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02.06.2017
Mount Whitney: LG Berlin verurteilt Volker Tabaczek wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung

ConventVolker Tabaczek (56) aus Gräbendorf bei Berlin wurde am 22. Mai 2017 zur Rückzahlung von rund 27.300 Euro an einen Anleger des Private Placements der Mount Whitney Group aus Las Vegas verurteilt, da er laut Urteil, "in sittenwidriger Weise dem Kläger vorsätzlich Schaden zufügte, indem er durch Missbrauch seiner wirtschaftlichen Macht das Anlagegeld des Klägers vorenthält." Am Ende einer langen Schadensersatz-Verhandlung vor dem Berliner Landgericht (Tegeler Weg 17 in Charlottenburg) löste sich das dicke Gestrüpp aus Firmen, Verträgen, anwaltlichen Treuhandkonten und Verleumdungslegenden, das Volker Tabaczek (56) aus Gräbendorf bei Berlin zwischen sich und einem Anleger aus Hessen gelegt hatte, um ja nicht dessen Gelder zurückzahlen zu müssen, in Luft auf.

Tabaczek muss nun trotz seiner permanenten Weigerung dem Anleger rund 27.300 Euro nebst 5 Prozent Zinsen über dem Basissatz seit dem 7. Februar 2016 zurückzahlen, die der Anleger im Jahr 2013 im Vertrauen auf eine in Aussicht gestellte monatliche Verdoppelung seines Kapitals bei der US-amerikanischen Stiftung Mount Whitney Group mit Sitz in Las Vegas investiert hatte (Urteil des Landgerichts Berlin vom 22. Mai 2017, Geschäftsnummer: 11 O 30/15).

Tabaczek wurde laut Urteil deshalb zur Rückzahlung verurteilt:

Zitat:


da er in sittenwidriger Weise dem Kläger vorsätzlich Schaden zufügte, indem er durch Missbrauch seiner wirtschaftlichen Macht das Anlagegeld des Klägers vorenthält.


Volker Tabaczek wollte das Geld einfach nicht zurückzahlen. Aber er könne laut Einzelrichterin Claudia Bach (47) von der Zivilkammer 11 des Landgerichts Berlin bei den an ihn gerichteteten Schadensansprüchen nicht einfach auf eine Vertragskette verweisen, die er doch selbst geschaffen habe.

Einzelrichterin Bach:

Zitat:


Denn nach Ansicht des Gerichts benutzt der Beklagte die Konstruktion gerade, um den Kläger zu schädigen, indem er auf diese Weise einen Grund zum Behalten des Geldes konstruierte, so dass der Kläger den Beklagten auch direkt in Anspruch nehmen kann.


So kam es, dass vor dem Berliner Landgericht am Ende nicht die Mitangeklagten in der Regresspflicht standen,

wie der zwischengeschaltete Finanzchef Michael Rudolf (66) aus Berlin Rudow (Geschäftsführer COO der TI Technologie und Investment Consulting Corp. und laut eigenem Xing-Profil Direktor der Finanzabteilung der Mount Whitney Corp.)

und Tabaczeks Ehefrau Sofie Schützeichel, die sich in E-Mails als "Finance Department" und "Board member oft the group" bezeichnete,

und Patrycja Ryfa aus Berlin Wilmersdorf (Dolmetscherin und Assistentin der Geschäftsleitung der Mount Whitney Consulting Corporation), die geplant habe, mit Tabaczek und Sofie Schützeichel in die USA umzusiedeln.

Sondern im Rampenlicht der Schuld stand am Ende Volker Tabaczek ganz allein.

Denn Tabaczek konnte sich nicht hinter einer Konstruktion mit einer fremden Firma verstecken, bei der er angeblich mit den Anlegern gar nichts zu tun habe.

Für Richterin Bach spielte es gar keine Rolle, ob das Geld auf einem anwaltlichen Treuhandkonto einer TI Corp. oder auf einem Konto der Mount Whitney Group liegt:

Zitat:


Fakt bleibt, dass das Geld sich allein im Zugriffsbereich des Beklagten zu 2) (gemeint ist Tabaczek - Anmerkung der Redaktion) befindet, der als Trustee der Gesellschaft hierüber entscheiden kann.


Im Gericht stolperte Tabaczek über sein eigenes Rollenspiel.

Mit den Anlegern habe er nach seiner Darstellung ja deshalb nichts zu tun, da er als Treuhänder (Trustee) des Mount Whitney Trusts lediglich das Vermögen der TI Corp. verwaltet habe. Wegen fehlender Nachweise über die Herkunft des Geldes und wegen angeblich nicht mit ihm abgestimmter Renditeversprechen habe er am 31. Oktober 2014 den Vertrag mit der TI Corp. gekündigt.

In dem Kündigungsschreiben kündigte die Mount Whitney LLC gegenüber der TI Corp. die Rückzahlung der eingezahlten Gelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro an, abzüglich 5 Prozent Kostenerstattung und abzüglich bereits geleisteter Gewinnausschüttungen.

Insbesondere in seiner selbst in den Verträgen eingeräumten Rolle als Treuhänder hätte Tabaczek die Pflicht gehabt, die lediglich doch nur verwalteten Gelder nach der Kündigung sofort auszuzahlen.

"Verleumdungskampagne"

Aber laut Tabaczeks Anwalt sei der Mount-Whitney-Firmengruppe durch eine "groß angelegte Verleumdungskampagne ein massiver Schaden entstanden". Auch gegenüber der TI stehe ihr Schadensersatz zu. Bis zur Klärung stehe "der Mount Whitney Firmengruppe nach US-amerikanischem Recht an den Geldern des Vertragspartners ein Zurückbehaltungsrecht zu". Deshalb zahle sie keine Gelder aus.

Dieser Auffassung entgegnete Richterin Bach in ihrer Urteilsbegründung: Tabaczek habe doch das Verhalten der Anleger und ihres Anwalts erst veranlasst. Die Richterin führte aus:

Zitat:


Nachdem er die Auszahlung der Gelder im Kündigungsschreiben vom 31. Oktober 2014 angekündigt hatte und in der Folge nicht umsetzte, schlossen die Anleger daraus, dass er sie um ihr Geld "bringen" wollte.

Ihm beziehungsweise der Mount Whitney LLC stand zu diesem Zeitpunkt kein Recht zu, das Geld weiter zu blockieren.

Dass die Anleger dann die Auszahlung mit Nachdruck und auch unter Androhung rechtlicher Mittel forderten, ist ihr gutes Recht.

Insbesondere ist gerade die Einschaltung von Strafverfolgungsbehörden im Verdachtsfall ein legitimes Mittel. Diesen Verdacht hat der Beklagte gerade selbst begründet, da er nach Kündigung des SAMA (Subscription & Asset Management Agreements - Treuhandvertrag mit der TI Corp. - Anmerkung der Redaktion) und damit dem Wegfall seiner Treuhänderverpflichtung das Geld grundlos über mehr als 2 weitere Monate behielt.

Die Auszahlung nun davon abhängig zu machen, dass die Anleger keine Strafanzeige gegen ihn erstatten, könnte schon den Verdacht einer Nötigung begründen, ist aber zumindest sittenwidrig.

Der Beklagte zu 2) möge sich vor Augen führen, dass die Anleger erst tätig wurden, als er durch sein Verhalten die Rückzahlung der Anlagegelder ohne Rechtsgrund (da SAMA gekündigt war) verweigerte.

Sollte der Mount Whitney LLC tatsächlich Schaden aus dem Verhalten der Anleger entstanden sein, so ist dies die Folge aus dem vertragswidrigen Verhalten der Mount Whitney und des Beklagten zu 2) als Treuhänder.


Die Richterin fasste Tabaczeks wohl tatsächliche Rolle dann so zusammen:

Zitat:


Er verwaltet lediglich fremdes Geld und enthält es den Berechtigen vor.


Nach Recherchen des MDR-Magazins Exakt sollen laut Berlin Journal rund 40 Privatleute noch auf ihr Geld von Tabaczek warten. Es geht um rund fünf Millionen Euro, bei denen eine versprochene Kapitalvermehrung ausblieb. Auch auf die Rückzahlung warten die Anleger vergeblich. Die meisten geprellten Anleger kommen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Tabaczek kann nach Ansicht des Gerichts nicht die Verantwortung auf die TI Corp. abwälzen, da er das ganze Konstrukt inklusive der TI Corp. und Büros in Berlin erschaffen habe und daher wusste, dass die Gelder gar nicht der TI Corp. gehören, sondern den Anlegern.

Richterin Bach führte dazu in der Urteilsbegründung aus:

Zitat:


Der Beklagte zu 2) hat selbst die Konstruktion entwickelt, indem er Vermittler schulte, die Geld der Anleger akquirieren und der TI Corp. mittels eines Subscription & Asset Management Agreements (SAMA) zuführen sollten.

Die TI Corp. sollte dann nach den vom Beklagten zu 2) im SAMA getroffenen Regelungen dieses auf Herkunft überprüfen und "gebündelt" der Mount Whitney LLC zur Verfügung stellen.

Der Beklagte zu 2) wusste demnach, dass das Geld, dessen Rückzahlung er der TI Corp. verweigerte, das Geld der Anleger war.

Im Rahmen des Schadensanspruchs sind diese nicht auf die Vertragskette, die der Beklagte zu 2) geschaffen hatte, zu verweisen.


Sondern allein auf ihn, Volker Tabaczek. Der Trustee der Mount Whitney Group hat noch bis zum 29. Juni 2017 Zeit, gegen das Urteil Revision beim Berliner Kammergericht einzulegen.

Unabhänging davon ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft seit zweieinhalb Jahren in dem Fall unter dem Aktenzeichen 244 Js 1768/14. Anfang vorigen Jahres kam es bei Tabaczek und Rudolf zu Hausdurchsuchungen.

Inzwischen hat auch das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen Volker Tabaczek und dessen zweite Frau und Helferin Sofi Schützeichel aufgenommen, weil die beiden über die leere Vorratsgesellschaft Seascape LLC aus Las Vegas, die laut Handelsregistereinträgen und Firmenschildern der Mount Whitney Group zuzurechnen ist, in bar ein Doppelgrundstück direkt am Ostseestrand in Kühlungsborn anzahlten, um eine Villa Sofie zu errichten. Das Geschäft platzte, wie das Berlin Journal berichtete.

Im vorigen Jahr gab es ein 1. Zivilprozessurteil auf Schadensersatz gegen beide Verantwortliche: Tabaczek und Rudolf.

Das Landgericht Berlin (Aktenzeichen 31 O 101/15) hatte Tabaczek und Rudolf verurteilt, einer Anlegerin der in Berlin gegründeten Geschädigtengemeinschaft Tulpe 263 (25 Anleger, die in den letzten Jahren 9 Millionen Euro an die Mount Whitney Group eingezahlt haben) die Geldeinlage zurückzuzahlen. Das Geld sei auf das Konto der Mount Whitney Group eingezahlt worden und von dort auf ein Konto der Firma TI Incorporation von Michael Rudolf weitergeleitet worden. Beide konnten keinen Nachweis über die Verwendung des Geldes beim Landgericht Berlin vorlegen.

Tabaczek weigerte sich, einen Kontoauszug vorzulegen, so dass der Richter von einer Zweckentfremdung ausgehen musste und die Rückzahlung anordnete. Mount-Whitney-Finanzchef Rudolf vermietet eigentlich mit seiner Frau in Berlin-Rudow im Eigenheim Monteurszimmer.

Und der einstige Thüringer Radrennfahrer Tabaczek versucht sich seit letztem Jahr mit einem ebenfalls in US-Bundesstaat Nevada gegründeten On the Rockz Diamond Trust im Diamantenhandel. Nun denn...

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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Draufhinweiser am 02.09.2017 14:01
Nicht beim bösen Dr. Schute oder beim gefährlichen Maurischat findet man diese Zeilen über den mumasslichen Berufsbetrüger Volker Tabaczek, sondern auf einer quasi halbstaatlichen Seite: Stiftung Warentest!

Hier der köstliche Bericht!

Bei grenz?über?schreitenden Investments haben es Anleger oft schwer, ihre Rechte durch?zusetzen. Das zeigt auch das Beispiel der Mount-Whitney-Gruppe aus den USA. Führender Kopf ist der Ex-DDR-Radsportler Volker Tabaczek.

Er stellte dem Fußball?ver?ein Energie Cott?bus Millionendarlehen in Aussicht und lockte Anleger mit vermeintlich lukrativen Immobilien?investments. Stets waren Firmen mit Sitz in den USA beteiligt ? und stets lief es am Ende anders als geplant. Ein Lehr?stück über Geld?anlage im Ausland.

Große Ideen, riesige Beträge

Volker Tabaczek verströmt eine Aura des Erfolgs. Bisher jedenfalls war das so. Als Radsportler feierte er in der ehemaligen DDR Erfolge. Seit Jahren gelingt es ihm im Finanz?bereich, andere von seiner Expertise und der Groß?artig?keit seiner Ideen zu über?zeugen. Groß sind sie stets, seine Ideen.

Dem Bürgermeister in Kühlungs?born an der Ostsee präsentierte Tabaczek 2015 Pläne für eine gigantische Seebrücke; Sport?funk?tionären des FC Energie Cott?bus versprach er 2005 Millionendarlehen, Privat?anlegern als Chef der Mount-Whitney-Gruppe 2013 lukrative Investments.

Keine Finanz?aufsicht kümmert sich

In allen Fällen spielten Firmen mit Sitz in den USA eine Rolle ? und in allen Fällen lief es nicht wie geplant. In Kühlungs?born blieb das Projekt mit dem Namen ?Para?dise Island? unver?wirk?licht.

Energie Cott?bus bekam den Kredit nicht, die Mount-Whitney-Anleger warten auf Zahlungen. Der schil?lernde Fall Mount Whitney zeigt exemplarisch, wie schwer es für Anleger ist, von Deutsch?land aus wieder an ihr Geld zu kommen. Wenn es erst einmal die Landes?grenzen über?quert hat, ist keine Aufsichts?behörde dafür zuständig, dem Anbieter auf die Finger zu sehen oder das Anla?geangebot unter die Lupe zu nehmen.

In Kühlungs?born stellte sich Tabaczek 2015 als Investor vor. Aus der angekündigten Seebrücke der Superlative mit dem Namen ?Para?dise Island? wurde aber nichts.
Angeblich sagenhafte Geschäfte

Ungewöhnliche Angebote wirken oft besonders attraktiv, versprechen sie doch außer?ordentliche Ergeb?nisse. Die Investment?programme der Mount-Whitney-Gruppe etwa sollten hohe Renditen abwerfen, weil Anleger damit Zugang zu einer Welt erhielten, die ihnen sonst verschlossen blieb. Die auf Finanzen spezialisierte Mount-Whitney-Gruppe hatte zum Beispiel nach eigener Darstellung Zugang zu lukrativen Geschäften, unter anderem mit Immobilien?projekten in den USA.

Geld floss ins Ausland

Anleger durften sich glück?lich schätzen, wenn sie als Kunden aufgenommen würden, diesen Eindruck erweckten jedenfalls die Unterlagen im Jahr 2013. Mount Whitney gewährte ihnen je nach Kapital?einsatz unterschiedliche Zugangs?möglich?keiten zu den Mount-Whitney-Programmen. Vermittler machten ihren Kunden die Angebote schmack?haft. Anleger mit einer Anlagesumme unter 1 Million Dollar sollten Verträge nicht direkt mit Mount Whitney, sondern mit ihrer Koope?rations?part?nerin TI Technologie & Investment Consulting Corp. (TI-Corp.) mit Sitz in Beaverton im US-Staat Oregon abschließen. Die TI-Corp. sollte diese Beträge dann für Mount Whitney bündeln.

Kleiner Einsatz, große Gewinne?

Ein Eindruck von Welt?läufigkeit. Der Mount Whitney, der höchste Berg Kaliforniens, und Welt?karten zieren Informations?material der US-Firmen.

Eine ?Chance? darauf, ?auch mit kleinem Geldbeutel? Gewinne zu realisieren, die in der Europäischen Union ?kaum möglich sind?, so pries Michael Rudolf, Chef der TI-Corp., Geschäfts?part?nern per E-Mail ein Investment bei der Mount-Whitney-Gruppe an. Die Kehr?seite: Das Geld der Anleger floss an Gesell?schaften mit geringen Veröffent?lichungs?pflichten in einem Land mit fremder Sprache und fremden recht?lichen Rege?lungen. Es war gedacht für Investments, die nichts mit den herkömm?lichen, streng regulierten Spar?einlagen oder Investmentfonds zu tun haben. Mit dem Anleger?schutz ist es daher nicht weit her. Außerdem lassen sich dann eigene Rechte schlecht durch?setzen.

TI-Corp und Mount Whitney

Das war den Anlegern noch nicht bewusst, als ihnen die TI-Corp. ?Branch Germany? in Berlin im Sommer 2013 in einem Brief die Aufnahme ?in das Programm des Mount Whitney Trustes? zusagte. Wie viele dem Lock?ruf folgten und wie viel Geld sie insgesamt bereit?stellten, ist nicht bekannt. Die TI-Corp. bat darum, das Geld auf ein Bank?konto des Mount Whitney Trusts in den USA zu über?weisen. Mount Whitney sollte dem Schreiben zufolge spektakuläre Ergeb?nisse damit erzielen: ?Die hierbei prognostizierte Kapitalisierungs?regenerierung wird eine monatliche Verdopp?lung Ihres Kapital?einsatzes sein.? Ein Teil davon stand Mount Whitney und TI zu. Ein Teil sollte den Anlegern ausgezahlt werden. Der Groß?teil davon sollte erst einmal in weitere Projekte gesteckt werden und bis zum Laufzeit?ende in den USA bleiben.

Recht der USA sollte gelten

Die Klausel, die den Anlegern und der Justiz heute das Leben schwer macht, stand ganz am Ende der Verträge: Es gälten dafür die Gesetze der Vereinigten Staaten. Sowohl Mount Whitney als auch die TI-Corp. hatten aber Büro?adressen in Berlin. Vertrauens?erweckend war außerdem, dass sowohl TI-Chef Rudolf als auch der Chef von Mount Whitney, Volker Tabaczek, Deutsche waren und sich in der Bundes?republik aufhielten.

Rück?abwick?lung angekündigt

Der Start verzögerte sich allerdings. Die TI-Corp. begründete das 2014 gegen?über den Anlegern unter anderem damit, dass die Investoren wegen US-Gesetzen zur Geld?wäsche und Terrorismusbekämpfung erneut über?prüft werden müssten. Weil weniger Geld als erhofft über die TI-Corp. angelegt worden sei, müssten die Investitions?pläne geändert werden. Anleger erhielten die erwarteten Auszahlungen, aber nur für eine kurze Zeit.

Angebliche ?Vertrags?verletzungen? durch Mitinvestoren

Dann gab es weitere Schwierig?keiten. Später war in Schreiben der TI-Corp. an die Anleger sogar von ?Vertrags?verletzungen? durch Mitinvestoren die Rede. Der Mount Whitney Trust werde daher den Vertrag mit der TI-Corp. kündigen beziehungs?weise ihn rück?abwickeln. TI werde den Anlegern kündigen und das Kapital abzüglich Gebühren auszahlen.

Schwarzer-Peter-Spiel lässt Forderungen ins Leere laufen

Die Über?weisung aus den USA ließ aber auf sich warten. Für Anleger begann die Suche nach dem Verbleib ihres Geldes. Die TI-Corp. verwies sie an Mount Whitney, weil das Geld ja dahin geflossen war und TI-Corp. den Vertrag mit ihnen gekündigt hatte. Mount Whitney wiederum ließ sie wissen, sie hätten keinen Vertrag mit ihr, sondern mit der TI-Corp. Die Anleger liefen mit ihren Forderungen ins Leere. Was sie aber entdeckten, war ein Geflecht an Firmen mit Bezug zur Mount-Whitney-Gruppe und Volker Tabaczek.

Ermitt?lungen im Ausland schwierig

Anleger erstatteten ab 2014 Straf?anzeige und reichten Schaden?ersatz?klagen unter anderem gegen Tabaczek und Rudolf in Berlin ein. Seither kämpfen nicht nur sie sich durch die komplexen Vertrags?werke, Firmens?trukturen und US-Vorschriften, sondern auch die Staats?anwalt?schaft und das Land?gericht Berlin. Einige Geschädigte sind frustriert über die Dauer. Ein wichtiger Grund ist der Auslands?bezug.

Bürokratie zieht Verfahren in die Länge

Außer?halb der Landes?grenzen müssen Ermittler die zuständigen Behörden vor Ort um Rechts?hilfe ersuchen. Das gehe ?regel?mäßig schon wegen der erforderlichen stark formalisierten Abläufe mit einem gewissen zeitlichen Aufwand? einher, erläutert die Staats?anwalt?schaft Berlin. Sie bestätigte gegen?über Finanztest Ermitt?lungen wegen gewerbs?mäßigen Betrugs, unter anderem gegen Tabaczek und Rudolf.

Die zuständige Stelle im ausländischen Staat prüfe, so die Berliner Ermittler weiter, ob Rechts?hilfe gewährt werde, was längere Zeit dauern könne. Häufig komme es zu Nach?fragen, ?die wiederum auf dem Rechts?hilfeweg zu beant?worten sind?. Erst wenn die Hilfe bewil?ligt ist, führen die Behörden im Ausland Ermitt?lungs?maßnahmen durch.

Ausländische Auskünfte stehen aus

Das kann noch dauern. Vor Jahren hatte Volker Tabaczek mit einem Anlagemodell in Mallorca zu tun, damals über die US-Firma US Financial Group. Es scheiterte 2008. Seit August 2012 führt die Staats?anwalt?schaft Baden-Baden ein Ermitt?lungs?verfahren wegen Verdachts auf Anla?gebetrug. ?Das Ermitt?lungs?verfahren in Baden-Baden gegen Herrn Tabaczek wurde bereits vor etlichen Monaten einge?stellt?, teilt Tabaczeks Anwalt mit. Gegen andere Beschuldigte aber offen?bar nicht: ?Die Ermitt?lungen dauern derzeit noch an?, teilte die Behörden?sprecherin auf Anfrage von Finanztest mit. Auch sie beschreibt den Aufwand: ?Unter anderem wurden Rechts?hilfeer?suchen an die zuständigen Behörden auf Mallorca gestellt, deren Ergebnis zum Teil noch aussteht.?

Wegen schweren Betrugs verurteilt

Ein noch älterer Fall ist abge?schlossen: Dem Fußball?klub FC Energie Cott?bus versprach Volker Tabaczek Anfang 2005 ein Millionendarlehen über die US Financial Group aus den USA. Dafür müsse der Verein aber erst einmal 300 000 Euro bereit?stellen, um die Finanzierungs?kosten zu decken. Die Fußball-Verantwort?lichen vertrauten ihm und über?wiesen das Geld. Nun ist es weg, Kredit bekam der Verein nicht. Tabaczek verwendete es zum Teil, um eigene Schulden zu begleichen. Das Land?gericht Cott?bus verurteilte Tabaczek im Juli 2007 wegen schweren Betrugs zu einem Jahr und elf Monaten Gefäng?nis auf Bewährung.

Der Bundes?gerichts?hof bestätigte im November 2008 die Entscheidung, die Frei?heits?strafe zur Bewährung auszusetzen. Das Land?gericht habe sich davon über?zeugt, ?dass sich der als Finanz?vermittler krass über?schätzende, nur gering?fügig vorgeahndete? Tabaczek ?vom Straf?urteil beein?druckt zeigen wird und ihm klar geworden ist, in welchem Umfang er den Bereich der ?seriösen Anlage?vermitt?lung? verlassen hat?.

Gegen?über Finanztest hält sich Tabaczek bedeckt

Tabaczeks Anwalt antwortete auf unsere Anfrage zwar, ließ Fragen zum Ermitt?lungs?verfahren in Berlin und dem Fall Cott?bus aber inhalt?lich unbe?antwortet. Anleger sind ratlos: Anscheinend streiten Tabaczek und Rudolf. Tabaczek, so der Anwalt, habe keinen der klagenden Anleger geworben, die sich in einer Interes?sens?gemeinschaft zusammen?geschlossen hätten, ?geschweige denn einen Vertrag über die Teil?nahme an einem Private Placement Programm geschlossen?. Vertrags?partner und Ansprech?partner für sie sei ?die TI des Herrn Rudolf?. Tabaczek trug in einem Anleger?prozess vor, die TI habe auch unauto?risierte Rendite?angaben gemacht.

Aussage steht gegen Aussage

Rudolf wiederum hatte nach Angaben seines Rechts?anwalts ?keinerlei Beteiligung am Anwerben der Anleger, er kannte sie damals gar nicht?. Rudolf habe ?keinerlei Zugriff auf die Gelder und bündelte vertraglich die kleineren Anlagen unter 1 Million US-Dollar und sicherte im Rahmen die Geld?wäsche?nach?weise für die Mount Whitney in USA?. Danach habe er erst wieder Auszahlungen nach Beteiligungs?höhe und Dauer verteilt.

?Verleumdungs?kampagne?

Laut Tabaczeks Anwalt sei der Mount-Whitney-Firmengruppe durch eine ?groß angelegte Verleumdungs?kampagne ein massiver Schaden entstanden?. Auch gegen?über der TI stehe ihr Schaden?ersatz zu. Bis zur Klärung stehe ?der Mount Whitney Firmengruppe nach US-amerikanischem Recht an den Geldern des Vertrags?part?ners ein Zurück?behaltungs?recht zu?. Deshalb zahle sie keine Gelder aus.

Urteil des Land?gerichts Berlin

Auch Ende März 2017 argumentierte der Anwalt ähnlich ? in einem Schaden?ersatz?prozess eines Anlegers vor dem Land?gericht Berlin. Die Einzel?richterin sah darin einen ?Zirkel?schluss?: Tabaczek verwalte das Geld des Trusts, das den Anlegern zustehe, zahle es aber nicht mit Hinweis auf ?Vertrags?verletzungen? der TI und der Anleger. Das Vorgehen der Anleger resultiere aber gerade daraus, dass sie ihr Geld noch nicht erhalten hätten. Sie hat Zweifel daran, dass das Geld zurück?behalten werden darf. Noch steht nicht fest, wann sie ihr Urteil spricht.

Gemischte Bilanz

Die Bilanz der Anlegerklagen ist bislang gemischt. Zwei Klagen sind abge?wiesen. In einem Fall gemäß einem Urteil aus dem August 2016 müssen Tabaczek und Rudolf einer Anlegerin das nicht ausgezahlte Kapital samt Zinsen zahlen. Sie haben aber Rechts?mittel einge?legt. Immerhin sah sich das Land?gericht Berlin als zuständig an, weil Rudolf in Berlin wohne. Tabaczek nannte in einem Verfahren Ende 2016 eine Adresse in der Bundes?republik. Um einen Rechts?streit in den USA kamen die Kläger im Fall TI/Mount Whitney somit trotz vereinbartem Gerichts?stand in den USA herum.

[Update 13.06.2017] Tabaczek zu Schaden?ersatz verurteilt

Das Land?gericht Berlin hat Volker Tabaczek, Chef der Mount-Whitney-Gruppe, am 22. Mai 2017 verurteilt, einem Anleger wegen vorsätzlicher sittenwid?riger Schädigung Schaden?ersatz zu zahlen (Az. 11 O 30/15). Das Urteil ist nicht rechts?kräftig. [Ende Update]

Wie das Geld eintreiben?

Sollte eine höhere Instanz der Anlegerin endgültig Schaden?ersatz zusprechen, bleibt ihnen die Aufgabe, das Geld einzutreiben. Das könnte sich über Länder?grenzen hinweg als weitere Hürde erweisen.

www.test.de/Geld-anlegen-im-Ausland-Wie-ein-Ex-Radsportler-Anleger-koederte-5166307-0/

#1 - Kommentar von Draufhinweiser am 02.09.2017 14:02
Nicht beim bösen Dr. Schute oder beim gefährlichen Maurischat findet man diese Zeilen über den mumasslichen Berufsbetrüger Volker Tabaczek, sondern auf einer quasi halbstaatlichen Seite: Stiftung Warentest!

Hier der köstliche Bericht!

Bei grenz?über?schreitenden Investments haben es Anleger oft schwer, ihre Rechte durch?zusetzen. Das zeigt auch das Beispiel der Mount-Whitney-Gruppe aus den USA. Führender Kopf ist der Ex-DDR-Radsportler Volker Tabaczek.

Er stellte dem Fußball?ver?ein Energie Cott?bus Millionendarlehen in Aussicht und lockte Anleger mit vermeintlich lukrativen Immobilien?investments. Stets waren Firmen mit Sitz in den USA beteiligt ? und stets lief es am Ende anders als geplant. Ein Lehr?stück über Geld?anlage im Ausland.

Große Ideen, riesige Beträge

Volker Tabaczek verströmt eine Aura des Erfolgs. Bisher jedenfalls war das so. Als Radsportler feierte er in der ehemaligen DDR Erfolge. Seit Jahren gelingt es ihm im Finanz?bereich, andere von seiner Expertise und der Groß?artig?keit seiner Ideen zu über?zeugen. Groß sind sie stets, seine Ideen.

Dem Bürgermeister in Kühlungs?born an der Ostsee präsentierte Tabaczek 2015 Pläne für eine gigantische Seebrücke; Sport?funk?tionären des FC Energie Cott?bus versprach er 2005 Millionendarlehen, Privat?anlegern als Chef der Mount-Whitney-Gruppe 2013 lukrative Investments.

Keine Finanz?aufsicht kümmert sich

In allen Fällen spielten Firmen mit Sitz in den USA eine Rolle ? und in allen Fällen lief es nicht wie geplant. In Kühlungs?born blieb das Projekt mit dem Namen ?Para?dise Island? unver?wirk?licht.

Energie Cott?bus bekam den Kredit nicht, die Mount-Whitney-Anleger warten auf Zahlungen. Der schil?lernde Fall Mount Whitney zeigt exemplarisch, wie schwer es für Anleger ist, von Deutsch?land aus wieder an ihr Geld zu kommen. Wenn es erst einmal die Landes?grenzen über?quert hat, ist keine Aufsichts?behörde dafür zuständig, dem Anbieter auf die Finger zu sehen oder das Anla?geangebot unter die Lupe zu nehmen.

In Kühlungs?born stellte sich Tabaczek 2015 als Investor vor. Aus der angekündigten Seebrücke der Superlative mit dem Namen ?Para?dise Island? wurde aber nichts.
Angeblich sagenhafte Geschäfte

Ungewöhnliche Angebote wirken oft besonders attraktiv, versprechen sie doch außer?ordentliche Ergeb?nisse. Die Investment?programme der Mount-Whitney-Gruppe etwa sollten hohe Renditen abwerfen, weil Anleger damit Zugang zu einer Welt erhielten, die ihnen sonst verschlossen blieb. Die auf Finanzen spezialisierte Mount-Whitney-Gruppe hatte zum Beispiel nach eigener Darstellung Zugang zu lukrativen Geschäften, unter anderem mit Immobilien?projekten in den USA.

Geld floss ins Ausland

Anleger durften sich glück?lich schätzen, wenn sie als Kunden aufgenommen würden, diesen Eindruck erweckten jedenfalls die Unterlagen im Jahr 2013. Mount Whitney gewährte ihnen je nach Kapital?einsatz unterschiedliche Zugangs?möglich?keiten zu den Mount-Whitney-Programmen. Vermittler machten ihren Kunden die Angebote schmack?haft. Anleger mit einer Anlagesumme unter 1 Million Dollar sollten Verträge nicht direkt mit Mount Whitney, sondern mit ihrer Koope?rations?part?nerin TI Technologie & Investment Consulting Corp. (TI-Corp.) mit Sitz in Beaverton im US-Staat Oregon abschließen. Die TI-Corp. sollte diese Beträge dann für Mount Whitney bündeln.

Kleiner Einsatz, große Gewinne?

Ein Eindruck von Welt?läufigkeit. Der Mount Whitney, der höchste Berg Kaliforniens, und Welt?karten zieren Informations?material der US-Firmen.

Eine ?Chance? darauf, ?auch mit kleinem Geldbeutel? Gewinne zu realisieren, die in der Europäischen Union ?kaum möglich sind?, so pries Michael Rudolf, Chef der TI-Corp., Geschäfts?part?nern per E-Mail ein Investment bei der Mount-Whitney-Gruppe an. Die Kehr?seite: Das Geld der Anleger floss an Gesell?schaften mit geringen Veröffent?lichungs?pflichten in einem Land mit fremder Sprache und fremden recht?lichen Rege?lungen. Es war gedacht für Investments, die nichts mit den herkömm?lichen, streng regulierten Spar?einlagen oder Investmentfonds zu tun haben. Mit dem Anleger?schutz ist es daher nicht weit her. Außerdem lassen sich dann eigene Rechte schlecht durch?setzen.

TI-Corp und Mount Whitney

Das war den Anlegern noch nicht bewusst, als ihnen die TI-Corp. ?Branch Germany? in Berlin im Sommer 2013 in einem Brief die Aufnahme ?in das Programm des Mount Whitney Trustes? zusagte. Wie viele dem Lock?ruf folgten und wie viel Geld sie insgesamt bereit?stellten, ist nicht bekannt. Die TI-Corp. bat darum, das Geld auf ein Bank?konto des Mount Whitney Trusts in den USA zu über?weisen. Mount Whitney sollte dem Schreiben zufolge spektakuläre Ergeb?nisse damit erzielen: ?Die hierbei prognostizierte Kapitalisierungs?regenerierung wird eine monatliche Verdopp?lung Ihres Kapital?einsatzes sein.? Ein Teil davon stand Mount Whitney und TI zu. Ein Teil sollte den Anlegern ausgezahlt werden. Der Groß?teil davon sollte erst einmal in weitere Projekte gesteckt werden und bis zum Laufzeit?ende in den USA bleiben.

Recht der USA sollte gelten

Die Klausel, die den Anlegern und der Justiz heute das Leben schwer macht, stand ganz am Ende der Verträge: Es gälten dafür die Gesetze der Vereinigten Staaten. Sowohl Mount Whitney als auch die TI-Corp. hatten aber Büro?adressen in Berlin. Vertrauens?erweckend war außerdem, dass sowohl TI-Chef Rudolf als auch der Chef von Mount Whitney, Volker Tabaczek, Deutsche waren und sich in der Bundes?republik aufhielten.

Rück?abwick?lung angekündigt

Der Start verzögerte sich allerdings. Die TI-Corp. begründete das 2014 gegen?über den Anlegern unter anderem damit, dass die Investoren wegen US-Gesetzen zur Geld?wäsche und Terrorismusbekämpfung erneut über?prüft werden müssten. Weil weniger Geld als erhofft über die TI-Corp. angelegt worden sei, müssten die Investitions?pläne geändert werden. Anleger erhielten die erwarteten Auszahlungen, aber nur für eine kurze Zeit.

Angebliche ?Vertrags?verletzungen? durch Mitinvestoren

Dann gab es weitere Schwierig?keiten. Später war in Schreiben der TI-Corp. an die Anleger sogar von ?Vertrags?verletzungen? durch Mitinvestoren die Rede. Der Mount Whitney Trust werde daher den Vertrag mit der TI-Corp. kündigen beziehungs?weise ihn rück?abwickeln. TI werde den Anlegern kündigen und das Kapital abzüglich Gebühren auszahlen.

Schwarzer-Peter-Spiel lässt Forderungen ins Leere laufen

Die Über?weisung aus den USA ließ aber auf sich warten. Für Anleger begann die Suche nach dem Verbleib ihres Geldes. Die TI-Corp. verwies sie an Mount Whitney, weil das Geld ja dahin geflossen war und TI-Corp. den Vertrag mit ihnen gekündigt hatte. Mount Whitney wiederum ließ sie wissen, sie hätten keinen Vertrag mit ihr, sondern mit der TI-Corp. Die Anleger liefen mit ihren Forderungen ins Leere. Was sie aber entdeckten, war ein Geflecht an Firmen mit Bezug zur Mount-Whitney-Gruppe und Volker Tabaczek.

Ermitt?lungen im Ausland schwierig

Anleger erstatteten ab 2014 Straf?anzeige und reichten Schaden?ersatz?klagen unter anderem gegen Tabaczek und Rudolf in Berlin ein. Seither kämpfen nicht nur sie sich durch die komplexen Vertrags?werke, Firmens?trukturen und US-Vorschriften, sondern auch die Staats?anwalt?schaft und das Land?gericht Berlin. Einige Geschädigte sind frustriert über die Dauer. Ein wichtiger Grund ist der Auslands?bezug.

Bürokratie zieht Verfahren in die Länge

Außer?halb der Landes?grenzen müssen Ermittler die zuständigen Behörden vor Ort um Rechts?hilfe ersuchen. Das gehe ?regel?mäßig schon wegen der erforderlichen stark formalisierten Abläufe mit einem gewissen zeitlichen Aufwand? einher, erläutert die Staats?anwalt?schaft Berlin. Sie bestätigte gegen?über Finanztest Ermitt?lungen wegen gewerbs?mäßigen Betrugs, unter anderem gegen Tabaczek und Rudolf.

Die zuständige Stelle im ausländischen Staat prüfe, so die Berliner Ermittler weiter, ob Rechts?hilfe gewährt werde, was längere Zeit dauern könne. Häufig komme es zu Nach?fragen, ?die wiederum auf dem Rechts?hilfeweg zu beant?worten sind?. Erst wenn die Hilfe bewil?ligt ist, führen die Behörden im Ausland Ermitt?lungs?maßnahmen durch.

Ausländische Auskünfte stehen aus

Das kann noch dauern. Vor Jahren hatte Volker Tabaczek mit einem Anlagemodell in Mallorca zu tun, damals über die US-Firma US Financial Group. Es scheiterte 2008. Seit August 2012 führt die Staats?anwalt?schaft Baden-Baden ein Ermitt?lungs?verfahren wegen Verdachts auf Anla?gebetrug. ?Das Ermitt?lungs?verfahren in Baden-Baden gegen Herrn Tabaczek wurde bereits vor etlichen Monaten einge?stellt?, teilt Tabaczeks Anwalt mit. Gegen andere Beschuldigte aber offen?bar nicht: ?Die Ermitt?lungen dauern derzeit noch an?, teilte die Behörden?sprecherin auf Anfrage von Finanztest mit. Auch sie beschreibt den Aufwand: ?Unter anderem wurden Rechts?hilfeer?suchen an die zuständigen Behörden auf Mallorca gestellt, deren Ergebnis zum Teil noch aussteht.?

Wegen schweren Betrugs verurteilt

Ein noch älterer Fall ist abge?schlossen: Dem Fußball?klub FC Energie Cott?bus versprach Volker Tabaczek Anfang 2005 ein Millionendarlehen über die US Financial Group aus den USA. Dafür müsse der Verein aber erst einmal 300 000 Euro bereit?stellen, um die Finanzierungs?kosten zu decken. Die Fußball-Verantwort?lichen vertrauten ihm und über?wiesen das Geld. Nun ist es weg, Kredit bekam der Verein nicht. Tabaczek verwendete es zum Teil, um eigene Schulden zu begleichen. Das Land?gericht Cott?bus verurteilte Tabaczek im Juli 2007 wegen schweren Betrugs zu einem Jahr und elf Monaten Gefäng?nis auf Bewährung.

Der Bundes?gerichts?hof bestätigte im November 2008 die Entscheidung, die Frei?heits?strafe zur Bewährung auszusetzen. Das Land?gericht habe sich davon über?zeugt, ?dass sich der als Finanz?vermittler krass über?schätzende, nur gering?fügig vorgeahndete? Tabaczek ?vom Straf?urteil beein?druckt zeigen wird und ihm klar geworden ist, in welchem Umfang er den Bereich der ?seriösen Anlage?vermitt?lung? verlassen hat?.

Gegen?über Finanztest hält sich Tabaczek bedeckt

Tabaczeks Anwalt antwortete auf unsere Anfrage zwar, ließ Fragen zum Ermitt?lungs?verfahren in Berlin und dem Fall Cott?bus aber inhalt?lich unbe?antwortet. Anleger sind ratlos: Anscheinend streiten Tabaczek und Rudolf. Tabaczek, so der Anwalt, habe keinen der klagenden Anleger geworben, die sich in einer Interes?sens?gemeinschaft zusammen?geschlossen hätten, ?geschweige denn einen Vertrag über die Teil?nahme an einem Private Placement Programm geschlossen?. Vertrags?partner und Ansprech?partner für sie sei ?die TI des Herrn Rudolf?. Tabaczek trug in einem Anleger?prozess vor, die TI habe auch unauto?risierte Rendite?angaben gemacht.

Aussage steht gegen Aussage

Rudolf wiederum hatte nach Angaben seines Rechts?anwalts ?keinerlei Beteiligung am Anwerben der Anleger, er kannte sie damals gar nicht?. Rudolf habe ?keinerlei Zugriff auf die Gelder und bündelte vertraglich die kleineren Anlagen unter 1 Million US-Dollar und sicherte im Rahmen die Geld?wäsche?nach?weise für die Mount Whitney in USA?. Danach habe er erst wieder Auszahlungen nach Beteiligungs?höhe und Dauer verteilt.

?Verleumdungs?kampagne?

Laut Tabaczeks Anwalt sei der Mount-Whitney-Firmengruppe durch eine ?groß angelegte Verleumdungs?kampagne ein massiver Schaden entstanden?. Auch gegen?über der TI stehe ihr Schaden?ersatz zu. Bis zur Klärung stehe ?der Mount Whitney Firmengruppe nach US-amerikanischem Recht an den Geldern des Vertrags?part?ners ein Zurück?behaltungs?recht zu?. Deshalb zahle sie keine Gelder aus.

Urteil des Land?gerichts Berlin

Auch Ende März 2017 argumentierte der Anwalt ähnlich ? in einem Schaden?ersatz?prozess eines Anlegers vor dem Land?gericht Berlin. Die Einzel?richterin sah darin einen ?Zirkel?schluss?: Tabaczek verwalte das Geld des Trusts, das den Anlegern zustehe, zahle es aber nicht mit Hinweis auf ?Vertrags?verletzungen? der TI und der Anleger. Das Vorgehen der Anleger resultiere aber gerade daraus, dass sie ihr Geld noch nicht erhalten hätten. Sie hat Zweifel daran, dass das Geld zurück?behalten werden darf. Noch steht nicht fest, wann sie ihr Urteil spricht.

Gemischte Bilanz

Die Bilanz der Anlegerklagen ist bislang gemischt. Zwei Klagen sind abge?wiesen. In einem Fall gemäß einem Urteil aus dem August 2016 müssen Tabaczek und Rudolf einer Anlegerin das nicht ausgezahlte Kapital samt Zinsen zahlen. Sie haben aber Rechts?mittel einge?legt. Immerhin sah sich das Land?gericht Berlin als zuständig an, weil Rudolf in Berlin wohne. Tabaczek nannte in einem Verfahren Ende 2016 eine Adresse in der Bundes?republik. Um einen Rechts?streit in den USA kamen die Kläger im Fall TI/Mount Whitney somit trotz vereinbartem Gerichts?stand in den USA herum.

[Update 13.06.2017] Tabaczek zu Schaden?ersatz verurteilt

Das Land?gericht Berlin hat Volker Tabaczek, Chef der Mount-Whitney-Gruppe, am 22. Mai 2017 verurteilt, einem Anleger wegen vorsätzlicher sittenwid?riger Schädigung Schaden?ersatz zu zahlen (Az. 11 O 30/15). Das Urteil ist nicht rechts?kräftig. [Ende Update]

Wie das Geld eintreiben?

Sollte eine höhere Instanz der Anlegerin endgültig Schaden?ersatz zusprechen, bleibt ihnen die Aufgabe, das Geld einzutreiben. Das könnte sich über Länder?grenzen hinweg als weitere Hürde erweisen.

www.test.de/Geld-anlegen-im-Ausland-Wie-ein-Ex-Radsportler-Anleger-koederte-5166307-0/

#2 - Kommentar von VT am 14.09.2017 13:58
Im Rathaus Kühlungsborn hat man den vermeintlich reichen Gönner Volker Tabaczek (56) aus Steinhagen Negast bei Stralsund, der in Deutschlands größtem Ostseebad eine 500 Meter lange Seebrücke in die Ostsee hinein mit Unterwasserrestaurant im Wert von 50 Millionen Euro zu bauen versprach, schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Bürgermeister Rainer Karl kann den Besuchern nur noch ein Projektbild ?Paradise Island? präsentieren, das Tabaczek von seiner Seebrücke als Fata Morgana zurückließ. In Kühlungsborn zog Katerstimmung ein, wie Berlin Journal berichtete. Von dem vermeintlichen Chef einer reichen amerikanischen Stitung Mount Whitney Trust in Las Vegas fehlt in Kühlungsborn jede Spur. Karl sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk MDR: ?Und nun ist er weg. Seit einem Jahr habe ich ihn nicht mehr gesehen und auch nicht gehört und auch keinen Schriftverkehr, er ist einfach weg.?

Dafür traf der MDR den einstigen Thüringer Radrennfahrer, der nach der politischen Wende Finanzberater wurde, vor kurzem im Amtsgericht Stralsund an, wo Anleger, die sich von ihm betrogen fühlen, versuchten, in sein Vermögen zu vollstrecken. Tabaczek hatte ihnen lukrative Geschäfte mit Bankgarantien oder kurzfristigen Bankschuldverschreibungen versprochen. ?Das Problem ist, diesen Bankgarantienhandel gibt es nicht, davor wird seit 25 Jahren gewarnt?, erläuterte Anlegerschutzanwalt Christian Röhlke aus Berlin gegenüber MDR-Reporterin Birgit Mittwoch.

Nach Recherchen des MDR-Magazins Exakt sollen rund 40 Privatleute noch auf ihr Geld von Tabaczek warten. Es geht um rund fünf Millionen Euro, bei denen eine versprochene Kapitalvermehrung ausblieb. Auch auf die Rückzahlung warten die Anleger vergeblich. Die meisten geprellten Anleger kommen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen.

In Berlin hat sich eine Geschädigtengemeinschaft Tulpe 263 gebildet. Ein Mitglied dieser Gemeinschaft hat vor kurzem vor dem Landgericht Berlin gegen Volker Tabaczek und seinen Berliner Kompagnon und laut Visitenkarte Finanzchef der amerikanischen Mount Whitney Group Michael Rudolf (der eigentlich in seinem Rudower Privathaus Monteurszimmer vermietet) ein Urteil zur Rückzahlung ihres an die Mount Whitney Group gezahlten Geldes erstritten (Az: 31O101/15). Tabaczek und der Finanzchef Rudolf konnten dem Berliner Gericht keinen Nachweis über den Verbleib des Geldes vorlegen.

Inzwischen gibt es mehrere Strafanzeigen gegen Volker Tabaczek und weitere Beteiligte. Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt bereits seit zwei Jahren unter dem Aktenzeichen 244 Js 1768/14. Der Berliner Staatsanwaltssprecher Martin Steltner sagte dem MDR: ?Wir ermitteln auf Grund von fünf Strafanzeigen, wir gehen jetzt von mindestens 39 Geschädigten aus. Und die Ermittlungen, die gestalten sich ziemlich aufwändig und ziemlich langwierig und zwar aus mehreren Gründen. Wir haben undurchsichtige Geldflüsse, die wir aufklären müssen, wir haben teilweise die Beteiligung von ausländischen, auch Briefkastengesellschaften. Und die Geschäftsunterlagen sind nicht vollständig vorhanden.?

Die MDR-Reporterin Birgit Mittwoch sprach Tabaczek in einer Verhandlungspause im Amtsgericht Stralsund, wo es um eine einstweilige Verfügung ging, an: ?Wir haben ein paar Fragen an Sie? Wann zahlen Sie den Anlegern ihr Geld aus??

Volker Tabaczek: ?Ich werde keine Antwort geben. Machen Sie die Kamera aus.?

Tabaczek ist bereits einschlägig vorbestraft.

Am 4. Juli 2007 verurteilte ihn das Landgericht Cottbus zu einer Strafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung mit einer Verlängerung der Bewährungszeit bis zum 27. November 2012 wegen Betruges (LG Cottbus ? 22 KLs 1/07). Wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtete, hatte die US Financial Group, in deren Namen Tabaczek tätig war, zwei Jahre zuvor mit dem Fußballverein FC Energie Cottbus e.V. einen Darlehensvertrag über 1,5 Millionen Euro abgeschlossen und noch einmal 2,2 Millionen Euro angeboten zu besorgen, wenn der Verein vorab 300.000 Euro zahle. Tabaczek soll das Vereinsgeld genommen haben, obwohl er gewusst habe, dass die von ihm vertretene US Financial Group überhaupt nicht solche Mittel aufbringen konnte.

Tabaczek focht das Urteil ein und zog bis vor den Bundesgerichtshof. Der BGH (5. Strafsenat in Leipzig) bestätigte am 27. November 2008 das Urteil aus Cottbus und auch die Cottbuser Urteilsbegründung, dass Tabaczek ?in einer Scheinwelt lebend sich selbst als seriöser Finanzberater betrachtete? (Az 5 StR 96/08).

Die von Tabaczek aufgebaute Scheinwelt brachte ihn schließlich noch während seiner Bewährungszeit im Dezember 2009 für mehr als zwei Jahre bis zum März 2011 in eine karge Zelle ins Untersuchungs-Gefängnis von Abu Dhabi.

Wie kam er in diese Gefängnis-Zelle in den Vereinigten Arabischen Emiraten hinein?

Tabaczek wurde in der Central Bank in Abu Dhabi beim Abschluss eines Investmentvertrages verhaftet. Hintergrund war eine mutmaßliche Betrugshandlung mit einem Vertrag über 7,2 Milliarden Euro zu Lasten von iranischen Staatsbürgern. Verhaftet wurde ebenfalls Heiko Ballhorn, der als Übersetzer tätig war (Rechtsanwalt Ballhorn aus München ist der Vater). Bei dieser mutmaßlichen Betrugshandlung trat Volker Tabaczek mit einer Eurofinance Europe Trade (EET) und einer Mount Whitney Management Corp. auf. Es ging um angebliche 72 Paletten Gold zu je 100 Millionen Euro Kapital, die von einem Dr. Iradi Hazrati von der Appex Austria aus Graz in Österreich und einem Alireza Rostami von der Firma Morteza Baniensan aus Shiraz im Iran auf eine neues joint venture im Rohstoffhandel übertragen werden sollten, bei der Volker Tabaczek Generalbevollmächtigter war. Nach der Verhaftung platzte der Deal. Die Vorwürfe wogen offenbar so schwer, dass ihn die Scheichs der Vereinigten Arabischen Emirate trotz Intervention des deutschen Außenministeriums in U-Haft behielten.

Und warum er überhaupt im Gefängnis saß, dafür präsentierte Tabaczek später in Deutschland folgende Legende. Tabaczek überzeugte in dieser Sache viele Gutgläubige mit der Beauptung, er hätte für die Deutsche Bank AG ein Rechtsgeschäft (ein Goldgeschäft) abwickeln sollen. Ihn habe der damalige Vorstandsvorsitzende Rolf Breuer ?in die Pfanne gehauen?. Daher hätte er eine längere Zeit unschuldig im Gefängnis verbracht.

Das Berlin Journal bat Tabaczek vor wenigen Tagen um Antworten zu seinem Gefängnishaufenhalt: Sehr geehrter Herr Tabaczek, im Rahmen der Berichterstattung über Ihren Investmentvertrag im Zusammenhang mit Morteza Baniensan und Appex Austria vom 22. Oktober 2009 haben wir einige Fragen an Sie:

Um welche Energierohstoffe handelte es sich, und wo sollten diese gekauft beziehungsweise verkauft werden? Welche Profite versprachen Sie sich von dem weltweiten Rohstoffhandel, und haben Sie besondere Referenzen, so dass dieser Rohstoffhandel besonders ertragreich sein sollte?
Warum sollte Ihr eigenes Unternehmen, die MOUNT WHITNEY MANAGEMENT CORP., kein eigenes Kapital zu der Investition hinzusteuern?
Ein Vorhaben derartiger Größe muss lange im Voraus geplant werden. Wann haben Sie mit Ihren Planungen begonnen, und warum wurde der Investment-Vertrag nicht abgeschlossen in Verbindung mit den renditestarken Rohstoffen?
Weshalb wurde der Vertrag im weit entfernten Abu Dhabi abgeschlossen, und in welchem Zeitraum sollte das Projekt realisiert werden? Da die Partnerschaft keine zeitliche Begrenzung beinhaltete, muss sie auf ein konkretes Ziel abgestimmt worden sein. Welches finanzielle Ziel haben Sie sich gesetzt und versucht, durch den Rohstoffhandel zu erzielen?
Haben Sie vergleichbare Projekte in den vergangenen Jahren mit der MOUNT WHITNEY MANAGEMENT CORP. begleitet?
Haben Sie selbst den gesagten Betrag von 7,2 Milliarden Euro in Augenschein genommen?
Ist ein ähnlicher Investmentdeal nach Ihrem Gefängnisaufenthalt zustande gekommen?
Woher beziehen Ihre Kooperationspartner die Summe von 7,2 Milliarden Euro und können diese ohne Weiteres Ihnen zur Verfügung stellen?
Haben Sie sich beim Bundesministerium für Wirtschaft nach der Durchführbarkeit der Transaktion und des Investments erkundigt?
War Ihnen bewusst, dass bei einem Investment derartiger Größe viele Staaten schnell beunruhigt werden könnten und sich einer unmittelbar bevorstehenden Wirtschaftskrise ausgesetzt sahen?
Warum haben Sie sich mit Ihrem Vorhaben im Jahr 2009 nicht an die Öffentlichkeit gewandt?
Hinter welchem Hintergrund haben Sie die Erträge und Honorare aufgeteilt?
Warum war die Geheimhaltung des Vertrages ausdrücklich gewünscht, wie es dem Vertrag entnommen werden kann unter §10?
Hatten Sie die Befürchtung, dass die deutsche Regierung Ihnen unterstellen könnte, den Terrorismus auf der arabischen Halbinsel durch die riesige Geldsumme zu unterstützen und dass Sie somit einen größeren Krieg auslösen könnten?
War Ihnen bewusst, dass die Geheimhaltung von einem 7,2 Milliarden Euro Deal schnell einen Verdacht auf Kriminalität bei den Behörden auslösen kann?
Volker Tabaczek antwortete nicht.

Im März 2011 schoben die Scheichs den unliebsamen Deutschen einfach ab in seine Heimat. Abgemagert und ohne Zähne, aber mit einer neuen genialen Idee. Einem neuen Beutezug in Deutschland. Genug Zeit zum Nachdenken hatter er ja. Er dachte an die US-Firmen und was man alles damit machen kann?

Er behauptete einfach ein Bankgarantieprogramm mit Zinsen von 20 % und mehr im Monat. Sammelte Geld und ließ es sich in die USA überweisen.

DDR-Rennradlegende Volker Tabaczek (56) lebte bislang im Dachstübchen seiner Schwiegereltern im Berliner Randgebiet und wurde seit 2014 bis anfang 2016 vier Mal wegen Schulden zum Beispiel in Höhe von 20.000 Euro zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung über Vermögenslosigkeit aufgefordert. Plötzlich kommt er als reicher Onkel aus Amerika daher und will neben der 25 Jahre alten kleinen Seebrücke in Deutschlands größtem Ostseebad Kühlungsborn eine zweite Seebrücke der Superlative mit Schwimmbad, Geschäften, Unterwasserrestaurant und Aquarien für 38 Millionen Euro bauen. Und das, obwohl der BGH dem Investor schon 2008 beschieden hat, dass Tabaczek ?in einer Scheinwelt lebend sich selbst als seriöser Finanzberater betrachtete?, Aktenzeiche 5 StR 96/08 (Foto: Wikipedia/AlterWolf49-Eigenes Werk/ CC BY--SA 3.0)
DDR-Rennradlegende Volker Tabaczek (56) lebte nach seinem Haftaufenthalt in Abu Dhabi (2009 bis 2011) im Dachstübchen seiner Schwiegereltern im Berliner Randgebiet und wurde seit 2014 bis anfang 2016 vier Mal wegen Schulden zum Beispiel in Höhe von 20.000 Euro zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung über Vermögenslosigkeit aufgefordert. Dennoch kam er letztes Jahr als reicher Onkel aus Amerika daher und will neben der 25 Jahre alten kleinen Seebrücke in Deutschlands größtem Ostseebad Kühlungsborn eine zweite Seebrücke der Superlative mit Schwimmbad, Geschäften, Unterwasserrestaurant und Aquarien für 50 Millionen Euro bauen. Und das, obwohl der BGH dem Investor schon 2008 beschieden hat, dass Tabaczek ?in einer Scheinwelt lebend sich selbst als seriöser Finanzberater betrachtete?, Aktenzeiche 5 StR 96/08 (Foto: Wikipedia/AlterWolf49-Eigenes Werk/ CC BY?SA 3.0)
Vier Jahre sind nach dieser Sache vergangen. Wir sind im Jahr 2015 angekommen und stehen nun zusammen mit Volker Tabaczek und seiner Frau am Nacktbadestrand von Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern. Volkers Haar ist dicht, die Zähne, die doch im Untersuchungsgefängnis in Abu Dhabi gelitten haben, sind wieder strahlend weiß. Die letzten Jahre waren gut. Die Mount Whitney Nummer hat geklappt. Millionen sind in den USA auf den Konten der Treuhandfirmen. Es ist Zeit für Zukunftspläne. Erst mal ein Sahnegrundstück direkt am Strand von Kühlungsborn kaufen, dann eine große Villa bauen. Deren Name: Villa Sofie; Namensträger ist seine Gattin, Sofie Schützeichel aus Gräbendorf bei Berlin.

Volker Tabaczek hatte von da an bis zum Ende 2015 drei wichtige Termine: Er hat in Nevada/ USA einen Diamanten-Handel gegründet (ein Treuhänder hat das für ihn getan) und schicke Prospekte drucken lassen. Ab 2016 soll angeblich in Diamanten investiert werden. Die Firma ist wieder eine Stiftung und heißt: On the Rockz Diamond Trust. Diese Gesellschaft soll eine typische Konstruktion des Volker Tabaczek sein. Es handelt sich um eine vermögenslose, treuhandgeführte Gesellschaft nach dem Recht des Staates Nevada/USA. Wirtschaftlich zuzurechnen ist diese ausschließlich Volker Tabaczek. In der eigenen Darstellung heißt es bereits jetzt: ?On the rockz diamond trust profitiert von der Kernkompetenz seiner Akteure, hochpreisige Investment Diamanten, deren Preis weit unter dem sonst üblichen Endkundenpreis liegt??

Eine Kompetenz des Volker Tabaczek oder besondere Handelsbeziehungen in Sachen Diamanten konnte weder von Zeugen noch durch Urkunden nachgewiesen werden. Das Projekt befindet sich in der Konzeptionsphase. Die Behauptung des Volker Tabaczek, er habe diesen Trust zusammen mit Ido Idzkovich gegründet, konnte nicht bestätigt werden. Dieser Herr soll laut Tabaczek ein berühmter Diamantenhändler sein. Ursprünglich sollte auch eine ?Diamantenbank? gegründet werden.

Zweiter wichtiger Termin im Jahr 2015: Jetzt noch schnell nach Hamburg zu einem renommierten Stadtplaner und für ein paar Euro Vorkasse eine fantastischen Zeichnung machen lassen. Eine Seebrücke Kühlungsborn für dutzende Millionen Euro lässt er zeichnen und planen.

Dritter Termin im selben Jahr: Und dann mit dem Porsche 911 zum Bürgermeister Rainer Karl nach Kühlungsborn fahren. Der Bürgermeister ist glücklich: Endlich passiert etwas. Ein Investor will Geld in die Hand nehmen und der Stadt helfen. Volker Tabaczek grinst: Mit der Empfehlung von Bürgermeister Karl in der Hand öffnen sich die Türen zu den Schönen und Reichen. Das Planungsverfahren dauert ja lange. Derweil kann Volker Tabaczek Investoren suchen für die Diamanten, die es wohl leider gar nicht gibt.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln ? aber es ist schwierig. Wie Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, schon sagte: ?Die Ermittlungen, die gestalten sich ziemlich aufwändig und ziemlich langwierig?.

https://www.berlinjournal.biz/volker-tabaczek-nach-geplatzter-seebruecke-nun-diamanten/


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