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20.08.2009
Markus Frick: Börsentipps verbrannten 760 Millionen Euro

Angeklagt: Markus Frick<br />©Hessischer Rundfunk
Angeklagt: Markus Frick
©Hessischer Rundfunk
Er soll mit seinen Empfehlungen wertlose Pennystocks gepusht haben. 20.000 Anleger verloren 760 Millionen Euro. Nach zwei Jahren Ermittlungen hat die Berliner Staats- anwaltschaft Anklage gegen den N24-Börsenguru Markus Frick (36) aus der Bundeshauptstadt wegen Börsenmani- pulationen erhoben. Das erfuhr der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net vom Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner.

Frick soll zwischen September 2005 und Juni 2007 Aktien empfohlen haben, mit denen er selbst gehandelt hat. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft Frick vor, Aktienmäntel außerbörslich gekauft, umbenannt und anschließend in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gebracht zu haben. Zugleich seien diese wertlosen Aktien durch das Streuen guter Nachrichten bekanntgemacht und damit ihr Kurs getrieben worden. Diese Rolle soll in erster Linie Frick übernommen haben.

Steltner: "Die Staatsanwaltschaft Berlin hat vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Berlin Anklage gegen den Autor, Fernsehmoderator und Herausgeber verschiedener Börseninformationsdienste Markus Frick wegen strafbarer Marktmanipulation am Aktienmarkt erhoben (Straftaten nach §§ 38 Abs. 2 i.V.m. 20a Abs. 1 Nr. 3 des Wertpapierhandelsgesetzes).

Dem insoweit geständigen Angeschuldigten wird sogenanntes Scalping vorgeworfen, indem er zwischen September 2005 bis Juni 2007 in seinen per E-Mail vertriebenen Börsenbriefen Markus Frick Email-Hotline und Markus Frick Inside (im September 2006 umbenannt in Frick Trading) in insgesamt 49 Fällen die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Aktien empfohlen haben soll, ohne seine eigenen wirtschaftlichen Interessen an der Kursentwicklung dieser Papiere offenzulegen.

Den Feststellungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zufolge führten die Empfehlungen des Angeschuldigten zu erheblichen Kurssteigerungen beziehungsweise Kursstabilisierungen.

In der überwiegenden Zahl der Fälle soll der Angeschuldigte die durch seine Empfehlungen hervorgerufe Steigerung von Nachfrage und Kursniveau ausgenutzt haben, indem er die von ihm über eine mauritische Treuhandgesellschaft gehaltenen und zuvor von ihm empfohlenen Wertpapiere in großem Umfang veräußerte, ohne die Anleger darüber zu informieren."

Im Sommer 2007 war Frick wegen zweifelhafter Aktien-Tipps in die Kritik geraten. Er hatte die Rohstoff-Aktien Star Energy, Stargold und Russoil zum Kauf empfohlen. In Börsenforen häuften sich kritische Stimmen: Die empfohlenen Aktien seien in Wirklichkeit wertlos und Frick habe davon gewusst.

Steltner: "In 23 Fällen liegen den Taten internationale Börsenmachenschaften nach dem sogenannten Pump-and-Dump-Modell zugrunde, die sich auf die Unternehmen Star Energy Corp., StarGold Mines Inc. und Russoil Corp. beziehen.

Der Erwerb dieser zunächst unter anderem Namen als Börsenmäntel ohne Geschäftstätigkeiten und Aktiva an der außerbörslichen US-Aktienhandelsplattform OTC Bulletin Board notierten Gesellschaften war der Startschuss für die Umsetzung eines in den USA als pump and dump bekannten Geschäftsmodells durch zwei gesondert verfolgte Hinterleute und Drahtzieher. Diese sollen den Börsenmänteln zunächst durch Umbenennung (Star Energy Corp.) oder durch Gründung einhundertprozentiger Tochterunternehmen mit klangvollem Namen und anschließender Verschmelzung mit der Muttergesellschaft (StarGold Mines Inc. und Russoil Corp.) sowie durch Änderung des Geschäftsfeldes, das jetzt angeblich etwas mit der Ausbeutung von Bodenschätzen in Russland zu tun haben sollte, ein passendes Aussehen verschafft haben.

So wurde aus der vormaligen Cairo Aquisitions die Star Energy Corp., aus der Sockeye Seafood Group Inc. die StarGold Mines Inc. und aus der Cassidy Media Inc. die Russoil Corp.

Im folgenden Schritt gaben die Gesellschaften in großem Umfang neue Aktien heraus oder splitteten die bereits vorhandenen Aktien mit der Folge, dass der Aktienbestand bei der Star Energy Corp. auf über 38 Millionen, bei der StarGold Mines Inc. auf 81 Millionen und bei der Russoil Corp. auf 342 Millionen aufgebläht wurde und der Nennwert der Papiere angesichts des kaum vorhandenen Eigenkapitals lediglich noch im Tausendstel- beziehungsweiswe Zehntausendstelbereich eines US-Dollars lag.

Über Konten mehrerer in Panama beheimateter Unternehmen bei namhaften Banken in der Schweiz sollen die gesondert verfolgten Organisatoren des Pump-and-Dump-Geschäftsmodells die wertlosen Aktien daraufhin in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse eingebracht haben. Dies hatte gegenüber einer Zulassung zum Regulierten Markt den Vorteil erheblich geringerer Transparenz und Kontrolle, insbesondere mussten die Drahtzieher keine testierten Jahresabschlüsse der zu vermarktenden Börsenmäntel vorlegen und damit die nahe Null liegende Kapitalausstattung offenlegen.

Parallel suchten sie sich geeignete Personen, die diese wertlosen Aktien (Pennystocks) durch Streuen guter Nachrichten bekannt machen und im Preis verteuern sollten.

Diese Rolle soll in erster Linie der Angeschuldigte übernommen haben.

Infolge der Empfehlungen in der Markus Frick Email-Hotline stiegen die Börsenkurse der Unternehmen trotz ihrer Wertlosigkeit und desolaten Vermögenslage auf Spitzenwerte von 3,08 Euro (Star Energy Corp.), 5,34 Euro (StarGold Mines Inc.) und 1,16 Euro (Russoil Corp.), bevor sie ab Mitte 2007 innerhalb kürzester Zeit auf nahe Null abstürzten.

Erhebungen der BaFin ergaben, dass mehr als 20.000 Anleger in einem Umfang von insgesamt über 760 Millionen Euro Aktien dieser drei Unternehmen erwarben. Durch den anschließenden rapiden Kursverfall erlitten insbesondere viele Kleinanleger, die den Empfehlungen des Angeschuldigten gefolgt waren, einen Totalverlust."

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Frick hatte der Fernsehsender N24 die Sendung "Make Money ? Die Markus Frick Show" abgesetzt. Frick beteuerte seine Unschuld. Er habe sich nicht an einem abgekarteten Spiel beteiligt und habe keine geschäftlichen Beziehungen zu den drei Firmen, sagte er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Er kaufe in der Regel auch keine Aktien, die er empfehle. Der gelernte Bäckermeister aus einer Kleinstadt in Kraichgau (Baden-Württemberg), der auf seinen Seminaren Tausende Anleger anlockte, glaubt an eine Verschwörungstheorie und vermutet eine Hetzkampagne gegen ihn. Die jüngsten Kursstürze von Star Energy, Stargold und Russoil seien das Werk von "großen Adressen". Das sei ein gezielter Angriff auf ihn gewesen, meinte er gegenüber dem Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel.

Frick fühlt sich von den Hintermännern missbraucht.

Steltner: "Der Angeschuldigte selbst hat sich im Ermittlungsverfahren dahingehend geäußert, ihm sei erst nach dem Absturz der Russoil- Aktie klar geworden, dass er von den gesondert verfolgten Hintermännern missbraucht worden sei. Diese hätten ihm -für ihn nicht erkennbar- unrichtige Unternehmensnachrichten übermittelt und ihm damit vorgespiegelt, es handele sich um Unternehmen mit einer sehr guten Zukunftsperspektive.

Zur Aufklärung der vielfältigen personellen und organisatorischen Verflechtungen der beteiligten Unternehmen und der sonstigen Hintergründe der Marktmanipulationen haben die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Berlin in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie unter Mitwirkung weiterer deutscher und ausländischer Behörden vielfältige Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt, darunter Durchsuchungen im Bundesgebiet und umfangreiche Finanzermittlungen, im Wege der Rechtshilfe wurden zudem Unternehmensräumlichkeiten in der Schweiz durchsucht.

Zudem konnten zur Abschöpfung der durch die Kursmanipulationen erlangten Vermögenswerte in Deutschland und im Wege der Rechtshilfe auch in der Schweiz Konten und Depots des Angeschuldigten sowie einer Reihe deutscher und ausländischer Unternehmen mit Einlagen im Wert von insgesamt über 80 Millionen Euro gesichert werden."

Fricks Anwaltsbüro Höch & Höch nimmt zu der Anklage wie folgt Stellung:



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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#4 - Kommentar von Jens Ehrhardt am 01.05.2010 20:36
Frick hat doch seine Abonnenten insgeheim ausgelacht, wenn der jedesmal frühmorgens sah, wie die seine Aktien am Tag der Empfehlung in Frankfurt hochgestellt haben (Kurstaxen des Maklers) und welche Umsätze zur Eröffnung gemacht worden. Frick ist doch vor lauter Lachen kaum in der Schlaf gekommen, wenn der den Lesern die frontgerunnten Stücke mit fett Gewinn draufgepelzt hat.
Die Umsätze waren ja entsprechend riesig, um ordentlich Aktien abstossen zu können.

Und jetzt?

Frick beteuert natürlich seine Unschuld.
Es ist reiner Zufall, dass sich dieses Abzockmuster bei den 3 Werten (Star Energy, Stargold und Russoil), sowie bei weiteren Aktienempfehlungen (z.B. Morgan Creek usw.) immer wieder gleicht.

Er hat sich lediglich geirrt und es tut im leid, so seine derzeitigen Verkündungen an die neuen Abonnenten von MoneyMoney.tv, seinem neuen Börsendienst.

Er will immer noch den Eindruck erwecken, dass es nur schlechte Börsentipps waren und nicht das diese ganzen Aktionen genau geplante und gut durchkalkulierte Scalpingabzocken waren.

Man wird sehen, was bei der Gerichtsverhandlung rauskommt,
aber es wird auf jeden Fall über MoneyMoney.tv und Kursdiamanten weitergehen.
Und einen weiteren Zögling zieht sich Frick auch noch heran, der Frick im Fall des Falles vertreten kann.
Sein Name: Jan Pahl.
Er ist die neue Stimme des Geldes, der im Auftrag von Frick seine(!) Empfehlungen an die Jünger (Lemminge) verbreitet.
Wie gesagt, der Name Jan Pahl ist noch nicht so verrufen wie der seines Mentors, denn der Name Markus Frick hat entsprechend gelitten.

Letzendlich bleibt aber alles beim alten.
Und wenn Gras über die Sache gewachsen ist, wird die derzeit augenscheinliche Seriosität sukssesive dem bewährten Scalpinghandwerk weichen.

#5 - Kommentar von Dan L. am 18.07.2014 22:38
"Deutschlands Stimme des Geldes" soll er sich nennen.
Dass ich nicht lache, "Deutschlands Stimme der Abzockerei" sollte er sich wohl eher nennen.
Die Anschuldigungen, welche lauten dass Frick "betrügerische Empfehlungen" ausspricht, sind mehr als berechtigt.


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