GoMoPa: Vorsicht, wenn die Bank Ihren Trust managed
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
16. Dezember 2017
241 User online, 50.518 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


13.11.2009
Vorsicht, wenn die Bank Ihren Trust managed

Deutsche müssen für Einkommen aus Stiftungen Körperschafts- und Gewerbesteuern bezahlen. Und wenn die Stiftung nicht gemeinnützig ist, fallen auch noch zusätzlich Schenkungssteuern beim Einrichten und Befüllen an. Deshalb bieten deutsche Banken ihren vermögenden Kunden gern an, deren Vermögen "steuerneutral" in einen Trust anzulegen. Das geht nur per Vermögensübertragung ins Ausland. Denn Deutschland ist im Gegensatz zur USA, Belize, England, Liechtenstein, Schweiz oder Schottland nicht der Haager Trust Convention von 1984 beigetreten.

Für das deutsche Recht existiert ein Trust gar nicht. Der Unternehmer gibt seine rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit an einen Treuhänder oder eine Holding ab, bleibt aber an Gewinnen der Holding beteiligt. Das Argument der Vermögensberater: Was nicht existiert, kann nicht besteuert werden.

Man kann also zum Beispiel dem deutschen Recht unterliegende Vermögensgegenstände wie Immobilienvermögen unmittelbar auf einen schottischen Trust übertragen. Vermögensträger wird ein Trustee, ein Treuhänder. Man kann es ihm widerruflich (das Modell heißt Grantor Trust oder auch Revocable Trust) übertragen, dann entfällt die deutsche Schenkungssteuer. Die Gewinne sind allerdings vom Trustee in Schottland zu versteuern.

Das Problem fängt jedoch an, wenn die Haus-Banken oder Vermögensberater gutmeinend sich um die Vermögensverwaltung kümmern. Dann wird der Trust, der ja eigentlich gar nicht existiert, vom deutschen Fiskus als Offene Handelsgesellschaft (OHG) behandelt. Die Bank haftet für die Steuern. Der Stifter wird doppelt bestraft. Mit Steuern, die der Trust-Treuhänder im Ausland bezahlt, und mit Steuern, die seine Bank als Verwalter in Deutschland abführen muss.

GoMoPa-Fachautor und Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala aus München warnt vor Lösungen, die über Hausbanken oder Unternehmensberater angeboten werden: "Werden bei der Trusterrichtung Fehler gemacht, können katastrophale Folgen entstehen: Ausländische Gesellschaften - also zum Beispiel Trusts oder Foundations ? werden im Grundsatz nur anerkannt, wenn sich der tatsächliche Sitz der Hauptverwaltung vor Ort im Ausland befindet (Sitztheorie).

Dr. Johannes Fiala
Dr. Johannes Fiala
Errichtet beispielsweise eine Bank in Stuttgart über einen Netzwerkpartner in Singapur einen Trust, dessen Vermögen aus Wertpapieren besteht, und werden die Assets einer solchen Offshore-Gesellschaft allein von der Bank in Stuttgart verwaltet (gegebenenfalls in Absprache mit dem Trust-Gründer) und werden mithin die grundlegenden Entscheidungen der Unternehmens-/Trustleitung in Deutschland in laufende Geschäftsführungsakte umgesetzt, dann beurteilt sich die Rechtsfähigkeit nach dem Verwaltungssitz in Deutschland. Nachdem der Trust dann in Deutschland nicht im Handelsregister eingetragen ist beziehungsweise niemals eingetragen werden kann, gilt der Trust als solcher als nicht existent. Er würde in Deutschland allenfalls nach dem internationalen Gesellschaftsrecht (deutsches Gesellschaftsstatut) insbesondere als OHG behandelt werden. Handelt die Bank als faktische Geschäftsführerin, haftet sie übrigens auch mit für anfallende Steuern!"

Helfen (Offshore-)Institute bei Steuerhinterziehung, kann man sie im Fall des Falles häufig selbst in Regress nehmen.

Bei vielen in- und ausländischen Banken ist neben der Anlage "steuerneutraler Gelder" auch das Verstecken von Schwarzgeld fester Bestandteil des Vermögensmanagements - auf Neudeutsch Wealthmanagements - für betuchte Privatkunden. Dies läuft entweder über ausländische Kapitalgesellschaften oder über zwischengeschaltete Trusts und Stiftungen. Von den Bankhäusern werden auch gern steuerlich zweifelhafte Lebensversicherungsmäntel aus Liechtenstein oder Luxemburg verkauft.

In der Praxis halten wohl die allermeisten dieser Gestaltungen einer steuerrechtlichen Prüfung nicht stand. Zumindest dann nicht, wenn der reiche Kunde in Deutschland seinen Lebensmittelpunkt hat oder auch nur ein Ferienhaus besitzt. Selbst eine über Monate leer stehende, geerbte Immobilie kann dazu führen, dass das gesamte Welteinkommen in Deutschland zu versteuern wäre.

Es existiert keine Buchführung

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?


 

Pressemitteilung zum Thema
» Stiftung - Ideallösung fürs Testament

Kategorie zum Thema
» Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts
» Allgemein
» Deutsche Strukturen
» Deutsche Strukturen
» Banken, Stiftungen & Trusts
» Financial & Business Services
» Steuerberatung & Steueroptimierung
» Wirtschaft
» Urteile & Recht
» Gesetze

 

Stichwörter zum Thema

» Vermögensverwaltung Trustgründung Steuern 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegen keine Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:
 

CAPTCHA code


 

» Instone Real Estate Group B.V.: Börsengang mit Sc ...   15.12.2017

» Dr. Illya Steiner MAP Ansparpläne: Verzockt mit U ...   14.12.2017

» Golden Gates AG: Drücker-Goldgeschäfte und sinnl ...   12.12.2017

» Adcada GmbH: Mit Bluffs auf Investorenfang für ad ...   11.12.2017

» Daniel Shahin: Wieder unterwegs mit Vertriebspyram ...   07.12.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen