
24.02.2010
Griechenlands Bargeld-Verbot

Finanzminister George
Papaconstantinou (48) © MNEC
Private und geschäftliche Zahlungen von mehr als 1.500 Euro müssen dann auf elektronischem Wege mit EC- oder Kreditkarten erfolgen. Das gab der griechische Wirtschafts- und Finanzminister George Papaconstantinou (48) am 9. Februar 2010 nach einer Parlamentsdebatte gegen Schwarzarbeit und Steuerhinter- ziehung bekannt, teilte das Athener Büro von Reuters dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit.
Wörtlich sagte Papaconstantinou: "Ab dem 1. Januar 2011 wird jede Transaktion über 1.500 Euro zwischen natürlichen Personen und Geschäftsleuten nicht mehr als legal angesehen werden, wenn diese bar getan wird. Transaktionen müssen mit Hilfe von EC- oder Kreditkarten vorgenommen werden." Zuwiderhandlungen werden drakonisch bestraft.
Griechen müssen auch Auslandskonten offenlegen
Doch damit nicht genug. Wie die International Business Times erfuhr, wurden die Bürger des Landes aufgefordert, alle Konten im Ausland offen zu legen. Wer dies innerhalb einer 6-monatigen Frist nicht tut und später erwischt wird, dessen Vermögen wird konfiziert. Der griechische Finanzminister hofft so, an die geschätzten 30 Milliarden Euro heranzukommen, die angeblich auf ausländischen Schwarzgeldkonten schlummern. Papaconstantinou sagte: "Einlagen bei Banken außerhalb Griechenlands sind aus den Prüfungen von ihrer Herkunft befreit, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach der Verabschiedung der Steuerbelastung zurückgeführt werden und mit 5 Prozent besteuert werden."
Alexander Hahn vom Investor Verlag fügt in seinem Newsletter ?Investoren Wissen? hinzu, es komme ?noch dicker: Angeblich sollen in Zukunft auch die Banken dazu gezwungen werden, ihre Daten in Echtzeit an das griechische Finanzministerium zu übermitteln. Weiterhin werden Rechnungen über 3.000 Euro nur noch in digitaler Form akzeptiert.?
Steuervergünstigungen für Berufsgruppen werden abgeschafft
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