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03.06.2015
Captura GmbH zur Kritik: "Ich arbeite nicht mit Internet, ich arbeite in der realen Welt"

Captura-Chef<br />Christoph Scheffold (33)
Captura-Chef
Christoph Scheffold (33)
(sa) - Hohe Renditen mit kurzfristigen Immobiliengeschäften bei maximaler Sicherheit, versprechen die Chefs der Captura-Gruppe aus dem bayerischen Grasbrunn. Innerhalb von fünf Jahren konnten die Brüder Marcus Horst Scheffold (48) und Christoph Scheffold (33), trotz der allgemeinen Marktskepsis, mehr als 33 Millionen Euro in Form von Inhaberschuldverschreibungen und Nachrangdarlehen einwerben. Doch die Captura-Chefs segeln weiter in stürmischen Gewässern.

Am 5. Mai 2010 legten die Brüder Scheffold mit der Gründung der Captura GmbH den Grundstein für ihre Immobiliengruppe. Der gelernte Bankkaufmann Christoph Scheffold und sein älterer Bruder Marcus, der seit 1988 Immobilien- und Finanzprodukte vertrieb, hatten eigenhändig einen Prospekt für die Inhaberschuldverschreibung verfasst, mit denen Darlehensgeber ihre Immobiliengeschäfte finanzieren sollten. Geplant waren kleine Projekte, die sich schnell sanieren und dann weiterveräußern lassen - und zwar mit möglichst hohem Profit.

Auf diese Weise lassen sich zumindest rechnerisch exorbitante Jahresrenditen auf das eingesetzte Kapital erzielen. Die Captura GmbH präsentiert hierzu Beispielprojekte. Mit einer Investition von 19.000 Euro bei der Erneuerung Projektor Neues Rathaus München erzielte die Captura innerhalb von 33 Tagen eine Gewinnbeteiligung von 1.000 Euro - eine Rendite von 58,21 Prozent pro Jahr, wenn das Kapital permanent so gewinnbringend eingesetzt wäre.

Um sich schnell am Markt "einzukaufen", setzten die Scheffold-Brüder auf ein probates Mittel: hohe Provisionen von 12 bis 15 Prozent für den Vertrieb.

Im Grunde genommen sei es eine Marketingstrategie gewesen, sagt Marcus Scheffold im Gespräch mit GoMoPa.net. 2012 habe man dann die Provisionen aber auf durchschnittlich sechs bis sieben Prozent halbiert. Scheffold erklärt die Motive für die Markteintrittsstrategie der Captura GmbH:

Zitat:


Als Start-Up ohne Referenz, aber mit einer tollen Idee, da ist es natürlich etwas schwierig in den Markt reinzukommen. Man kann dann Werbung machen, die wahrscheinlich nicht so zielführend ist, oder man bietet von Haus aus einfach eine höhere Provision. Im Grunde waren das einfach Werbekosten, die wir hatten mit den erhöhten Provisionen.


Kritiker von Graumarktprodukten sehen hohe Provisionen skeptisch.

Je höher die Provision, desto niedriger ist auch die mögliche Investition. Die Differenz muss erst erwirtschaftet werden, bevor überhaupt eine Rendite erzielt. Vor allem bei Kurzläufern mit 180 oder 360 Tagen Laufzeit, wie bei Captura ist dies außerordentlich schwierig.

Convent Die Scheffold-Brüder ihr Kurzzeit-Angebot hingegen nicht mit Skepsis. Derzeit wird über die 2013 gegründete Captura Projekte GmbH ein Kurzläufer mit sechs oder 12 Monaten Laufzeit und 3.000 Euro Mindesteinlage vertrieben. Die Verzinsung liegt bei 7,35 Prozent für die 6-Monats-Variante und 7,95 Prozent für ein Jahr Laufzeit. Zusätzliche Aufgabeausschläge oder Agio werden nicht erhoben. Captura verspricht mit maximal zehn Prozent Emissionskosten, inklusive Vertrieb, sparsam zu wirtschaften.

Parallel zum Kurzläufer bietet Captura ab 10.000 Euro ihr neuestes Produkt, ein unbefristetes Nachrangdarlehen, mit einer jährlich steigenden Verzinsung von 7.95 Prozent im ersten Jahr, bis hin zu 9,15 Prozent im fünften Jahr der Vertragslaufzeit sowie einer jährlichen Kündigungsoption, an. 50 Prozent des Vertriebsumsatzes mache alleine dieses Produkt mittlerweile aus, erklärt Marcus Scheffold.

Mehrere Fachblogger berichteten bereits über den Verdacht, dass es sich bei der Captura um ein hochriskantes Produkte handelt, ein Totalverlust möglich ist. Börse Online setzte die Captura GmbH auf die hausinterne Schwarze Liste. Zwei große Bank- und Kapitalmarktrechtskanzleien wittern bereits ein Fall und werben bei Google um Mandate gegen die Captura GmbH.

Nachdem sich regelmäßig Vertriebsmitarbeiter darüber beschwerten, dass im Internet Gerüchte kursieren, dass Marcus und Christoph Scheffold mit der Captura ein Schneeballsystem aufgebaut hätten, sahen sich die Captura-Chefs zum Handeln gezwungen. Sie beauftragten einen IT-Spezialisten ihnen die Webproblematik zu erklären und versendeten ein 19-seitiges "Gutachten" mit dem Titel "Die Captura GmbH im WWW: Analyse der Suchmaschinenergebnisse & Erläuterung" als Argumentationshilfe, falls jemand auf die negativen Schlagzeilen angesprochen werde, an alle Vertriebsmitarbeiter und Partnerunternehmen.

GoMoPa.net sprach mit Captura-Geschäftsführer Marcus Horst Scheffold über den Umgang mit sensiblen Vertriebsmitarbeitern und der Netzkritik an seinem Unternehmen.

GoMoPa: Sie sammeln derzeit Anlegergelder für Immobilieninvestitionen ein. Handelt es sich ausschließlich um kurzlaufende Nachrangdarlehen?

Captura-Chef<br />Marcus Horst Scheffold (48)
Captura-Chef
Marcus Horst Scheffold (48)
Scheffold: Momentan, seit drei Monaten, haben wir über 50 Prozent unserer Zeichnungssumme in Form von unbefristeten Nachrangdarlehen bekommen. Wir sind gerade dabei einen Vermögensanlageprospekt zu entwerfen, beziehungsweise von der BaFin billigen zu lassen - für Produkte, die natürlich mit dem neuen Kleinanlegerschutzgesetz konform sind. Zwei Jahre Laufzeit, ein Jahr Kündigungsfrist. Sowie wir das für die unbefristete Nachrangdarlehen derzeit auch schon anbieten.

GoMoPa: Läuft der Vertrieb der Nachrangdarlehen gut?

Scheffold: Sehr gut. Naja, was heißt "sehr gut"? Es könnte immer besser gehen. Wir haben jedenfalls weiterhin steigende Nettomittelzuwächse. Diese sollen bei anderen Emittenten rückläufig sein, habe ich gehört.

Das ist ein Trost, aber nur ein kleiner Trost. Denn natürlich haben auch wir - gerade in den letzten zwei Jahren - Gegenwind zu spüren bekommen. Das Problem waren die Geschichten mit S&K, Infinus und Prokon. Die sind natürlich auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen.

Der Anleger war verunsichert, der Vertrieb war verunsichert. Wir hatten dann nicht mehr die Zuwachsraten wie noch 2011 und 2012. Ende 2012 war das Geschäft ein wenig rückläufig. Aber seitdem haben wir Mittelzuwächse, zwar nicht in riesen Schritten, aber einen Zuwachs.

GoMoPa: 2013 hatten Sie rund 33 Millionen Euro Bilanzsumme. Die werden Sie also 2014 übertreffen?

Scheffold: Ja.

GoMoPa: Um wieviel?

Scheffold: Da sind wir in den letzten Atemzügen dran. Das ist derzeit sehr kompliziert bei uns, weil wir diverse Projektgesellschaften haben. Die müssen alle fertig sein und zusammengeführt werden, bis wir den Abschluss der GmbH erstellen können. Ich befürchte, dass wird jedes Jahr dramatischer werden, weil das Volumen Stück für Stück wächst, die Firma größer wird. Egal wie sehr wir auf den Steuerberater eingewirkt haben, er hat gesagt: "Leute, das geht einfach nicht schneller!"

Wir wollten eigentlich im Mai wieder veröffentlichen, aber es ist ein Irrsinns Aufwand, obwohl wir sehr früh, am Ende des dritten Quartals, bereits mit den Vorbereitungen begonnen und alles fertig gemacht haben. Es ist für mich ein Phänomen, wie es große Konzerne schaffen, so kurzfristig einen Abschluss abzugeben.

Wir sind in den letzten Atemzügen. Und ich gehe davon aus, dass noch diesen Monat, spätestens nächsten Monat, die Zahlen für 2014 veröffentlicht werden. Wir sind wirklich bestrebt, frühestmöglich die Zahlen zur Verfügung zu stellen.

GoMoPa: Was haben Sie mit der neu gegründeten Captura Projekte GmbH vor?


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