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24.04.2017
Wirecard AG: Personelle Verflechtungen zur verbotenen Buetool Limited

ConventBrigitte Häuser-Axtner, die Executive Vice President Sales Wirecard der Wirecard AG aus Aschheim in München, war Gesellschafterin der BMI Brinken Merchant Incorporations Limited aus Conett im englischen County Durham, die die berüchtigte Briefkastenfirma Bluetool Limited gegründet hat, die die Wirecard AG beauftragte, Gelder an Scheinimmobilienfirmen in den USA zu überweisen, um in Wahheit illegale Gewinne aus Online-Casinos an Amerikaner und Kanadier auszuzahlen © Geschäftsbericht 2014 der Wirecard AG Bisher war nur bekannt, dass die Wirecard AG aus Aschheim bei München für die inzwischen von Amts wegen geschlossene illegale Glücksspielgewinn-Auszahlungsfirma Bluetool Limited aus England tätig war. Neu ist nun, dass die Bluetool Limited ein Business-Kind von Spitzen-Wirecard-Vertrieblern (Head of Sales) war.

Wirecard AG - der Name des 1999 gegründeten und mittlerweile 6 Milliarden Euro Marktkapitalisierung schweren Börsenwunders (Manager-Magazin) tauchte vor sieben Jahren in einer FBI-Akte über illegale Geldtransfers auf. Wirecard soll laut diesen Unterlagen, die dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net vorliegen, im Jahr 2009 allein im Auftrag der englischen Immobilienfirma Bluetool Limited 5,7 Millionen US-Dollar (5,248 Millionen Euro) nach Florida an den seinerzeit dort lebenden Berliner Immoblienmakler Michael Olaf Schütt überwiesen haben.

Allerdings, so das FBI, waren die Gelder nicht für Immobiliengeschäfte bestimmt, sondern dienten dazu, illegale Gewinne aus verbotenen Glücksspielen in Online-Casinos auszuzahlen.

Schütt hat laut manager magazin gestanden,

Zitat:


über Briefkastenfirmen illegale Online-Gambling-Erlöse in Höhe von 70 Millionen Euro an gut 20.000 amerikanische und kanadische Pokerspieler transferiert zu haben.


Convent Das tat er, nach allem, was man weiß, auf eigene Faust. Wirecard ging damals in einer Stellungnahme gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net auf Distanz nicht nur zu Schütt, sondern auch zu dieser englischen Briefkastenfirma Bluetool Limited.

Man habe sogar selbst Geldwäscheanzeige erstattet. Eine Unternehmenssprecherin teilte GoMoPa.net mit:

Zitat:


Von unserer Korrespondenzbank (es handelte sich um die WestLB AG in Düsseldorf, wie diese gegenüber GoMoPa.net bestätigte - Anmerkung der Redaktion) erhielten wir im Februar 2010 einen Hinweis im Hinblick auf auffällige Zahlungsvorgänge der Bluetool.

Wir haben dann unsererseits die Transaktionen einer Einzelprüfung unterzogen und das Konto Anfang März vorsorglich geschlossen und gleichzeitig Anzeige wegen Verdachts auf Geldwäsche erstattet. Dies entspricht dem in solchen Fällen üblichen Vorgehen.

Weder bei Kontoeröffnung noch bei den Transaktionen ergaben sich Auffälligkeiten.


Dass der Wirecard in Bayern bei der Kontoeröffnung der englischen Bluetool Ltd. und bei den Transaktionen keine Auffälligkeiten auffielen, kann möglicherweise auch mit diesen zwei Personalien zusammenhängen:

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