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04.06.2018
ALPIN Steucap: Bergfürst Crowdfunding für überteuerte Wohnungen im Aartal?

ConventDer wegen Betruges 2012 vom Landgericht Darmstadt zu fast neun Jahren Haft verurteilte Ex-Vorstandskollege: Mario Letmathe (40) aus Darmstadt in Hessen © Facebook Die Berliner Bergfürst AG hat ihre Banklizenz im Jahr 2015 zurückgegeben, um auf der Crowd-Finanzierungsplattform Bergfuerst.com auch riskantere Anlagen anbieten zu können.

Wohl eine Einladung für die Ex-Kollegen des vorbestraften Betrügers Mario Letmathe (40) aus Darmstadt in Hessen, der zeitweise im Vorstand des Versicherungs- und Immobilienmaklers DIG Deutsche Investmentberatungs AG aus der Frankfurter Straße 10 und 12 in Wiesbaden saß, bevor im Dezember 2011 ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen wurde.

Als Versicherunsvermittler hatte Letmathe erst seine Kunden versichert, dann holte er sie wieder aus den Lebensversicherungs- und Bauspar-Verträgen heraus und versprach parallel als Vorstand der DFI Holding AG in Darmstadt und zugleich Verwaltungsrat von deren Schweizer Muttergesellschaft in Winterthur, das Geld in fünf Jahren zu verdoppeln. Doch in Wahrheit verprasste er das meiste Geld selbst, wie er im Jahr 2012 vor dem Landgericht Darmstadt gestand.

Letmathe wurde am 26. Juni 2012 in erster Instanz zu 8 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt (Aktenzeichen 700 Js 40851/11), wogegen er sich mit einer Revision zu wehren versuchte, wie wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtete.

ConventMatthias Buttersack, Ex-Vorstandskollege des verurteilten Mario Letmathe, ist Mitgründer und Vorstand der HNG Verwaltungs AG und Geschäftsführer der im März 2018 gegründeten Crowdfinanzierungs-Emittentin Alpin Steucap Immobilienbesitz GmbH & Co. KG © Bergfuerst.com "Es ging nur darum, Geld mit dem Schubkarren aus dem Unternehmen rauszuholen", so der Vorsitzende Richter Marc Euler in seiner mündlichen Urteilsbegründung. Letmathe soll von dem Geld teure Autos und Reisen bezahlt haben.

Im Jahr 2011 hatte Letmathe mit seinem Vorstandskollegen Informatiker und Versicherungskaufmann Matthias Buttersack (52) aus Wiesbaden und Aufsichtsrat Betriebswirt Eric Glatt (49) aus Altendorf bei Zürich sowie Aufsichtsratschef Peter Basler (52) aus Idstein in Hessen die DIG Deutsche Investmentberatung AG in Wiesbaden geführt.

Dort an selber Adresse (Frankfurter Straße 10 und 12) saß auch die von Matthias Buttersack als Vorstand und zeitweise von Peter Basler als Aufsichtsrat geführte Vertriebsfirma HNG Verwaltungs AG, wobei die Buchstaben HNG für Hessen Nassauische Grundbesitz stehen.

Ohne ihren alten Wegefährten Letmathe versuchen Glatt und Buttersack nun auf Bergfuerst.com von Kleinanlegern ab 10 Euro ein Darlehen von 1,1 Millionen Euro einzusammel, dass sie nach 3 Jahren zurückzahlen wollen und pro Jahr mit 6,5 Prozent verzinsen wollen.

ConventEric Glatt war als Aufsichtsrat ein Ex-Kollege des verurteilten Vorstands Mario Letmathe und ist Mitgründer und Vorstand der HNG Verwaltungs AG sowie Geschäftsführer der im März 2018 gegründeten Crowdfinanzierungs-Emittentin Alpin Steucap Immobilienbesitz GmbH & Co. KG © Bergfuerst.com Mit den 1,1 Millionen Euro will die erst im März 2018 gegründete Alpin Steucap Immobilienbesitz GmbH & Co. KG, die ebenfalls von Glatt und Buttersack geleitet, wird, an die HNG Verwaltungs AG, also an sich selbst, die Vertriebskosten für einen eventuellen Verkauf von 86 zum größtenteils vermieteten Bestandswohnungen verteilt auf 13 Mehrfamilienhäuser an interessierte Investoren bezahlen.

Außerdem sollen von dem Kleinanlegergeld Erwerbsnebenkosten und Sanierungsaufwendungen bezahlt werde, da nur etwa ein Viertel der Wohnung saniert sind.

Die Gesamtinvestition in die 86 Wohungen beläuft sich auf 10,313 Millionen Euro, wofür bei einer Bank ein Darlehen von 5,25 Millionen Euro aufgenommen werden soll.

500.000 Euro will die Alpin Steucap Immobilienbesitz GmbH & Co. KG von ihren beiden Gesellschaftern Alpin Invest Gruppe und Steucap Group Schweiz beisteuern.

3,563 Millionen Euro sollen anteilig aus dem Erlös der noch zu verkaufenden Wohnungen kommen.

Insgesamt soll der Verkauf der Wohnungen am Ende in der Theorie 12,52 Millionen Euro einspielen und damit die Alpin Steucap Immobilienbesitz GmbH & Co. KG in die Lage versetzen, den Bankkredit und die Schwarmfinanzierung der Kleinanleger auf Bergfürst, deren Einwerbung noch 38 Tage läuft, zurückzubezahlen.

Die Sache hat gleich mal zwei Haken, die dagegen sprechen, dass die Rechnung aufgeht und die Emittentin tatsächlich ihre Rückzahlungs- und Zinsversprechen einhalten kann:

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