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17.05.2016
MIG-Fonds: Die Geldverbrennungsmaschine des Alfred Wieder

Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach<br /> bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,<br /> Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach
bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,
Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Mehr als eine Milliarde Euro haben Anleger in die Venture Capital Fonds der MIG-Gruppe investiert. Das Versprechen des MIG-Vertriebs lautet hohe Renditen durch Investments in Start-Up-Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Gesundheit. Doch eine unveröffentlichte Studie des renommierten Fonds-Analysten Stephan Appel kommt zu einem schockierenden Ergebnis: Die Chancen auf Renditen oder auch nur die Rückzahlung des investierten Kapitals tendieren gegen Null - hohe Verluste sind vorprogrammiert. Die Profiteure sind eine Gruppe von Initiatoren und Managern rund um den Vertriebsprofi Alfred Wieder und den "Graumarkt-Paten" Markus Fischer.

Ab 10.000 Euro zuzüglich eines Agios von 5,5 Prozent können Anleger in das aktuelle Venture Capital Produkt der HMW AG aus Pullach, die MIG GmbH & Co. Fonds 15, investieren. Das Geld der Anleger soll in aussichtsreiche Start-Up-Unternehmen investiert werden und bei den angestrebten Exits zweistellige Jahresrenditen für die Kapitalanleger erzielen, so das Versprechen des Vertriebs. Die MIG Verwaltungs AG erklärt das Beteiligungskonzept auf ihrer Webseite:

Zitat:


Die Fondsgesellschaft möchte somit zwei Interessen zusammenführen: Jungen, innovativen Unternehmen wird einerseits dringend benötigtes Eigenkapital zur Verfügung gestellt und andererseits erhält eine Vielzahl von Anlegern auch mit kleineren Beteiligungsbeträgen die Chance, an einer möglichen Wertsteigerung solcher Unternehmen zu partizipieren.


Rund 50.000 Anleger überzeugte der Ansatz der MIG-Fonds-Initiatoren, woraufhin sie der Fondsgruppe mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung stellten. Doch statt satter Renditen drohen den Investoren hohe Verluste, so das Ergebnis der bisher unveröffentlichten Studie aus der Feder des Analysten und Graumarktkenners Stephan Appel mit dem Titel:

Zitat:


GESCHÄFTSMODELL ZUR REPRODUKTION DES EMITTENTEN MIT BILLIGENDER INKAUFNAHME DER VERNICHTUNG DES ANLEGERKAPIALS - Eine Analyse zur Eignung des MIG-Private Equity-Fondsmodells für Kleinanleger


Bereits in der Einleitung seiner Studie geht Appel hart mit den 15 MIG-Fonds sowie den Vorgänger-Fonds GAF Global Asset Fund und GCF Global Chance Fund ins Gericht:

Zitat:


Selbst der bewanderte Investor ist nicht in der Lage, die komplexen Interessenkonflikte im MIG-System erkennen oder nachzuvollziehen und für seine Anlageentscheidung auswerten zu können. Das MIG-Fondsmodell hat bisher nur ein Ziel erreicht: sein Eigenerhaltungsziel: die Sichergestellung der Finanzierung des bis zu 40 Prozent des Anlagekapitals verschlingenden Fondsmanagements.


Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fonds sich für die Anleger jemals rentieren, tendiere gegen Null, da jeder Exit mindestens das drei- bis vierfache des investierten Kapitals einspielen müsste - und zwar bei allen Beteiligungen. "Doch diese Perspektive ist fern jeder Realität", kommentiert Appel.

Das Missverhältnis von Chancen und Risiken sei aber kein Zufall oder Unfall, sondern durch die Initiatoren beabsichtigt.

Durch exorbitante Vertriebskosten von rund 35 Prozent sowie einer jährlichen Verwaltungsgebühr von zwei Prozent ziehen die Initiatoren sowie deren Helfershelfer einen großen Teil des Kapitals aus den Fonds, so dass für tatsächliche Investments nur ein Teil des eingelegten Kapitals zur Verfügung steht. Doch auch das tatsächlich investierte Kapital, rund 60 Prozent der Einzahlungen, verwendet das MIG-Management nicht im Interesse der Anleger:

Zitat:


Der größte Teil der MIG-Unternehmen ist bestenfalls Durchschnitt und faktisch insolvent. Ein erheblicher Teil des in diese Unternehmen investierte Fonds-Anlegerkapitals wird nicht zurückgezahlt werden können. Für einige Unternehmen steht das bereits fest (Sovicell, Virologik). Andere Unternehmen werden vorläufig noch künstlich am Leben erhalten. Diese wirtschaftlich und technisch bereits gescheiterten Unternehmen erhalten für ihre substanzlose Administration weitere Gelder.


Das alles ist schon schlimm genug, aber die Realität sei noch grausamer für die MIG-Investoren, so Appel. Es gebe weder eine vernünftige Due Diligence (Risikoprüfung) noch einen Anlegerausschuss oder Beirat, der die schlimmsten Investment-Entscheidungen prüfe.

Kein Wunder, konstatiert der Fonds-Analyst, denn dies passe "nicht zu einem Arbeitstil, der zwischen Golf-Platz und politisch professoralem Window-Dressing Anlegermillionen kostenaufwändig verwaltet, statt die Leistungsträger konsequent an die kurze Leine des Überlebenskampfes zu binden und durch engagiertes Vorbild das Leistungsprinzip auf allen Unternehmensebenen durchzusetzen".

Im Gegensatz zu den Anlegern verdienen Management, Vertrieb und Dienstleister aus dem Umfeld der MIG-Gruppe meist unabhängig vom Erfolg der Fonds. Allen voran die folgenden Personen:

- Dr. Matthias Hallweger (Vorstand HMW Emmisionshaus AG)
- Dr. Stefan Gritsch (Aufsichtsrat HMW Emmisionshaus AG)
- Alfred Wieder (Alfred Wieder Consulting GmbH)
- Markus Fischer (FIT Fondsinitiator und Treuhand GmbH)
- Michael Motschmann (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Dr. Matthias Kromayer (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Jürgen Kosch (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Kristian Schmidt-Garve (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KG a.A. (Verwahrstelle)

Gemeinsam würden die Initiatoren und ihre Helfer nicht nur von hohen Gebühren profitieren, sondern den Aderlass der Fonds absichtlich forcieren, kommentiert Appel. Durch Insidergeschäfte mit Lieferanten und Lizenzgebern entziehe das MIG-Umfeld den Beteiligungsunternehmen massiv Kapital und lasse diese ausbluten.

Das Fondsgeschäft als "Gebührenmodell" habe vor allem den Zweck die Risiken auf Anlegerseite zu konzentrieren und gleichzeitig für das Fondsmanagement die Risiken zu minimieren. Appel erklärt den Interessenkonflikt und den "komplizenhaften Umgang mit den Anlegermillionen":

Zitat:


Selbst wenn die überwiegende Anzahl der Anleger ihr Geld niemals zurückerhalten werden: das Management wird über voraussichtlich circa zwei Jahrzehnte ein komfortables Auskommen gehabt und ein beachtliches Vermögenspolster angespart haben. Von circa einer Milliarde Euro werden nach Abzug für den Gesamtvertrieb von circa 150 Millionen Euro circa 200 Millonen Euro für die Dienstleister rund um die Initiatoren und Ihre Partner (Treuhand, Berater, Anwälte, Komplementäre, Konzeptionäre, Marketing, die Fondsverwalter, PR- und Ratingmanager, Gutachter...) ausgegeben.


Das krasseste Beispiele liefert das MIG-Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma/ISARNA.

Die Schlüsselpersonen und involvierten Manager (Dr. Karl-Hermann Schlingensiepen, Georg Schlingensiepen, Dr. Reimar Schlingensiepen, Dr. Wolfgang Brysch, Ekkehard Brysch, Sybille C. Grosjean, Renate Schirrow und Rudolf Stäger) haben ein ausgeklügeltes Kapitalvernichtungssystem aufgebaut, so das Ergebnis der Appel-Studie.

Um an das Kapital der Anleger zu kommen, hätten die beteiligten Akteure diverse Firmen gegründet, "um Rechnungen für Leistungen zu generieren, die zum Schaden des MIG-Unternehmens Antisense eigentlich von Antisense selbst erbracht wurden. Faktisch haben sich diese mit Antisense verbundenen Manager unter dem Vorwand, externe Lieferanten zu sein, an dem MIG-Start-Up bereichert." Nachdem das Unternehmen geplündert wurde, hätten sich die Akteure mit einem goldenen Handschlag verabschiedet.

Das MIG-Management habe dem Treiben nicht nur tatenlos zugesehen, sondern dieses sogar gefördert. Um eine Abschreibung der größten MIG-Beteiligung (zum Zeitpunkt der Studie rund 30 Prozent) zu verhindern, habe das MIG-Management immer mehr Geld in das quasi tote Unternehmen investiert, Stillhalteprämien an Altanleger gezahlt und das enorme Klumpenrisiko weiter erhöht, lautet Appels Fazit. Böse Zungen sprächen in solchen Fällen von einem Schneeballsystem. Nun denn...

In den nächsten Folgen der MIG-Serie beschäftigt sich GoMoPa mit weiteren Skandalen rund um MIG-Beteiligungsunternehmen, der Rolle des "Graumarkt-Paten" Markus Fischer sowie der delikaten Vita von Alfred Wieder.

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Es liegen 5 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Meta Hinrichs am 17.05.2016 11:00
Lug und Betrug bei den MIG Fonds? Das weiß die Branche doch bereits seit 20 Jahren und trotz zwischenzeitlich gestellter Haftbefehle gegen Alfred Wieder hat dieser es dann vorgezogen sich in die Staaten zu verdünnisieren - nach Ablauf der Strafverfolgungszeit kam er dann zurück. Früher verkaufte er mit Michael Lohtar Berresheim wertlose Aktien billiger, selbstgestrickter US- Firmen. Für mich einer der geldgierigsten und schwärzesten (um nicht zu sagen kriminellsten) Akteure überhaupt. Bevor ich dies Fonds kaufen würde verbrenne ich lieber mein Geld! Endlich mal wieder ein Klassebericht GOMOPA! Glückwunsch! Räumt auf mit dem Gesöcks!

#1 - Kommentar von Georg Koidl am 17.05.2016 18:31
Bin In MIG 9 investiert.
Ist da das Kapital auch weg?
Mit freundlichen Grüßen
Georg Koidl

#2 - Kommentar von Reinhard H. am 23.05.2016 18:25
V+-Fonds: Alles noch viel schlimmer ? Aktuelle Fakten und Zahlen

Rechtstipp vom 21.05.2016

V+-Bilanzen 2014 liegen vor ? Neue externe Verwaltungsgesellschaft Xolaris KVAG taxiert Vorjahresbilanz mit 40% des Wertes ? Fast 15 Mio ? Wertverlust für Kommanditisten bei V+2 KG ? V+1 KG und V+3 KG ähnlich verlustreich ? Was erwartet die Anleger?

Die Bilanzen 2014 der Fondsgesellschaften V+ GmbH & Co. Fonds 1-3 KG (V+1, V+2, V+3) sind vor kurzem im Bundesanzeiger veröffentlicht worden ? und sie sind ein ?Blutbad? für die Anleger. Der Wert der von den V+-Fonds gehaltenen Beteiligungen wurde von der neuen externen Verwaltungsgesellschaft Xolaris KVAG, die erst im Herbst 2015 die Tätigkeit aufnahm, teilweise auf nur 40 % des Wertes der Vorjahresbilanz taxiert. Das liegt daran, dass aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen der aktuelle Zeitwert der Beteiligungen abgebildet werden muss und nicht mehr, wie bisher, der Einstandspreis unverändert beibehalten wurde.

Massiver Verlust: Fakten und Zahlen zum aktuellen Zeitwert der V+:

Im Falle der V+1 führt dies zu einem Wertverlust des Eigenkapital der Kommanditisten von fast 7,5 Mio ?.
Im Falle der V+2 um ca. 15 Mio. ?.
Im Falle der V+3 um ca. 10 Mio ?.
Anders ausgedrückt: ein Anteil im Nominalwert von 100,00 ? an der V+1 ist nur noch 17,89 ? wert, bei der V+2 sind es sind es sogar nur noch 9,54 ? und bei der V+3 11,11 ?.

Hintergrund dieses massiven Verlustes an Anlegergeldern sind die umfassenden Neubewertungen der Beteiligungen der V+-Fonds. So sind die Beteiligungen an den Unternehmen AMVAC AG, der Grid TV ? Gesellschaften, 4 DForce GmbH, Proximus GmbH, GerroMed GmbH, RotorTec GmbH, BOT Aircraft AG, Indago GmbH, Euroferm GmbH, Hospita Medical AG, Exergy GmbH, ugichem GmbH, ErlaCos GmbH und Proximusda GmbH in den Bilanzen als wertlos aufgeführt. Weitere 14 Beteiligungen sind mit Werten teils deutlich unter 50 % aufgelistet.

Positiv stechen lediglich die Beteiligungen an der Axiogenesis AG, einigen MIG-Fonds, der Neuroconn GmbH, der Curadis GmbH, Fiagon AG, Magna Medics GmbH und der Apeptico GmbH heraus. Ob diese allerdings derart gewinnträchtig sein können, den Anlegern den Verlust von bis zu 90 % des Nominalwertes irgendwann zu ersetzen, ist völlig offen.

Vollkommen ungeklärt sind in den Bilanzen auch zwei weitere Punkte. So war noch in der Bilanz 2013 der V+2 eine Beteiligung an der Firma Govecs GmbH zu finden, sie betrug ca. 375.000,00 ?. In der Bilanz 2014 findet sich kein Wort zu dieser Beteiligung. Ebenso wenig findet sich in der Bilanz 2014 der noch 2013 mit 1,7 Mio ? aufgeführte Punkt ?Fertige Erzeugnisse und Waren?, hinter dem sich Edelmetalle vergeben sollten, die nach den vorherigen Bilanzen die Liquiditätsreserve des Fonds bilden sollten. Allerdings findet sich in der Bilanz 2014 ein Hinweis auf Erlöse aus dem Verkauf von Edelmetallen, eventuell ist also die Liquiditätsreserve aufgelöst.

Jahresabschlusserstellung gestaltet sich schwierig: Ermittlungsverfahren und Beschlagnahmung von Akten

Die Xolaris KVAG berichtet zudem in dem Jahresabschluss über große Schwierigkeiten bei der Erstellung der Bilanzen für das Jahr 2014. So sei zum einen eine Zuarbeit über die vorbefasste Metapriori GmbH überhaupt nicht erfolgt, die Vorgänge aus deren Tätigkeit konnten teilweise nicht rekonstruiert werden. Zum anderen, das wird aus dem eingeschränkten Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers deutlich, sind anscheinend im Zusammenhang mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren Akten durch die Ermittlungsbehörden beschlagnahmt.

Blicken V+ Anleger ratlos in die Zukunft?

Der Berliner Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, dessen Kanzlei bereits Dutzende Anleger der V+-Fonds vertritt, fordert weitere Aufklärung: ?Edelmetalle und Beteiligungen verschwinden spurlos aus der Bilanz, der Wert des Anlegerkapitals schrumpft auf teilweise unter 10 % ? und das alles bei Kostenquoten der Fondsverwaltung von über 20 % des Nettoinventarwertes. Wesentliche Geschäftsunterlagen verschwinden, gegen die Verantwortlichen ermittelt der Staatsanwalt. Unsere Mandanten sind in größter Sorge um das von ihnen eingesetzte Geld, für welches teilweise sichere Kapitalanlagen wie beispielsweise Lebensversicherungen aufgelöst wurden. Wir vermuten hier keine Fehlentscheidungen in Einzelfällen, sondern ein systemisches Versagen. Auch wenn die Xolaris hier vor großen Schwierigkeiten bei der Erarbeitung der Bilanzen steht, sollte hier maximale Transparenz herrschen und nicht der Verdacht aufkeimen können, es werden für die Anleger relevante Angaben verheimlicht.?

Kostenquote ? Kündigung von sicheren Altersvorsorgeinstrumenten ? Beratungspflicht

Der Jurist spielt damit auf zwei weitere Umstände an. Zum einen die extrem hohe Kostenquote der Fonds, die bei über 20 % des Nettoinventarwertes liegt, im Falle der V+2 bei 2,9 Mio ? laufenden Kosten allein für 2014. Bei einem Mittelzufluss aus Gesellschaftereintritten laut Bilanz von nur 4,3 Mio. ? bedeutet dies, das fast 75 % der ratierlichen Zahlungen der Gesellschafter für Kosten verwendet wurden. Zum anderen auf den von seinen Mandanten häufig vorgetragenen Sachverhalt, die von der V+ eingesetzten Vermittler hätten vorgeschlagen, bestehende sichere Altersvorsorgeinstrumente wie z.B. Lebensversicherungen aufzulösen und die daraus zurückfließenden Gelder bei der V+ einzulegen. Viele Mandanten nennen in diesem Zusammenhang zwei Dienstleister, der ihnen für die Kündigung nahegebracht worden sein soll: die Pacta Invest GmbH aus Landshut und die M1 Factoring GmbH aus Dresden.

?Anlagevermittler trifft eine erhöhte Beratungspflicht, wenn bestehende sichere Kapitalanlagen umgeschichtet werden sollen in unsichere und hoch spekulative Investments, sagt die Rechtsprechung. Nach Ansicht der Kanzlei Röhlke Rechtsanwälte muss dies umso mehr gelten, wenn die beauftragten Factoringunternehmen Teil des gesamten Vertriebskonzeptes und der Wertschöpfungskette der Anbieter sind?, meint Rechtsanwalt Röhlke. Der Jurist prüft diese Umstände und weist darauf hin, dass die ehemalige Geschäftsführerin der V+ Beteiligungs GmbH noch heute mit einem Beitrag aus 2009 im Internet zu finden ist, in welchem das Modell der Pacta Invest GmbH angepriesen wird.

Noch deutlicher sind die Querverbindungen anscheinend zur M1 Factoring GmbH. Nach den Aussagen der Bilanzen 2014 haben die V+-Fonds 1-3 insgesamt fast 6 Mio ? Inhaberschuldverschreibungen dieser Factoringgesellschaft gekauft ? bei einem Zinssatz von 3 % für die Wertpapiere. Dies entspricht nahezu dem Gesamtvolumen der von der M1 Factoring GmbH begebenen Schuldverschreibungen und sorgt fast vollständig für die Kapitalausstattung dieses Unternehmens. ?Ob diese Investition von den Investitionskriterien der Emissionsprospekte gedeckt ist, bezweifeln wir. Auch ist ein Zinssatz von 3 % bei einer anfänglichen und laufenden Kostenquote von über 20 % nach unserer Meinung nicht ausreichend, um Vorteile für die Anleger zu erzielen. Befremdlich empfinden wir auch die personellen Verquickungen: Geschäftsführer der M1 Factoring GmbH sind u.a. Frau Jutta Horetzky und Herr Markus Fischer. Horetzky war auch Geschäftsführerin der Indago GmbH, Leipzig, an der die V+2 beteiligt war. Fischer und Horetzky bildeten zusammen mit Herrn Tilo Braun auch die Geschäftsleitung der M1 Finanzdienstleistungs GmbH, Dresden. Braun wiederum wurde später Geschäftsführer der von der Xolaris so gescholtenen Metapriori GmbH, der ehemaligen externen Fondsverwaltung der V+-Fonds?, kritisiert Rechtsanwalt Böhlke.


#3 - Kommentar von Markus Fi am 28.06.2016 07:42
Alfred Wieder AG -Berichtet die Wirtschaftswoche ?

Lange hat man nichts mehr gegen den grauen Kapitalmarkt , deren große und führende Unternehmen in der Wirtschaftswoche gelesen. Nun, viele Unternehmen über die die Wirtschaftswoche berichten könnte, bleiben ja auch nicht mehr übrig. Jetzt also wohl die MIG Fonds mit Alfred Wieder aus München. Das zumindest hört man Gerüchteweise aus dem Umfeld der Wirtschaftswoche. Alfred Wieder ist sicherlich kein unumstrittener Marktteilnehmer und Vertriebsexperte am Grauen Kapitalmarkt, aber Alfred Wieder hat bei seinen ganzen Fonds immer deutlich gesagt Venture Capital, heißt im Umkehrschluss dass alle Anleger gewusst haben sollten das man auch Geld verlieren kann, zumal das auch noch aus den Prospekten hervorgeht. Das Credo des Unternehmens war es immer ? Die MIG Fonds verfolgen die Maxime: Substanz entscheidet? .

Alfred Wieder gehört zu den ?Urgesteinen? des grauen Kapitalmarktes, hat sich in diesem Markt sehr viel Anerkennung verschafft nicht zuletzt auch durch die Auswahl von hochqualifizierten Führungsleuten, wie Dr. Matthias Hallweger, der das Unternehmen nun seit geraumer Zeit führt.

Rückblick:Alfred Wieder hatte zum 8. Februar 2013 seine Ämter als Vorstand seines Spezialvertriebs für die Venture-Capital-Fonds der MIG-Reihe niedergelegt. Außerdem hatte Alfred Wieder seine Anteile am Emissionshaus HMW AG und der MIG Verwaltungs AG abgegeben. Bei der Alfred Wieder AG (AWAG) wiederum hat Alfred Wieder seine Anteile auf 24 Prozent reduziert und zwar über eine Verwässerung seiner Anteile, indem die HMW Emissionshaus AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung 76 Prozent der Alfred Wieder AG übernommen hat.

Aktuell

Die Alfred Wieder AG hat Hallweger gleich umbenannt in HMW Innovations AG und in die HMW Familie eingeführt. Damit begann auch eine neue Ära im Unternehmen, die Ära ?Hallweger?. In merklich ruhigeres Fahrwasser hat Dr. Hallweger die ganze Unternehmensgruppe in den letzten 2 Jahren geführt. Kaum etwas negatives hat man in dieser Zeit im Internet oder in den Medien gehört. Vielmehr hat Dr. Hallweger die verschiedenen Unternehmen unter der Marke ?HMW? zusammengeführt und mit dem MIG Fonds 15 seinen ersten alternativen Investmentfonds nach dem Kapitalanlagengesetzbuch am Markt begonnen anzubieten. Der graue Kapitalmarkt ist damit für die HMW-Gruppe mit ihren MIG Fonds abgeschlossen.

Nun aber könnte mit dieser Ruhe ?Schluss? sein. Wenn unsere Informationen so stimmen kümmert sich die Wirtschaftswoche gerade vor allem um die MIG Fonds. das natürlich mit dem Wissen von Heute um Kapitalanlagen von Gestern zu beurteilen. Natürlich ist man hinterher ?immer schlauer? .

Insbesondere kennt man aus dem Hause HMW die MIG Fonds.15 an der Zahl sind es bis zum heutigen Tage die das Unternehmen im Markt platziert hat. Der neueste Fonds des Unternehmens, der MIG Fonds 15, ist vollständig nach dem Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB) konzipiert und steht für die Anlageklasse ? Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen im Sinne des § 261 Abs.1 Nr. 4 KAGB. Die Funktion der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) nimmt die MIG Verwaltungs AG wahr. Bei HMW hatte es recht lange gedauert bis man den ersten KAGB Fonds sich hat genehmigen lassen. Dem ging wohl eine Grundsatzentscheidung im Hause HMW voraus ?wohin es denn zukünftig gehen sollte mit dem Unternehmen?. Nun, durch die Zulassung ist diese Entscheidung wohl auch bei HMW gefallen, man will in den weißen Kapitalmarkt hinein. Gute Entscheidung, denn den grauen Kapitalmarkt wird es in 2 Jahren nicht mehr geben. In den letzten 2 Jahren, so haben einige User angemerkt, hat die MIG Verwaltungs AG als Portfoliomanager der MIG Fonds kaum Unternehmen aus deren Investitionen verkauft, das auch weil man wohl den Zeitpunkt für einen optimalen Verkauf nicht gesehen hat. Genau das ist aber auch aus unserer Sicht wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen um ein Unternehmen zu verkaufen. Hier müssen sich die Anleger letztlich auf die Manager der Fonds verlassen, ebenso bei der Auswahl der Beteiligungen in die man investiert. Die BaFin hat bei der Prüfung des MIG Fonds 15 und der MIG Verwaltungs AG als Kapitalverwaltungsgesellschaft nach dem KAGB auch das Thema der Unternehmensauswahl für Investitionen und der Mehrfachinvestitionen mehrerer MIG Fonds in ein und dasselbe Beteiligungsunternehmen näher geprüft. Im konkreten Fall der MIG Fonds ist die Prüfung offenbar ohne Beanstandungen gelaufen. Die Wirtschaftswoche jedoch will genau hier ansetzen. Fazit: Die MIG Fonds sind am voll regulierten weissen Kapitalmarkt angekommen und weisen eine Reihe spannender Zielunternehmen auf. Zeit wird es für den einen oder anderen erfolgreichen Unternehmensverkauf, der letzte exit liegt schon mehr als zwei Jahre zurück. Dann sollten auch die Anleger wieder Geld durch Ausschüttungen erhalten. Mit der Anpassung an das KAGB sollte die Gruppe rund um die HMW als Fondsinitiator und Vertrieb mit der MIG Verwaltungs AG als externer Kapitalverwaltungsgesellschaft sich noch professioneller aufgestellt haben.

Quelle: https://www.diebewertung.de/alfred-wieder-ag-hmw-ag-der-feind-2015-der-wirtschaftswoche/

#4 - Kommentar von Thorsten Förster am 21.11.2016 12:59
Ich muss da mal ein paar Dinge klarstellen:

V+ hat nichts - aber auch gar nichts mit den MIG-Fonds zu tun! Also super hier darüber zu lesen - aber nicht wirklich hilfreich!

Herr Wieder hat weder mit der FondsKonzeption noch mit der Auswahl der Unternehmen zu tun! Also ist es schön über Herrn Wieder zu diskutieren, aber genau so wenig hilfreich, wie bei V+!

Die BaFin hat im letzten Jahr den MIG 15 und dieses Jahr den MIG 14 genehmigt. Beides AIF und somit im geregelten Kapitalmarkt. Die aktuelle Leistungsbilanz 2015 liegt vor und alle Unternehmensbewertungen liegen zum Teil deutlich höher als der Buchwert!

In 2015 wurden zwei Unternehmen erfolgreich verkauft. Im Februar 2106 wurde die BRAIN AG aus Zwingenberg erfolgreich an die Börse gebracht. Kürzlich wurde die Ganymed aus Mainz für 1,3 MRD Euro verkauft.
Die einzige Kritik, die berechtigt ist, ist dass der Verkauf der Unternehmen teilweise länger gedauert hat, als ursprünglich prognostiziert!

Wer dazu Fragen hat kann dass alles auf der Homepage der MIG-Fonds nachlesen, oder seinen Berater fragen!


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