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14.12.2009
Dubioser Aktientausch an der BaFin vorbei

Vielfach-Vorstand<br /> Wolfgang Wilhelm Reich<br /> (30) aus Schwaben<br />©VCI Venture Capital
Vielfach-Vorstand
Wolfgang Wilhelm Reich
(30) aus Schwaben
©VCI Venture Capital
Das Großverfahren der Staatsanwaltschaft Stuttgart (Verdacht der Marktpreis- manipulation) aus dem Jahre 2006 ist bis jetzt noch gar nicht abgeschlossen, da geht der jüngste Spross des unter Verdacht stehenden Reich-Clans aus der feinen Jugendstilvilla in der Panoramastraße in Heidenheim (Schwaben) schon wieder auf Einkaufstour.

Im Dreitages-Rhythmus startet der durch einen Schlaganfall verhinderte Olympionik und einstige Vize-Weltmeister im Degenfechten Wolfgang Wilhelm Reich (30) eine Aktien-Übernahme-Rallye nach der anderen. Am liebsten im Freiverkehr der Frankfurter Börse. Ohne Geld. Und immer an der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht in Bonn) vorbei.

Wolfgang Wilhelm Reich bietet als Geschäftsführer der Werbeagentur ideenreich GmbH und als Vorstandsvorsitzender diverser Aktiengesellschaften wie der DVB Deutsche Value Beteiligungen AG, der SPV AG oder Patentix AG, der VAP Vorboersliche Aktienplattform AG und der VCI Venture Capital und Immobilien AG, denen meist Papa Wolfgang Ehrhard Reich (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater) als Aufsichtsratsvorsitzender vorsteht, "freiwillig und öffentlich" einen Aktien-Umtausch an. Zu einem sagenhaften Kurs. Zwischen vier und zwanzig seiner Aktien gibt Reich hin, um dafür nur eine einzige Aktie einer Edelmetall- oder anderen Rohstoff-Firma zu ergattern. Ein scheinbar lukrativer Tausch für Aktionäre, deren Aktien im Augenblick nur ein paar Cents wert sind (Pennystocks).

Die Aktionäre erfahren die Angebotsnachricht frisch aus dem Börsenanzeiger. Die Anzeige kostet weniger als 50 Euro, und die Banken sind verpflichtet, die Nachricht weiterzuverbreiten. Und Reich drängt zur Eile. Nur noch bis morgen (15. Dezember 2009) um 18 Uhr zum Beispiel dürfen Aktionäre der von Reich auserkorenen Novus Gold Corporation ihre Aktien pro Stück gegen sieben Aktien der DVB Deutsche Value Beteiligungen AG umtauschen. Die Aktionäre bekommen für eine 26 Cent teure Novus-Gold-Aktie einen angeblichen Gegenwert von 1,82 Euro von Reichs Firma. Doch während die 26 Cent von Novus Gold hart am Markt erkämpft wurden, steht der Wert der Aktie von Reich nur auf dem Papier, das er selbst beschrieb.

Der Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Banker Niels Nauhauser, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit:

Zitat:


Kein Anleger sollte ungeprüft ein Übernahmeangebot irgendeiner Firma annehmen. Das gilt umso mehr, wenn es sich nicht um eine Barabfindung, sondern um ein Tauschangebot handelt, denn hier ist die Werthaltigkeit des Angebots nicht sofort offensichtlich und nachvollziehbar. Gerade im Bereich der so genannten Pennystocks gibt es in jüngster Zeit immer wieder dubiose Angebote und Kaufempfehlungen. Wer Verdacht auf Marktmanipulation hegt, sollte unbedingt die Börsenaufsicht und die BaFin informieren.


Und genau die BaFin scheint Reich mit seinen Firmen zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Denn ein Aktienumtausch von einer Gesellschaft in die andere ist genehmigungspflichtig, es sei denn, man bleibt unter 100. 000 Euro. Damit also die BaFin dem ideenreich GmbH-Geschäftsführer nicht auf die Finger schauen kann, bringt Reich ganz viele kleine Umtauschangebote, alle unter 100.000 Euro, auf den Markt.

Wer oder was ist diese DVB Deutsche Value Beteiligungen AG? Auf der firmeneigenen Internetseite heißt es selbsteinschätzend:

Zitat:


Das Kerngeschäft der DVB Deutsche Value Beteiligungen AG & Co. KG a.A. ist die Verwaltung des eigenen Vermögens (Nach Firmenangaben sollen es 700.000 Euro sein - Anmerkung der Redaktion). Aufgrund der sich ausweitenden Finanz- und Weltwirtschaftskrise hat die DVB AG & Co. KG a.A. damit begonnen, Edelmetalle in Form von Silbermünzen, Silberbarren sowie Goldmünzen und Goldbarren zu erwerben.

Im Januar 2009 erfolgten die ersten Edelmetallkäufe. Die DVB AG & Co. KG a.A. hat 480 kg Silber und 30 Krügerrandmünzen sowie vier 500 g Goldbarren erworben. In den kommenden Wochen und Monaten sollen die Gold- und Silberbestände weiter ausgebaut werden.

Die Aktien der DVB AG & Co. KG a.A. sind nicht an der Börse handelbar. Ein Freiverkehrslisting ist zwar vorgesehen, jedoch soll dies erst in einem möglichst postiven Börsenumfeld umgesetzt werden.

Hinweis: Die Edelmetalle werden nicht am Sitz der Gesellschaft gelagert, sondern in einem versicherten Bankschließfach, welches nur im 4-Augen-Prinzip geöffnet werden kann.


Nun, die Aktionäre sollten sich möglichst beeilen, wenn sie ein paar Aktien dieser DVB im Tausch gegen ihre eigenen Aktien ergattern wollen. Die DVB bietet nur noch bis morgen abend (15. Dezember 2009, 18 Uhr) der Quicksliver Incorporation den Umtausch der Aktien im Verhältnis 1 Quicksilver gegen 6 DVB an.

Fondsinhaber des Fortis L Fund Equity Technologiy World C Fonds dürfen sich ebenfalls nur bis morgen 167 DVB-Aktien für einen Fondsanteil holen.

Und schon kommt die nächste Rallye: In der nächsten Runde bis 18. Dezember 2009, 18 Uhr, dürfen die Aktionäre der Monument Nining Limited ihre Aktien 1:7 umtauschen, die der Geovic Mining Corporation 1:4, die der Advanced Exploration Incorporation 1:12, der Arise Technologies Corporation 1:9 und der Aqua Society Incorporation sogar 1:15.

Für eine 12 Cent teure Aktie der Aqua Society Incorporation aus dem Freiverkehr der Franfurter Börse erhält man also eine DVB-Aktie mit einem selbstermittelten Wert der DVB von 1,80 Euro. Da die Aktien der DVB nicht an der Börse gehandelt werden, kennt allerdings eigentlich niemand den wahren Wert der DVB-Aktien.

Dr. Volker Schulz, Pressesprecher der deutschen Aqua Society aus Herten, schrieb dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net:



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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#4 - Kommentar von bekannt am 17.12.2009 02:12
Damit sind die gesetzlichen Voraussetzungen der ?§?§ 13 VerkProspG, 45 BörsG erfüllt, nach denen die Kläger und Zedenten von den Beklagten als Gesamtschuldner die Übernahme der Wertpapiere gegen Erstattung des Erwerbspreises, soweit dieser den ersten Ausgabepreis der Wertpapiere nicht überschreitet, und der mit dem Erwerb verbundenen üblichen Kosten verlangen kann.?


http://www.aktionaere-wehrt-euch.de/inhalt/Aktuelles/mmc.htm

#5 - Kommentar von Inge Meinersteht am 30.12.2009 19:45
Während man im Kölner Karneval den Rhein besingt, der einmal im Jahr sein Bett verlässt, könnte man in Heidenheim ein Liedchen für Wolfgang Reich trällern. Alle Jahre wieder, kommt ne neue AG aus dem Bett, oder so ähnlich.

Wolfgang Wilhelm Reich junior muss ein Teufelskerl sein. Was der alles kann: Unternehmen an die Börse begleiten, unterbewertete Immobilien aufstöbern und verwalten, Venture-Capitalist spielen und jetzt auch noch Private-Equity-Fonds AG & Co KG a.A. gründen. Ein Genie, oder? Herr Reich ist nämlich bei der VAP, der VCI und der Klosterbrauerei Königsbronn als Vorstand aktiv.

Genial ist es, wie Herr Reich seine Aktivitäten vermarktet. Im Börsenboom ist es offenbar ziemlich leicht, Geldanlageideen aller Art zu verkaufen - ob mit oder ohne Substanz. Der neue Dreh aus Heidenheim heißt "Private-Equity Fonds I AG & Co KG a.A.".

Von dieser Firma existiert derzeit nicht viel mehr als ein lückenhafter, bescheidener Webauftritt, und dennoch wird man bereits aufgefordert die Anteilsscheine zu kaufen. Wer ? auf welchem Wege auch immer ? im E-Mail-Verteiler des Genies aus Heidenheim gelandet ist, konnte sich in dieser Woche über Post freuen. Mit warmen Worten wurde zur Zeichnung der Aktien geraten. Das Grundkapital der Gesellschaft solle von 50.000 Euro auf 500.000 Euro erhöht werden. Damit wolle man sich dann in den nächsten zwei bis drei Jahren an "20 bis 30 Unternehmen" beteiligen. Mini-Beteiligungen? Mehr dürfte bei dieser Ausgestaltung nicht drin sein.

Bis zu 99.000 Aktien der Gesellschaft sollen für je einen Euro platziert werden. Die Begründung im per Mail versandten Zeichnungsschein liest sich abenteuerlich: "Um einen Freefloat für die Notierung an einer deutschen Wertpapierbörse zu schaffen". Noch besser: Die Aktien sind für das Geschäftsjahr 2006 voll dividendenberechtigt. Wie gesagt - derzeit ist von der Gesellschaft nur ein bescheidener Internetauftritt sichtbar. Ein Porträt der Firma, ein Wertpapierprospekt oder ähnliche Feinheiten sind nicht zu finden. Von Bilanzen oder sonstigen harten Fakten, die auf eine realistische Dividendenchance hindeuten könnten, ganz zu schweigen.

Apropos Wertpapierprospekt: Nach Angaben des Unternehmens ist ein solcher auch gar nicht erforderlich, weil man unter der Grenze von 100.000 Euro für die Gesamtemission bleibe. Stimmt, es sind ja nur 99.000 Euro. Da drängt sich der Verdacht auf, dass das Emissionsvolumen genau nach diesem Kriterium festgelegt wurde.

Kein Prospekt also und auch sonst kaum Informationen, und der Börsengang der Gesellschaft ist "für Dezember 2006, aber auch früher oder später" geplant. Dafür darf man den Kaufpreis am besten sofort überweisen, nur eine Zuteilung wird nicht garantiert. Kein Wunder, dass man so ungenau ist, denn beim Börsengang der VAP, sozusagen der Mutter aller vorbörslichen Aktienplattformen, musste Wolfgang Reich eine peinliche Verspätung hinnehmen. Jetz also Private Equity. Wir sind gespannt, wann sich Herr Reich endlich auch als Nano- und Solar-Fachmann zu erkennen gibt.

Soviel zu unserem jungen Freund Wolfgang Wilhelm Reich, dem Superhirn aus Heidenreich

#6 - Kommentar von Inge Meinersteht am 30.12.2009 19:53
Vielleicht in diesem Zusammenhang noch ganz interessant ist dieses:

Auszug aus dem Beschluss vom Amtsgericht Heidenheim vom Juli 2003:

In dem Ermittlungsverfahren gegen Wolfgang Erhard Reich und Wolfgang Wilhelm Reich und Michael Benz
wegen Kapitalanlagebetruges u.a.
wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart die Beschlagnahme der anlässlich den Durchsuchungen vom 22.7.2003 sichergestellten Gegenständen bestätigt.

Es fanden Durchsuchungen in den Wohnräumen der Beschuldigten Wolfgang Erhard Reich und Wolfgang Wilhelm Reich, sowie in den Geschäftsräumen der Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei Reich den Wohnräume des Beschuldigten Michael Benz den Firmenräumen der Firma VCI ...... (MMC-AG)
den Firmenräumen der VAP .....
den Firmenräumen der ACI, Aquileia ....
den Firmenräumen der EWS, jetzt Klosterbrauerei Königbronn AG (KK)

So eine Mitteilung sollte eigentlich in den Homepagen besagter Firmen stehen.
Warum die Herren Reich dies nicht tun, können die Herren nur selber beantworten.

Grüß Gott

Inge Meinersteht
Für einen potentiellen Geldanleger ist auch diese Info wichtig.


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