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05.05.2010
Genussrechte: dubiose Umschichtungsangebote

 Schloss Anif in Österreich: Sitz der Genius
Schloss Anif in Österreich: Sitz der Genius
Vornehmer kann man kaum Beteiligungen an Immobilien und Firmen verkaufen. Von einem nicht öffentlich zugänglichen neugotischen Wasserschloss des Grafen Johannes Moy de Sons (altes französisches Adelsgeschlecht) in der Gemeinde Anif am südlichen Stadtrand von Salzburg aus, in das bereits König Ludwig der III. von Bayern 1918 vor der Novemberrevolution Zuflucht fand, vertreibt eine Genius Insurance Service GmbH (Genius Gruppe) seit zwei Jahren Genussrechte exklusiv für ihre zwei Partner-Anlagehäuser in Deutschland: die FHM Fondshaus München GmbH und die H.I.G. Hanseatische Incotrade GmbH in Hamburg.

Genussrechte-Vertriebschef:<br /> Sven Hanisch aus Bayern
Genussrechte-Vertriebschef:
Sven Hanisch aus Bayern
Doch dem in Bad Reichenhall in Bayern beheimateten Genius-Geschäftsführer Sven Hanisch (29), der sich in Stellenanzeigen für Führungskräfte und Einladungen zu Investmentvorträgen gern auch als Managing-Director des Fondshauses München vorstellt, könnte es bald wie seinem ehemaligen König Ludwig III. ergehen. Er müsste auch im Anifer Schloss Zuflucht suchen. Allerdings nicht vor Revoluzzern, sondern vor deutschen Staatsanwälten.

Denn eine Anlegerin (25) aus Pittenhart im bayerischen Landkreis Traunstein habe jetzt nach Angaben des Traunsteiner Wirtschaftsjournalisten Abel Schiersch gegen Hanisch bei den Staatsanwaltschaften München und Traunstein Strafanzeige wegen Anlagebetruges gestellt und außerdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn informiert, die den Genussrechtehandel untersagen und die Auflösung des Anbieters anordnen könnte.

Die Anlegerin, die als Assistentin der Geschäftsleitung in einem Logistikunternehmen arbeitet, habe am 12. September 2008 (vier Monate, bevor das Fondshaus München überhaupt einen Prospekt bei der BaFin eingereicht hat) über Hanisch und einen Verkäufer namens Markus Albrecht mit dem Fondshaus-München-Chef Furthner einen Vertrag abgeschlossen, nach dessen Inhalt sie dem Fondshaus einen Kredit ih Höhe von 217.000 Euro gewährt, den das Fondshaus in unbekannte Beteiligungen stecken wollte. Die Kundin sollte die 217.000 Euro nicht sofort auf den Tisch packen. Sie habe zunächst einmal 31.000 Euro als Einmalbetrag und außerdem eine Monatsrate von 775 Euro an das Fondshaus gezahlt. Diese Monatsrate sei aber nur zwei Mal fällig und dann nicht mehr, hätten die Verkäufer ihr gesagt.

Was die Frau nicht ahnte: Ihr eingezahltes Geld entsprach fast exakt der Summe, die bei einer Anlage von 217.000 Euro an Innenprovisionen für das Fondshaus und Außenprovisionen für den Vertrieb Genius anfallen.

Nachdem nun ihrerseits alles bezahlt war, seien Hanisch und Albrecht an sie herangetreten, sie solle doch nun besser ihr Geld umschichten und zwar in das H.I.G.-Projekt. Sie bekäme dort zusätzlich zu den 6 Prozent Kreditzinsen, die ihr das Fondshaus München versprochen hatte, noch eine Basisrendite von 10 Prozent auf die 31.000 Euro und extra 8 Prozent auf die Raten von je 755 Euro. Dazu müsse sie ihren Vertrag beim Fondshaus München natürlich kündigen.

Gleich an Ort und Stelle habe Albrecht der Frau das Kündigungsschreiben diktiert, das sie handschriftlich auf ein Blatt Papier kritzelte. Albrecht habe es dann weggefaxt.

Albrecht habe später mehrmals nachgefragt, ob die Kündigung beim Fondshaus München durch sei. Der Frau war das nicht geheuer, sie kündigte abermals und verlangte jetzt vom Fondshaus München ihr eingezahltes Geld zurück plus der versprochenen Zinsen.

Daraufhin habe ihr Verkäufer Albrecht eine SMS geschickt: Sie bekäme die Rendite aus dem Fondshaus-München-Vertrag, das seien so zwischen 1.800 und 2.400 Euro, nur, wenn sie den neuen Vertrag bei H.I.G. unterzeichnen würde.

Hätte die Anlegerin das Geforderte getan, wäre ihr gesamtes eingezahltes Geld noch einmal für Provisionen an die Genius und an die H.I.G. draufgegangen, da die H.I.G. nun ebenfalls ein vermitteltes Gesamt-Investment von 217.000 Euro auf dem Papier hätte verbuchen können.

Da man ihr aber wiederum nicht sagen konnte, um was für ein Investment es sich denn nun bei der H.I.G. handeln würde, bestand die Anlegerin auf Rückabwicklung. Fondshaus-München-Chef Furthner habe der hartnäckigen Frau schließlich mehrfach telefonisch und auch per Brief zugesichert, sie werde ihr Geld zurückbekommen.

Zuletzt soll er gesagt haben: "Ich zahle das aus meinem Privatvermögen bis spätestens bis zum 30. April 2010." Am 30. April vertröstete Furthner die Anlegerin schriftlich und stellte seinem Fondshaus München, das laut Prospekt bis Ende diesen Jahres 10 Millionen Euro einsammeln möchte, selbst ein Armutszeugnis aus, weil er zugab, nicht einmal mehr die 32.550 Euro der Frau zusammenzubekommen.

Furthner schrieb: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir den zugesagten Betrag von 32.550 Euro nicht zur Gänze am 30. April 2010 zur Anweisung bringen konnten". Eine Abschlagszahlung von der Hälfte der Summe werde am 4. Mai und die andere Hälfte am 21. Mai 2010 auf ihrem Konto sein. Grund seien "finanzielle Ausfälle seitens unserer Vertriebspartner", heißt es in dem Brief weiter. Also bei der Genius auf Schloss Anif. Zwar entschuldigte sich Furthner, aber da kein Geld zurückkam, entschied sich die Anlegerin für eine Strafanzeige.

Und das sind die Rendite-Versprechungen der Genussrechte

Bei dem im Januar 2008 gegründeten FHM Fondshaus München könnten die Anleger Beteiligungen an Immobilien und Firmen erwerben, die angeblich seit 1965 durchschnittlich eine satte Rendite von 21 Prozent im Jahr abwerfen würden. Ein inhaltlich nichtssagender Verkaufsprospekt wurde erst am 16. Januar 2009 bei der BaFin eingereicht. Was bedeutet, dass die angeblichen Genussrechte zuvor ohne Genehmigung verkauft worden sein müssten.

Oder, was wahrscheinlicher ist, dass es gar keine gibt. Denn der Fall der Anlegerin aus Pittenhart legt die Vermutung nahe, dass das Geld nur zum Zwecke hoher Eigenprovisionen und Provisionen an die Vertriebe eingesammelt wird. Wie sonst ist es zu erklären, dass man den Anlegern schriftlich eine Beteiligung von 75 Prozent am Gewinn aus ihrem eingesetzten Kapital zusichert. Wenn man keine Gewinne macht oder zumindest nicht vorhat, ist so eine Zusage leicht zu geben.

Ähnlich sieht es bei dem zweiten Fondshaus in Hamburg aus. Die H.I.G. Hanseatische Incotrade GmbH, die im November 2009 gegründet wurde, hat sich erst gar nicht die Mühe gemacht, überhaupt einen Prospekt herauszubringen und bei der BaFin einzureichen. Ihr einziger Zweck scheint zu sein, die beim FHM Fondshaus München gezeichneten Anlagen noch einmal umzuschichten, um sich so auf legalem Wege noch einmal dieselben Provisionen in die Tasche zu spielen, die das Fondshaus München für sich und den Vertrieb gezahlt hat.

Um den Anlegern das Umschichten schmackhaft zu machen, sind die versprochenen Renditen bei der H.I.G. noch weitaus höher als beim FHM Fondshaus München. Anleger berichten in Internetforen, man habe ihnen eine Rendite von 10 Prozent pro Jahr auf Einmaleinlagen und 8 Prozent auf monatliche Einzahlungen versprochen. Zudem werde man mit 90 Prozent an den Jahresüberschüssen in Form einer Überschussdividende beteiligt (beim Fondshaus München waren es nur 75 Prozent).

Der Name "Fondshaus" erweckt den Eindruck, der Anleger erwerbe dort Fonds. Dies ist jedoch nicht der Fall: Über ein Genussrecht ist der Anleger direkt an der Firma (FHM) beteiligt und nicht in konkursgeschützten Sondervermögen. Gleiches gilt natürlich auch für H.I.G- Incotrade.

Börse Online sei abgeblitzt

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

#3 - Kommentar von Knut-Reinhard Keller am 24.01.2011 22:44
Ich kann die im Artikel beschriebenen Ungereimtheiten von einer anderen Seite bestätigen. Die Firma HIG ist äußerst reserviert gegenüber Anfragen und gibt keine Informationen zu Ihrem Produkt heraus. Ich habe dreimal gebeten, mir Informationen zuzusenden bzw. mir zu erklären, warum ich keine Informationen erhalte und wurde jeweils abgeblockt. Erst war ich sauer, weil ich dachte, die Firma meint, ich würde nur sehr wenig investieren. Inzwischen ist mein subjektiver Eindruck: hier will jemand etwas verbergen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch folgende "Info" an potentielle Anleger auf der Homepage: http://hig-incotrade.com/eigenemeinung.html Ich empfehle in nur folgenden Artikel, in einem anerkannten Fachmagazin, dem man wohl mehr Glauben schenken darf, als irgendeiner Eigenaussage auf der Homepage:
http://www.graumarktinfo.de/gm/aktuell/warnung/:H-I-G--Hanseatische-Incotrade--Geheimnisse-um-Konditionen/620289.html

Ich habe einen mir bekannten Finanzexperten beauftragt, die Firma mal unter die Lupe zu nehmen. Er hat weiteres herausgefunden: Es besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen HIG und einer Firma Hanisch Consulting. Der Geschäftsführer wechselt andauernd, genauso wie der Firmensitz. Mein Bekannter ist weiter an der Sache dran...


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