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11.09.2017
Green City Energy AG: Bilanziell überschuldet - keine sichere Geldanlage

ConventDie Vorstände Jens Mühlhaus (46, links) und Frank Wolf (48) der Green City Energy AG aus München © Werbebroschüre für gerade in der Platzierung befindliche Inhaberschuldverschreibungen der Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG Die Green City Energy AG aus München baut für Kommunen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Dafür borgt sich das Unternehmen gern Geld von Privatanlegern.

Auf der morgen (12. September 2017) beginnenden Husum Wind, Deutschlands Fachmesse für Windkraft, wird die Green City Energy AG, einer Tochter der Umweltorganisation Green City e.V., erstmals als Aussteller auftreten. Wie Pressesprecherin Tine Messerschmidt mitteilte, wird die Green City Energy AG auf der Messe "auch immer wieder Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern" führen und "nach Erneuerbare-Energien-ProjektenInvestoren" für die nachrangigen Inhaberschuldverschreibungen Kraftwerkspark III der eigens dafür gegründeten Tochterfirma Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG aus der Zirkus-Krone-Straße 10 in München suchen.

"Aktuell enthält der 'Kraftwerkspark III' neben vier Kleinwasserkraftwerken in Italien und zwei Photovoltaikprojekten mit über 20 dachintegrierten Solaranlagen in Frankreich bereits drei Windparks in Deutschland", so Tine Messerschmidt.

Bis Februar 2018 soll ein Emissionsvolumen von 70 Millionen Euro eingesammelt werden. Die Mindestsumme für ein Nachrangdarlehen sind 5.000 Euro. 55 Millionen Euro sollen am 31. Dezember 2026 und 15 Millionen Euro am 31. Dezember 2036 zurückbezahlt werden. Die Jahreszinsen sollen 4 Prozent (Laufzeit bis 2026) oder 5 Prozent (Laufzeit bis 2036) betragen.

Jubiläums-Anleihe als sichere Geldanlage beworben

Die im Vorjahr patzierte sogenannte Jubiläums-Anleihe war sofort ausverkauft. 750 Anleger kauften für 10 Millionen Euro Schuldverschreibungen. Der Rückzahlungstermin für 6 Millionen Euro mit einem prognostizierten Jahreszins von 4 Prozent ist der 30. Juni 2021, der für weitere 4 Millionen Euro mit einem prognostizierten Jahreszins von 5 Prozent der 30. Juni 2026.

Der Run auf die Jubiläums-Anleihe der Green City Energy AG erklärt sich möglicherweise auch damit, dass diese Jubiläums-Anleihe als "sichere Geldanlage" beworben wurde.

Die Verbraucherzentrale Hamburg schritt ein und mahnte das bayerische Unternehmen "wegen irreführender Werbung" ab.

Die Verbraucherzentrale Hamburg teilte dazu mit:

Zitat:


Das Unternehmen hat erklärt, die Schuldverschreibung nicht mehr als "sichere Geldanlage" zu bewerben...

Wir gehen davon aus, dass Green City Energy auch die nächste und folgende Anleihen nicht mehr mit der irreführenden Aussage "Sicherheit" bewerben wird.


Die Verbraucherzentrale Hamburg begründet ihr Einschreiten mit dem hohen Risiko:

Zitat:


Hohe Zinsen, hohes Risiko

Unternehmensanleihen, die Anlegern in der Regel mit hohen Renditeversprechen verkauft werden, bergen immer das Risiko, dass bei einer Insolvenz des Unternehmens weder Zinsen noch das angelegte Geld zurückgezahlt werden. Auch bei grünen Geldanlagen ist eine Unternehmensanleihe immer nur so gut, wie ihr Emittent zahlungsfähig ist.

Am Totalverlustrisiko ändert weder die Aussicht einer Investition in Erneuerbare-Energien-Anlagen noch das Versprechen auf feste Zinsen etwas.


Wie hoch das unternehmerische Risiko auch bei der Auswahl von Kooparationspartnern sein kann, hat die Green City Energy AG bei der Kooperation im Jahr 2013 für den Bau von zwei Windparks in Rothhausen und Maßbach mit dem Wind- und Solarprojektierer juwi AG aus Wörrstadt in Rheinland-Pfalz unter Beweis gestellt.

Auch die juwi Bau Festzins GmbH, eine Tochter der juwi AG, legte zur Zwischenfinanzierung von Projekten Nachrangdarlehen auf: den Bauzins Deutschland 1.

Die juwi Bau Festzins GmbH sammelte noch im selben Jahr 2013 von 2.000 Anlegern 30 Millionen Euro ein, wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtete.

Um die Anleger anzulocken und in Sicherheit zu wiegen, gab die juwi AG eine Patronatserklärung ab, "in deren Rahmen die juwi AG für die Rückführung der von der Emittentin verliehenen Mittel einsteht".

Außerdem werde die Konzernmutter juwi AG eventuelle Jahresfehlbeträge sowohl der Nachrangdarlehen-Emittentin juwi Bau Festzins GmbH als auch Jahresfehlbeträge der Darlehensempfängerin juwi Energieprojekte GmbH ausgleichen. Das geschehe im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen zwischen Mutter und Töchtern.

Doch was nützen Patronatserklärung und Ergebnisabführungsverträge, wenn es der Mutter selbst schlecht geht?

Die juwi-Firmengruppe geriet in Schieflage und musste Ende 2014 vom Mannheimer Energieversorger MVV Energie gerettet werden. Seitdem rutscht Juwi von einem Skandal zum nächsten, wie GoMoPa.net berichten musste.

Die juwi AG weist mit ihrem letzten veröffentlichten Jahresbericht für Ende 2015 ein Ergebnis vor Steuern von rund minus 5,3 Millionen Euro aus, im Jahr davor sogar rund minus 108 Millionen Euro.

Und wie ist es mit der Anleihen-Emittentin Green City Energy AG bestellt?

Der letzte veröffentlichte Jahresabschluss weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Das Unternehmen ist somit bilanziell überschuldet.

Das Eigenkapital der Green City Energy AG ist laut ihrem letzten veröffentlichten Jahresbericht von rund plus 8,3 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund minus 6,3 Millionen Euro abgerutscht.

Das Ergebnis vor Steuern fiel von rund minus 3,8 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund minus 8,3 Millionen Euro im Jahr 2015.

Mit den letzten Finanzzahlen fiel das Reinvermögen um rund 14,6 Millionen Euro.

Hinzu kommen: Blindpool und gar kein Börsenhandel:

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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von VZ Hamburg am 21.09.2017 11:06
Green City Energy: Keine sichere Nummer
Unter dem Namen ?Jubiläums-Anleihe? vertrieb die Green City Energy AG aus München eine Inhaber??schuld?verschreibung mit Fest?zins?versprechen von 4 bzw. 5 Prozent pro Jahr. Im Internet bewarb das Unternehmen seine Festzinsanleihe als ?sichere Geldanlage?. Doch sicher ist diese Inhaberschuld?verschreibung keineswegs ? auch nicht, wenn mit dem eingenommenen Geld Solar-, Wind- oder Wasserkraft?werke gebaut werden sollen.

Erneuerbar ist nicht nur wunderbar

Bei der Auswahl von nachhaltigen Geldanlagen sollten Sie darauf achten, sich über die damit verbundenen Risiken gründlich zu informieren. Bei der Jubiläumsanleihe von Green City Energy zählen dazu neben dem Wagnis einer denkbaren Insolvenz, dass bei der Zeichnung noch gar nicht feststeht, in welche Projekte die Investitionen erfolgen sollen (sogenannter Blind-Pool) und dass es keinen Börsenhandel und damit keinen vorzeitigen Ausstieg aus der Anleihe gibt.

Green City Energy abgemahnt

Wir haben die Green City Energy AG wegen der irreführenden Werbung für ihre ?Jubiläums-Anleihe? abgemahnt. Das Unternehmen hat erklärt, die Schuldverschreibung nicht mehr als ?sichere Geldanlage? zu bewerben. Zwischenzeitlich ist die Anleihe ?ausverkauft? ? rund 750 Anleger haben das gesamte Emissionsvolumen in Höhe von 10 Mio. Euro gezeichnet. Wir gehen davon aus, dass Green City Energy auch die nächste und folgende Anleihen nicht mehr mit der irreführenden Aussage ?Sicherheit? bewerben wird.

Hohe Zinsen, hohes Risiko

Unternehmensanleihen, die Anlegern in der Regel mit hohen Rendite?versprechen verkauft werden, bergen immer das Risiko, dass bei einer Insolvenz des Unternehmens weder Zinsen noch das angelegte Geld zurückgezahlt werden. Auch bei grünen Geldanlagen ist eine Unter?nehmens?anleihe immer nur so gut, wie ihr Emittent zahlungsfähig ist. Am Totalverlust?risiko ändert weder die Aussicht einer Investition in Erneuerbare-Energien-Anlagen noch das Versprechen auf feste Zinsen etwas.

Noch Fragen?

Wenn auch Sie sich wünschen, dass bei der Verwendung Ihres Geldes ökologische, soziale und ethische Ziele berücksichtigt werden, Sie aber Ihr Vermögen nicht aufs Spiel setzen möchten, lassen Sie sich von uns beraten. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Beratungsangebote und -zeiten und weitere Informationen zur persönlichen Spezialberatung zu ethisch-ökologischen Geldanlagen.

Quelle: VZ Hamburg

#1 - Kommentar von VZ Hamburg am 21.09.2017 11:23
Green City Energy: Keine sichere Nummer
Unter dem Namen ?Jubiläums-Anleihe? vertrieb die Green City Energy AG aus München eine Inhaber??schuld?verschreibung mit Fest?zins?versprechen von 4 bzw. 5 Prozent pro Jahr. Im Internet bewarb das Unternehmen seine Festzinsanleihe als ?sichere Geldanlage?. Doch sicher ist diese Inhaberschuld?verschreibung keineswegs ? auch nicht, wenn mit dem eingenommenen Geld Solar-, Wind- oder Wasserkraft?werke gebaut werden sollen.

Erneuerbar ist nicht nur wunderbar

Bei der Auswahl von nachhaltigen Geldanlagen sollten Sie darauf achten, sich über die damit verbundenen Risiken gründlich zu informieren. Bei der Jubiläumsanleihe von Green City Energy zählen dazu neben dem Wagnis einer denkbaren Insolvenz, dass bei der Zeichnung noch gar nicht feststeht, in welche Projekte die Investitionen erfolgen sollen (sogenannter Blind-Pool) und dass es keinen Börsenhandel und damit keinen vorzeitigen Ausstieg aus der Anleihe gibt.

Green City Energy abgemahnt

Wir haben die Green City Energy AG wegen der irreführenden Werbung für ihre ?Jubiläums-Anleihe? abgemahnt. Das Unternehmen hat erklärt, die Schuldverschreibung nicht mehr als ?sichere Geldanlage? zu bewerben. Zwischenzeitlich ist die Anleihe ?ausverkauft? ? rund 750 Anleger haben das gesamte Emissionsvolumen in Höhe von 10 Mio. Euro gezeichnet. Wir gehen davon aus, dass Green City Energy auch die nächste und folgende Anleihen nicht mehr mit der irreführenden Aussage ?Sicherheit? bewerben wird.

Hohe Zinsen, hohes Risiko

Unternehmensanleihen, die Anlegern in der Regel mit hohen Rendite?versprechen verkauft werden, bergen immer das Risiko, dass bei einer Insolvenz des Unternehmens weder Zinsen noch das angelegte Geld zurückgezahlt werden. Auch bei grünen Geldanlagen ist eine Unter?nehmens?anleihe immer nur so gut, wie ihr Emittent zahlungsfähig ist. Am Totalverlust?risiko ändert weder die Aussicht einer Investition in Erneuerbare-Energien-Anlagen noch das Versprechen auf feste Zinsen etwas.

Noch Fragen?

Wenn auch Sie sich wünschen, dass bei der Verwendung Ihres Geldes ökologische, soziale und ethische Ziele berücksichtigt werden, Sie aber Ihr Vermögen nicht aufs Spiel setzen möchten, lassen Sie sich von uns beraten. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Beratungsangebote und -zeiten und weitere Informationen zur persönlichen Spezialberatung zu ethisch-ökologischen Geldanlagen.

Quelle: VZ Hamburg

#2 - Kommentar von Ka4015 am 22.09.2017 15:42
Green City Energy ? Geschäftemacherei mit dem Ökogewissen

Nein, eigentlich gehört es sich nicht, gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber nachzutreten. Aber für einen Arbeitgeber gehört es sich ja auch nicht, knapp 600 Überstunden zu erwarten und dann nicht zu bezahlen. (Intern hat man ja auf einem Papiertiger den ethisch-moralischen Umgang mit den Arbeitnehmern formuliert, aber eine Bedeutung hat das ganze in Prudlo?s Personalführng nicht). Und damit ich mich hier nicht in Teufel?s Küche bringe, berichte ich hier auch nicht über mir von damals bekannte Interna (dass hab ich ja mal irgendwann unterschrieben auch wenn die Verträge ganz nichtig sind), sondern nur über das, was offenkundig und frei verfügbar im Internet und der Presse rumschwirrt oder in meine Kenntniss außerhalb meiner Tätigkeit als Arbeitnehmer gelangte? Insbesondere gehe ich dabei auf die aktuelle Beteiligung ein: Kraftwerkspark 1

Generelle Analyse:

Es handelt sich hierbei eigentlich um eine Genussrecht. Genussrechte haben entgegen dem Verkauf/Vertrieb dieser nichts mit ?genießen? zu tun ? sondern stellen ein handsübliches Finanzprodukt zur Unternehmensfinanzierung dar. Man kann Sie auch als Schuldverschreibung bezeichnen. Für börsengehandelte Schuldverschreibungen gilt normalerweise ein Rating, nach dem das Risiko bewertet ist und sich somit auch die Verzinsung richtet. Bei einer Neugründung, bei der zumal sämtliche vorhandenen Sachwerte der Bank bereits sicherheitsübereignet sind, bewegt sich die Verzinsung von derartigen Schuldverschreibungen im zweistelligen Prozentbereich. Man nennt derartige Papiere auch ?Junk-Bonds?.

Also Klartext:

Als Anleger hat man kein Eigentum an den Kraftwerken
Als Anleger kann man nicht Mitbestimmen was das Geld tut. Als Anleger haftet man für das Risiko der Kraftwerke, ohne deren Zustand o.ä. durch einen Sachverständigen überprüfen lassen zu können.
Diese Schuldverschreibung ist nicht an der Börse gehandelt. Ein Ausstieg kann mitunter sehr schwer werden.

Man Investiert in die Green City Energy
Kraftwerke GmbH & Co. Kraftwerkspark I KG. Dieses Unternehmen ist frisch gegründet (4. Februar 2011) und bekäme von keiner Bank mehr einen zusätzlichen Kredit, da sämtliche Sachwerte bereits als Kreditsicherheiten hinterlegt sind (Fremdfinanzierung der Anlagen).
Wenn man 10 Mio. Euro einsammalt, ist es auch besonders vertrauensförderlich, nur 25tausend ? Komplementärkapital vorzuweisen.

?Der Kommanditist, Thomas Prudlo, [?] ist mit einer eingezahlten Kommanditeinlage von 500,- ? an der Gesellschaft beteiligt.? (Verkaufsprospekt). Höhrt sich sehr aufopferungsvoll an? Mein aufrichtiges Mitleid.
Normalerweise haben solch riskante Finanzprodukte mit einem nennenswertem Restrisiko (schönes Wort) des Totalausfalls mindestens eine 2-stellige Rendite. Dieses Anlageangebot bleibt Minimum 3 Prozentpunkte unter der 2-Stelligkeit. Bei einem Staat wie Portugal, bekommt man trotz Rettungsschirm und der Garantien der EU-Mitgliedsstaaten schon 6,4 % (aktuell). Da werde ich bestimmt mein Geld in ein ökologisches Risikokraftwerkskonvolut stecken. ?

Update ? 22:00, 23.03.2011 ? Hab ich ja glatt überlesen ? ich zitiere: ?Die Genussrechtsinhaber erhalten nur Ausschüttungen, soweit durch die Zahlung der Ausschüttungen kein Jahresfehlbetrag bei der Emittentin der Genussrechte entsteht. Wenn in einem Jahr keine oder geringere Ausschüttungen gezahlt werden können, erhöht sich entsprechend der Ausschüttungsanspruch für die folgenden Jahre. Diese Nachzahlungsansprühe beider Tranchen bestehen bestehen bis 2036 und werden nicht verzinst. Die Genussrechte nehmen auch an eventuellen Verlusten der Emittentin teil. Diese müssen in folgenden Jahren ausgeglichen werden, bevor Ausschüttungen an die Genussrechtsinhaber geleistet werden. Wenn die Genussrechte nicht vollständig platziert werden und die Emittentin nicht alle geplanten Beteiligungen realisieren kann, werden die Auszahlungen der Projektgesellschaften unter den in Prospekt prognostizierten Auszahlungen liegen. In diesem Fall würden die Anleger keinen Anspruch auf die Mehrertragsbeteiligung haben.? (Ecoreporter) ? Also zu deutsch: ALLES RISIKO DEM ANLEGER ? ALLEN GEWINN DER MUTTERGESELLSCHAFT!!!1!eins!11!elf Wie kann dann ECOcheck diese Anlage dann auch noch empfehlen???
Update 22:30 22.03.11: Ich habe zudem festgestellt, dass von den 10 Mio., die die Emission dieser Genussrechte in das Unternehmenshaus der Greencity Energy GmbH einbringt, rund 1 Mio. nur für die Platzierung der Genussrechte abfällt.

Folgerung: Hier wird mit dem Ökogewissen der Anleger und bestimmt wird es auf den Verkaufsveranstaltungen erwähnt, mit den Atomtoten von Japan, ?billigeres? Geld beschafft, wie es keine Bank leisten könnte oder würde. Und als Anleger sollte man sich eines sicher sein: Man selbst steht am Ende der Nahrungkette und kann nur die Gräte weiter runter fressen, die man gnädigerweise gereicht bekommt.

Weitere Anmerkungen:

Ein formaler Fehler, der aber sehr sehr schwer wiegt: Die Bafin genehmigt die Verkaufsprospekte nach einer Prüfung (was genau geprüft wird hängt ein bisschen davon ab worums geht). Damit wird dem Anleger ein Stück weit Anlagesicherheit und Transparenz seiner Anlage zugesichert. Nachträglich mit ?Hinweisen in eigener Sache? darin rumzukorrigieren ist keinesfalls zulässig. Entweder man druckt alle Prospekte neu und zieht die ausgelieferten zurück. Im Internetzeitalter sollte das austauschen von PDF-Dokumenten kein alzu großes Problem sein. Problem ist wohl eher, dass man sich die Nachgenehmigung bei der Bafin sparen möchte, und wegen ein paar tausend Euro jetzt auf die Art und Weise versucht das Problem zu umschiffen. Zulässig im Sinne der Bafin ist dies jedoch nicht.

Praterkraftwerk

In diesem Kraftwerkspark soll das Praterkraftwerk enthalten sein. Das Praterkraftwerk ist wegen einem Streit ums Wasserrecht (Quelle) eine Melange aus Green City Energy und Stadtwerke München, die zusammen die Betreibergesellschaft bilden. Die hat auch eine Webseite: http://www.praterkraftwerk.de/. Auf dieser Webseite wird auffällig deutlich zu den geplanten und den später entstandenen Investitionskosten geschwiegen. Und ich hab doch ein paar Zahlen gefunden: ?knapp 10 Mio. ?? (Quelle ? man Beachte letzte Zeile: ?Stand Herbst 2009?). Im Verkaufsprospekt vom März 2011 (Seite 36) wird von 14 Mio ? und 11,4 Mio. ? Fremdkapital geredet. Stellen wir also fest, dass sich die Kosten um die eine oder andere Million nach oben korrigiert haben und die GCE das Geld zum draufzahlen jetzt irgendwo einsammeln muss. < Ironie > Höhrt sich für mich nach einem validen Grund an, warum ich da mein Geld anlegen sollte?< /Ironie >

energy park ? Delitzsch PV Dach GmbH & Co. KG

Laut Verkaufsprospekt eine 100%ge Beteiligung der Green City Energy Kraftwerke GmbH & Kraftwerkspark 1 KG. Wenn man diesen Firmennamen mal in Google eintippert, kommt man auf die Brenndorfer Landstr. 2. Naja und dort ist, wenn man die ganzen POI?s richtig auswertet ein sogannanter Agrar- und Gewerbepark Delitzsch. Auf dem Luftbild sieht das aus, wie eine uralte DDR-Kolchose. Auf Panoramio findet man da lustige Fotos, wie die Futtermittelsilos zerpflückt werden. Ich folgere einfach mal daraus, dass die Stallanlagen heute anders genutzt werden, jedoch so einen richtigen Plan was man damit macht, findet man auch nicht. Irgendwie scheint dort eine Diskothek angesiedelt zu sein, ein Hundesportverein ist laut Google in der Nähe. Einen Internetauftritt hat dieser Agrar und Gewerbepark nicht. So wirklich überzeugt mich das also nicht, dass diese Gebäude für ~20 Jahre einen gesicherten Unterhalt bekommen und nicht irgendwann dem Zerfall überlassen sind (was nutzt eine PV-Anlage auf dem Dach, wenns Gebäude drunter nicht hält)

Im Werbeprospekt steht so ein lustiger Satz zu Delitzsch, den jeder mit etwas Fachkenntnis nur zum Kopfschütteln entlocken kann: ?Eine konservative und von Green City Energy auf 10 Jahre garantierte Ertragsprognose von 900 kWh/kWp lässt für die Aufdachsolaranlagen [?]? Ok mal ehrlich. Leipziger Sonnenecke hin oder her, bei den verwendeten Modulen (ITS) wird bei einer Ost/Westausrichtung und der Neigung nur schwer der Ertrag zu erzielen sein. Eine Simulation mit dem SMA-Programm Sunny Design sagte deutlich weniger vorraus, nähmlich 772 kWh/kWp. Wo 900 kWh/kWp herkommen sollen, wenn es, wie im Werbeprospekt beschrieben, um eine dachparallele Verlegung geht ist mir unbekannt.

Leistungsberechnung der Anlage in Delitzsch
Leistungsberechnung der Anlage in Delitzsch

(meine letzte Quelle habe ich inzw. offline genommen, es gab Zweifel an der Rechenmethode des Ertragsprognosetools)

Aber die Ertragsgarantie, die GCE gibt, muss ja nicht ich bezahlen. Nein besser noch, wer da Geld anlegt, hat nichtmal Einfluss darauf, dass die Ertragsgarantie im Falle des Falles geltend gemacht wird. Warum sollte denn die Green City Energy Kraftwerke GmbH & Co. Kraftwerkspark 1 KG der Green City Energy GmbH, sozusagen der Muttergesellschaft weh tun, wenn alle in einer großen Personalunion am gleichen Mittagstisch sitzen?

Solarpark 2011 KG

Die Anlage in Hohenhoda-Mansbach, die da Bestandteil ist, ist ein ganz heißes Eisen. Wenn man den Werbeprospekt und zufällig über die Anlage mit angehenden Projektentwickler bei Schulungen schwätzt, dann kann man fast meinen, die GCE hätte aus Fehlern nicht gelernt. Etwas weiter ausgeholt: Im 2006er Solarpark wurden Shell-Solar 80 C Module (den Verkaufs+Werbeprospekt findet man noch im Google Cache) zusammen mit Solarmax Wechselrichtern (trafolos) verbaut. Angeblich wäre das verträglich gewesen. Wer meine Twittertimeline (insofern auch öffentlich verfügbare Info) mitgelesen hat, der hat mitbekommen, dass das mit Dünnschicht und Verträglichkeit mit trafolosen WR so eine unbeantwortete Frage ist? Hintergrund für die Unverträglichkeit sind nicht reversible chemische Vorgänge, die passieren, wenn man die Dünnschichtmodule nicht erdet. Bei trafolosen Wechselrichtern ist wegen deren inneren Aufbau weder das Plus-, noch das Minusseitige Erden der Module möglich (außer man Erdet beimn Anschluss an Mittelspannungstrafo).

Weil es 2006 nicht geklappt hat, Dünnschichtmodule mit trafolosen Wechselrichtern zu betreiben versucht man es im Risiko des schuldverschreibenden / genussrechtsgewährenden Anlegers und natürlich ganz im Dienste der Wissenschaft gleich nochmal ? anstatt einfach Trafowechselrichter aufzuhängen und zu erden (wär ja weniger Risiko).

Abgesehen davon gibt es von GS Solar, bis auf eine nichtssagende Webseite mit etwas flash-Animation (http://www.gs-solar.com/) auch noch schlecht übersetzte technische Datenblätter ? ich zitiere: ?Module sind problemfrei Einsetzbar mit Wechselrichter trafofrei. [?] Erdenung: Bitte beachten Beiblatt zu Erdenung.? (Hab mir das vor einem Monat oder so lokal auf meinem Laptop gespeichert, den Link wo es her war finde ich nicht mehr und ich verzichte wegen potentiellen Copyrightmahnungen darauf, das hier hochzuladen, ich muss mich ja nicht ohne Not angreifbar machen). Also wie gesagt, trafolose Wechselrichter kann man nicht ohne Aufwand erden ? und man soll trotzdem ein wie auch immer geartetes Erdungsbeiblatt beachten? (hoffe ich habe das nun aus dem 1/2-deutsch richtig verstanden).

Anyways, wer so auftritt, dessen Modulen glaube ich sofort dass sie aus China stammen, nicht aber umbedingt, dass sie ~20 Jahre halten und dass ich im Falle von wieder erwarten eintrenden chemischen Vorgängen bei Einsatz mit trafolosen Wechselrichtern am Ende mein Geld rausbekomme.

Beim Solarpark 2006 war das ja schon haarscharf an der Grenze der Gewährleistung bis man es gemerkt hatte?

Beteiligung dem Windpark

Wow. 44% Beteiligung an zwei Windrädern? Oder sollte man besser sagen nicht mal ein ganzes Windrad? Nein, lassen wir das doch besser, denn wenn wir nur kleine Anteile an vielen Anlagen finanzieren und immer den vollen CO2-Einsparungssatz reinschreiben macht das das eingesetzte Geld unglaublich klimawirksam. Naja, wie wärs mit 20 Windrädern ? 4,4%? Oder mit 200 Windrädern ? 0,44%? Dann könnte man ja 770.000 t CO2 einsparen ? ist zwar Augenwischerei, aber ums CO2 gehts ja bei Finanzprodukten sowieso nicht.

Biogas Thiendorf

Mein einziger Gedanke: Alle Welt baut nur 499 kW-Anlagen, da das EEG ab 500 kW eine Senkung der Vergütung um einen Cent/kWh vor sieht. Sehr komisch, dass man eine 600kW Anlage baut, denn bei 8 oder 9 cent/kWh Vergütung macht 1 cent / kWh schon deutlich merkbar etwas aus ? zum Beispiel schafft er den Spielraum, wenn der Sprit vom Trecker, der die über 50% Dung und Festmist vorbeibringt, plötzlich 25% mehr kostet, so wie es ja die letzten Monate war?

Abgesehen davon: Bei der PVAnlage in Delitzsch wurde noch ein großer Absatz der Nahrungsmittelverdrängung und der Konversionflächennutzung gewidmet. Hier schweigt man wohl lieber deutlich über eine mögliche Flächenkonkurrenz?

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er hier ein HOCHRISKANTES FINANZGESCHÄFT eingeht, bei dem er auf dem Beifahrersitz sitzt. Wenn es hier zum Unfall kommt, ist man zwar nicht Schuld, aber genauso tot wie der Fahrer. Es wird kein Bankenrettungsfond einspringen, vermutlich wird das Platzen dieser Schuldverschreibung nichtmal einen 2zeiler in irgendeiner Kostenloszeitung auslösen.

Außerdem bin ich persönlich von Herrm Franz Alt, der dieses Finanzprodukt promotet enttäuscht. (was tut man nicht alles für alte Parteikollegen?)

Zum guten Abschluss zitiere ich vom ECOanlagecheck, der ja mehr oder weniger den Werbeprospekt ohne die bunten Bilder abgedruckt hat: ?Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, die sich im Extremfall in einem Totalverlust der eingesetzten Mittel niederschlagen können. Die von uns bereitgestellten Informationen sind keine Kaufaufforderung oder Anlageempfehlungen ? denn wir kennen z.Bsp. Ihre persönlichen Vermögensverhältnisse und Ihr Anlegerprofil nicht. Zwischen Lesern und dem Verlag entsteht kein Beratungsvertrag, auch nicht stillschweigend. Die redaktion recherchiert sorgfältig. Eine Garantie für die Richtigkeit und die richtigen Schlussfolgerungen wird dennoch ausgeschlossen ? auch uns kann einmal ein Fehler unterlaufen. Finanzdienstleister können sich also nicht allein auf unsere Informationen stützen. Jegliche Hafftung wird ausgeschlossen, auch für Folgeschäden, etwa Vermögensschäden. Unsere Texte machen in keinem Falle eine individuelle Beratung und Beschäftigung mit den Angeboten entbehrlich.? ? gilt so pi mal Daumen auch für diesen Blogbeitrag ? und den Kollegen vom ECOanlagencheck empfehle ich das nächste mal, die Anlagen mit Sachverständigen anzuschaun, bevor man so sehr ins Euphoriehorn bläßt.

Noch zwei Sätze zu meiner Motivation:

Mir geht es darum, erneuerbare Energien zukunftsfähig zu halten. Diese Zukunftsfähigkeit verlieren sie in meinen Augen in dem Augenblick, wenn erneuerbare Energien in den Ruf geraten, ?ein krummes Geschäft zu sein?. Und mit dem grünen- und ödp-stämmigen erneuerbaren Filz steht man einer Lobbyistengruppe gegenüber, die man von ihrer Struktur und Organisation schon heute mit den Kernkraftlobbyisten gleichsetzen kann.
Ein ethisch moralisches Investment ist nur dann wirklich ethisch-moralisch sinnvoll, wenn auch die Beweggründe der Unternehmen, in die man investiert, diesen Ansprüchen genügen und nicht nur mit den Schlagworten Öko und Nachhaltigkeit in der Marketingabteilung gespielt wird.
Die Zukunft der Erneuerbare Energien hat mit ihrem Ruf als Alternative begonnen, wenn der Ruf zur ?Spielhalle / Casino? von Finanzjongleuren heruntergewirtschaftet wird ist diese Alternative und damit die Zukunft stark angegriffen. Es muss daher ein ehrlicher und offener Umgang her, in dem auch mal Teilaspekte kritisiert werden dürfen ? wie ich es immer wieder gerne tue.


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