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06.03.2015
Juwi AG: Korruption und Pleiten bei MVV-Tochter

Die Gründer und Vorstände der juwi AG aus<br /> Wörrstadt in Rheinland-Pfalz: Fred Jung (45, links)<br /> und Matthias Willenbacher (46)<br /> © juwi invest GmbH (Vertrieb)
Die Gründer und Vorstände der juwi AG aus
Wörrstadt in Rheinland-Pfalz: Fred Jung (45, links)
und Matthias Willenbacher (46)
© juwi invest GmbH (Vertrieb)
(sa) - Die Vision der Juwi-Gründer Fred Jung (45) aus Kirchheimboladen und Matthias Willenbacher (46) aus Mainz war groß - vielleicht ein bisschen zu groß. In Kooperation mit Kommunen und Gemeinden sollte das deutsche Bekenntnis zu Erneuerbaren Energien in die Tat umgesetzt werden. Doch die Firmengruppe geriet in Schieflage und musste Ende 2014 vom Mannheimer Energieversorger MVV Energie gerettet werden. Seitdem rutscht Juwi von einem Skandal zum Nächsten.

Es war ein rasanter Wachstum, den die Juwi AG aus Wörrstadt seit ihrer Gründung 2005 an den Tag legte. Nach eigenen Angaben produziert die Firmengruppe mit rund 2.200 Anlagen gut 4,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Und beschäftigte zeitweise 1.500 Mitarbeiter.

Doch das Juwi-Management hatte sich verkalkuliert. Der rasante Wachstumskurs brachte die gesamte Gruppe in Schieflage, als 2013 die Umsätze hinter den Prognosen zurückblieben. Nach jahrelangen Erfolgen und Umsatzerlösen von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr 2012, brachen die Umsätze 2013 um rund 30 Prozent auf nur noch 700 Millionen Euro ein. Die Unternehmensgruppe schrieb Verluste von etwa 100 Millionen Euro.

Den beiden Juwi-Gründern Fred Jung und Matthias Willenbacher blieb keine andere Wahl, als die Mehrheit an ihrem Unternehmen zu verkaufen, um die drohende Insolvenz zu vermeiden.

Im Zuge einer Kapitalerhöhung verkauften Jung und Willenbacher 51,1 Prozent ihrer Unternehmensgruppe an die Mannheimer MVV Energie - und gaben damit die Kontrolle ab. Der Kaufpreis den MVV gezahlt hatte, soll bei rund 100 Millionen Euro gelegen haben.

MVV Energie ließ sich nicht lumpen und begann direkt nach Abschluss der Verhandlungen, Nägel mit Köpfen zu machen. Jung und Willenbacher bekamen einen Vertreter der MVV als Vorstand an die Seite gestellt, den Mainzer Stephan Gernot Hansen (49). 

Neuer Juwi-Vorstand<br />Marcus Jentsch
Neuer Juwi-Vorstand
Marcus Jentsch
Zudem hat die MVV neuerdings die Position des Finanzvorstands der Juwi AG mit einem ihrer Vertrauten besetzt. Der 46-Jährige ehemalige Investmentbanker Marcus Jentsch hat ab dem 1. Februar 2015 die vertrauensvolle Aufgabe übernommen. Jentsch ist seit 2002 in der Finanzabteilung der MVV tätig, seit 2010 als Leiter Finanzen und Investor Relations.

Jentsch wird sich vor allem um eine seriöse Finanzplanung bei der Juwi AG bemühen müssen. Aus Unternehmenskreisen heißt es nämlich, dass die Schieflage weniger mit mangelndem geschäftlichem Erfolg, sondern mit Fehlern in der Finanzplanung zu tun gehabt habe, die zu Liquiditätsproblemen bei der Juwi-Gruppe geführt hätten.

Und eben diese Liquiditätsprobleme versucht man derzeit in den Griff zu bekommen. Seit der Übernahme durch MVV hat sich die Juwi-Gruppe daran gemacht Kosten zu sparen. Es wurden bereits 500 von 1.500 Stellen bei der Juwi-Gruppe abgebaut.

Insolvenz von Juwi-Töchtern


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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Gregor Hopf am 06.03.2015 19:31
Die Juwi AG bezeichnet sich selbst als kompetenten Partner von der Idee bis zur Inbetriebnahme der Anlage von Wind- und Solarenergie sowie Off-Grid. Bin mal gespannt wie das Verfahren ausgehen wird und welches Ergebnis uns dann letzten Endes erwartet. Selbst schuld - war doch klar, dass irgendwann die Vergangenheit aufgerollt wird! Dranbleiben!

#1 - Kommentar von Friedrich Gabriel am 21.03.2015 18:06
Die Juwi AG ist ja momentan quasi nur für negative Schlagzeilen respektive Skandale bekannt. Das die jetzt aber sogar sowieso zu viel verdienende Politiker (übrigens CDU ;) ) bestechen, ist mir neu...aber gut, dass sich der BGH auch mal sinnvollen Tätigkeiten widmet.
Auf alle Fälle sollte die Aktion für beide Parteien (Politiker & Juwi AG) hart bestraft werden, weil Korruption in unserem unparteiischen Rechtsstaat nichts zu suchen hat.


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