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17.03.2010
Goldinvestments aus der Imbissbude

Convent Offensichtlich wollte der kanadische Spediteur Samuel Lee aus Toronto auch ein bisschen vom Glanz des hühnereigroßen Goldnuggets abhaben, den der 15jährige Philippino Alfredo Gallo im Oktober 2004 im Kloaken-Fluss Dario im Elendsviertel Del Monte in der philippinischen Hauptstadt Manila fand und der eine bis heute anhaltende Gold-Hype auf den Philippinen auslöste.

Der Kanadier Lee wollte aber nicht in stinkigen Flüssen tauchen, sondern sammelte statt dessen weltweit Geld von Anlegern ein, um von seinem Firmen-Hauptquartier in Toronto aus in großem Stil in neue Goldminen auf den Philippinen zu investieren. Doch statt aus einem Büroturm führte Lee sein angebliches Weltimperium aus einer schäbigen Imbissbude. Das brachte jetzt ein Foto ans Licht, das ein Anleger bei dem Google-Dienst Street-View bestellte und das er nun für alle anderen Anleger sichtbar ins Internet stellte. Die meisten Anleger stiegen daraufhin aus.

Die Gold-Insel Rapu Rapu auf den Philippinen
Die Gold-Insel Rapu Rapu auf den Philippinen
Vor drei Jahren hatte Samuel Lee die AsiaPac Capital Services Incorporation (AP) gegründet, um sich von der philippinischen Regierung Schürflizenzen und Land in den zwar erforschten, aber noch nicht ausgebeuteten Gebieten Rapu Rapu (Bicol-Halbinsel) mit vermuteten 17,8 Millionen Unzen Gold, Surigao mit geschätzten 45.000 Unzen Gold und Davao mit 8,9 Millionen ungehobenen Unzen Gold zu kaufen. Doch so einfach war das nicht.

Damit Lee nach seinen Plänen im Jahre 2013 wirklich sein erstes Gold von Rapu Rapu schürfen kann, wo die Bargeld-Produktionskosten pro Unze Gold nur 15 bis 37 Euro betragen sollen (in Surigao 386 Euro, in Davao 91 Euro), müsste Lee erst einmal laut eigenen Angaben 3,6 bis 6 Millionen Euro an Vorkosten auf den Tisch legen.

Also bemühte sich Lee, Investoren zu finden. Er meldete seine AsiaPac Capital Services Incorporation an der Frankfurter Börse an (WKN AOM6QP). Und stellte sich im Internet als "Bachelor of Science in Mechanical Engineer" vor. In dieser Eigenschaft gründete er nicht nur das Bergbauunternehmen AsiaPac Minerals Co. Limited, eine 100prozentige Tochter der AsiaPac Capital Services. Er wurde gleichzeitig auch noch Vorsitzender von 35 verschiedenen Unternehmen in zehn Ländern. Allerdings behielt Lee die Namen der Firmen geheim.

Die Aktie stürzte nach der Veröffentlichung des Fotos ab © ARD
Die Aktie stürzte nach der Veröffentlichung des Fotos ab © ARD
Nur so viel ließ Lee durchblicken: Neben den 6 Millionen Euro für die Goldsucher-Vorkosten auf Rapu Rapu bräuchte er in den nächsten zwei Jahren weitere 7,3 Millionen Euro, um aus den vielen Schweinebauerngehöften auf den Philippinen an 365 Tagen unter tropischer Hitze Methangas zur Stromerzeugung zu gewinnen. Die Investitionen würden sich nach fünf Jahren durch Emissionsgutschriften amortisieren, versprach Lee. Aber auch das Speiseöl, dass die Philippinos nach dem Kochen achtlos in die Flüsse schütten würden, lohne sich zu recyceln und in Biodiesel zu konvertieren.

Lee stellte sich als Gruppe Deutsche Börse vor

Aber offensichtlich fiel dem Ingenieur auf seiner Internetseite für sein Firmengeflecht aus 35 Unternehmen kein eigener ordentlicher Text ein. So klaute Lee kurzerhand den Text von der deutschen Gruppe Deutsche Börse aus Frankfurt am Main. Auf Lees Unternehmensportal heißt es unter "Investor Relations" eins zu eins genauso wie bei "Wir über uns" auf dem Portal der Gruppe Deutsche Börse:

Zitat:


Als eine der größten Börsenorganisationen der Welt öffnet die Gruppe Deutsche Börse Investoren, Finanzinstituten und Unternehmen den Weg zu den globalen Kapitalmärkten.


Darunter schreibt Lee, er habe folgenden Firmen-Status bei der Gruppe Deutsche Börse:

Zitat:


Our Company Status

Asiapac Capital
Primary Symbol & Exchange:
5AP - Common stock - Frankfurt


Lee erweckt damit den Eindruck, er gehöre der Gruppe Deutsche Börse an. Die Gruppe Deutsche Börse umfasst allerdings die Deutsche Börse AG und ihre Tochtergesellschaft Clearstream International SA und Deutsche Börse Systems AG. Die Gruppe (3.300 Mitarbeiter) betreibt die Frankfurter Wertpapierbörse, organisiert die weltweit größte Terminbörse EurexMarkt (85prozentiger Anteil) und hat eine Marktkapitalisierung von 13 Milliarden Euro (Stand 30. September 2009).

Lees AsiaPac Capital Services (300 Mitarbeiter auf den Philippinen und in Kanada) besitzt an der Frankfurter Wertpapierbörse lediglich eine Aktien-Registrierung: 5AP. Mit seinem Kerngeschäft, der Spedition Goldpatch1 in Toronto, machte Lee im Jahre 2008 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 363.000 Euro und einen Netto-Gewinn von 145.000 Euro.

Dennoch ließen sich viele Anleger von Lees Gold-, Biogas- und Speiseölplänen auf den Philippinen anstecken und kauften von der AsiaPac Capital Services Aktien für ein Euro pro Stück. Das war Lee wohl nicht genug, um sich gegen die starke Konkurrenz aus Südkorea und Australien auf dem philippinischen Goldschürfer-Markt durchzusetzen.

Zum Start ins neue Jahrzehnt wollte Lee endlich ganz nach oben. Er griff zu einem alten Mittel im Börsengeschäft. Er bombardierte die Anleger mit selbstverfassten Erfolgsmeldungen. Am 7. Januar 2010 heizte er die Anlegerstimmung auf, indem er von der DGAP, einem Unternehmen der EquityStory AG aus München (3.000 Kunden), verbreiten ließ:

Zitat:


Asiapac Capital Services Ltd.,: Symbol an der Deutschen Börse: 5AP. (www.asiapaccapital.ca) gab heute bekannt, dass die Weiterentwicklung seines Bergbauunternehmens Asiapac Minerals Co. Ltd., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft, Priorität haben wird.

Der Leiter des Unternehmens, Herr Samuel Lee gab an: "Wir konzentrieren unsere Bemühungen auf drei Bergbaugelände auf den Philippinen und stehen momentan in Verhandlungen mit Dritten, die ein Interesse daran haben könnten, zusätzliches Kapital auf einer Earn-in-Basis zur Verfügung zu stellen, um an der Weiterentwicklung dieser Minen teilzunehmen."


Die Nachrichtenagentur DPA AFX griff die Corporate News freudig auf. Nachdem die Neugier der Anleger geweckt war, legte Lee am 16. Februar 2010 auf dem gleichen Wege nach und präsentierte einen möglichen Investor. Die Interline China aus Shanghai wolle möglicherweise 40 Prozent seiner Aktien für einen Stückpreis von 4,50 Euro kaufen. Die Entscheidung falle in den nächsten Wochen:

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

#5 - Kommentar von Zocki001 am 18.03.2010 07:25
Guter Artikel, es wird leider nicht erwähnt, dass eine Firma Monex aus London zig Kunden per Telefon zu den Käufen als Todsichere Sache angeheuert hat. Ob die nicht Ursache der Blase waren?


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