
16.12.2009
Atlantis-Aussteiger locken Aktionäre in den Dschungel

Wappen der Atlantis Explora-
tion AG, Hauptsitz Schweiz
Auch drei Verkäufer der Atlantis stiegen aus und locken nun Aktionäre in den Dschungel von Costa Rica. Sie warfen hin, weil sie nach eigenen Angaben lange Zeit gar keine Provisionen mehr bekamen. Die Chefs des Schatzsuche-Unternehmens, Wolfgang Leindecker und Felix Kretzschmar, hätten ihnen immer wieder versprochen: "Wir gehen bald an die Börse, dann bekommen alle Mitarbeiter das Doppelte."
Darauf wollten oder konnten die Verkäufer nicht länger warten und ließen sich kündigen. Zwei fanden schnell einen neuen Job bei der Green Planet AG, die ebenfalls in Frankfurt am Main sitzt. Dort verkaufen sie nun Mahagoni- und Teakbäume, die auf firmeneigenen Plantagen in Costa Rica gepflanzt werden. "1.000 Bäume kosten bei uns 31.000 Euro inklusive einer zwanzigjährigen Vollpflege", erläutert der Vorstandsvorsitzende der Green Planet AG, der Frankfurter Diplombetriebswirt und Baulöwe (weitere sechs Firmen) Manfred Wander (67), dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. "Die Rendite beträgt nach 20 Jahren, wenn die Bäume ausgewachsen sind, 13 Prozent."
Werben die Ex-Verkäufer die alten Aktionäre ab?

Investor Relations
Officer Felix
Kretzschmar (31)
©Atlantis Exploration
Kretzschmar sagte gegenüber GoMoPa: "Unsere Ex-Mitarbeiter, die bei Herrn Wander beschäftigt sind, sind im Besitz unserer kompletten Aktionärsliste. Diese Liste hat nun Herr Wander, der in der Dominikanischen Republik und in Costa Rica Baumplantagen mit einer Rendite von 13 Prozent verkauft. Die Ex-Mitarbeiter melden sich bei unseren Kunden und behaupten, dass die Atlantis Exploration AG pleite sei. Dann raten sie den Anlegern, bevor die ihr Investment bei uns verlieren würden, sollten sie doch lieber Bäume von Herrn Wander kaufen. Dabei taugt das Investment von Herrn Wander gar nichts. Herr Wander hatte mal was mit einem Euro Caribbean Blu Club in Belize zu tun. Das Projekt ging pleite. Das zu Herrn Wander. Er versucht, uns nur schlecht zu machen, um unsere Kunden abzuwerben."
Wander: Es ist doch natürlich, dass man Kunden die Wahrheit sagt.

Vorstands-
chef Manfred
Wander (67)
©Green Planet AG
Zitat:
Sehr geehrter Herr Siewert,
bezugnehmend auf die Vorwürfe eines Herrn Kretzschmar, den ich persönlich nicht kenne und mit dem ich auch  nichts zu tun habe, versichere ich Ihnen hiermit an Eides statt:
1. Ich habe noch nie einen Euro Caribbean Club betrieben, war nie an so etwas beteiligt und habe auch nie     für einen solchen Club gearbeitet, egal in welcher Form und auf welche Weise. Er ist mir völlig unbekannt!
2. Ich arbeite seit ca. 30 Jahren als Immobilienkaufmann und Immobilienhändler sowie Bauträger.
Richtig ist, dass bei der deutschen Aktiengesellschaft Green Planet AG, bei der ich Vorstand bin, zwei Herren im Vertrieb von Edelholzbäumen arbeiten, die zuvor für die Firma Atlantis Exploration AG im Vertrieb gearbeitet haben. Die Herren haben sich klar und deutlich von den üblen Machenschaften und der unseriösen Arbeitsweise der Herren Kretzschmar und Leindecker sowie Capin distanziert. Sie haben mir eine Ehrenerklärung gegeben, dass sie zunächst nicht gewusst haben, dass es sich um eine "betrügerische" Firma handelt, die nur Versprechungen macht und die eingehenden Gelder veruntreut. Als sie es bemerkten, hätten sie sofort die Konsequenzen gezogen und von sich aus gekündigt. Sie haben sich auch nicht sofort bei uns beworben, sondern waren einige Wochen arbeitslos.
Bei uns gibt es definitiv keine Aktionärsliste der Atlantis Exploration AG. Wir sprechen in erster Linie unsere aus den Online-Anzeigen und die aus unserem Call-Center generierten Interessenten an. Jeder unserer Verkäufer hat auch Adressen aus seinen früheren Tätigkeiten mitgebracht, die er auch bearbeiten kann. Es ist nicht auszuschließen, dass sich hierunter auch Kunden befinden, die der Verkäufer auch bei Atlantis angesprochen hat. Es ist natürlich, dass man diesen Kunden die Wahrheit in Bezug auf Atlantis Exploration AG sagt.
Ich entnehme aus der E-Mail-Nachricht von heute, dass ich die Herren Kretzschmar und Co. schlecht machen würde. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit meinen Mitarbeitern, oder mit Dritten über die Herren gesprochen habe, weder gut noch schlecht. Diese Herren scheinen es auch nicht wert zu sein, dass man über sie spricht. Ich befasse mich mit meinen Immobilien-Geschäften. Allerdings bin ich als Vorstand der Green Planet AG auch nicht direkt im Kundenkontakt. Wenn die Verkäufer etwas zu ihren Kunden sagen, bin ich sicher, dass es die Wahrheit ist. Ich halte ohnehin nichts davon, andere schlecht zu machen. Man muss sich durch die eigene Leistung, Zuverlässigkeit  und die Seriosität einen Namen machen. Das halte ich im Immobilienbereich sein 30 Jahren so.
Ich selbst bin übrigens Gesellschafter einer 1991 gegründeten Atlantis Real Estate Managment GmbH mit Sitz in Berlin, die aber nichts mit der Schweizer AG Atlantis Exploration und den Herren Kretzschmar und Leindecker zu tun hat.
Für Auskünfte stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.  Von den Machenschaften der Herren Kretzschmar und Leindecker möchte ich mich klar und deutlich distanzieren. 
Mit freundlichen Grüßen Manfred Wander
Welche Reputation hat Manfred Wander?
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