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09.04.2009
Hypo Leasing: Konkurs vor Gericht

Neues von der Hypo Leasing Maastricht in Holland: Ein Konkursrichter in Maastricht ordnete am 7. März an, im Falle des Kreditvermittlers Hypo Leasing eine Konkursverhandlung einzuberufen. Das berichtet die holländische Tageszeitung De Limburger. Der Richter hat es abgelehnt, die Hypo Leasing ohne eine ordentliche Konkursverhandlung für bankrott zu erklären. Den Versuch hatte eine Kanzlei im Auftrag eines deutschen Klienten unternommen, der an die Hypo Leasing 140.000 Euro verloren hat.

Die Konkursverhandlung ist notwendig, weil nach Informationen des Limburgers noch neun weitere Hypo Leasing Kunden aus Deutschland die Hypo Leasing auf Zahlung von insgesamt 10,9 Millionen Euro verklagt haben. Die Gläubiger müssen nun zusätzlich zu ihren Klagen ihre Forderungen beim Konkursgericht Maastricht anmelden, dann wird das Gericht einen Verhandlungstermin festsetzen.

Den Vorwurf der Geschädigten beschreibt der Limburger wie folgt: Die Hypo Leasing verdiente Millionen Euro an gutgläubigen Deutschen, die Vorkosten in dem Glauben bezahlten, eine große Finanzierung zu bekommen. Die Vorkosten wurden bezahlt, aber eine Finanzierung bekamen sie nicht, so die Zeitung. Die Hyo Leasing habe regelmäßig in der deutschen Zeitung Welt am Sonntag annonciert und dort solide Hypo-Finanzierungen versprochen. Bedingung war stets, dass die Unternehmen Vorkosten bezahlen mussten. Anschließend habe die Hypo Leasing Streitigkeiten erfunden, um den Vertrag nicht erfüllen zu müssen.

Größter Einzelgeschädigter ist der Düsseldorfer Projektentwickler DVZ. Die Firma hat im Juli 2008 vier Grundstücke vom Stahlkonzern Thyssen in Duisburg gekauft. Für den Ankauf von drei der vier Grundstücke wollte die DVZ von der Hypo Leasing einen Kredit von 8,3 Millionen Euro haben. Die Verträge wurden Anfang November 2008 unterzeichnet. Die 8,3 Millionen Euro sollten Ende November 2008 ausgezahlt werden, wenn die DVZ vorab 205.000 Euro an die Hypo Leasing bezahlt.

So berichtet De Limburger aus Holland über die Abzocke©graphic: Rob van HugtenSo berichtet De Limburger aus Holland über die Abzocke©graphic: Rob van Hugten
So berichtet De Limburger aus Holland über die Abzocke©graphic: Rob van Hugten
Die DVZ überwies sofort das Geld. Wie der Limburger weiter schreibt, meldete sich eine Woche später der Direktor der Hypo Leasing, Heinz M.*, und lehnte die Kreditauszahlung ab. Die DVZ habe es verbockt. Sie soll nicht gesagt haben, dass das vierte Grundstück, das die DVZ von Thyssen kaufen wollte, nicht zur Transaktion gehört. Damit habe die DVZ nach Auffassung der Hypo Leasing gelogen.

Ein paar Tage später meldete sich bei der DVZ eine holländische Firma Alicanto, an die der Vertrag abgetreten wurde. Und diese Firma zeigte nun die DVZ wegen Kreditbetruges an. Diese Vorgehensweise wendete die Alicanto auch in anderen Fällen an, um Finanzierungsverträge mit der Hypo Leasing für nichtig zu erklären, schreibt der Limburger. Das hätten andere Opfer bestätigt.

Nach Recherchen des Limburgers scheint Alicanto eine nicht aktive BV (Gesellschaft) zu sein, die auf den Namen eines tschechischen Heilpraktikers zugelassen ist. Dazu erklärt Alicanto-Rechtsanwalt Folkertsma J. dem Limburger: ?Der Betrieb ist inzwischen in anderen Händen.?

Die DVZ geriet durch den geplatzten Kredit in große Probleme. Der Projektentwickler konnte Thyssen nicht bezahlen, und die Entwicklung des Duisburger Stadtprojektes kam zum Erliegen.

Die DVZ und diverse andere Opfer haben über Rechtsanwaltskanzleien in Venlo und Maastricht Klagen gegen die Hypo Leasing und deren Tochter Alicanto eingeleitet und Strafanzeigen bei der Polizei gestellt. DVZ-Anwalt Bernhard Tomlow sagte dem Limburger: ?Viele Deutsche sind auf die Masche von Hypo Leasing und Alicanto hereingefallen.?

Urteil: Hypo Leasing muss DVZ 8,4 Millionen Euro zahlen

Das erste Urteil fällte nun ein Maastrichter Amtsrichter am 5. Februar 2009. Der Richter erklärte die Ausreden von Hypo Leasing gegenüber der VBZ für null und nichtig und beschloss: Hypo Leasing muss binnen 24 Stunden seinen Vertragsverpflichtungen nachkommen und in dieser Frist nun 8,4 Millionen Euro an die DVZ bezahlen.

Hypo Leasing Chef Heinz M.* (55) aus Obbicht (Holland), der gegenüber dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net bestreitet, der Chef zu sein (?Mir gehört nur die Auo Leasing.?) sagt zu GoMoPa: ?Ja im Fall der DVZ ist uns ein Fehler unterlaufen. Wir haben nicht aufgepasst und die Verträge unterschrieben und dabei nicht bemerkt, dass ja das vierte Grundstück, also das Filetgrundstück, im ganzen Projekt zur Beleihung gar nicht dabei war. Wir gingen davon aus, dass wir den ganzen Kaufvertrag finanzieren. Es war ein excellentes Gewerbegrundstück mit fünf guten Mietern, darunter das JobCenter Arge und die Computerfirma HP Compact. Die Refinanzierung sollte über die Grundschuld gehen. Aber als wir die Grundschuld bestellen wollten, merkten wir, dass das Flurstück 401 mit einem Wert von 3 Millionen Euro fehlte. Wir waren regelrecht reingefallen.?

Der Hypo-Chef weiter zu GoMoPa: ?Aus dem Geschäft mit einem reichen Holländer wurde ohne das Filetgrundstück 401 in Duisburg nichts. Deshalb haben wir den Vertrag an eine Objektgesellschaft abgetreten, die einen rechtsgültigen Geschäftsführer hat. Da wir aber nur für drei Grundstücke unterschrieben hatten, verurteilte uns das Gericht, innerhalb von 24 Stunden 8,4 Millionen Euro zu zahlen. Der Gerichtsvollzieher war schon zu uns unterwegs. Da kam aus Deutschland der Anruf: Wir stellen unsere Forderung gegen die Zahlung von 250.000 Euro ein. Ich frage mich, wer gibt sich mit 250.000 Euro zufrieden, wenn er 8,4 Millionen Euro haben kann? Aber dann erfuhren wir, dass der Kaufvertrag der DVZ mit ThyssenKrupp geplatzt ist. Kein Kaufvertrag bedeutet für uns keine Kauffinanzierung. Die DVZ hätte gar nicht klagen dürfen, weil es ja gar keinen Kaufvertrag gab.? So die Logik von Heinz M.*

DVZ-Chef Kai Christian<br /> Danelsing©Danelsing
DVZ-Chef Kai Christian
Danelsing©Danelsing
Das Urteil gegen die Hypo Leasing ist rechtskräftig. Doch DVZ-Direktor Kai Christian Danelsing aus Düsseldorf erwartet allerdings nicht, dass die Hypo Leasing die Summe in einem Betrag bezahlen kann und bereitet eine Schadensersatzklage vor. Sein Anwalt, Bernhard Tomlow, rechnete aus, dass die Hypo Leasing, jeden Tag 2.500 Euro bezahlen muss, solange sie die Gesamtsumme nicht aufbringt.

Als nächster Gläubiger hat inzwischen der Maastrichter Rechtsanwalt R. Mahovic die Forderungen von vier weiteren deutschen Klienten angemeldet, die eine halbe Million Euro an die Hypo Leasing angezahlt haben, ohne einen Kredit zu erhalten.

* Name geändert

Stellungnahme der Hypo Leasing Maastricht zu diesem Artikel
» Stellungnahme der Hypo Leasing Maastricht

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