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13.04.2010
Trend Capital Indienfonds: Luxusapartments für Slumbewohner

Eines kann man Frank Simon, dem Gründer und Vorstandschef des Mainzer Emissionshauses Trend Capital AG, nicht mehr nehmen: Ihm gebührt der Ruhm, den ersten deutschen Immobilienfonds für Indien initiiert zu haben. Allerdings soll er im Emissionsprospekt Fehler in der Vergangenheit verschwiegen haben und aktuell in der 13-Millionen-Einwohner-Metropole Mumbai einen Slum mit der Auflage sanieren, später in den dortigen Eigentumswohnungen kostenlos die Altbewohner des Slums als Nachbarn der reichen Käufer mit einzuquartieren.

50 Millionen Euro plus 2,5 Millionen Euro Agio will Simon bis zum Ende 2010 von Anlegern einsammeln. 17 Millionen Euro hatten Zeichner schon zum Verkaufsstart am 10. Dezember 2008 vorab bereitgestellt. Ziel sind Eigentumswohnungen und Bürotürme in Indiens Metropolen Mumbai, Delhi und Hyderabad.

Der Hamburger Unternehmensanalyst Stephan Appel bescheinigte am 5. Juni 2009 in seinem Fonds-Pre-Check: "Antizyklisch positionierte Projektentwicklungsfondsbeteiligung mit erfahrenen, engagierten Partnern in einem aussichtsreichen Wachstumsmarkt."

Doch erster zu sein, hat offensichtlich seinen Preis: Der 150 Seiten lange Emissionsprospekt der Trend Capital GmbH & Co. Indien I Kommanditgesellschaft scheint mit heißer Nadel gestrickt zu sein. Frank Simon stellt sich darin als erfolgreicher Schönwetterkapitän bei Auslandsimmobilien dar. Auf Seite 48 heißt es im Prospekt (am 5. Dezember 2008 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin, in Bonn zur Veröffentlichung gestattet):

Zitat:


Der verantwortliche Manager, der sowohl die Firmen in Indien als auch auf Mauritius leitet und die Verwendung aller Gelder kontrolliert, ist Frank Simon.

Als Gründer und Vorstand der Trend Capital hat er nachweislich vier Trend Capital Immobilienfonds in Dubai zum Erfolg geführt.


Die Wahrheit über Simons Dubai-Fonds

In Wahrheit ging Simon mit zwei von drei Dubai-Fonds, nämlich den "Dubai Business Bay II und III KG" baden.

Schon im Jahre 2006 wurde Simon wegen "Unzulänglichkeiten" als Geschäftsführer eines Auslands-Fonds entlassen. Über die Nachrichtenagentur OTS (eine DPA-Tochter) meldete das Unternehmen am 23. August 2006:

Zitat:


Die Komplementärin der Trend Capital Dubai Sports City KG, die Trend Capital Dubai Sports City Beteiligungs GmbH, hat ihren bisherigen Geschäftsführer Herrn Frank Simon mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Geschäftsführer der Fondsgesellschaft entbunden. Als Gründe nennt die Gesellschaft Unzulänglichkeiten in der Geschäftsführung sowie durch Simons Tätigkeit im Rahmen anderer Immobilienprojekte in Dubai herrührende Interessenskonflikte.

Weiterhin hat die Gesellschaft angekündigt, Herrn Simon sowie seiner Initiatorgesellschaft Trend Capital zu untersagen, den Immobilienfonds TC Dubai Sports City KG (Projektname "The Cube Condo Residences") weiterhin öffentlich als Referenz seiner Tätigkeit zu nennen.


Nun also Indien. Am 11. Dezember 2008, einen Tag nach dem Vertriebsstart, versprach die Trend Capital AG auf ihrer Firmenseite: "Das Beteiligungsangebot plant, in attraktive Wohnimmobilienprojekte in den Metropolen Delhi, Mumbai und Hyderabad zu investieren."

Die Voraussetzungen seien nahezu phantastisch. In einer Einladung zu einer Online-Verkaufsveranstaltung vom 22. März 2010, die von Fonds professionell verbreitet wurde, heißt es:

Zitat:


Indien die Chance des Jahrzehnts - 15,84 Prozent pro annum Nettorendite

Kurzvorstellung der Beteiligung:

Die Trend Capital bietet Anlegern mit der Indien 1 Beteiligung Zugang zum attraktiven indischen Immobilienmarkt. Das schlüssige und transparente Konzept überzeugt durch erstklassige Marktzugänge und Investitionschancen, einer kurzen Laufzeit von etwa vier Jahren sowie mit prognostizierten Jahresrenditen von mindestens 15,84 Prozent nach Abgeltungssteuer.

Das Beteiligungsangebot plant, in attraktive Wohnimmobilienprojekte in Mumbai zu investieren. Experten geben allein den Neubedarf an Wohnungen in Indien mit zehn Millionen Einheiten jährlich an, trotz Subprimekrise. Das enorme Bevölkerungswachstum verlangt danach. Pro Tag werden durchschnittlich 50.000 Inder geboren, das sind etwa 18 Millionen pro Jahr. Etwa zwei Drittel der indischen Wohnungen haben nicht mehr als zwei Zimmer bei durchschnittlich sechs bis acht Personen je Haushalt. Etwa die Hälfte aller Wohneinheiten sind nur mit Mühe und Not bewohnbar oder baufällig.


Frank Simon baut Eigentumswohnungen für Slum-Bewohner, verkehrsgünstig in der Nähe von Hauptbahnhof und Flughafen

Die Trend Capital investiert in einen Slum in Mumbais Innenstadt. Der Name des Slum-Rehabilitationsobjektes lautet New Islam Mills. Man bekommt das kostengünstige Bauland jedoch nur, wenn man die Slumbehausungen abreißt, und die Slumbewohner hinterher in den neuen Wohnungen kostenlos wohnen lässt. Analyst Appel schreibt in seinem Check, veröffentlicht auf der Firmenseite von Trend Capital: ?Rehabilitationsgroßprojekte werden staatlich geregelt unter der Bedingung übertragen, dass kostenloser Wohnraum für die Altbewohner des Grundstücks geschaffen wird."

Was heißt das für den Indienfonds konkret?

Dazu schreibt Appel weiter:

Zitat:


Die auf dem 26.312 Quadratmer großen Areal befindlichen Slums wurden vollständig abgerissen. Die Slumbewohner werden derzeit vorübergehend auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern - verteilt auf drei Bereiche in Transitcamps untergebracht.

Auf dem restlichen Gelände ist bereits mit Erdarbeiten begonnen worden, um ein umfassendes Wohn- und Gewerbezentrum zu schaffen. Frühere Bewohner bekommen Wohneigentum im Verhältnis zu einer nach einem Verteilungsschlüssel ermittelten Nutzfläche kostenlos zugeteilt.

Der Developer erhält im Gegenzug die Verwertungsrechte an den übrigen Grundstücksflächen. Auf diesen sollen nach aktuellen Planungen in vier Bauphasen 3 Wohngebäudetürme und ein Büroturm entstehen.


Zur Lage des Investitionsobjekts schreibt Analyst Appel: "Das in Mumbai South gelegene Parel (hier werden die höchsten Miet- und Kaufpreise gezahlt) liegt nur 5 Kilometer von Mumbai Central und 18 Kilometer vom Santa Cruz Airport entfernt."

Zu möglichen Verkaufspreisen der Eigentumswohnungen in drei Jahren stellt Appel fest: "Der Verkaufswert nach 3 Jahren liegt bei 2.800 Euro pro Quadratmeter."

Allerdings muss man sich fragen: Welcher gut verdienende Inder zahlt 2.800 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung, wenn seine Nachbarn ehemalige Slumbewohner sind und kostenlos im Haus wohnen?

Slums im Zentrum von Mumbai © buzzle.com
Slums im Zentrum von Mumbai © buzzle.com
Mumbai hat nicht umsonst den Beinamen "Slumbay"

Verschwiegen wird, das die Slums in Mumbai schneller wachsen als normale Gebiete. 60 Prozent der Bevölkerung von Mumbai, rund etwa 7 Millionen Menschen, leben in den Slums von Mumbai. Die Flächen grenzen an die Stadtbezirke Mahim, Parel, Dadar und Matunga. Die Menschen finden kaum Platz auf den Straßen.

Die Bewohner der Slums in Mumbai werden täglich mit Mangel an Wasser, konstanter Migration (Zuwanderung), kein Abwasser oder fehlender Abfallentsorgungseinrichtung, Mangel an öffentlichem Verkehr, Verschmutzung und Wohnungsnot konfrontiert.

Im Jahr 1985 hat die Regierung versucht, das Problem zu beheben und führte eine Slum-Upgradation-Projektarbeit ein. Aber all diese Upgradations-Projekte sind nur auf 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung in den Slums ausgerichtet.

Die Slum-Wachstumsrate ist viel größter als das allgemeinen Wachstum der städtischen Gebiete in Mumbai. Deshalb wird Mumbai von den Einwohner "Slumbay" genannt.

Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net fragte einen Wirtschaftsprüfer, der für große Emissionshäuser in Deutschland arbeitet, wie er das Investment und den Verkaufsprospekt der Trend Capital Indien I Kommanditgesellschaft einschätzt.

Hier die Antwort, die er GoMoPa.net schickte:

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