
11.09.2008
Möglicher Immobilienbetrug
New York - Sie sollen nur unbezahlte Rechnungen hinterlassen, täuschen angeblich Grundstückskäufe vor und treten sogar als Bauträger auf. Sie sind Vater und Sohn und haben ein einträgliches Geschäft: Immobilien. Doch mehrere Menschen fühlen sich von ihnen getäuscht und betrogen.
Rolf und Sven K. werben auf verschiedenen Internetseiten mit Immobilienverkäufen. Doch handelt es sich bei den diversen Gesellschaften des Vater- und Sohngespanns möglicherweise nur um Scheinfirmen. Die angebotenen Immobilien gehören Ralf und Sven K. angeblich gar nicht. Ihr Auftreten soll aber derart professionell und glaubhaft sein, dass selbst alte Hasen des Immobiliengeschäfts ihnen auf den Leim gegangen sein sollen.
Auch Karin C. (51), Inhaberin eines Maklerunternehmens in Schleswig-Holstein, fühlt sich von Rolf K. und seinem Sohn Sven betrogen. Karin wurde von den beiden Männern mit dem Verkauf von Neubau-Eigentumswohnungen beauftragt. "Letztes Jahr standen Vater und Sohn bei mir im Büro und machten mir ein lukratives Angebot", so die Maklerin Karin C. "Sie präsentierten eine notarielle Urkunde, die sie als Besitzer eines Grundstücks auswies. Auf diesem Grundstück stand ein altes Gebäude. Das sollte abgerissen und ein Neubau mit mehreren Eigentumswohnungen gebaut werden. Ich sollte Kaufinteressenten ranschaffen. Für diese Tätigkeit boten sie mir 6% Provision."
Alles schien in bester Ordnung. Das Grundstück war gekauft, der Abriss war gemacht, der Bauantrag vom Architekten war erstellt, professionelle Anzeigen der Bauträger geschaltet. Sogar ein Bauschild wurde aufgestellt. Jedoch soll keiner der Beteiligten je sein Geld erhalten haben, weder der Architekt, noch die mit dem Abriss beauftragte Firma.
Karin C.: "Ich selbst wollte für meine Eltern eine Eigentumswohnung bei Rolf und Sven K. kaufen. Kurz nach der Reservierung erhöhten sie plötzlich den Preis der Wohnung.
Ursprünglich sollte ich 30% anzahlen. Doch mit diesem Preisanstieg war ich nicht einverstanden. Rolf K. machte mir den Vorschlag, 20 000.- Euro- also weitaus mehr als geplant- anzuzahlen. Dann könne er mir für die Wohnung einen Rabatt von 20 Prozent geben." Karin C. ging auf den Vorschlag ein, machte eine Teilzahlung von 10 000.- Euro plus Reservierungsgebühr. Doch zu dem Bau des Wohnhauses kam es nie, denn das Grundstück gehörte den Auftraggebern nicht.
Ihre eigenen Kunden haben keine Anzahlungen geleistet, so Karin C. "Aber es gibt sicher Kunden die direkt beim Bauträger gekauft haben", führt die Maklerin aus. "Mit einer Firma aus Bevern schlossen Rolf und Sven K. einen Generalunternehmervertrag ab. Die Firma erfüllte den Vertrag, reichte sogar das Baugesuch ein. Nun bleiben sie auf Kosten von über 40 000 Euro sitzen."
Rolf K. wollte bei Karin C. eine alte Pension kaufen, präsentierte sogar Bestätigungen von vermeintlichen Investoren. Die Pension gehörte einer Kundin der Maklerin. Ein Jahr lang sagte diese Kundin anderen echten Kaufinteressenten ab, weil sie dem Angebot von Vater und Sohn vertraute. Doch zu dem Kauf kam es gar nicht.
Karin C.: "Ich bereue, dass ich diesen beiden Männern vertraut habe. Aber es gab die notariellen Beurkundungen. Da waren ein Architekt und eine Baufirma. Wenn die einem alle sagen, es ist alles in Ordnung, wird man einfach nicht skeptisch, zumal die beiden Betrüger sehr professionell auftraten."
Auch der Makler Burkhard S. fühlt sich von Rolf und Sven K. hintergangen: "Sie wollten bei mir das Haus einer Kundin erwerben, konnten aber weder ein sauberes Finanzierungskonzept vorlegen, noch eine ordentliche Bankverbindung vorweisen. Nach zwei Treffen beendete ich die Gespräche, verlor aber dadurch vorübergehend eine Kundin."
Karin C. will vor den Machenschaften des "Familienunternehmens" warnen. Bei der Kripo in Hamburg erstattete sie Anzeige gegen Rolf und Sven K.
Auf ihren diversen Internetseiten werben Rolf und Sven K. weiterhin im großen Stil und bieten europaweit Objekte an. Experten von GoMoPa fanden mehrere Firmenbezeichnungen des Gespanns, die aber in keinem Handelsregister eingetragen sind. Teilweise werben Vater und Sohn als GmbH "in Gründung".
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Rolf und Sven K. werben auf verschiedenen Internetseiten mit Immobilienverkäufen. Doch handelt es sich bei den diversen Gesellschaften des Vater- und Sohngespanns möglicherweise nur um Scheinfirmen. Die angebotenen Immobilien gehören Ralf und Sven K. angeblich gar nicht. Ihr Auftreten soll aber derart professionell und glaubhaft sein, dass selbst alte Hasen des Immobiliengeschäfts ihnen auf den Leim gegangen sein sollen.
Auch Karin C. (51), Inhaberin eines Maklerunternehmens in Schleswig-Holstein, fühlt sich von Rolf K. und seinem Sohn Sven betrogen. Karin wurde von den beiden Männern mit dem Verkauf von Neubau-Eigentumswohnungen beauftragt. "Letztes Jahr standen Vater und Sohn bei mir im Büro und machten mir ein lukratives Angebot", so die Maklerin Karin C. "Sie präsentierten eine notarielle Urkunde, die sie als Besitzer eines Grundstücks auswies. Auf diesem Grundstück stand ein altes Gebäude. Das sollte abgerissen und ein Neubau mit mehreren Eigentumswohnungen gebaut werden. Ich sollte Kaufinteressenten ranschaffen. Für diese Tätigkeit boten sie mir 6% Provision."
Alles schien in bester Ordnung. Das Grundstück war gekauft, der Abriss war gemacht, der Bauantrag vom Architekten war erstellt, professionelle Anzeigen der Bauträger geschaltet. Sogar ein Bauschild wurde aufgestellt. Jedoch soll keiner der Beteiligten je sein Geld erhalten haben, weder der Architekt, noch die mit dem Abriss beauftragte Firma.
Karin C.: "Ich selbst wollte für meine Eltern eine Eigentumswohnung bei Rolf und Sven K. kaufen. Kurz nach der Reservierung erhöhten sie plötzlich den Preis der Wohnung.
Ursprünglich sollte ich 30% anzahlen. Doch mit diesem Preisanstieg war ich nicht einverstanden. Rolf K. machte mir den Vorschlag, 20 000.- Euro- also weitaus mehr als geplant- anzuzahlen. Dann könne er mir für die Wohnung einen Rabatt von 20 Prozent geben." Karin C. ging auf den Vorschlag ein, machte eine Teilzahlung von 10 000.- Euro plus Reservierungsgebühr. Doch zu dem Bau des Wohnhauses kam es nie, denn das Grundstück gehörte den Auftraggebern nicht.
Ihre eigenen Kunden haben keine Anzahlungen geleistet, so Karin C. "Aber es gibt sicher Kunden die direkt beim Bauträger gekauft haben", führt die Maklerin aus. "Mit einer Firma aus Bevern schlossen Rolf und Sven K. einen Generalunternehmervertrag ab. Die Firma erfüllte den Vertrag, reichte sogar das Baugesuch ein. Nun bleiben sie auf Kosten von über 40 000 Euro sitzen."
Rolf K. wollte bei Karin C. eine alte Pension kaufen, präsentierte sogar Bestätigungen von vermeintlichen Investoren. Die Pension gehörte einer Kundin der Maklerin. Ein Jahr lang sagte diese Kundin anderen echten Kaufinteressenten ab, weil sie dem Angebot von Vater und Sohn vertraute. Doch zu dem Kauf kam es gar nicht.
Karin C.: "Ich bereue, dass ich diesen beiden Männern vertraut habe. Aber es gab die notariellen Beurkundungen. Da waren ein Architekt und eine Baufirma. Wenn die einem alle sagen, es ist alles in Ordnung, wird man einfach nicht skeptisch, zumal die beiden Betrüger sehr professionell auftraten."
Auch der Makler Burkhard S. fühlt sich von Rolf und Sven K. hintergangen: "Sie wollten bei mir das Haus einer Kundin erwerben, konnten aber weder ein sauberes Finanzierungskonzept vorlegen, noch eine ordentliche Bankverbindung vorweisen. Nach zwei Treffen beendete ich die Gespräche, verlor aber dadurch vorübergehend eine Kundin."
Karin C. will vor den Machenschaften des "Familienunternehmens" warnen. Bei der Kripo in Hamburg erstattete sie Anzeige gegen Rolf und Sven K.
Auf ihren diversen Internetseiten werben Rolf und Sven K. weiterhin im großen Stil und bieten europaweit Objekte an. Experten von GoMoPa fanden mehrere Firmenbezeichnungen des Gespanns, die aber in keinem Handelsregister eingetragen sind. Teilweise werben Vater und Sohn als GmbH "in Gründung".
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