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19.10.2009
AWD & Co: Wehe, du verkaufst zu wenig

Helmut Kohl gab das Verdienstkreuz, Reinfried<br /> Pohl (rechts) dankte mit Beiratsposten©DVAG
Helmut Kohl gab das Verdienstkreuz, Reinfried
Pohl (rechts) dankte mit Beiratsposten©DVAG
Der Chef der Deutschen Vermögensberatung DVAG, Professor Reinfried Pohl, aus Frankfurt am Main hat mit seinem Allfinanzkonzept Geschichte geschrieben. Er bekam von Helmut Kohl das Bundesverdienstkreuz. Das Manager-Magazin kürte ihn zum besten Verkäufer Deutschlands. Sein Verdienst: Pohl erfand einen Beruf ohne Gehalt, ohne Sozialab- sicherung, ohne geregelte Arbeitszeit, ohne Urlaubsgeld, ohne Mutterschaftsanspruch, ohne Tarife und ohne Streikgefahr. Aber dafür in sektenähnlicher Abhängigkeit von Provisionen für Versicherungen und Geldanlagen. Der Beruf nennt sich Vermögensberater im Strukturvertrieb.

Wie die Reporter des WDR-Magazins "Die Story" herausfanden, bringt der Traumberuf nur wenigen Glück und Reichtum. Die meisten übernehmen sich mit teuren Anzügen, Autos und Büros. Wie Heuschrecken jagen sie jeder Provision hinterher. Und fangen dabei im Familienkreis an. Und wehe, sie verkaufen zu wenig. Dann werden sie ohne Abfederung entsorgt.

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer: Es<br /> kommt nicht auf das Produkt an. Das <br />muss nur verkauft werden.©AWD
AWD-Gründer Carsten Maschmeyer: Es
kommt nicht auf das Produkt an. Das
muss nur verkauft werden.©AWD
Die großen Vertriebe wie DVAG oder AWD schneiden bei Finanztests zwar gut ab, weil sie bei Kunden eine persönliche Finanzanalyse erstellen und somit auf den ersten Blick scheinbar gut beraten. Was jedoch nicht getestet wird, sind die unnützen Produktwechsel, die verkauft werden. Aussteiger berichteten, dass bestehende Lebensversicherungen nur deshalb aufgelöst wurden, damit das Geld in neue Verträge mit neuen Provisionen umgeleitet werden konnte. Ökotest bescheinigte im Herbst 2004: "Oft scheinen die Finanzvertriebe ihren Kunden mit einer besonders großen Versorgungslücke Angst einjagen zu wollen, um damit einen Vertragsabschluss zu beschleunigen." Der Finanznachrichtendienst www.GoMoPa.net dokumentiert die Recherche-Ergebnisse.

DVAG ist die Nummer 1

Unbestrittene Nummer 1 ist die Deutsche Vermögensberatung mit Sitz in Frankfurt am Main in Hessen. Allein für sie arbeiten fast 37.000 Vermögensberater. Sie leben fast ausschließlich von Provisionen, die sie für die Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen und Geldanlagen bekommen. Die DVAG ist selbst keine Bank oder Versicherung. Sie vermittelt nur die Produkte anderer wie der Aachen Münchener, Deutschen Bausparkasse Badenia oder der Deutschen Bank. Gegründet wurde der Vertrieb von Professor Reinfried Pohl Mitte der 70er Jahre. Dem Unternehmen in Frankfurt geht es von Jahr zu Jahr besser. Manchen Vermögensberater dagegen geht es von Jahr zu Jahr schlechter.

Ich kann keinem Eskimo einen Kühlschrank aufschwatzen

Ex-DVAG-Berater Bernd Reinhardt©WDR
Ex-DVAG-Berater Bernd Reinhardt©WDR
Auch bei Bernd Reinhardt aus Chemnitz in Sachsen geht es schon lange nur noch bergab. Früher hatte er 30 bis 40 Mitarbeiter mit mehreren Büroräumen. Heute arbeitet er nur noch in einem Büroraum für sich allein. Einst hatte die DVAG den Diplomingenieur aus dem Osten begeistert. In hausinternen Videos wirbt und motiviert sie ihre Mitarbeiter. Reinhardt sagte vor laufender Kamera: "Bis 2007 war ich einer der glühendsten Verfechter der DVAG." Im DVAG-Video reißen Männer in Anzügen die Arme hoch. "Wachse über dich hinaus", kommentiert der Firmensprecher. Damit hatte Bernd Reinhardt seine Schwierigkeiten: "Ich kann nicht jemanden, der drei Versicherungen, also Altersversorgung, hat, noch die vierte verkaufen. Ich kann also keinem Eskimo einen Kühlschrank aufschwatzen. 2007 rutschten wir, meine Frau und ich, auf Hartz-IV-Niveau ab. Ich habe zu Hause immer noch die alte DDR-Schrankwand. Meine Frau ist stinksauer."

AWD ist der zweite Riese im Geschäft

Auch Christian Harms aus Hamburg war anfangs begeistert. Er arbeitete als Finanzoptimierer für den Allgemeinen Wirtschaftsdienst, der direkten Konkurrenz der DVAG. Der AWD ist der zweite Riese im Geschäft mit Versicherungen und Geldanlagen. Der Konzern aus Hannover in Niedersachsen beschränkt sich nicht auf wenige Partner, sondern nutzt die Angebote des gesamten Marktes. Rund 11.000 Freie Handelsvertreter arbeiten insgesamt für den AWD. Auch sie leben von Provisionen.

Gegründet wurde der Vertrieb von Carsten Maschmeyer 1988. Seit dem unternahm der AWD einen rasanten Aufstieg. Daran wollte auch Christian Harms teilhaben. Er hat dafür sogar ein gutes Gehalt aufgegeben. Harms war überzeugt: Der AWD sei seine große Chance, ganz groß Karriere zu machen. Der AWD wirbt mit dem Slogan: "Wer viel erreichen will, ist beim AWD genau richtig. Hier bringt mein Einsatz wirklich Erfolg!"

Ich dachte, jetzt werde ich Millionär

Berater Harms: "Ganz zu Anfang, da habe ich gesagt, super, ich hab genau den Job gefunden, den ich gesucht habe, und ich werde jetzt Millionär. Und das hat man dann auch verinnerlicht und strahlt das auch aus. Mit so einer gewissen Außenwirkung. Man verändert sich als Mensch dramatisch. Dass das de facto so nicht haltbar ist, das merkt man erst im Laufe der Zeit."

Ex-AWD-Berater Christian Harms (links)<br /> schenkt dem AWD-Kunden Nadhim<br /> Al-Dabagh jetzt reinen Wein ein©WDR
Ex-AWD-Berater Christian Harms (links)
schenkt dem AWD-Kunden Nadhim
Al-Dabagh jetzt reinen Wein ein©WDR
Seit vier Jahren ist Harms nicht mehr dabei. Er bereut, was er getan hat. Und versucht, Kunden zu helfen, die er damals für den AWD über den Tisch gezogen hatte. Der Masseur Nadhim Al-Dabagh (67) aus Hamburg muss weiter arbeiten, obwohl er eigentlich in Rente gehen wollte. Das kann er sich aber nicht leisten, obwohl er und seine Frau Erika genau dafür vorgesorgt hatten. Al-Dabagh erhebt schwere Vorwürfe: "Mein Sondervermögen, was ich 30 Jahre gespart hatte, ist beim AWD weggegangen." Die abgeschlossenen Verträge füllen heute mehrere Ordner.

Im Jahre 2002 bekamen die Al-Dabaghs zwei Lebensversicherungen ausgezahlt und wollten das wieder anlegen. Voller Vertrauen investierte das Ehepaar das meiste Geld in eine Immobilienbeteiligung und einen Rest von 20.000 Euro in eine Beteiligung in den Internationalen Medienfonds IMF 3. Beide Anlagen haben sich schlecht entwickelt, und die Al-Dabaghs fürchten um den Totalverlust ihres Geldes.

Harms erklärt das seinen Kunden heute so: "Die Filme sind gar nicht so schlecht gelaufen. Aber das Geld ist leider nicht im Fonds gelandet, sondern irgendwo bei den Schauspielern, Regisseuren oder sonstwo. Das ist einer der Gründe, warum die Amerikaner die Anlage stupid german money (dummes deutsches Geld) nennen. Laut Planung des Produkts müsste der Fonds längst aufgelöst sein. Das hat aber noch nicht stattgefunden, weil dann aufgedeckt werden müsste, dass die Anleger nichts bekommen."

Al-Dabagh: "Ein sehr guter Freund hat mich zum AWD gebracht. Sonst hätte ich eine kleine Wohnung gekauft. Das ist nun alles weg."

Der WDR fragte den AWD: "Gab es und gibt es beim AWD Prüfverfahren und Qualitätskontrollen der Produkte, die vom AWD angeboten werden und dann den Vermittlern zum Verkauf empfohlen wurden?"

Die Antwort des AWD: "AWD setzt dabei auf eine Prüfung der Seriosität der Produktanbieter sowie die Plausibilität des jeweiligen Produktkonzeptes. Produkte weisen bezüglich ihrer potentiellen Marktentwicklung unterschiedliche Risikoprofile auf, die entsprechend kommuniziert werden und im Beratungsprozess Berücksichtigung finden. Eine nachgelagerte Prüfung der Produktperformance findet in ausgewählten Produktsparten statt, zum Beispiel bei geschlossenen Fonds."

Die geprüften AWD-Produkte gingen nach hinten los

Harms, der inzwischen als freier Vermittler tätig ist, hat da allerdings eine andere Erinnerung: "Ich bin von der angeblichen Qualitätskontrolle und von dem angeblichen Prüfverfahren wie viele andere auch hinters Licht geführt worden. Denn dort wurde ganz oft gesagt, diese Produkte haben wir geprüft, die haben wir ausgewählt, liebe AWD-Berater, die könnt ihr vermitteln. Und das sind genau die Dinger, bei denen wir 5 bis 8 Jahre später nachweisen können, die sind alle nach hinten losgegangen. Für den AWD war das attraktiv. Die Dinger haben durch die Bank weg hohe Provisionen eingespielt für den AWD und einen kleinen Teil davon für den AWD-Berater, also den Vermittler. Deshalb haben die genauso wie ich gar nicht so viele Skrupel gehabt, das zu vermitteln. Weil man ja selber irgendwie auch den Kühlschrank vollkriegen muss. Nur die Rechnung zahlt immer der Kunde. Zwangsläufig. Das Geld muss ja irgendwo herkommen."

Carsten Maschmeyer wurde mit dem AWD zum Multimillionär. Aus Anerkennung seiner Verdienste durfte er sich aus Anlass seines 50. Geburtstages ins Goldene Buch der Stadt Hildesheim eintragen, sein Geburtsort. Der AWD-Gründer hat selbst als Vermittler angefangen und sich schnell zu einem Top-Verkäufer entwickelt. Er sagt, es kommt auf die überzeugende Beratung an und gar nicht so sehr auf das Produkt. Das muss nur verkauft werden.

Im Jahre 2005 wurde Finanzoptimierer Christian Harms vom AWD gekündigt. Er hat nicht genug verkauft. Nun hat er Schulden. Denn am Anfang gewährt der AWD neuen Mitarbeitern Vorschüsse auf künftig zu verdienende Provisionen. Werden dann zu wenig Verträge vermittelt oder bereits abgeschlossene wieder gekündigt, kommt man aus dem Minus nur schwer wieder heraus.

AWD-Ausstieg mit 50.000 Euro Schulden

Harms: "Im Verhältnis zu vielen anderen Ehemaligen stehe ich noch einigermaßen gut da. Mein Schuldensaldo beim AWD beläuft sich auf etwas mehr als 16.000 Euro. Ich weiß von Kollegen, dass die locker 30.000 oder 50.000 Euro auf der Uhr stehen haben, wie man so in Fachkreisen sagt. Und das kriegen die nicht so schnell wieder abgearbeitet.

Der WDR fragte den AWD: "Wieviele Berater haben beim AWD Schulden?"

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Es liegen 4 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#4 - Kommentar von Carsten Maschmaier am 20.10.2009 08:25
AWD - einfach ein ganz komischer Laden! So meldet Reuters heute, dass der Finanzdienstleister AWD tatsächlich jetzt auch eine weitere Datenpanne eingeräumt!

Schon vor einigen Jahren seien Daten des Finanzvertriebs ins Internet gestellt worden, im Sommer 2007 habe AWD in dieser Sache Strafantrag gegen Unbekannt gestellt. Die Ermittlungen seien inzwischen eingestellt. Es handle sich nicht um Kundendaten, betonte das zum Schweizer Lebensversicherer Swiss Life gehörende Unternehmen aus Hannover am Sonntag.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass dem Unternehmen zehntausende Kundendaten entwendet worden sind: Der Redaktion von NDR Info wurden 27.000 Datensätze zugespielt, die Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und die Vertragsabschlüsse von AWD-Kunden enthielten. Unter anderem sei aus ihnen ersichtlich, welche Kunden eine Lebensversicherung abgeschlossen und wie viel Geld sie angelegt haben. Ein großer Teil der Verträge sei nach wie vor gültig.

AWD hatte dazu erklärt, zahlreiche dieser Daten seien veraltet oder nicht mehr existent. Die jüngsten Daten stammten aus dem Jahr 2001, die Mehrzahl aus den 90er Jahren. "Es sind keine sensiblen Daten im Sinne des Datenschutzes in den vorgelegten Daten, insbesondere keine Konto- oder Bankverbindungen der Kunden." Der Finanzdienstleister hat nach eigenen Angaben bereits am Mittwoch eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hannover erhoben und den Datenschutzbeauftragten für das Bundesland Niedersachsen informiert. Auch eine interne Arbeitsgruppe des AWD hat sich den Fall vorgenommen. Die genannten Kunden habe AWD auch informiert.

Wie die Informationen in Umlauf geraten konnten, ist noch unklar. Aus dem Umfeld des Finanzdienstleisters hieß es laut NDR, dass nur hochrangige Mitarbeiter Zugriff auf eine derart große Menge an Datensätzen hätten.

#5 - Kommentar von klausr am 28.10.2009 09:21
Ist diese Sicht der Dinge nicht etwas einseitig? Was kann ein Unternehmen dafür, wenn ein Mitarbeiter kriminell handelt und - wie in diesem Fall - Daten weiterverbreitet? So wie ich das sehe, hat ein einziger Mitarbeiter die Sachen entwendet und verbreitet. AWD wurde dann einfach vom NDR mit den Fakten konfrontiert und hat natürlich Anzeige erstattet. Die zweite Sache wurde ja nicht eingeräumt, sondern war doch vor Jahren (2007? 2008?) schon vor Gericht - offizieller geht's ja wohl nicht! Warum sollten die dann was Neues "einräumen"? Macht man das nicht nur, wenn man vorher was "vertuscht" hat? Ich hab gelesen, dass damals Informationen über die Berater im Internet aufgetaucht sind, doch aber sicher nicht direkt vom AWD aus. Hab auf NDR einen TV-Beitrag gesehen, in dem auch der Datenschutzbeauftragte sagte: Wenn ein Unternehmen krimineller Energie ausgesetzt ist, dann kann das da wenig im Voraus machen. Wenn ich als Arbeitnehmer meinem Arbeitgeber schaden will, dann schaff ich das auch. Egal ob mit "unwichtigen" Sachen wie "ich nehm' mal den Kuli mit nach Hause" oder eben schwerwiegenden wie "ich nehm' mal die Kundendaten mit" mit.

#6 - Kommentar von Dirk Labusch am 12.11.2009 12:52
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Zeiten sind hart. Druck wächst. Da kommen einem Fachredakteur bisweilen redaktionsferne Gedanken. Er schreibt schön. Er kungelt.

Vermischung von PR und unabhängiger Berichterstattung ist kein Tabu mehr. Es fällt die Distanz zwischen der Redaktion und dem, worüber sie schreibt. Sehen und gesehen werden, darum geht?s. Fotos dominieren.

Wenn Texte, dann nur nette. Wie öde! Januar 2009. Wir wollen einen kritischen Beitrag zur ?Mietkautions-
kasse? veröff entlichen. Die Anzeigenabteilung warnt. Von jenem Unternehmen, so ihre Informationen, stehe eine große Anzeigenkampagne bevor. Wir setzen uns zusammen, diskutieren kontrovers. Entschließen uns zu veröff entlichen. Ziehen alle mit. Der Beitrag wird so kritisch, dass ich mich mehrmals rückversichere.

Er erscheint. Wenig später dann die Nachricht über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Autor und gegen mich. Komisches Gefühl, aber ich weiß auch: Woanders ist das gang und gäbe. Polizei kommt ins Haus. Die Anzeigen der Kautionskasse erscheinen natürlich in anderen Blättern.

Im Oktober wird das Verfahren gegen uns eingestellt. Wir haben es nun schwarz auf weiß, dass wir einige sehr kritische Inhalte über den damaligen Vorstand der Deutschen Kautionskasse, Christian Marchsreiter, veröffentlichen durften. Justizberührung mal wieder überlebt.

Sollte für einige die Lebenswürze in ewig-lauem rosarot bestehen, so unterscheiden wir uns von ihnen. Wir loben, was zu loben ist, beanstanden aber auch bisweilen mit Freude.

Das Prüfen, das Wägen, die Entscheidung für eine Veröff entlichung hat Redaktions- und Anzeigenteam eingenordet. Abgesehen davon, dass wir kritischen Geist auch unseren Kooperationspartnern RICS und dem Deutschen Verband schuldig zu sein glauben, wissen wir, für wen wir schreiben: Nur für Sie, unsere Leser.

#7 - Kommentar von Devante am 04.12.2012 23:26
BeschwerdeIch suche schon seit 2 Tagen Antworten auf meine Schulische Fragen von Eiweidf. Bis jetzt habe ich noch nichts gefudnen



grrrrrrr ggggrrrr


Ich bin schon stinke sauer .und was mir noch aufgefallen ist, in jeder anderen Seite stehen andere Informationen drin.wie soll ich mich denn da auskennen??????Ich bin doch nur eine Schfclerin!!!!Grudf Milka


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