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04.09.2015
Vier Goldhändler der BWF-Stiftung in U-Haft

Seit Mittwoch (2. September 2015) sitzen vier verantwortliche Goldhändler (darunter eine Frau) der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung) im Alter von 45 bis 67 Jahren aus Berlin-Zehlendorf, Teltow bei Berlin und Frechen bei Köln in Untersuchungshaft.

Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug, gewerbsmäßige Urkundenfälschung sowie Verstoß nach dem Kreditwesengesetz durch ein Anlageprodukt vorgeworfen, in welchem potentiellen Anlegern der Ankauf von Gold suggeriert wurde.

Seit dem Jahr 2010 verkaufte die BWF-Stiftung unter Vorsitz von Versicherungskaufmann Detlef Braumann (59) über ihren Treuhänder Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. (BDT e.V.) im Mediapark 8 in Köln mit Rechtsanwalt Lukas Kempkes und Diplomkaufmann Oliver Over Gold mit einem Aufschlag von 15 Prozent. Dafür wurde das Gold für mindestens 1 Jahr in einem Hochsicherheitstresor zunächst in der Chausseestraße 10 in Berlin Mitte und dann im Königsweg 5 in Berlin Zehlendorf gelagert. Die Kunden überließen ihr Gold der BWF-Stiftung als Sachdarlehen. Die Stiftung garantierte einen Rückkauf bis zum 1,8-Fachen des ursprünglichen Wertes, den sie durch Zwischenhandel mit Juwelieren erwirtschaften wollte.

Weil die BWF-Stiftung für ein solches Einlagengeschäft aber gar keine Genehmigung hatte, leitete die Bonner Finanzmarktaufsicht am 6. Februar diesen Jahres aufgrund einer anonymen Anzeige die Rückabwicklung aller vom BDT e.V. unter dem Namen Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung) abgeschlossenen Anlagegeschäfte ein. Zum Abwickler war Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau aus Frankfurt am Main bestellt worden.

Am 25. Februar 2015 beschlagnahmte die Berliner Staatsanwaltschaft bei einer Razzia im Königsweg 5 vier Tonnen Gold, wovon 95 Prozent gefälscht waren.

Davon wollen die Verantwortlichen aber nichts gewusst haben, wie ein Verantwortlicher kurz nach der Razzia dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net beteuerte. Die BWF-Goldhändler seien auf den Griechen Nikolaos Papakostas, Geschäftsführer der Schweizer Firma Yamamoto Industries Holding AG mit Briefkastensitz im Schloß Heerbrugg in Heerbrugg, hereingefallen. Allein 800 Kilo der 3,8 Tonnen Falschgold habe er der Berliner Goldstiftung angedreht.

Folglich reagierte der BWF-Verantwortliche nach der Razzia ganz erstaunt auf die GoMoPa.net-Frage, ob jemand bei der Razzia verhaftet wurde: "Nein, niemand, warum auch?"

Doch das Landeskriminalamt Berlin fand heraus, ...

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