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14.05.2009
Die Geldhexen von Berlin

Es gibt 4000 Clubs in Deutschland, 800 davon ausschließlich für Frauen und davon wiederum nur einen einzigen im Internet: den Hexensabbatclub aus Berlin. 35 Frauen aus allen Berufssparten zocken in diesem Investmentclub nur für Frauen um beste Kurse auf dem Aktienmarkt. Ihr Motto lautet: Geld tut Frauen richtig gut. Im Interview mit dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net erklärt die Club-Geschäftsführerin Henrike von Platen (38) den gar nicht faulen Zauber ihrer Berliner Finanzhexen.

GoMoPa: Hat Ihr Investmentclub Erfolg?

Von Platen: Das kann man wohl sagen. Verschiedene Statistiken besagen, dass Männer vielleicht mehr wissen, aber Frauen die besseren Anleger sind. Wir haben trotz Krise in diesem Jahr im ersten Quartal ein Plus von 11,57 Prozent.

GoMoPa: Wie machen Sie das?

Chefhexe Henrike<br />von Platen<br />©von Platen
Chefhexe Henrike
von Platen
©von Platen
Von Platen: Zum einen setzen wir auf die Klassiker wie Wackerchemie, Gazprom, den Ölplattformhersteller Schlumberger, Bayer, Thyssen und Hochtief. Zum anderen haben wir auch Mut zu Unbekanntem. Unser bestes Rennpferd ist die Aktie von Zhongde Waste Technology. Das ist ein chinesischer Müllentsorger. Er betreibt Verbrennungsanlagen für klinische Abfälle, Hausmüll, Industrie- und Sondermüll. Am 9. Januar 2009 kauften wir die Aktie für 11,44 Euro, jetzt steht sie bei 15,44 Euro. Das sind 35 Prozent Gewinn.

GoMoPa: Wieviel Geld haben Sie zum Zocken?

Von Platen: Unser Volumen liegt noch bei unter 100.000 Euro. Das liegt daran, dass wir nur 36 Frauen sind und der Clubbeitrag nur bei 30 Euro im Monat liegt. Der Eintritt in den Club kostet einmalig 300 Euro.

GoMoPa: Warum lassen Sie keine Männer zu?

Von Platen: Als wir den Club vor neun Jahren gründeten, sollte es eigentlich eine gemischter Investmentclub werden. Der Vorteil des Geldanlegens in einem Club liegt ja im gemeinsamen Wissen, das durch den Input jedes einzelnen wächst. Zufällig kamen am Anfang nur Frauen. Und die kamen so richtig aus sich raus, weil eben kein Mann dabei war. Männer stellen sich gerne dar. Und viele Frauen halten in Anwesenheit von Männern ihren Mund, trauen sich nicht, naive oder scheinbar dumme Fragen zu stellen. Frauen sprechen gern mal einfach aus dem Bauch heraus. Deshalb wollten wir eine eigene Frauenrunde. Und wir verzichten natürlich nicht auf Männer. Wir laden sie gern als Gäste zu Vorträgen ein. Bei den Investitionsberatungen, die wir monatlich haben, bleiben wir unter uns.

GoMoPa: Reden Sie sich untereinander als Hexen an?

Von Platen: Bei der Begrüßung sage ich schon in die Runde liebe Hexen. Einige Damen mögen das zwar nicht besonders, aber wir haben den Namen Hexensabbat bewusst an den Börsenbegriff angelehnt. An der Börse nennt man Hexensabbat (Triple Witch) den dritten Freitag vor Quartalsende. Dann beginnt das große Zittern bei den Börsen-Spekulanten. Wenn die Privatanleger auf das falsche Papier gesetzt haben, verfallen ihre Optionen zum Beispiel Wertpapiere zu einem bestimmten Kurs kaufen zu dürfen und der Einsatz ist verloren.

GoMoPa: Wenn Sie als Club nicht an die Börse dürfen, wo kaufen Sie denn Ihre Aktien ein?

Von Platen: Bei e-trade im Internet. Abgerechnet wird über die Software teaminvest.de von Dr. Haagen.

GoMoPa: Gehen Sie denn gern Risiken ein?

Von Platen: Nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wir haben einen Risiko-Stopper in unseren Anlagen als Maß eingesetzt. Geht eine Aktie 15 bis 20 Prozent nach unten, steigen wir aus. Wir kaufen also eine Aktie für 10 Euro und setzen den Stopper bei 8 Euro. Steigt die Aktie auf 11 Euro, steigt auch der Stopper auf 9 Euro, um nicht rückwärts zu gehen. Unsere Risikiobereitschaft beträgt also zwei Euro, wenn wir zehn Euro einsetzen.

GoMoPa: Von welchen Aktien haben Sie sich wegen der Stopper schon getrennt?

Von Platen: RWE, Allianz, Apple und Windenergie Vestas.

GoMoPa: Sind denn im Hexensabbat Club alle Frauen Unternehmerinnen?

Von Platen: Nein, es sind Frauen, die für ihr Alter vorsorgen oder einfach nur ihr Taschengeld aufbessern wollen. Die Jüngste ist 30, die Älteste ist mitte 70. Die meisten sind Angestellte. Die Berufe sind Biologin, Bankerin, Steuerberaterin, Dolmetscherin, Juristin, Spaziergängerin, Apothekerin, Ärztin, kaufmännische Angestellte, Kommunikationsfachfrau. Ich selbst bin Vorstandsvorsitzende der Freudenberg AG, über die Sie schon berichtet haben, weil wir die einzige Null-Gewerbe-Steueroase in Deutschland in Freudenberg bei Berlin verwalten.

GoMoPa: Haben Sie auch schon mal mehr als 20 Prozent vom Einsatz verloren?

Von Platen: Leider gleich im Gründungsjahr 2000. Da verloren wir 50 Prozent, als seinerzeit die Internetblase platzte.

GoMoPa: Warum haben Sie weitergemacht?

Von Platen: In jeder Krise gibt es Branchen, die Gewinne machen. Und wir geben doch nicht auf.

GoMoPa: Worüber ärgern Sie sich als Club-Chefin?

Von Platen: Dass wir keinen Kontakt zu andern Investmentclubs haben, obwohl es Tausende gibt. Bitte meldet euch, wir suchen dringend Anschluss!

GoMoPa: Das klingt ja fast wie ein Hilferuf, brauchen denn Investmentclubs eine Lobby?

Von Platen: Ja, es gibt ein großes Ärgernis. Die Bundesaufsicht für Finanzwesen hat für Clubs eine Sonderregelung geschaffen, was ich grundsätzlich natürlich begrüße. Danach brauchen Clubs für Dividenden und Zinsen unter 300 Euro keine 25 Prozent Abgeltungssteuer abführen. Nur welcher Club ist davon betroffen? Kaum einer liegt unter 300 Euro. Wir brauchen für Clubs eine generelle Befreiung von der Abgeltungssteuer. Denn wir sind eine GbR und die einzelnen Mitglieder führen später sowieso bei ihren Steuererklärungen die Abgeltungssteuer mit ab. Das Problem der Doppelbesteuerung und der damit verbundene Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand ist insbesondere für kleine Clubs sehr hoch. Wenn schon der Club vorab die Abgeltungssteuer abführt, ist der Liquiditätsvorteil der Clubmitgliedschaft dahin. Keine Abgeltungssteuer beim Club würde mehr Liquidität bedeuten, also mehr Gewinn möglich machen und damit später auch zu mehr Steuerabgaben von den Mitgliedern führen, durchaus also auch für das Finanzamt von Vorteil sein. Dafür müssen sich alle Clubs stark machen.

GoMoPa: Frau von Platen, vielen Dank für das Interview.

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