
12.05.2009
Das wars: Hypo Leasing Maastricht insolvent
Die Hypo Leasing Maastricht, die in den vergangenen drei Jahren hunderte Deutsche um viele Millionen Euro betrogen haben soll, ist am Ende. Ein holländisches Gericht eröffnete heute gegen den Kreditvermittler (35 Mitarbeiter), der bis heute noch keinen einzigen erfolgreich vermittelten Kreditkunden vorweisen kann, das Insolvenzverfahren.
Neun Kunden aus Deutschland hatten die Hypo Leasing auf Rückzahlung von 1,6 Millionen Euro verklagt und bekamen Recht. Die Anwälte befürchten allerdings, dass die Kreditprojekte von Hypo Leasing mit der Insolvenz noch kein Ende finden, weil die Macher andere BVs (GmbHs) eröffnen können.
Der Geschäftsführer der Hypo Leasing Maastricht, Ex-Banker Marc Souren (41), schickte dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net heute folgende Stellungnahme zur Insolvenz: "Zutreffend ist der für uns unverständliche Umstand, dass einem gestellten Insolvenzantrag heute stattgegeben worden ist. Erstinstanzlich sind wir zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt worden.
Obwohl das Berufungsverfahren anhängig und der eingeklagte Betrag bei unserer Bank hinterlegt worden ist, wurde der Insolvenzantrag von eben diesen Kunden gestellt und weiter betrieben. Es erfolgt nunmehr eine entsprechende Prüfung. Für unsere Kunden wird sich dies nicht negativ auswirken, da wir zwecks Absicherung für diese, die Verträge auf entsprechende Objektgesellschaften übertragen. Somit wird deutlich, dass die Übertragung auf Objektgesellschaften gerade dem rechtlichen Schutz unserer Kunden dient. Wir gehen von einem positiven Fortgang der Angelegenheit aus."
Ein Unternehmenssprecher teilte GoMoPa darüber hinaus mit, dass die Hypo Leasing Maastricht 700.000 Euro für den Insolvenzverwalter hinterlegt habe. Hinzu kämen diverse Grundstücke. Außerdem hätte die Hypo Leasing Maastricht bei deutschen Kreditantragstellern noch Außenstände in beträchtlicher Höhe einzutreiben. Allein gegenüber einem deutschen Kunden belaufe sich die Forderung der Hypo Leasing auf 900.000 Euro. Die Ansprüche der neun Kläger lägen damit unter der vorhandenen Insolvenzmasse. Aber das müsse man alles erst noch ganz genau durchrechnen.
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