnen ist und wie hoch die Miete vereinbart ist. Doch diese wesentlichen Informationen fehlen.

Verkürzte Darstellung. Real IS informiert im VIB zum Bayernfonds Australien 9 über Zertifikate der Büroimmobilie in Adelaide. Doch damit kann der Anleger wenig anfangen. Interessanter wären Details zu den Mietern, den Mietlaufzeiten und dem Kaufpreisfaktor. Doch darüber ist dem VIB nichts Stichhaltiges zu entnehmen. In der Abweichungsanalyse hat Real IS bei der Mietkalkulation im ungünstigsten Fall einen Abschlag von gerade mal 20 Prozent auf die Mietsteigerung berücksichtigt. Sinnvoll ist eine Sensitivitätsanalyse jedoch erst dann, wenn zumindest im Worst-Case Mietminderungen zugrunde gelegt werden. Die gewählten Parameter in der Abweichungsanalyse suggerieren bereits im Prospekt des Bayernfonds Australien 9 ein hohes Maß an Sicherheit, das in der Form jedoch nicht gegeben ist. Im VIB spitzt sich diese Problematik aufgrund der verkürzten Darstellung zu.

#2 - Kommentar von Theo Loga am 17.03.2015 11:10
Ich weiß nicht ob jeder Mensch ne zweite Chance verdient hat, aber Four Gates AG (Stichwort: 30 Mio. ? Anlegergelder) schien mir schon immer recht dubios und umstritten. Die haben doch schon immer intransparente Dinger gedreht, ob sich das bei dem vielversprechenden Konzept der Corrigo AG auch so ergibt ist zwar durchaus fraglich, aber die Prävention eines Betrug-Geschäftes steht deshalb an erster Stelle - deshalb: kritisch an die ganze Substanz rangehen. Vielleicht war Cold Calling eben kein Einzelfall und ein "Versehen"...


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