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07.12.2009
Investment Schatzsuche

In Deutschland warten 32.000 Zentner Gold, Silber und Juwelen auf ihren Finder. Schätze, die die Deutschen im Laufe vieler Kriege versteckt haben. 100.000 Hobbysucher suchen im Erdboden danach. Der gilt noch immer als sicherste Bank der Welt.

In nur einem Meter Tiefe im Waldboden fand ein junges Pärchen im Oktober 1996 in der Nähe von Moritzburg (Sachsen) den Schatz der Wettiner. Drei Kisten mit europäischer Goldschmiedekunst, einem Silberpokal aus dem 16. Jahrhundert, einer umfangreichen Münzsammlung und Teilen aus dem Tafelsilber des sächsischen Kurfürsten August des Starken mit einem Wert von zwölf Millionen Euro. Das Finderpaar bekam von den adligen Erben einen Finderlohn, der bei weniger als den im Bürgerlichen Gesetzbuch vorgesehenen drei Prozent lag.

In Java-See vor Indonesien lag das Piratenschiff Forbes<br /> über 200 Jahre lang unentdeckt auf Grund©googleearth
In Java-See vor Indonesien lag das Piratenschiff Forbes
über 200 Jahre lang unentdeckt auf Grund©googleearth
Weltmeere: höheres Risiko, aber auch mehr Rendite

Wesentlich mehr Renditen versprechen die sieben Weltmeere, in denen in den vergangenen 4.000 Jahren rund 3 Millionen Handels- und Piratenschiffe gesunken sind. Bei mindestens 300.000 Schiffen ist die Bergung noch immer wirtschaftlich. Gold, Juwelen, Silber, feines Porzellan im Wert von 400 Milliarden Dollar warten nach amerikanischen Wissenschaftsschätzungen darauf, geborgen zu werden.

Allein Die portugiesische "Flor de la Mar", das Flagschiff der portugiesischen Flotte, die im Jahr 1512 in der Straße von Malakka zwischen Indonesien und Malaysia versank und bis heute nicht gefunden wurde, hatte, da sie gerade von einem Raubzug von malaysischen Fürstentümern kam, 60 Tonnen Gold, Unmengen an Diamanten, Rubinen und mit Edelsteinen besetzten Statuen an Bord. Ihre Ladung wird auf 80 Milliarden Euro Wert geschätzt.

Schatzsucher Keppler ist endlich schuldenfrei

Schatztaucher Klaus Franz<br /> Keppler (71) aus Freiburg am<br /> Bodensee ©Nautic Recovery Asia
Schatztaucher Klaus Franz
Keppler (71) aus Freiburg am
Bodensee ©Nautic Recovery Asia
Einer, der in der Java-See seit vier Jahrzehnten nach ihr sucht, ist der Freiburger Feuerwehrtaucher und Ingenieur Klaus Franz Keppler (71). Mit seiner Firma Nautic Recovery Asia aus Salatan in Jakarta (Indonesien) hat er in diesem Jahr zwei große Coups gelandet, die den Schatzsucher endlich schuldenfrei werden lassen. Seinen Geldgebern (Spielhallenbesitzer, Whisky-Hersteller), die ihm seine bis zu sieben Jahre dauernden Forschungen und Expeditionen vorfinanzierten, kann er nun eine Rendite von 600 Prozent und mehr zurückgeben. Und das, obwohl er den Wert der Schätze mit der indonesischen Regierung, die ihm die Schürflizenz gab, teilen muss.

Porzellan für 1,4 Millionen Euro

Im Mai 2009 barg Keppler nördlich von Java das Karawang-Wrack. Das Schiff stammt aus dem 10. Jahrhundert, der Min-Dynastie, und hatte Bleimünzen, Vasen, Kannen und Teller an Bord. Geld gibt es für Keppler erst, wenn ein Käufer gefunden ist. Gerade verhandelt Kepplers Team mit Museen in China über den Fund. Keppler hofft auf 1,4 Millionen Euro. Die Bergung hat ihn allerdings rund 600.000 Euro gekostet.

Piratensilber für zehn Millionen Euro

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