GoMoPa: Steuern belasten Eigenkapital
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
17. November 2017
974 User online, 50.503 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


08.06.2009
Steuern belasten Eigenkapital

Die deutschen Unternehmen haben zu wenig Eigenkapital. Schuld daran sind vor allem Steuernachteile. In Deutschland wird das Eigenkapital mit 48,34 Prozent Steuern belastet, Fremdkapital dagegen nur mit 28,96 Prozent. Nur noch jedes zehnte deutsche Unternehmen über 200 Mitarbeiter bietet seinen Angestellten Kapitalbeteiligungen an. In Frankreich und den Niederlanden macht das jede fünfte Firma, in Großbritannien jedes dritte Unternehmen. Auf diesen Miss-Stand weist der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands größtem Finanzdienstleister, der Allianz SE (Europa-AG) aus München (Bayern), Michael Diekmann (54), hin und hat dazu ein Positionspapier zur Stärkung des Eigenkapitals erarbeitet.

Allianz-Vorstands-<br />vorsitzender Michael<br /> Diekmann©Allianz
Allianz-Vorstands-
vorsitzender Michael
Diekmann©Allianz
Warum das Eigenkapital für deutsche Unternehmer so wichtig ist, erklärt der Allianz-Chef dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net so: "Eigenkapital ist die wichtigste Grundlage für die Unternehmensfinanzierung. Eine gute Eigenkapitalquote verbessert die Ratings, sorgt für unternehmerische Handlungsspielräume und fördert Innovation, Wachstum und Arbeitsplätze. Gleichzeitig helfen Investitionen in Unternehmen den Anlegern, ihre Altersvorsorge gegen die demografische Entwicklung abzusichern und Vermögen aufzubauen. Gleichzeitig ist jedoch mit großer Sorge zu beobachten, wie die Attraktivität von Investitionen in das Eigenkapi?tal deutscher Unternehmen mit stark zunehmender Ten?denz nachlässt. Dies hat nicht nur negative Auswir?kungen auf die institutionellen Investoren und privaten Verbraucher. Letztere werden insbesondere in ihren Möglichkeiten zur langfristigen privaten Altersvorsorge stark eingeschränkt. Die mangelnde Attraktivität von Investitionen in das Eigenkapital beeinträchtigt auch den Wirtschaftsstandort Deutschland."

Ein Indikator ist der Stellenwert, den Aktien in Deutschland einnehmen. Die Zahlen sind kritisch und belegen: Aktien sind zunehmend unattraktiv für deutsche Anleger. So sank nicht nur der Deutsche Aktienindex (DAX) im letzten Jahr um 40 Prozent. Auch die Zahl der deutschen Aktionäre an der Gesamtbevölkerung hat sich seit dem Jahr 2000 mit einem Anteil von 9,7 Prozent der Bevölkerung auf jetzt 5,4 Prozent (2008) fast halbiert und liegt damit sogar noch weit unter dem Niveau von 1992. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. Nur rund fünf Prozent der Deutschen legen ihr Geld in Aktien an. Damit ist Deutschland Schlusslicht bei den Industrienationen. In den Niederlanden sind 30 Prozent der Einwohner Aktionäre, in Japan 27,7 Prozent, in den USA 25,4 Prozent, in Großbritannien 23 Prozent und in Frankreich 14,5 Prozent. Auch die Aktienquoten institutioneller Anleger sind gesunken: Lebensversicherer legen im Durchschnitt nur noch 7 Prozent (2008) ihrer Gelder in Aktien an, im Jahr 2000 waren es noch 23 Prozent.

Die Mehrheit der Aktionäre in Deutschland sind Arbeitnehmer, Beamte und Rentner.

Und die deutschen Unternehmer selbst kaufen dabei am wenigsten. Es sind die Nicht-Unternehmer, die in Aktien investieren. Nimmt man die absoluten Zahlen aller deutschen Aktionäre, also unabhängig vom Anteil an der Gesamtbevölkerung, ergibt sich folgendes Bild: Von den 8,8 Millionen Aktienanlegern Ende 2008 waren 5,1 Millionen Beamte, Angestellte oder Arbeiter. Weitere 2,3 Millionen waren Rentner beziehungsweise Pensionäre, etwa 900.000 Hausfrauen und Personen in Ausbildung. Und nur etwa eine knappe Million waren Selbständige oder Freibe?rufler.

Zahl der Belegschaftsaktionäre sank in zehn Jahren um die Hälfte.

Aus vermögenspolitischer Sicht alarmierend ist der wei?tere Rückgang der Belegschaftsaktionäre im zweiten Halbjahr 2008, deren Zahl von 1 Million um 115.000 (11,5 Prozent) auf nur noch 885.000 sank. Dies bedeutet gegenüber der Höchstzahl der Belegschaftsaktionäre im Jahr 1998 (1,7 Millionen) einen Rückgang um 46,4 Prozent. Die Zahl der an ihrem Arbeitgeber im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungspro?grammen beteiligten Arbeitnehmer hat sich in den letz?ten zehn Jahren praktisch halbiert.

Die Zahl der Anleger in Aktien- und gemischten Fonds sank im zweiten Halbjahr 2008 von 7,7 Millionen um 1,1 Mio. (1,3 Prozent) auf 6,6 Millionen. Gegenüber dem Höchststand im Jahr 2001 bedeutet dies einen Rückgang um 3,2 Millionen beziehungsweise 32,4 Prozent.

Anreize für Unternehmensbeteiligungen fehlen in Deutschland.

Diekmann: "Besonders dramatisch ist, dass den Investoren in Deutschland gerade jetzt die Anreize fehlen, sich an den Unternehmen zu beteiligen", sagt Diekmann. "Die Stärkung des Eigenkapitals deutscher Unternehmen, deren Quote insbesondere bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) international unterdurchschnittlich ist, wird dabei zu einem Schlüsselthema."

Was ist zu tun?


... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Beiträge zum Thema
» Rentenversicherung: Zwangsmitgliedschaft für Selbständige
» Zweite Studie Go Ahead erneut Testsieger
» Der Wunsch und die Wirklichkeit
» Unternehmergewinne sollten prinzipiell steuerfrei sein
» Finger weg von Aktien
» Canstatt Report: Finanzielle Notsituation ohne Schaden überleben
» Inflation oder Deflation: Vorsorge für Konjunkturszenarien

Kategorien zum Thema
» Versicherung
» UK Limited
» Firmengründung und Offshore
» Kommentare & Meinungen
» Aktien
» Kapitalanlage

 

Stichwörter zum Thema

» Aktionäre Steuer Arbeitnehmer Unternehmen 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegen keine Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:
 

CAPTCHA code


 

» Scholz-Anleihe: Millionenklage gegen die Schrottk├ ...   17.11.2017

» Euro Grundinvest (EGI): Sven Donhuysen trat ab. Si ...   16.11.2017

» Genossenschaft Help24.de und Rechtshelfer Hasso.co ...   15.11.2017

» Volkssolidarit├Ąt Pleite-Immobilienfonds: Anlegera ...   14.11.2017

» Schleicht sich die Zircon Immobilien Invest GmbH a ...   14.11.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen