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16.04.2009
Mallorca: Möchtegern-Direktor als Mietnomade überführt

Thomas B. auf Malle<br />©rtl explosiv
Thomas B. auf Malle
©rtl explosiv
Der Herr Direktor ist gar keiner. Thomas B. (44) aus Dinkelsbühl in Bayern soll als Möchtegern-Direktor (er ist nur freier Mitarbeiter) einer baden-württembergischen Bautenschutz- und Poolreinigungsfirma reihenweise Villenbesitzer auf Mallorca hereingelegt haben.

Gut gekleidet, mit Ehefrau, zwei Kindern und weißem Retriever an Bord seines geleasten japanischen Jeeps fährt der Geschäftsmann zu Maklerterminen im spanischen Aussteigerparadies vor und mietet sich seit zwölf Jahren standesgemäß in Luxusvillen ein, ohne, dass er dafür Miete oder Nebenkosten für Strom, Gas und Telefon bezahlt haben soll. Nach Recherchen von RTL-Explosiv-Reporter Peter Klein aus Leipzig, der den schon in einem Fall verurteilten Luxusmietnomaden und dessen Opfer in Spanien besuchte, belaufen sich die Gläubigerforderungen auf 145.000 Euro.

Thomas B. sagte dem Reporter: ?Ich habe keine Schulden. Wenn ich etwas nicht bezahlt habe, dann war das wegen Baumängeln.?

Hier in Calma residiert Thomas B.©rtl explosiv
Hier in Calma residiert Thomas B.©rtl explosiv
So sei es auch in seinem neuesten Domizil, das B. seit September 2008 bewohnt. Einer 200-Quadratmeter-Villa im Nobelviertel von Costa de Calma, Hanglage, offener Kamin, Meerblick vom Pool, 3.500 Euro Monatsmiete.

Thomas B. bemängelt: ?Wasser läuft rein, die Heizung funktioniert nicht. Ich spreche mit dem Vermieter nur über meine Anwälte.? Der Bayer kennt sich im spanischen Recht sehr gut aus. Er ruft sofort die Polizei, wenn der Vermieter auftaucht, um seine ausstehende Miete anzumahnen. Weil der Vermieter kein Spanier ist, dauert es Jahre, ehe die spanische Justiz den Nichtzahler vor die Tür setzt. Solange darf der Vermieter nicht einmal das Grundstück betreten. Damit das nicht heimlich doch passiert, hat B. quer auf der Einfahrt leere Bierdosen an einer Schnur ausgelegt, die bei Berührung laut scheppern.

Vermieter Andreas Allensbach<br />©rtl explosiv
Vermieter Andreas Allensbach
©rtl explosiv
Der Vermieter und Schweizer Unternehmer Andreas Allensbach (31) kann die Frechheit kaum fassen. B. schuldet ihm bereits 15.000 Euro. Aber vor allem ärgert sich Allensbach darüber, dass er sich von dem falschen deutschen Herrn Direktor so sehr blenden ließ. Allensbach schildert dem Reporter: ?Das Auftreten war professionell. Korrekt gekleidet, Auto, Gepäck, Frau, Kinder, da gabs keinen Zweifel.? B. zahlte die Mietkaution und den Makler. Allensbach. ?Ein paar Wochen lang lief alles perfekt. Doch seit fünf Monaten bekomme ich keine Miete mehr.?

Hat der Schweizer dagegen nichts unternommen?

Allensbach: "Doch, ich habe laufend gemahnt. Herr B. schickte mir Antworten per e-mails. Er schrieb, dass er überwiesen hätte. Aber bei mir kam nichts an. Einmal habe ich dann Herrn B. persönlich getroffen und gefragt, was mit der Miete los ist. Er sagte, er habe Probleme, die Finanzkrise, er stehe mit dem Rücken zur Wand. Aber nächste Woche würde er einen großen Auftrag bekommen, dann würde er bezahlen und alles überweisen. Doch es waren nur Ausflüchte. Er redet sich immer heraus. Er weiß, dass in Spanien eine Räumungsklage oft Jahre dauert. Ich habe keine Chance.?

Titel über 19.000 Euro Mietschulden

Vorvermieterin Antonia F.<br />©rtl explosiv
Vorvermieterin Antonia F.
©rtl explosiv
Die Vorvermietern Antonia F. hat gegen ihren Ex-Mieter Thomas B. sogar vor Gericht gewonnen und einen vollstreckbaren Titel in der Tasche. Drei Jahre lang hatte B. in ihrer großen Villa auf Mallorca gewohnt. Er zahlte deshalb nicht, weil die Villa angeblich Baumängel hatte. ?Das ist nicht wahr?, sagte Antonia F. dem Reporter. ?Er schuldet mir 19.000 Euro Miete. Ich habe ein Gerichtsurteil gegen ihn, das mich berechtigt, die Summe zu verlangen. Aber was soll ich machen? Bei ihm ist nichts zu holen.? Antonia F. musste auch noch 25.000 Euro für Renovierungskosten bezahlen, nachdem B. aus ihrer Villa ausgezogen war.

Der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net fragte bei der Reinigungsfirma in Baden-Württemberg nach, was es denn mit ihrem Direktor auf Mallorca auf sich hat. Geschäftsführer Udo H. wimmelt zunächst ab: ?Lassen Sie die Finger davon, Sie sind da einer ganz heißgekochten Story aufgesessen. Herr B. war zunächst auf Mallorca ein Kunde von uns. Er hat stets pünktlich alle Rechnungen bezahlt. Er durfte schließlich als freier Vertreter unsere Leistungen und Produkte anbieten."

Der Firmenchef weiter: "Ich habe mich mit Herrn B. über seine privaten Mietrückstände unterhalten. Seine Erklärungen waren nachvollziehbar. Er wird RTL Explosiv verklagen, weil sie seine Erklärungen nicht richtig wiedergegeben haben. Und auch wir verklagen den Sender, weil die Visitenkarte mit unserem Firmennamen drauf ausgestrahlt wurde. Herr B. hat keine Firmenwohnung von uns, sondern mietet privat Wohnungen. Der Vermieter aus der Schweiz kommt zudem aus dem Rotlicht-Milieu. Das zu seiner Glaubwürdigkeit. Den Rest überprüfen wir noch, ehe wir eine Entscheidung darüber fällen, ob wir die Zusammenarbeit mit dem freien Mitarbeiter beenden oder nicht.?

Mit Vorauszahlungen finanzierte B. sein Luxusleben.

Thomas B. soll aber nicht nur die Miete geprellt haben, er soll auch für seinen aufwendigen Lebensstil auf Malle von Kunden Geld genommen haben, ohne oder nur sehr schleppend versprochene Leistungen zu erbringen.

Geprellte Kundin: Michaela H.<br />©rtl explosiv
Geprellte Kundin: Michaela H.
©rtl explosiv
Villenbesitzerin Michaela H. (49) erzählt dem Reporter: ?Ich habe ihm 10.000 Euro im voraus bezahlt, damit er meinen Pool repariert. Zwei Jahre lang passierte nichts. Wenn ich ihn gemahnt habe, legte er einfach auf. So reagiert er immer.?

Der Reporter wird sogar Zeuge eines Telefonats zwischen Michaela H. und Thomas B. Die Kundin sagte zu B.: ?Es ist offensichtich, dass du Mist gebaut hast und dass viele sehr sauer sind.? Mehr konnte sie nicht sagen. Thomas B. legte auf.

Nach Recherchen von Reporter Peter Klein hat Thomas B. einer deutschen Anwältin aus Berlin das Feriendomizil sanieren wollen und erst einmal von der Auftraggeberin rund 45 000 Euro als Vorschuss abverlangt. Im guten Glauben an Thomas B. überwies die Ferienwohnungsbesitzerin als Anzahlung für eine Klimaanlage 10.000 Euro, für neue Fliesen 5.000 Euro und für das neue Badezimmermobiliar 3.200 Euro, abgesehen von allgemeinen Zahlungen in Höhe von rund 28.000 Euro für Arbeitsleistung und auch noch einen kleinen privaten Kredit, den er sich erbat.

Laut Peter Klein gehört die Berlinerin mittlerweile zu einer ganzen Gläubigergemeinschaft, die Geld von Thomas B. fordert. Klein: ?Die ältesten Fälle liegen jetzt 10 Jahre zurück, als er sich endgültig von Dinkelsbühl aus in Richtung Mallorca aus dem Staub machte. In Dinkelsbühl hat er bis heute keine 30.000 Euro für Miete und unbefriedigte Auftraggeber bezahlt. Hier konnten die Gläubiger zwar rechtsgültige Titel gegen den zweifachen Familienvater erwirken, aber der hat nie Bares. Selbst seiner Haushälterin ist B. 150 Euro schuldig geblieben.?

Warum konnte B. so lange auf Kosten anderer leben?

Reporter Klein: ?Die Masche von Thomas B. ist erst jetzt aufgeflogen, weil die meisten Vermieter sich dafür schämen, auf den scheinbar seriösen und glaubwürdigen Mann hereingefallen zu sein. Denn neben seiner eloquenten Art präsentiert er sich gerne als weltoffener Vertriebsdirektor der deutschen Chemiefirma aus Baden-Württemberg.

Für sein standesgemäßes Auftreten brauchte Thomas B. ein entsprechendes Auto. Deshalb hat er sich einen Japanischen Jeep geleast, nur dumm, dass er vergessen hat, für ein Jahr die Leasingraten zu bezahlen. Erst vor vier Wochen konnte das deutsche Autohaus aus Crailsheim in Baden-Württemberg den Wagen wieder abholen und nach Deutschland zurückführen. Den Schaden bekommt der Autohändler natürlich nicht bezahlt, denn der Jeepliebhaber hat leider kein Geld mehr.?

Was rät Reporter Klein den Geschädigten?

Domizil Costa de la Calma (links)©rtl explosiv
Domizil Costa de la Calma (links)©rtl explosiv
Klein: ?Alle, die von Thomas B. noch finanziell etwas zu erwarten haben, sollten die Post nicht mehr an seine alte Anschrift Avd. Rey Jaime I. 17 im spanischen 07180 Santa Ponsa schicken, sondern besser nach Calle-Pinar No. 46 im spanischen 07183 Costa de la Calma, denn dort wird der Briefkasten von Thomas B. noch selbst geleert. Für alle anderen Postkästen ist das Porto zu schade.?

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